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Apparat zur Messung von Beleuchtungsstärken.
Gegenstand der Erfindung ist ein Beleuchtungsmesser, der ohne besondere Stromquelle, wie eine Batterie od. dgl., die Beleuchtungsstärke an der betreffenden Stelle verlässlich anzeigt, und die Erfindung besteht darin, dass eine oder mehrere Sperrschichtphotozellen ohne besondere Stromquelle mit einem an sich bekannten Messinstrument zusammengebaut werden.
Erfahrungsgemäss ist der von einer Sperrschichtphotozelle gelieferte Strom der Beleuchtungsstärke der Zelle genau proportional ; diese Zellen sind deshalb zur Messung von Beleuchtungsstärken bzw. zur Herstellung eines Apparates zur Messung von Lichtstärke besonders geeignet. Ein solcher Apparat besteht gemäss der Erfindung aus einer oder mehreren Zellen und aus einem in deren Stromkreis eingeschalteten Strommesser, welche Bestandteile zu einer konstruktiven Einheit zusammengebaut sind.
Die Beleuchtung der Zelle geschieht entweder direkt oder indirekt. Im ersteren Fall wird das Licht durch die wirksame Fläche der Zelle aufgefangen. In vielen Fällen ist es aber vorteilhaft, die Zelle nicht der zu messenden Beleuchtung direkt auszusetzen, sondern sie mit Hilfe einer Lichtauffangfläche oder eines das Licht zurückwerfenden Körpers indirekt zu beleuchten. Als Lichtauffangfläehen sind Platten aus Matt-oder Opalglas verwendbar, welche das Licht zerstreut durchlassen und die vor der Zelle angebracht werden, oder das Licht zerstreut zurückwerfende undurchsichtige, z. B. weisse Schirme, die so angebracht werden, dass das von ihnen reflektierte Licht auf die Zelle gelangt.
Vor Gebrauch muss der Apparat geeicht werden ; zu diesem Zweck wird der Apparat bekannten Lichtstärken ausgesetzt und die abgelesenen Stromstärken graphisch aufgetragen. Eine Vereinfachung im Gebrauch des Apparates ist dadurch zu erreichen, dass der Strommesser ausser der in Stromstärkeeinheiten geteilten Skala eine weitere, in Beleuchtungseinheiten (Lux) geteilte Skala oder nur letztere besitzt. Der Apparat kann auch mit verschiedenen Messbereichen hergestellt werden, u. zw. entweder durch das Einschalten verschiedener Vorsehalt-bzw. Parallelwiderstände in den Kreis des Strommessers oder durch das Anbringen von Organen, z. B. lichtabsorbierenden Filtern oder Diaphragmen, mit deren Hilfe der auf die Zelle auffallende Lichtstrom in bekanntem Verhältnis verkleinert werden kann.
Die Zelle und das Strommessgerät können auf gemeinsamer Grundplatte oder in einem Kasten untergebracht werden, oder die Zelle kann auch nur mit einer biegsamen Leiterschnur mit dem Strommessgerät verbunden sein. Die letztere Ausführungs- art des Apparates ist in vielen Fällen vorteilhafter, z. B. wenn man rasch nacheinander die Beleuchtung- stärke an verschiedenen Stellen eines Raumes messen will, etwa wenn man die Lichtverteilung einer inneren oder freien Beleuchtungseinrichtung feststellen will. Der Strommesser wird dann zweckmässig ständig auf denselben Platz gelassen und nur die Zelle nacheinander an jene Stellen gebracht, wo die
Beleuchtungsstärke zu messen ist.
Wenn die Zelle und der Strommessapparat in einem gemeinsamen Kasten montiert sind, kann es vorkommen, dass die die Messung errichtende Person die Zelle teilweise beschattet und dadurch die erhaltenen Resultate verfälscht. Um dem vorzubeugen, können die Skala des Strommessers und die zum Auffangen des Lichtes dienende Fläche in zueinander geneigten Ebenen angeordnet werden. Die den Strommesser und die Zelle enthaltende konstruktive Einheit (Kasten oder Grundplatte) wird daher zweckmässig so ausgeführt, dass, wenn sie auf eine horizontale Fläche (Tisch) gelegt wird, die das Licht auffangende Fläche waagrecht, die Skala des Strommessgerätes jedoch geneigt ist, z. B. einen Winkel von 20 bis 30 mit der Waagreehten bildet. Es kann aber auch bei waagrechter Lage der lichtauffangenden Fläche die Skala des Strommessers vertikal stehen.
Die zwei Flächen können auch einen Winkel von 180 miteinander einschliessen, also so angebracht sein, dass die Zelle bzw. die Lichtauffangfläche auf dem Boden des Apparates sich befindet. Diese Anordnung ist sehr geeignet für Beleuchtungsmessungen zu photographischen Zwecken. Das Instrument wird bei dieser Anwendung in Augenhöhe gehalten, mit seiner Rückfläche der zu messenden Lichtfläche zugewendet und das Messinstrument abgelesen. Das Instrument kann auch mit einem Sucher und ausserdem die Zelle bzw. die Lichtauffangfläche mit einer optischen Einrichtung (Linse oder Hohlspiegel) versehen werden, die den Gegenstand oder die Fläche, deren Beleuchtung zu messen ist, auf die Zelle oder Lichtauffangfläche abbildet.
Das Instrument ist zu Messungen mit weissem ebenso wie mit farbigem Licht verwendbar ; im letzteren Falle werden vor der Zelle bzw. Licht- auffangfläche farbige Lichtfilter angebracht.
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