AT137661B - Verfahren zur Herstellung von Kohleelektroden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kohleelektroden.

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  Verfahren zur Herstellung von Kohle elektroden. 
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 der Bitumina auch auf andre Weise, z. B. durch Destillation, erreichen. Auch gelingt es unter Umständen, das gewünschte   Mischungsverhältnis   durch besondere Leitung des Isolierungsvorganges unmittelbar zu erzielen. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung wirkt sich auf die Herstellung und Beschaffenheit von Elektrodenkohlen in ausserordentlich günstiger Weise aus. Da der Grundbestandteil des Bindemittels gemäss der Erfindung, das Festbitumen, schon bei gewöhnlicher Temperatur pulverig fest ist und auch bei Zusatz der geringen, für eine Erniedrigung des Erweichungspunktes gegebenenfalls erforderlichen Ölbitumenmengen fest bleibt, gelingt es, eine völlig homogene Mischung mit dem Kokspulver durch einfache mechanische Vorrichtungen bei gewöhnlicher Temperatur in kürzester Zeit zu erzielen, anstatt, wie bisher, bei erhöhter Temperatur arbeitende Teigknetmaschinen zu verwenden. Dieser Umstand wirkt sich insbesondere auch bei der Herstellung von selbstbackenden Elektrodenkohlen günstig aus.

   Bei der Formgebung durch Verpressen kommt weiter hinzu, dass die fertige Mischung unmittelbar nach Erwärmen auf die Erweichungstemperatur verpresst werden kann. Auch der Brennprozess spielt sich bei Verwendung der Bindemittel gemäss der Erfindung einfacher und in kürzerer Zeit ab, ohne dass sich Rissbildungen störend bemerkbar machen, und die Entfernung der Packmasse nach dem Brennen ist ohne jede Schwierigkeit möglich. Gleichzeitig ergibt sich eine wesentliche Ersparnis an Bindemitteln bei Erreichung der gleichen Bindekraft. 



   Auch die Beschaffenheit der Elektrodenkohlen selbst wird in vorteilhafter Weise verändert. Dank des hohen Verkokungsgrades der Bindemittel wird der Porositätsgrad wesentlich   herabgedrüekt,   was grössere Haltbarkeit in mechanischer und chemischer Hinsicht sowie einen geringeren Verschleiss bei der Verwendung bedingt. Auch der elektrische Widerstand der gebrannten Kohlen wird in günstigem Sinne beeinflusst. 



   Die nachfolgenden Beispiele lassen den Einfluss der Veränderung des Verhältnisses der einzelnen Bestandteile der Bindemittel gemäss der Erfindung auf die Dichteeigenschaften von unter sonst gleichartigen Bedingungen hergestellten Kohlen erkennen, wobei bemerkt sei, dass die Dichte einer auf die bisher   übliche Weise unter Zusatz   von   20%   eines   Teer-Pech-Gemisches hergestellten Vergleichselektroden-   kohle nach dem Pressen gleich 100 gesetzt wurde. Nach dem Brennen betrug die Dichte dieser Kohle 87. 



   Beispiele :
1. Durch Extraktion aus Teer nach an sich bekannten Methoden in einer Menge von 32% des Teergewichtes gewonnenes Festbitumen hat einen um   61%   höheren Verkokungsgrad als der Ausgangsteer. Der Erweichungspunkt liegt ziemlich scharf bei   730 C. Durch Zumischung   von 15% dieses Festbitumens hergestellte Elektrodenkohlen wiesen nach dem Pressen einen Dichtgrad von 97, nach dem Brennen einen solchen von 90 auf. Obwohl also bei dem Pressen der Kohlen der Dichtgrad der Vergleichskohle (100) nicht erreicht wurde, liegt der Dichtgrad derselben Kohle nach dem Brennen höher als der der Vergleichskohle (87). 



   2. Pechkokspulver wurde mit einem Zusatz von 12% eines aus Weichpech gewonnenen Festbitumens vermischt und verpresst ; die Dichtegrade der erhaltenen Kohle wurden nach dem Pressen 
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 punkt 16  C) wurde ein Bindemittel erschmolzen, das einen Erweichungspunkt von   640 C   besitzt. Mit einem Zusatz von   15%   dieses Bindemittels geformte Kohlen ergeben nach dem Pressen einen Dichtegrad von 98, nach dem Brennen von 90. 



   4. Ein aus   90%   Festbitumen aus Hartpech und   10% Ölbitumen   aus Teer bestehendes Bindemittel hat einen Erweichungsplmkt von 79  C. Mit   15%   dieses Bindemittels hergestellte Kohlen ergaben folgende Dichtegrade : nach dem Pressen 98, nach dem Brennen 91. 



   5. Aus   95%   Festbitumen aus Teer und   5%   in Benzol unlöslichem   Hartpechrückstand   wurde ein Bindemittel erschmolzen, dessen Verkokungsgrad   67%   höher ist als der des Teeres und das einen Erweichungspunkt von   780 C   besitzt. Der Dichtgrad daraus geformter Kohlen wurde nach dem Pressen zu 97, nach dem Brennen zu 91 ermittelt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Kohleelektroden, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel ausschliesslich oder im wesentlichen aus Festbitumen besteht, in welch letzterem Falle dem Festbitumen zwecks Erniedrigung seines Erweichungspunktes Ölbitumen, zweckmässig in Mengen bis zu etwa 10%, oder zwecks Erhöhung des Verkokungsgrades eine geringe Menge unlöslichen   Rückstandes zugesetzt   wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die als Bindemittel genannten Bestandteile von bitumenhaltigen Stoffen verschiedener Herkunft herrühren und miteinander kombiniert verwendet werden.-
AT137661D 1933-02-02 Verfahren zur Herstellung von Kohleelektroden. AT137661B (de)

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