AT138731B - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd durch Destillation. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd durch Destillation.

Info

Publication number
AT138731B
AT138731B AT138731DA AT138731B AT 138731 B AT138731 B AT 138731B AT 138731D A AT138731D A AT 138731DA AT 138731 B AT138731 B AT 138731B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
hydrogen peroxide
distillation
pipe
production
tubes
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Oesterr Chem Werke
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Oesterr Chem Werke filed Critical Oesterr Chem Werke
Application granted granted Critical
Publication of AT138731B publication Critical patent/AT138731B/de

Links

Landscapes

  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von   Wasserstoffsuperoxyd durch Destillation.   



   Die Erfindung bezieht sieh auf die Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd aus solches enthaltenden oder liefernden Lösungen, wie z. B. Lösungen von Überschwefelsäure oder von Persulfaten, nach dem bekannten Prinzip der Austreibung des durch Hydrolyse gebildeten Wasserstoffsuperoxyds durch rasche Erhitzung fliessender dünner Schichten der Ausgangslösungen. Ein Verfahren dieser Art, bei welchem die Lösung in geheizten Rohren von oben nach unten   fliesst,   während das Wasserstoffsuperoxyd oben abdestilliert, ist in der österr. Patentschrift Nr. 48156 beschrieben.

   Später ist vorgeschlagen worden, die Lösung durch flache liegende Rohrschlangen mit mehreren in der Richtung der Flüssigkeitsbewegung aufeinanderfolgenden Gasabzügen   hindurchzuschieken   (französische Patentschrift Nr. 445096), um die Berührung der Dämpfe mit der Flüssigkeit dadurch abzukürzen, dass die Dämpfe nach   Durehstreiehung   kürzerer Teilstrecken aus dem Rohr entlassen werden.

   Gegenstand des Stammpatentes Nr. 131083 ist ein Verfahren dieser Art, dessen Wesen darin besteht, dass die Flüssigkeit in engen Heizrohren aus metallischen Materialien (insbesondere Blei), welche zwar auf Wasserstoffsuperoxyd katalytisch einwirken und auch selbst von Wasserstoffsuperoxyd angegriffen werden, sich aber gegen die   Rüekstandslauge   indifferent verhalten, auf langem Weg im Gleichstrom mit den Wasserstoffsuperoxyddämpfen mit hoher Durchflussgeschwindigkeit fortbewegt wird. Nach Anspruch 3 des Patentes dient zur Ausführung dieses Verfahrens ein vorzugsweise aus Blei (oder Bleilegierungen) hergestelltes Heizrohr, das als Schlangenrohr ausgebildet ist. 



   Weitere Untersuchungen haben nun ergeben, dass diese Destillationsmethode besondere Vorteile bietet, wenn man Heizrohre verwendet, deren Länge die bisher für derartige Zwecke   üblichen   Rohrlängen erheblich, gegebenenfalls sehr erheblich überschreitet, und dass trotz einer solchen Verlängerung der Rohre Störungen durch Angriff des Materials und Zersetzung des gebildeten   Wasserstoffsuperoxyds   auch dann nicht eintreten, wenn die Rohre aus gewöhnlichen metallischen Materialien, wie z. B. verschiedenen Sorten von Blei und Bleilegierungen, hergestellt sind. 



   Die Heizrohre der allgemein bekannten Kestnerschen Verdampfer werden höchstens in einer Länge von 8 m ausgeführt. Nach der Erfindung werden für die Destillation von   Überschwefelsäure-oder     Persulfatlösungen Heizrohre   verwendet, deren Länge mehr als 10 m, z. B. 20-75 m, beträgt. 



   Die Strömungsgeschwindigkeit ist dem Querschnitt des Destillationsrohres verkehrt proportional, d. h. sie nimmt mit abnehmendem Querschnitt proportional zu. Hingegen steigt die Geschwindigkeit proportional mit dem Durchsatz. Der Durchsatz ist seinerseits durch die Länge des Rohres begrenzt, indem   bei zu grossem Durchsatz   in einem Rohr, das nicht lang genug ist, das   H202   nicht vollständig ausdestilliert wird.

   Es hat sich gezeigt, dass man durch Wahl eines entsprechenden Verhältnisses von Rohrlänge und Querschnitt die   Strömungsgeschwindigkeit   der Dämpfe derart steigern kann (bis zu 300   m/sek),   dass auch in sehr langen Rohren eine Zersetzung des   HOz   Wasser und Sauerstoff vermieden   kt.   In dieser Weise sind sehr hohe   Durchsätze   bei vorzüglichen Wasserstoffsuperoxydausbeuten (95% und darüber) erreichbar. 



   Es ist Sache   fachmännischen   Ausprobierens, Rohrlänge, Rohrweite,   Durchflussgeschwindigkeit   usw. in ein solches Verhältnis zu bringen, dass optimale Wirkungen erreicht werden, d. h. trotz sehr grosser Durchsatzgeschwindigkeit eine vollständige Ausgasung der Flüssigkeit unter Vermeidung von Zersetzungen 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Das Verfahren kann in stehenden, liegenden und geneigten Rohren ausgeführt werden. Bei Verwendung geneigter Rohre kann der Winkel gegen die Horizontale oder Vertikale ein beliebiger sein, bei Verwendung stehender oder geneigter Rohre macht es keinen Unterschied, ob die Flüssigkeit von unten nach oben oder von oben nach unten durch die Rohre geführt wird. Zur Durchführung des Verfahrens kann man auch U-Rohre, Sehlangenrohre-od. dgl. verwenden. 



   Gemäss einer bevorzugten   Ausführungsform   der-Erfindung wird die Destillation in spiralig gewundenen Rohren ausgeführt, d. h. in Rohren, deren Krümmungsradius im Sinne einer geometrischen Spirale stetig ab-bzw. zunimmt. Es hat sich gezeigt, dass eine derartige Ausbildung der Rohre im Zusammenhang mit der besonderen Rohrlänge, über die Zusammendrängung der Anlage auf den geringsten Raum hinaus, eigenartige Vorteile bietet, die darin bestenen, dass die   Flüssigkeits-und Gasströmung   in spiralig ausgebildeten Rohren von stetiger schwacher Neigung gleichmässiger ist und dass sich mit einer solchen Ausbildung-bei Bleirohren im besonderen eine viel längere Lebensdauer erreichen lässt, weil die Rohre steifer sind und man in der Lage ist, die einzelnen Ringe sehr gut zu unterlegen. 



   Ausführungsbeispiel :
Ein 75 mm weites starkwandiges Bleirohr von 60 m Länge, welches derart spiralig gewunden ist, dass es etwa 15-25 Windungen aufweist, wird in einen Dampfmantel eingesetzt und als Destillationsapparat für   Überschwefelsäure   verwendet. Durch diese Schlange werden pro Stunde ungefähr   200-250     überschwefelsäurehaltige'Schwefelsäure (25% H2S2O) durchgesaugt.   Das Vakuum beträgt etwa 650-700 inn. Das abgehende Wasserstoffsuperoxyd kann in geeigneten Kondensatoren, gegebenenfalls durch fraktionierte Kondensation, gewonnen werden.- 
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd durch Destillation nach Stammpatent Nr.   131083,   dadurch gekennzeichnet, dass Rohre, deren Länge erheblich mehr als 10 m, z.

   B. 20-60 m beträgt, verwendet werden.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und Ausgestaltung der Vorrichtung nach Anspruch 3-des Stammpatentes, dadureh gekennzeiehnet, dass das Heizrohr ein spiralig gewundenes Schlangenrohr ist.
AT138731D 1927-07-11 1929-01-04 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd durch Destillation. AT138731B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT131083T 1927-07-11
AT138731T 1929-01-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT138731B true AT138731B (de) 1934-09-10

Family

ID=34218407

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT138731D AT138731B (de) 1927-07-11 1929-01-04 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd durch Destillation.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT138731B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT138731B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd durch Destillation.
DE2239510C3 (de) Verfahren zur katalytischen Oxydation von Schwefeldioxid
DE1544052A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abtrennen von Dampf von einer Fluessigkeit
DE2304984A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur durchfuehrung des katalytischen dampfreformierens von kohlenwasserstoffen
EP0021210B1 (de) Verdampfer zum Konzentrieren von Mineralsäure, insbesondere Schwefelsäure
DE744612C (de) Waermeaustauscher, insbesondere schwadenbeheizter Speisewasservorwaermer
AT71146B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Konzentration verdünnter Salpetersäure.
CH149084A (de) Vorrichtung zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd durch Destillation.
DE752640C (de) Verfahren zur Herstellung konzentrierter Loesungen von Ammonnitrat aus verduennter Salpetersaeure und Ammoniak
AT131083B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd durch Destillation von Perschwefelsäure- oder Persulfatlösungen.
AT154885B (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd.
DE573906C (de) Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd
DE370453C (de) Destillationsverfahren
DE103165C (de)
DE1667041A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Stoffaustausch zwischen gasfoermigen und fluessigen Phasen im Gegenstrom
DE752567C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd
AT123950B (de) Schlangenrohrkessel.
AT160505B (de) Röhrenofen zum Destillieren von Ölen.
AT48156B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd aus unreinen Lösungen.
DE563130C (de) Verfahren zur Herstellung von Camphen aus Bornylhalogeniden
AT128078B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Destillation von Wasserstoffsuperoxyd.
AT144895B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd durch Destillation.
AT82007B (de) Verfahren zum Konzentrieren von Schwefelsäure. Verfahren zum Konzentrieren von Schwefelsäure.
AT100703B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schwefelsäureanhydrid im Kontaktverfahren.
AT94729B (de) Kombinierter Wasserrohr-Heizrohrkessel.