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Bei Elektronenröhren mit indirekt geheizter Kathode treten bei hohen Verstärkungsgraden und bei Oseillatorschaltungen Störfrequenzen auf, die denen atmosphärischer Störungen oder von Wackel- kontakten gleichen. Diese Erscheinung tritt am störendsten bei Elektronenröhren auf, bei denen das Steuerorgan neben der Heiz-und Kathodenleitung herausgeführt ist, z. B. beim Europasockel. Hervorgerufen wird diese Erscheinung vornehmlich durch Lageänderungen des Heizfadens in dem Kathodenröhrchen durch thermo-und elektrolytische Wirkungen. Die Lagenändelung des Heizfadens bewirkt in erster Linie Kapazitätsänderungen zwischen dem Heizfaden, der Kathode und dem Steuergitter.
Die thermo-und elektrolytischen Wirkungen treten nicht auf, wenn im fertigen Empfänger zwischen Kathode und Heizfaden keine gleich-oder niederfrequente Wechselspannung herrscht.
In Oseillatorschaltungen, bei denen eine Spule kathodenseitig geschaltet ist, z. B. bei Mischröhren- schaltungen mit Schirmgitterröhre, treten obige Störungen besonders stark auf. Da die Kathode gegen- über Masse Hochfrequenzpotential besitzt, muss ausserdem für die Zuführung der Heizleistung eine Vorrichtung dazwischengeschaltet werden, deren Widerstand für die Generatorfrequenz gross ist gegen den der kathodenseitig liegenden Spule. Bei geringen Fadenspannungen und Wechselstrom wird hiezu ein Heiztransformator verwendet, dessen Sekundärwicklung geringe Kapazität gegen Masse und die Primärwicklung besitzt. Bei Gleichstromröhren mit hohen Fadenspannungen sind Drosselspulen zu verwenden.
Die Blockierung Kathode Heizfaden zur Vermeidung unerwünschter Kopplungen in Mehrfachverstärkern für die zu verstärkende Frequenz ist bekannt und bildet nicht den Gegenstand obiger Erfindung.
In der österr. Patentschrift Nr. 124059 ist beispielsweise eine Schaltung angegeben, die Rückkopplungen der Röhrenfrequenz (Hochfrequenz) bei mehreren Verstärkerstufen vermeidet, wenn eine gemeinsame Heizstromquelle verwendet wird und die Kathode an die Mitte eines Spannungsteiles angeschlossen wird. Infolge der metallischen Verbindung zwischen Kathode und Heizfaden genügt für die blosse HocMrequenzableitung ein Kondensator, solange seine Kapazität für die Frequenz des Heizstroms einen hohen Widerstand darstellt.
In der österr. Patentschrift Nr. 116198 wird gegen Netzton Herabsetzung der Kapazität zwischen Primär-und Sekundärwicklung des Netztrafos empfohlen, wobei zur Symmetrierung ausserdem die elektrische Mitte der Primärwicklung mit der elektrischen Mitte der Sekundärwicklung verbunden ist. Die elektrische Mitte der Sekundärwicklung wird an einem Spannungsteiler abgegriffen, der parallel zu dieser Wicklung geschaltet ist.
In der britischen Patentschrift Nr. 216193 werden Siebketten angegeben, die ebenfalls den Zweck verfolgen, störende Netzfrequenzen vom Empfänger fernzuhalten. Zweck der vorliegenden Erfindung dagegen ist, Störfrequenzen, die in der Kathode einer Röhre mit indirekt geheizter Kathode durch Fern-oder Lagenänderungen des Heizfadens zur eigentlichen Kathode entstehen, zu vermeiden oder herabzusetzen und vom Steuergitter fernzuhalten.
Erfindungsgemäss lassen sich diese Störfrequenzen unterdrücken, wenn für die Röhrenfrequenz (Hochfrequenz) Kathode und Heizfaden durch Blockkondensatoren an dasselbe Hochfrequenzpotential gelegt sind, wobei die Blockkondensatoren so zu bemessen sind, dass ihre Kapazität gross ist gegen die Kapazität Heizfaden Steuergitter für die Störfrequenz (Niederfrequenz) und der Widerstand Kathode Heizfaden für Gleichstrom und die Stölfrequenz möglichst hoch gehalten wird.
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Bei Oscillatorschaltungen, bei denen zwischen Kathode und Masse die Rückkopplungsspule liegt, ist die Heizleistung möglichst kapazitätsarm der Kathode zuzuführen, da diese Kapazität parallel zur Rückkopplungsspule liegt. Bei Wechselstromempfängern wird hiezu ein Transformator verwendet, dessen Sekundärwicklung kapazitätsarm gegen Masse ausgeführt ist. Eine metallische Verbindung zwischen Sekundärwicklung und Kathode ist überflüssig und schädlich. Für die Symmetrierung ist
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ungefähr gleiche Kapazitäten besitzen. Wird für die Heizung der Kathode Gleichstrom verwendet, ist eine Entstörung nur teilweise möglich, da eine metallische Verbindung der Zuleitung mit der Kathode nicht zu vermeiden ist.
Durch Einschaltung von Drosselspulen, die möglichst kapazitätsarm gewickelt und für die Störfrequenz (Niederfrequenz) dimensioniert sind, in die Heizzuleitung lassen sich alle Störungen mit Ausnahme der durch Elektrolyse hervorgerufenen vermeiden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Unterdrückung von Störfrequenzen in Verstärkern mit indirekt geheizter Kathode, hervorgerufen durch Form- oder Lagenänderungen zwischen Heizfaden und der eigentlichen Kathode, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode mit den Heizleitungen über Kondensatoren verbunden ist, deren Kapazitäten so gewählt sind, dass deren Weebselstromwiderstand für die Störfrequenz klein ist gegen den Widerstand Kathode Steuergitter, Heizfaden Steuergitter und Kathode Heizfaden, so dass Lageänderungen des Heizfadens im Kathodenröhrchen gegenüber der Kapazität der Sehutz- kondensatoren vernachlässigbar sind.