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Nadelwechselvorrichtung für Grammophonschalldosen.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der in der Patentschrift Nr. 135435 beschriebenen und dargestellten Nadelwechselvorrichtung, welche aus einer drehbaren, mit einem Radialschlitz versehenen Scheibe (Segment, Hebel od. dgl. ) besteht, die in einem an der Schalldose angeordneten, den Nadelbehälter tragenden Gehäuse gelagert und mittels eines Betätigungsgriffes innerhalb eines Schwenkbereiches für den Radialschlitz verdrehbar ist, der durch einen Gehäuseschlitz für den Nadelbehälter einerseits und eine gegenüber dem Nadelträger stehende Ausgabeöffnung des Gehäuses anderseits begrenzt ist.
Der Nadelbehälter besteht beim Stammpatent aus einem Magazin mit einem ausschiebbaren Deckel und einer die Nadeln aus dem Ausgabeschlitz drängenden Feder. Dieses Magazin stellt eine Verkaufspackung dar, welche wohl das rasche Auswechseln des entleerten Nadelbehälters gestattet, jedoch infolge ihrer Konstruktion mehrere das Füllen und die Handhabung des Magazins erschwerende Nachteile aufweist. So ist z. B. beim Füllen eines Magazins mit Nadeln bisher eine besondere Vorrichtung notwendig, um die Feder samt ihrer Druckbacke in ihrer äussersten Spannlage zu erhalten, und ausserdem müsste die eingelegte Nadelreihe vor dem Zuschieben des Magazindeckels und der Freigabe der Feder in ihrer Lage im Magazin durch ein besonderes Widerlager so lange gehalten werden, bis der zugeschoben Magazindeckel die bereits unter Federdruck stehende Nadelreihe im Magazin festhält.
Durch die unter Federdruck stehende Nadelreihe ergibt sich wieder der Nachteil, dass beim unbeabsichtigten Öffnen des Magazins mehrere Nadeln sofort herausgeschleudert werden und verlorengehen.
Die Anordnung einer Druckfeder im Magazin hat aber nicht nur diese bereits geschilderten Nachteile, sondern noch den Mangel der ungleichen Spannung und baldigen Erlahmung, so dass besonders bei lang lagernden Nadelmagazinen die Feder für die zuletzt zur Ausgabe gelangenden Nadeln keine Spannkraft zum Ausschleudern mehr hat und die letzten Nadeln unter Eigenreibung im Ausgabeschlitz steckenbleiben.
Diese Nachteile werden gemäss der Erfindung dadurch behoben, dass das Nadelmagazin aufrecht an dem Gehäuse der Nadelwechselvorrichtung angeordnet und mit einem die Nadelreihe belastenden Gewicht versehen ist, welches durch eine in eine Verzahnung od. dgl. des Magazins eingreifende federnde Klinke in seiner jeweiligen Stellung gegen Zurückweichen gesichert wird.
Dadurch ist es möglich, das Nadelmagazin ohne Sicherungseinrichtungen gegen Heraussehnellen der Nadeln sowohl zu füllen als auch durch teilweises Abziehen des Magazindeckels teilweise oder ganz freizulegen. Ausserdem werden die Nadeln unter einem stets gleichbleibenden Druck gehalten, und die zur Unterbringung der Feder bisher notwendige Baulänge des Magazins wird bedeutend verkürzt.
Um auch die letzte Nadel mit Sicherheit durch das Gewicht aus dem Magazin zu drängen, ist gemäss der Erfindung die Druckfläche des Gewichtes so abgeschrägt oder abgerundet, dass die Nadel auf jeden Fall aus dem Magazinschlitz hinausgedrängt wird.
Eine weitere Verbesserung der im Stammpatent beschriebenen und dargestellten Nadelweehsel- vorrichtung betrifft die Klemmeinrichtung, deren Klemmorgan von einer Steuerkurve der Nadeltransportscheibe betätigt wird.
Diese und andere bekannte selbsttätig wirkende Klemmvorrichtungen für Grammophonnadeln weisen nicht immer den zum Festhalten der belasteten Nadel erforderlichen Klemmdruck auf, so dass Nadeln während des Bespielens einer Platte durch den Belastungsdruck des Tornarmes in den Nadelträger zurückgleiten und zu Beschädigungen der Schallplatte Anlass geben.
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Um diesen Nachteil zu vermeiden, besteht die Klemmeinrichtung gemäss der Erfindung aus einem in einem Langschlitz des Nadelträgers schwenkbar gelagerten, unter Federwirkung stehenden und durch die Scheibe od. dgl. gesteuerten Daumenhebel, der in der Klemmstellung die Nadel einerseits mit dem Daumen gegen die Wandung der Bohrung des Nadelträgers drückt, anderseits durch einen in die Bohrung des Nadelträgers ragenden Anschlag gegen Zurückweichen sichert.
In der Zeichnung ist je ein Ausführungsbeispiel der beiden Verbesserungen der Nadelwechselvorrichtung in grösserem Massstab veranschaulicht, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 ein Nadelmagazin geöffnet in Vorderansicht und geschlossen im Längsschnitt. Die Fig. 3 und 4 stellen den mit der Klemmvorrichtung ausgestatteten Nadelträger im Längsschnitt und in Seitenansicht dar.
Das Nadelmagazin besteht aus dem Gehäuse 10, dem Deckel 12 und einem Stapelgewicht 50 und ist an der Gehäuserückwand entweder mit einer Zahnstange 51, Riffelung, Lochreihe od. dgl. versehen, in die eine federnde Zunge 52 des auf dem Nadelstapel liegenden Gewichtes 50 eingreift. Die federnde Zunge 52 sichert das Stapelgewicht in der jeweiligen Lage gegen Zurückgleiten beim Umkehren der Schalldose, so dass die Nadeln im Magazin stets ausgabebereit erhalten werden.
Die Auflagefläche 53 des Stapelgewichtes 50 ist teilweise oder ganz abgeschrägt oder sonstwie zweckmässig geformt, damit auch die im Nadelstapel zuoberst liegende Nadel vom Stapelgewicht aus der Ausgabeöffnung des Magazins hinausgedrückt wird.
Beim Einlegen der Nadeln in das Magazin werden die Nadeln durch Einsetzen des Stapelgewichtes 50 in ihrer Lage im Magazin gesichert, das nach Schliessen seines Deckels 12 als Verkaufspackung in den
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enthält, kann es jederzeit durch teilweises oder ganzes Aufschieben des Deckels ohne jede Störung des Nadelstapels geöffnet werden.
Die Klemmvorrichtung besteht aus einem einarmigen, in einem Langschlitz 54 des Nadelträgers 2 schwenkbar um einen Zapfen 55 gelagerten Daumenhebel 45, dessen Daumen 56 in der Klemmstellung des Hebels in die Bohrung des Nadelträgers 2 ragt. Der Daumenhebel 45 ist noch mit einem Anschlag 57 versehen, der, so wie der Daumen 56, in die Bohrung des Nadelträgers 2 eingreift, wenn der Daumenhebel 45 sich in der Klemmstellung befindet.
Der Daumenhebel 45 wird bei der Nadelwechselvorrichtung nach dem Stammpatent von einer die Nadeln einzeln ausgebenden Scheibe (Hebel od. dgl. ) gesteuert und von einer am Nadelträger ange- ordneten Feder 44 in Klemmstellung gehalten.
Zum Nadelwechsel wird der Hebel von der Steuerscheibe entgegen der Wirkung der Feder 44 ausgeschwenkt und dadurch die im Nadelträger 2 eingeklemmte Nadel vom Daumen 56 freigegeben.
Gleich nach dem Abfallen der abgespielten Nadel fällt die neue Nadel in die Bohrung des Nadelträgers 2 ein und wird vorerst nur durch ein gabelartiges Sperrorgan (nicht dargestellt) in bekannter Weise gehalten.
Hierauf wird der Daumenhebel 45 von der Steuerscheibe freigegeben und von seiner Feder 44 in die Klemmstellung verschwenkt. In dieser Stellung wird die Nadel einerseits vom Daumen 56 an die Wand der Bohrung des Nadelträgers gedrückt, anderseits vom Anschlag 57 gegen Zurückweichen gesichert, so dass die zum Schluss des Schaltvorganges vom Sperrorgan freigegebene Nadel im Nadelträger einge- klemmt ist und drucksicher auf die Schallplatte aufgesetzt werden kann.
Der Anschlag des Daumenhebels kann auch hakenartjg ausgebildet sein, um eine etwa in der Bohrung des Nadelträgers steckengebliebene Nadel in die richtige Lage in die Gabel des Sperrorgans herabzuschieben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Nadelwechselvorrichtung für Grammophonschalldosen nach Patent Nr. 135435, dadurch gekennzeichnet, dass das Nadelmagazin aufrecht an dem Gehäuse der Nadelwechselvorrichtung angeordnet und mit einem die Nadelreihe belastenden Gewicht versehen ist, welches durch eine in eine Verzahnung od. dgl. des Magazins eingreifende federnde Klinke in seiner jeweiligen Stellung gegen Zurückweichen gesichert wird.