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Der Gegenstand der Erfindung ist eine elektrische Minenzündmaschine für Handbetrieb zur Speisung eines durch Fritter od. dgl. gegen Fremdströme gesicherten Zünderstromkreises, welche Fritter mittels Hilfsstrom, z. B. Hochfrequenzstrom, für den Zündstrom temporärleitend gemacht werden und besteht darin, dass die Einrichtungen zur Erzeugung des Zündstroms und des Hilfsstroms einen gemeinsamen Antrieb besitzen und dass der Eintritt beider Ströme in den Zünderstromkreis zwangläufig gleichzeitig erfolgt.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, den Eintritt von Fremdströmen in einen Minenzünderstromkreis zwecks Vermeidung von Frühzündungen dadurch zu verhindern, dass man in diesen Stromkreis Fritter oder ähnliche Einrichtungen einschaltet, die durch einen Hilfsstrom, z. B. einen Hochfrequenzstrom, leitend gemacht werden müssen, wenn der Zündstrom die Zünderleitung durchfliessen soll.
Für die Entzündung der Zünder ist im allgemeinen ein Strom von sehr kurzer, nur einen Bruchteil einer Sekunde betragender Dauer erforderlieh. Der Hilfsstrom braucht daher ebenfalls nur während dieser kurzen Zeit den Zündstromkreis zu durchfliessen. Um zu erreichen, dass beide Ströme gleichzeitig in den Zünderstromkreis treten, werden gemäss der Erfindung beide Einrichtungen zur Erzeugung von Zündstrom und von Hilfsstrom elektrisch oder mechanisch miteinander gekuppelt und gemeinsam angetrieben.
Für die gleichzeitige Abgabe des Zündstroms sowie des zur Erzeugung des Hochfrequenzstroms erforderlichen Hilfsstroms eignen sieh die Minenzündmaschinen der allgemein üblichen Bauart insbesondere deshalb, weil sie infolge ihres wenigteiligen Kommutators den Gleichstrom als Wellenstrom (Gleichstromglied mit überlagerter Wechselstromkomponente) abgeben, dessen Wechselstromkomponente zur Erzeugung des Hochfrequenzstroms, z. B. durch Zwischenschaltung eines Induktionsapparates, mit sekundärer Funkenstrecke benutzt werden kann.
Soll dagegen das Gleichstromglied des Hilfsstroms für die Erzeugung des Hochfrequenzstroms verwendet werden, so wäre an die Hilfsstromleitung ein Induktionsapparat mit Unterbrecher im Primärkreis anzuschliessen.
Sollen Zünd-und Hilfsstrom voneinander getrennt erzeugt werden, so kann die zur Erzeugung des Hilfsstroms dienende Anordnung, z. B. ein Induktor nach Art der Bosch-Zündmaschinen, mit dem Antriebsmechanismus der Zündmaschine in an sich bekannter Weise mechanisch gekuppelt werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens dargestellt für den Fall, dass der Zündstrom und der zur Erzeugung des Hochfrequenzstroms erforderliche Hilfsstrom von Wechsel- stromcharakter dem Anker der einen pulsierenden Gleichstrom erzeugenden Minenzündmaschine der üblichen Bauart entnommen werden.
Die Primärwicklung 1 des zur Erzeugung des Hilfsstroms, insbesondere Hochfrequenzstroms dienenden Induktionsapparates ist an die Klemmen der Zündmaschine mit dem Anker 6 und der Erregerwicklung 7 angeschlossen. Zwischen den Enden 3 und 4 der Oberspannungswicklung des Induktionsapparates ist die Funkenstrecke 5 (z. B. eine Löschfunkenstrecke) eingeschaltet. Durch die Leitung 8 ist die Oberspannungswicklung 2 mit dem Zünderstromkreis verbunden.
Hienach ergibt sich folgende Wirkungsweise der Anordnung : Wird der Anker 6 der Zündmaschine in üblicher Weise mittels des Handgriffes in rasche Drehung versetzt, so fliesst Strom in die Primärwick- lung 1 des Induktionsapparates, bei der Funkenstrecke 5 treten daher Funkenentladungen auf und dem Zündstromkreis fliesst über die Leitung 8 ein Hochfrequenzstrom zu, bevor noch der zwangläufig betätigte
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Schalter 9 der Zündmasehine für den Zündstrom geschlossen ist. Durch den Hochfrequenzstrom sind die Fritter 10 der Zünder 11 für den Zündstrom leitend geworden.
In die Veibindungsleitung 8 können in bekannter Weise auch Anordnungen zur induktiven und kapazitiven Kopplung des Hilfsstrom-und Zündstromkreises eingeschaltet werden.
Zur Erzeugung des hochfrequenten Hilfsstroms können auch andere bekannte Anordnungen, wie z. B. ein Induktor nach Art der Bosch-Zündmaschine, benutzt und mechanisch mit dem Übersetzungsgetriebe der Zündmaschine gekuppelt werden.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Elektrische Minenzündmaschine für Handbetrieb zur Speisung eines durch Fritter u. dgl. gegen Fremdströme gesicherten Zünderstromkreises, welche Fritter mittels Hilfsstrom, z. B. Hochfrequenzstrom, für den Zündstrom temporär leitend gemacht werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen zur Erzeugung des Zündstroms und des Hilfsstroms einen gemeinsamen Antrieb besitzen und dass der Eintritt beider Ströme in den Zünderstromkreis zwangläufig gleichzeitig erfolgt.