AT139138B - Verfahren und Vorrichtung zum Verbuttern von Milch und Rahm. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verbuttern von Milch und Rahm.

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AT139138B
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Paul Feremutsch
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  Verfahren und Vorrichtung zum Verbuttern von Milch und Rahm. 
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 Butterungsversuchen mit   durchströmender   Druckluft die Tatsache ausgenutzt, dass das   Schutzeiweiss   gegenüber Kohlensäure eine grössere Affinität als gegenüber Luft aufweist, wodurch die Adsorption der   Eiweisskörper   an der Grenzfläche Kohlensäure-Flüssigkeit (im Schaum) stärker auftritt als an der Grenzfläche Luft-Flüssigkeit. Ausser diesen beiden Tatsachen wird die Schutzwirkung des Eiweisses durch die erhöhte saure Reaktion (stärkere Wasserstoffionenkonzentration) bei Verwendung von Kohlensäure noch   geschwächt, was   weiterhin die Koagulation   der. Fettkügelchen   im Butterungsgut fördert. 



   Die vorliegende   Berücksichtigung   aller dieser TÅatsachen ermöglicht eine Herabsetzung der Butte-   iungszeit   von Minuten auf Sekunden, wobei das Butterungsprodukt der so mit Kohlensäure behandelten   Milch-oder Rahmmassen zu   dem flischer, angenehmer im Geschmack und haltbarer wird als bei Luftbehandlung. Bakteriologische Untersuchungen fühlten nämlich zum   Schlüsse, dass   bei Verwendung von Kohlensäure gemäss dem vorliegenden Verfahren eine sehr starke Verringerung des Gehaltes an Mikroorganismen durch dieses Gas stattfindet, wodurch die so gewonnene Butter bakterienärmer ausfällt. 



   In der Zeichnung ist beispielsweise eine Vorrichtung dargestellt, mit welcher das Verfahren ausgeübt werden kann. Es zeigt Fig. 1 die Vorrichtung in Seitenansicht und die Fig. 2 in Draufsicht ; die Fig. 3 und 4 zeigen Einzelheiten derselben. 



   1 ist   ein Uberdruckbehälter   aus Glas, Steingut oder Metall, welcher unten geschlossen ist und 
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 bar sind, mit Hilfe von Flügelmuttern fest auf den Dichtungsrand des Druckbehälters 1 aufgepresst werden kann. Getragen werden der Behälter und die übrigen Teile der Vorrichtung von einer   Fundamentplatte 5.   Durch den Deckel 2 des   Behälters.   1 reichen zwei senkrechte Achsen 6, die mit Löchern versehene Flügel 7 besitzen, die einander   übergreifen.   Die Achsen 6 werden mit Hilfe eines   Zahnräder-und Riementriebes 8,   
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 mischung des Butterungsgutes im   Druckbehälter.   Auf der Fundamentplatte 5 befindet sich ausserdem eine   Kohlensäureflasche     H,

     die über eine Schaltvorrichtung 14 mit einer zum Innern des   Druckbehälters   führenden Gasleitung 15 in Verbindung steht. Eine Leitung 16 dient zum Ablassen vorerst der Luft 
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 Regeln des Druckes im Behälter sowie Schalter für den Elektromotor 11. 



   Die Ausführung des Verfahrens geschieht mit dieser beispielsweisen Vorrichtung wie folgt : Die zu   veibutternde   Milch-oder Rabmmasse wird in den   Diuekbehälter 1   gegossen, der zweckmässigerweise nur bis zu Dreiviertel seines Volumens angefüllt und hierauf durch den Deckel 2 hermetisch verschlossen wird. Durch die Zuleitung 15 wird Kohlensäuregas von der   Koblensäureilasche 13   dem Behälter zugeführt, zweckmässig   unter   einem Druck von 4 bis 6 Atmosphären. Durch Öffnen der Ableitung 16 wird die im Behälter vorhandene Luft durch das sich mittlerweile unter Druck darin angesammelte, spezifisch schwerere Kohlensäuregas verdrängt. Nach Schliessen der Ableitung 26 wird bei geöffneter Gaszuleitung der   Antiiebsmotor.

   H   und damit das Innenwerk 6,   ?   in rasche Umdrehung versetzt, wodurch das Butterungsgut energisch bearbeitet wird. Eine Behandlungszeit von ungefähr 20 bis 30 Sekunden genügt zum Zusammenballen des Fettes in der frischen Vollmilch, so dass also nach einer halben Minute bereits die Gaszuleitung gesperrt, die Gasableitung geöffnet und unter weiterem, schwachem Rühren die   stecknadel-   kopfgrossen bis erbsengrossen   Butterkörner   zu knetbare Massen gesammelt werden   können.   



    PATENT-ANSPRüCHE :  
1. Verfahren zum   Verbuttern   von Milch und Rahm, dadurch gekennzeichnet, dass die Milch oder der Rahm mit Kohlensäure übersättigt und unter   Kohlensäuredruck   gesetzt und hierauf energisch durchgearbeitet wird, wodurch eine rasche Erhöhung der Wasserstoffionenkonzentration und infolge stärkerer   Affinität   von Eiweiss zu Kohlensäure eine schnellere Adsorption des Schutzeiweisses an der Grenzfläche Kohlensäure-Flüssigkeit eintritt.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen die Flüssigkeit aufnehmenden Druckbehälter, der mit einer Ableitung zum Abführen der darin anfangs. befindlichen Luft sowie nachher des komprimierten Gases, mit einer Zuleitung für das Druckgas und mit einem eingebauten Rührwerk zum energischen Bearbeiten des Flüssigkeit-Druckgas-Gemisches versehen ist.
AT139138D 1931-11-02 1932-10-21 Verfahren und Vorrichtung zum Verbuttern von Milch und Rahm. AT139138B (de)

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DE139138X 1932-05-25

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