AT136859B - Vervielfältigungsverfahren. - Google Patents

Vervielfältigungsverfahren.

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  Vervielfältigungsverfahren. 



   Die Erfindung besteht in einem Kopierverfahren, nach welchem die mit abdruckfähiger Spiegelschrift versehenen Orginale auf der Rückseite mit Sprit, Alkohol, Wasser oder einer andern geeigneten Flüssigkeit angefeuchtet und auf die trockenen Abzugsblätter gepresst werden. 



   Die Herstellung geeigneter, mit abzugsfähiger Spiegelschrift versehener Originale ist bekannt. 



  Nach dem bisherigen Kopierverfahren wurden jedoch die Abzugsblätter vor dem Pressen angefeuchtet. 



  Die Feuchtigkeit jedes Blattes löste während des Pressens einen Teil der Farbe des Originales ab. Das Lösen der Farbe des Originales und das Übertragen vom Original auf das Abzugsblatt fiel bisher in einen Akt zusammen. Dagegen wird nach dem Verfahren gemäss der Erfindung zunächst die Farbe des Originales vermittels der von der Rückseite zugeführten Feuchtigkeit gelöst und dann werden in einem besondern Arbeitsgang die Abzugsblätter zugeführt und gepresst. 



   Aus dieser technologischen Verschiedenheit der Verfahren ergeben sich Folgen, die in ihrer Bedeutung bisher nicht erkannt wurden. Zwar war es bekannt, dass es möglich ist, von alten Originalen dadurch eine Kopie zu nehmen, dass das Original von der Rückseite angefeuchtet wird. Es fehlte jedoch die Erkenntnis, dass sich aus dieser Einzelmassnahme ein technisch wie wirtschaftlich fortschrittliches Vervielfältigungsverfahren entwickeln lässt. Die wesentlichen Vorteile des neuen Verfahrens stellen sich erst bei der Her- 
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 einer Vorrichtung noch sonst irgendwie Gebrauch gemacht. 



   Das neue Kopierverfahren bringt Ersparnis an Zeit und Material und andere Vorteile. Es ist für alle Abzüge nur einmal nötig, das Original durchzufeuchten. Nach dem bisher bekannten Verfahren muss jedes einzelne Abzugsblatt angefeuchtet werden, was viel mehr Zeit beansprucht. Das Arbeiten nach dem neuen Verfahren ist ferner rascher, weil die Farbe des Originals nach der einmaligen Anfeuchtung dauernd gelöst und abzugsfertig ist. Bisher war das Arbeitstempo dadurch begrenzt, dass die Feuchtigkeit des Abzugsblattes jeweils zunächst die Farbe des Originals lösen musste. Ausserdem fällt beim neuen Verfahren das Trocknen der Abzugsblätter nach dem Pressen weg. 



   Die Materialersparnis ist erheblich, da das Durchfeuchten des Originales weniger Lösungsmittel erfordert als die Anfeuchtung aller Abzugsblätter. Bei den Maschinen, welche nach dem bisher bekannten Verfahren mit vorgebauter Anfeuchtsleiste arbeiteten, war die Kopfleiste-zwischen Anfeuchtleiste und Trommeln-verloren. Auch war es unmöglich, kleinste Formate zu bedrucken. Da bei Maschinen nach dem neuen Verfahren das Anfeuchten der Abzugsblätter wegfällt, wird die Kopfleiste ausgenutzt und Bedrucken des kleinsten Formates ist möglich. 



   Durch das Anfeuchten wurde bisher die Festigkeit der Abzugsblätter beeinträchtigt. Da das Abzugspapier nach dem neuen Verfahren trocken bleibt, so ist es gegen mechanische Beanspruchungen widerstandsfähiger. Man kann deshalb für die Abzüge dünneres, auch perforiertes Papier benutzen. Ausserdem neigt feuchtes Papier zum Rollen und Faltenbilden. Auch diese Nachteile werden bei dem angegebenen Verfahren vermieden, da die Abzugsblätter trocken bleiben. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vervielfältigungsverfahren mit Hilfe von Urbildern aus abzugsfähiger Spiegelschrift, dadurch gekennzeichnet, dass das Original durch Anfeuchten auf der Rückseite mit einer geeigneten Flüssigkeit abzugsfertig gemacht und dann auf trockene Abzugsblätter gepresst wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT136859D 1932-05-02 1932-05-02 Vervielfältigungsverfahren. AT136859B (de)

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