AT136164B - Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Zersetzen menschlichen Haars. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Zersetzen menschlichen Haars.

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  Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Zersetzen menschlichen   Haars.   



   Die bisher benutzten Mittel zum Entfernen der Haare von der menschlichen Haut waren gewöhnlich in der Hinsicht nachteilig, dass sie schnelle Wirksamkeit vermissen liessen, oder sich an der Luft veränderten, oder reizenden Einfluss auf die Haut oder den Körper selbst ausübten oder   hässliche   Farben aufwiesen, während weisse Farbe für einen Toilettegegenstand vorzuziehen ist. Ausserdem wiesen die bisherigen Haarentfernungsmittel regelmässig einen unangenehmen oder widerlichen Geruch auf. 



   Die bisher angewandten Haarentfernungsmittel enthielten regelmässig eine Schwefelverbindung, so z. B. ein alkalisches Sulfid, das als wirksames Entfernungsmittel dient mit dem Ergebnis, dass ein ausserordentlich unangenehmer und   Übelkeiten   erregender Geruch in Kauf zu nehmen war, dessen Beseitigung auch nicht durch Zugabe von Parfums oder sonstigen Geruch entfernenden Mitteln gelang. 
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 Hiezu kommt, dass solche Präparate eine dunkelblau oder dunkelgraue Farbe aufweisen, die wenig schön ist, und dass sie sich ferner leicht an der Luft zersetzen und dadurch ganz oder teilweise unwirksam werden, so dass sie sorgfältig von der Luft abgeschlossen werden müssen, um ihre Wirksamkeit zu bewahren. 



    Schliesslich   sind aber auch solche Schwefelverbindungen giftig und können darum nicht frei an der menschlichen Haut, besonders an den Lippen verwendet werden, da sie sonst Krankheiten oder sonstige Unannehmlichkeiten erregen. 



   Allerdings wurden auch Haarentfernungsmittel vorgeschlagen, welche diese unangenehmen Eigenschaften schwefelhaltiger Präparate nicht aufwiesen ; besonders wurden hiezu Thalliumsalze benutzt. Aber auch Thalliumsalze sind nachteilig, weil sie giftig sind und ferner nicht in erster Linie auf das Haar selbst, sondern vielmehr auf Nerven und Blutgefässe einwirken, welche die Haarwurzel umgeben, derart, dass erst nach mehrfacher Anwendung dieses Präparates die einzelnen Haare lose werden und ausgezupft werden können. Darum kann ein   Thalliumsalzpräparat   solcher Art, das in den Körper eindringt und nur als eine Droge auf die Haarwurzeln einwirkt, nicht als Haarentfernungsmittel in dem Sinne angesprochen werden, in dem dieser Name allgemein verstanden und darum auch hier für die Erfindung benutzt wird. 



   Die Anwendung eines löslichen Stannits   (Na2Sn02 Natriumstannit)   als aktives Haarentfernungsmittel bringt nun Vorteile, die mit andern Mitteln nicht in gleicher Weise erhalten werden können. 



  Unlösliche zweiwertige Zinnverbindungen, wie gewisse Stannosalze, sind nicht geeignet, da sie nicht in wirkungsvolle Berührung mit dem Haar gebracht werden können. Besonders Stannochlorid   (SnOI+SHO), welches   das gewöhnlichste zweiwertige Zinnsalz darstellt und recht leicht in Wasser löslich ist, kann deshalb nicht angewendet werden, weil es das Haar überhaupt nicht angreift. Wenn es aber mit einem Alkali bildenden Metallhydroxyd verbunden wird, dann weist es eine zersetzende Wirkung auf das Haar auf, wobei der Grad der Zersetzung in erster Linie von dem Masse der Löslichkeit des gebildeten Stannits abhängt. 



   So würde z. B. das nahezu unlösliche Calciumstannit   (CaSnO),   das durch die Verbindung von   Stannoehlorid (SnCI)   mit gelöschtem Kalk (Ca   (OH2)   gebildet wird, auf das Haar hydratisch einwirken ; die Zersetzung würde aber zu langsam vor sich gehen und darum wäre dieses Stannit für praktischen Gebrauch als Haarentfernungsmittel nicht geeignet. Die Geschwindigkeit der Zersetzung des Haares 

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   Nun wird eine 20% ige kaustische Sodalösung bereitet, in solcher Menge, dass ungefähr 2 Mol
Natriumhydroxyd auf je 1 Atom Zinn bei der darauffolgenden Behandlung der stabilisierten
Stannohydroxydlösung entfallen. 



   Diese beiden Flüssigkeiten, also die stabilisierte Stannohydroxyd-und die   20% ige kaustische  
Sodalösung, werden nun zusammengemischt, um das   gewünschte     lösliche   Natriumstannit zu erhalten.   Ungefähr   die Hälfte des Stannohydroxyds löst sich in dieser Menge Alkali, so dass also eine ungefähr   2% ige   Lösung, bezogen auf Zinnoxydul (Stannooxyd) erhalten wird, während der Rest des Stannohydroxyds in der Lösung als Puffer bestehen bleibt, welcher die Alkalinität überwacht. Das durch diese
Reaktion erhaltene   lösliehe   Natriumstannit ist nicht das normale unstabile Natriumstannit, sondern stellt vielmehr eine mehr stabile Form dieses Stannits dar.

   Tatsächlich ist es vollkommen stabil und jede Neigung zur Zersetzung an der Luft wird durch die Zugabe des   Rochellesalzes   zu der Mischung hintangehalten, so dass die haarentfernende Wirkung der Mischung geradezu für   unbeschränkt   Zeit bestehen bleibt, falls die Mischung nicht etwa der unmittelbaren Einwirkung des Sonnenlichtes ausgesetzt wird. 



   Dem so bereiteten Alkalistannit können etwa 10 g Natriumoleats (verseiftes Natrium, pulverisierte weisse Seife) unter ständigem Rühren beigemengt werden. Die derartig erhaltene verhältnismässig dünne Paste kann durch Zugabe eines inerten Füllmaterials, z. B. von weisser Kreide, verdickt werden, um eine weisse Creme oder Paste zu erzeugen. Es kann aber auch die dünne Paste selbst oder ein Filtrat von ihr unmittelbar als Haarentfernungsmittel benutzt werden. 



   Das gemäss der Erfindung hergestellte Haarentfernungsmittel wird regelmässig weiss, geruchlos, ungiftig und ohne wesentliche Reizwirkung sein. Es ist durchaus stabil (ausser bei längerer unmittelbarer Einwirkung des Sonnenlichtes) und ausserordentlich rasch in seiner Wirkung auf das Haar. Das Präparat gemäss der Erfindung zerstört im wesentlichen den Haaraufbau, so dass wenige Minuten nach Anwendung des Mittels das Haar durch leichtes Reiben der Haut weggerieben, entfernt werden kann. Weniger besteht die Wirkung in einer Auflösung der gesamten Haarsubstanz.

   Wegen der beschriebenen Eigenschaften stellt das Haarentfernungsmittel gemäss der Erfindung einen Toilettegegenstand dar, der menschliches Haar durchschnittlich in etwa 3-7 Minuten zersetzt und zu entfernen gestattet, der aber auch unschädlich für die Haut bleibt, wenn er länger als die angegebene Zeit auf der Haut belassen wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Zersetzen menschlichen Haares zwecks rascher Entfernung des letzteren von der   Hautoberfläche,   dadurch gekennzeichnet, dass man ein Stannit in Mengen von etwa 1/2% bis zu etwa 2% und darüber, bis zur Sättigung in einer alkalischen Lösung auflöst.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Haarentfernungsmittel ein amphoteres Reagens bzw. Bestandteil beimengt, der überschüssiges Alkali bindet, das während der Herstellung oder des Gebrauches des Mittels entstehen mag.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Stanno-, Aluminium-oder Zinkhydroxyd als amphoteres Metall verwendet.
    4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Stabilisierungsmittel zur Verhinderung der Zersetzung des Stannits zusetzt, so z. B. Rochellesalz.
    5. Verfahren zur Herstellung eines Stannits in ausreichender Konzentration zur Verwendung als Bestandteil eines Haarentfernungsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass man Stannochlorid mit einem Alkalisalz, z. B. Natriumcarbonat, reagieren lässt, Rochellesalz od. dgl. zusetzt und das erhaltene Stannohydroxyd sich mit einem Alkali verbinden lässt.
AT136164D 1932-01-04 1932-09-23 Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Zersetzen menschlichen Haars. AT136164B (de)

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CH173907A (de) 1934-12-15

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