AT136386B - Verfahren zur Herstellung eines verfestigten Brennstoffs für Feuerzeuge. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines verfestigten Brennstoffs für Feuerzeuge.

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  Verfahren zur Herstellung eines verfestigten Brennstoffs für Feuerzeuge. 



   Als Brennstoffe für Feuerzeuge werden bisher meist Benzine verwendet. Die bekannten   natür-   lichen Benzine sind Gemische der verschiedensten Arten von Kohlenwasserstoffen. Trotz Auswahl   geeigneter Ausgangsöle   und Anwendung der heute bekannten   Raffinations-und Destillationsverfahren   gelingt es nicht, einen Brennstoff herzustellen, der hohen Anforderungen entspricht, u. zw. besonders hinsichtlich möglichst russfreien Brennens und schwachen unaufdringlichen Geruchs des Brennstoffs und der Flammen, zwei Eigenschaften, auf die neben allgemeiner Eignung besonderer Wert gelegt werden muss. 



   Es wurde nun gefunden, dass man einen hervorragenden Brennstoff für Feuerzeuge erhält, wenn man ganz bestimmte aliphatische Kohlenwasserstoffe,   nämlich   solche, die 7-10 Kohlenstoffatome enthalten. vollkommen gesättigt sind und nicht mehr als drei Methylgruppen in Seitenketten besitzen, verwendet und diese, um sie den Feuerzeugen durch Pressen, z. B. gegen ein Filter zuführen zu können, in an sich bekannter Weise durch Zugabe einer organischen Säure und einer Base, wobei sieh eine hoch-   voluminöse   Gerüstmasse bildet, verfestigt. Die Wahl der genannten speziellen Kohlenwasserstoffe baut sich auf Erkenntnissen auf, die über das bisher über Kohlenwasserstoffe Bekannte hinausgehen. Man war der Ansicht, dass z. B. für das Russen einer Flamme das Verhältnis von Kohlenstoff zu Wasserstoff ausschlaggebend ist, und dass z.

   B. die Grenzkohlenwasserstoffe allgemein das überhaupt erreichbare Optimum darstellen. Es wurde nun gefunden, dass auch in dieser Gruppe Verbindungen existieren, die entgegen der bisherigen Anschauung stark russen, u. zw. wurde gefunden, dass das Russen mit steigender Zahl von   :. \1ethylseitengruppen   zunimmt, wobei im allgemeinen die Grenze der praktischen Verwendbarkeit bei drei Methylgruppen liegt. Ähnlich liegen die Verhältnisse hinsichtlich des Geruchs. Während die bisher verwendeten Benzine alle in stärkerem oder schwächerem Masse den bekannten aufdringlichen Geruch des Benzins haben, zeigte sich, dass die oben erwähnten speziellen Kohlenwasserstoffe bzw. Gemische dieser einen ganz andern Geruch haben, der viel angenehmer empfunden wird und ausserdem nicht anhaftend ist.

   Auch die Flamme zeigt nicht, wie bei den   üblichen   Benzinen, einen unangenehmen Geruch, der sich bekanntlich z. B. beim   Anzünden   von Zigaretten unangenehm bemerkbar macht. 



   Daneben zeigen die beanspruchten Kohlenwasserstoffe bzw. Kohlenwasserstoffgemische die sonstigen Eigenschaften, die ein Feuerzeugbrennstoff haben muss. in hohem   Masse,   z. B. sicheres Zünden auch bei niedriger Temperatur, richtige Flammenhöhe auch bei längerem Brennen. genügend langsames Verdunsten aus dem Feuerzeug, keine Neigung zur Harzbildung, auch nicht an der   Brennstelle   ; sie stellen also einen idealen Feuerzeugbrennstoff dar. 



   Da es der heutige Stand der Forschung nicht ermöglicht, aus einem natürlichen Benzingemisch die in Betracht kommenden Kohlenwasserstoffe zu isolieren, und selbst die Feststellung der Zusammensetzung nach dem Strukturaufbau noch nicht möglich ist, kommen nur synthetisch hergestellte Kohlenwasserstoffe in Betracht. Als solche sind z. B. zu nennen n-Heptan, n-Oktan, Methylheptan, Trimethylpentan. Tiimethylheptan. Andere flüssige Kohlenwasserstoffe sollen nicht in wesentlichen Mengen zugesetzt werden. In manchen Fällen ist ein Zusatz von Alkoholen erwünscht. 



   Es kommen beispielsweise folgende Gemische in Betracht : 50% n-Heptan   +50% Trimethyl-   
 EMI1.1 
 eyelohexan. Die Alkohol enthaltenden Gemische lassen sieh sehr gut unter Anwendung höherer Fettsäuren verfestigen. 

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   Zur Verfestigung der genannten Kohlenwasserstoffe kommen als organische Säuren beispielsweise Harzsäuren, z. B. Abietinsäure, Pimarsäure usw., oder Palmitinsäure oder Stearinsäure usw. in Betracht ; als Basen z. B. Ammoniak, Natronlauge u. dgl. Man kann dem verfestigten Brennstoff, wenn er zur Feuerzeugfüllung benutzt werden soll, entweder als Paste aus der Tube in das Feuerzeug füllen oder man kann den durch Pressen gegen ein Filter aus der verfestigten Masse abgeschiedenen Brennstoff als Flüssigkeit in das Feuerzeug geben. 



   Beispiel 1 : In 1 Liter n-Oktan werden 5 g Abietinsäure gelöst und dazu unter   Umrühren   5 cm3   20% iges   Ammoniak zugesetzt. Die noch halbflüssige Masse wird in Tuben gefüllt, wo sie nach kurzer Zeit fest wird. Durch Pressen gegen ein Filter, welches vor der Öffnung der Tube angebracht ist, erhält man das Oktan als klare Flüssigkeit. 



   Beispiel 2 :   In l   Liter Methylheptan werden 6 g Abietinsäure gelöst und dazu unter Umrühren 6   cm3 20%iges   Ammoniak zugesetzt. Die noch halbflüssige Masse wird in Tuben gefüllt, wo sie nach kurzer Zeit fest wird. Durch Pressen gegen ein Filter, welches vor der Öffnung der Tube angebracht ist, erhält man das Methylheptan als klare Flüssigkeit. 



   Beispiel 3 : In 1 Liter eines Gemisches von   80%   Trimethylpentan und   20%   Methylheptan werden   2% g   Abietinsäure gelöst und dazu unter   Umschütteln   4   cru3 20%igues   Ammoniak gegeben. 



  Nach dem Erstarren wird die Masse in Tuben gefüllt. Durch Pressen gegen ein Filter, welches vor der Öffnung der Tube angebracht ist, erhält man das Gemisch der Kohlenwasserstoffe als klare Flüssigkeit. 



   Beispiel 4 : In 100 cm3 Methylheptan werden 2, 5% Abietinsäure gebracht und dann mit 1, 3%   20% igem   Ammoniak ausgefällt. Es entsteht eine feste Masse, die in Tuben oder Büchsen gefüllt wird. 



   Beispiel 5 : In 100 cm3 Nonan werden 4% Abietinsäure gebracht und 1, 8% Ammoniak (20% ig) zugesetzt. Es entsteht eine feste Masse, die in Büchsen gefüllt wird. 



   Beispiel 6 : In 25 cm3 Methylheptan werden   2%   Stearinsäure gelöst und unter   Umschütteln   mit   l     cm"35%   tiger Natronlauge versetzt und in eine Tube gefüllt. Nach einigem Stehen wird die Masse fest und durch Pressen gegen ein Filter, welches in der Tube angebracht ist, erhält man das Methylheptan als klare Flüssigkeit. 



   Beispiel 7 : In 100   cm3 n-Heptan   werden 3% Palmitinsäure gelöst und unter   Umschütteln   mit 2 cm3 35% iger Natronlauge versetzt. Nach einiger Zeit verfestigt sich die Masse und kann in Tuben gefüllt werden. Durch Pressen gegen ein Filter, welches in der Tube angebracht ist, kann die Flüssigkeit klar wiedergewonnen werden. 



    Beispiel8: In 50 cm3 Trimethylheptan werden 2,6% Palmitinsäure gelöst und unter Umschütteln   mit 2   cl3 35% niger   Natronlauge versetzt. Die Flüssigkeit erstarrt zu einer ziemlich festen Masse und kann in Tuben gefüllt werden und aus diesen durch Pressen gegen ein Filter wieder freigemacht werden. 



     Beispiel 9 :   In 100   crn3 Nonan werden 41/2g Stearinsäure   gelöst und unter   Umschütteln   mit 2   cm3 35%iger   Natronlauge versetzt. Die fest gewordene Masse kann als solche in ein Feuerzeug oder einen sonstigen Behälter gefüllt werden. 



   Beispiel 10 : In 100   cm3 Trimethylheptan   werden 4 g Stearinsäure gelöst und unter   Umschütteln   mit 2   cm"35% iger   Natronlauge verfestigt und in eine Tube gefüllt. 



   Beispiel 11 : In 100 cm3 eines Gemisches von   60% n-Heptan   + 40% Trimethylpentan werden 41/2 g Palmitinsäure gelöst und unter   Umschütteln   mit 2   cm"35% iger   Natronlauge verfestigt. Die feste Masse kann in Tuben oder sonstige Behälter gefüllt werden. 



   Beispiel 12 : In   100 cm3 Methyloktan   werden 6% Stearinsäure gelöst und unter   Umschütteln   mit 2   cm"35% iger   Natronlauge versetzt. Es entsteht eine feste Masse, die sich formen lässt. 



   Beispiel 13 : In ein Gemisch von   50% n-Heptän + 50% n-Butylalkohol   werden 2% Stearinsäure gelöst und danach das Gemisch mit 4% 35% iger Natronlauge versetzt. Nach einigen Minuten entsteht eine feste Masse. 
 EMI2.1 
 werden 4% Palmitinsäure gelöst. Die Lösung wird mit 3%   35% iger   Natronlauge versetzt. Es entsteht eine feste Masse. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines verfestigten Brennstoffs für Feuerzeuge aus flüssigen Brennstoffen, wobei durch Zugabe einer organischen Säure und einer Base eine hochvoluminöse Gerüstmasse erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Brennstoff ein oder mehrere synthetisch hergestellte, gesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffe, die 7-10 Kohlenstoffatome und nicht mehr als drei Methylgruppen in Seitenketten besitzen, verwendet werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Brennstoff ausserdem noch Alkohole zusetzt.
AT136386D 1930-04-17 1931-04-04 Verfahren zur Herstellung eines verfestigten Brennstoffs für Feuerzeuge. AT136386B (de)

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