AT138355B - Vorrichtung zur Führung von Werkzeughaltern, insbesondere Schneidbrennern, mittels Führungsrollen längs Schablonen. - Google Patents

Vorrichtung zur Führung von Werkzeughaltern, insbesondere Schneidbrennern, mittels Führungsrollen längs Schablonen.

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AT138355B
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  Vorrichtung zur   tuhrung   von Werkzeughaltern, insbesondere Sehneidbrennern, mittels   Fuhrungs-   rollen längs Schablonen. 



   Bei Vorrichtungen zur Führung von Werkzeughaltern, insbesondere Schneidbrennern, längs Schablonen hat man ursprünglich die Rollen, die sich beim Befahren der Schablone in entgegengesetzter Richtung bewegen müssen, durch ein Zahnradpaar gekuppelt und eines dieser Zahnräder angetrieben. 



  Die Rollen drehen sich dann zwangläufig mit gleicher Geschwindigkeit in entgegengesetzter Richtung, 
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   gekrümmter Schablone,   wo die Wege für die beiden Rollen   nicht   mehr gleich lang sind, eine ruhige klemmungsfreieFortbewegung zu erzielen, bildete man meist die sekundär angetriebene Rolle mit glatter OberFläche aus, so dass sie an der Schablone gleiten und somit die Ungleichheit der beiden Rollenwege ausreichen konnte. Dennoch gibt es bei der Fortbewegung eines solchen Getriebekopfes arge Störungen, wenn es sich um das Befahren von Kurven handelt, deren Krümmungsradius ungefähr dem Rollenhalbmesser entspricht, wie solche als Verbindung zweier gerader, im rechten oder spitzen Winkel zueinander verlaufender Schablonenstücke häufig vorkommen. Hiebei bleibt nämlich die bogeninnere Rolle stehen.

   Ist dies nun die primär angetriebene Rolle, so ist ein Überfahren der   Krümmung überhaupt nicht möglich   oder geht zumindest sehr unregelmässig und ruckweise vor sich. Um diesem Übelstand abzuhelfen und auch schon in schwächer gekrümmten Kurven die Wegdifferenzen auszugleichen, trieb man die Führungsrollen über ein Differentialgetriebe an, wobei natürlich beide Rollen eine rauhe Oberfläche aufweisen müssen. Das Differentialgetriebe bringt jedoch eine neue Schwierigkeit mit sich. Verliert   nämlich   eine der Rollen den festen Halt an der Schablone, was durch Erschütterungen oder in starken Krümmungen häufig auftritt, so erlangt sie leerlaufend eine sehr hohe Geschwindigkeit, während die andere zum Stillstand kommt und der ganze Führungskopf stehenbleibt.

   Die Erfindung entspringt der Erkenntnis, dass bei   vernachlässigbarer   Breite der Schablone ein eingebautes Differentialgetriebe keinen Geschwindigkeitsausgleich zu übernehmen hat, auch wenn die Kurve so stark gekrümmt ist, dass sie sich dem Umfang der bogeninneren Rolle anschmiegt, und bezweckt, die Nachteile der bisherigen Führungsvorrichtungen zu vermeiden und einen den Brenner vollkommen gleichmässig und ruhig leitenden Führungskopf zu schaffen, der sich überdies durch grosse Einfachheit der Konstruktion und Billigkeit der Herstellung auszeichnet. 



  Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, dass die beiden Führungsrollen über ein gemeinsames Antriebsglied   miteinander zwangläufig   auf Drehung gekuppelt sind. Die Breite der Schablone wird erfindungsgemäss im Verhältnis zum Rollendurchmesser möglichst klein gehalten und beträgt etwa 1 mm. 



   In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt. 



  Die Fig. 1 und 2 zeigen die Führungsvorrichtung in zwei zueinander senkrechten Längsschnitten. Fig. 3 zeigt die Vorrichtung im Querschnitt. 



   Der Führungskopf, der in nicht dargestellter Weise frei drehbar in einem den Schneidbrenner tragenden Gestell angeordnet ist, besteht aus einem zweiteiligen zylindrischen Gehäuse   1,   2, in welchem die Führungsrollen   3, 3'und   das Getriebe zu deren Antrieb gelagert sind. Die Führungsrollen sitzen am unteren Ende-zweier im Gehäuse gelagerter Wellen 4, 4'auf, an deren anderm Ende Schraubenräder 5, 5' befestigt sind.   Die Wellen sind im Gehäuseteil 2 nach unten zu konvergierend gelagert,   so dass die Führungsrollen unmittelbar benachbart in der Mitte der unteren Wand des Führungskopfes hervorragen und nur Platz für eine dünne Schablone 6 zwischen sich freilassen.

   Die Wellen 4,   4'sind   gegen den Druck von Federn 7, 7'axial verschiebbar, so dass sie zum Aufsetzen auf die Schablone in das Gehäuse zurückgeschoben werden können, wobei sie etwas   auseinanderrücken.   Die beiden Schraubenräder 5,5'werden 

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 von einem gemeinsamen auf horizontaler Welle gelagerten Schraubentriebrad 8 angetrieben.

   Das erforderliche grosse Übersetzungsverhältnis zwischen der rasch laufenden Antriebswelle des Getriebekopfes und den mit mässiger Geschwindigkeit sich drehenden Führungsrollen wird dadurch erreicht, dass man das Schraubentriebrad 8 etwa als eingängige Schnecke ausbildet, die zusammen mit den Schraubenrädern 5,   5'zweckmässig ein selbstsperrendes : Getriebe darstellt,   so dass die Rollen nur über ihren Antrieb, nicht aber durch am Führungskopf angreifende äussere   Kräfte längs   der Schablone bewegt werden können. Mit dem Schraubentriebrad ist gleiehaehsig ein Kegelrad 9 in starrer Verbindung, das mit einem auf der zentral gelagerten Antriebswelle 10 angebrachten Ritzel 11 kämmt. Der Antrieb des Getriebekopfes kann auf beliebige Weise etwa durch eine flexible'Welle über ein weiteres Kegelradpaar erfolgen. 



   Die Verwendung des zentralen-horizontal gelagerten Schraubenrades stellt die denkbar einfachste und billigste Lösung für einen Antrieb dar, der die beiden Führungsrollen unabhängig voneinander gegenläufig und mit gleicher Drehzahl treibt. Nebenbei wird hiedurch die Lagerung der Rollen auf nach unten 
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 die Schablonen trotz   geringer Breite widerstandsfähig   zu machen, werden sie aus Eisenblech hergestellt. Der dargestellte   Führungskopf   presst die Rollen mit solcher Kraft gegen die Schablone, dass auch bei Verwendung von Eisenblechschablonen in diese während des Befahrens gleichsam eine Zahnung eingedrückt wird, wodurch eine sichere Führung entsteht.

   Die bombierten und nach unten zu konvergierenden Rollen fassen die Schablone ganz an ihrem Fuss, so dass diese auch bei geringer Breite nicht nachgeben oder sich ausbiegen kann. 



   Die   Führungsvorrichtung   gemäss der Erfindung bewährt sich ganz besonders beim Befahren sehr enger Kurven. Während das bisher verwendete Differentialgetriebe gerade in scharfen Kurven beträchtliche 
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 Gehäuse ausgeübtes Drehmoment eine jeweils der Krümmung entsprechende Verdrehung des ganzen   Führungskopfes. 



  - PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur Führung von Werkzeughaltern, insbesondere Schneidbrennern, mittels Führungs-   rollen längs Schablonen, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden an den Schablonen laufenden Rollen 
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Claims (1)

  1. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsrollen über Schraubenräderpaare angetrieben sind, deren treibendes Rad um eine horizontale Welle drehbar gelagert ist.
    ''4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass beide Führungsrollen mit den auf ihrer Welle aufsitzenden Schraubenrädern in ein einziges zentrales Schraubenrad (8) eingreifen.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame-Schraubentriebrad mit einer zentral gelagerten, Antriebswelle (10) über ein einziges Kegelräderpaar (9, 11) gekuppelt ist.
    - 6. Schablone zum Befahren mit einer Führungsvorrichtung gemäss Anspruch 1,-dadurch gekenn- zeichnet, dass sie eine im Verhältnis zum Durchmesser der Führungsrolle geringe Breite aufweist und z. B. aus einem etwa 1 mm starken Eisenblech besteht.
AT138355D 1933-05-13 1933-05-13 Vorrichtung zur Führung von Werkzeughaltern, insbesondere Schneidbrennern, mittels Führungsrollen längs Schablonen. AT138355B (de)

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