AT135630B - Kranken- und Lesetisch. - Google Patents

Kranken- und Lesetisch.

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AT135630B
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Josef Dr Zelisko
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Josef Dr Zelisko
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Description


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    Kranken-und Lesetisch.   



   Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf einen Kranken-und Lesetisch. Dieser Tisch, als Krankentiseh ausgebildet, dient dem Kranken zur bequemen Einnahme von Speisen, zum Lesen von Zeitungen und Büchern oder er ermöglicht die Ausführung einer angemessenen Beschäftigung   (Spielen, Handarbeiten, Zeichnen, Schreiben usw. ) in jeder beliebigen Bettlage. Da aber ein Kranken-   tisch nach Ablauf der Krankheit des Benutzers stets ein unausgenutztes Möbel vorstellt, wurde sein Aufbau gleich derart vorgesehen, dass er auch als Lesetisch oder als Notenpult bzw. als Ständerlampe oder als Kartenspiellampe verwendbar ist. 



   Das Wesen der Erfindung ist darin gelegen, dass durch besondere Einrichtungen eine räumlich beliebig einstellbare und standfeste Tischplatte geschaffen wird, die bei Liege-und Sitzgelegenheiten in Verwendung gelangen kann. 



   Den Aufbau des Tisches zeigen die Fig. 1-9 der Zeichnung, wogegen seine verschiedenartige Verwendung durch die schematischen Fig. 10-13 dargestellt wird, u. zw. stellt Fig. 1-3 Aufriss, Grundriss und Seitenriss des als Krankentisch montierten Apparates dar, wobei im Aufriss der Fig. 1 der Deutlichkeit halber die Tischplatte vertikal gestellt, dem Beschauer die Unterseite zeigt, im Grundriss Fig. 2 die Tischplatte gänzlich weggelassen wurde und der Seitenriss Fig. 3 nur die Tischplatte mit ihrer Ausrüstung wiedergibt. Die Fig. 4-9 stellen Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes in verschiedenen Schnitten dar, die in dem stark verkleinerten Bild der Fig. 1-3 nicht klar zum Ausdruck gebracht werden konnten. 



   Von den in Hohlguss ausgeführten drei Füssen   1-3   eines Rohrständers sind zwei 1, 2 mit Rollen 7 und der dritte 3 mit einem ausziehbaren   Verlängerungsstück   4 ausgerüstet, das mit Hilfe der in einem Schlitz verschiebbaren Griffschraube 5 in jeder beliebigen Stellung festgehalten werden kann. In der Nabe dieses Dreifusses erhebt sich vertikal der   Rohrständer , dessen obere Mündung durch   den Pfropfen 9 mit einem zentral eingepressten Dorn 10 abgeschlossen wird. Letzterer dient nämlich zum Aufstecken einer räumlich beliebig einstellbaren elektrischen Leuchte bekannter Bauweise. Der Rohrständer   8   trägt ferner, auf diesem verschiebbar aufgesteckt, das Rohrkreuz 11, das seinerseits in einer Horizontalbohrung das Rohrstück 12 hält.

   Letzteres trägt im Innern des Kreuzstückes einen aufgelöteten Bundring 15, der durch die Griffschraube 14 in jeder Drehlage festgehalten werden kann. Ganz   ähnlich   dient die Griffschraube 13 zur Feststellung des ganzen   Kreuzstückes   11 am Rohrständer 8. Da das horizontale Rohrstück   12,   welches den eigentlichen Tischträger bildet, mit seiner Fassung 11 am Rohrständer 8 vertikal verschiebbar ist, ersteres aber im   Kreuzstück   drehbar festgehalten wird, so kann die mit Winkeln 17 und 18 mit dem Rohr 12 verbundene Tischplatte 20 jede beliebige Raumlage einnehmen. 



   Da der Kranke aber nicht in der Lage, ist vom Bett aus den ganzen schweren Krankentisch horizontal in die ihm passende Lage zu verschieben, wurde eine Einrichtung vorgesehen, um die Tischplatte selbst am Rohrstück 12 leicht zu verschieben und in der gewünschten Stellung festzuhalten. Zu diesem Zwecke ist auf der Unterseite des Tisches ein Bügel 2. 3 vorgesehen, dessen konisch ausgearbeitete Enden in konisch zulaufende Löcher des Rohrstückes 12 passen. Damit aber der Bügel nicht aus seinem Sitz herausspringt und dennoch rasch abnehmbar bleibt, trägt jeder Schenkel des Bügels eine Spannfeder 27, die einerseits im Schenkel, anderseits in einem geeigneten Loch des Rohrstückes 12 mit Hilfe einer Hakenbiegung und eines Auges eingehängt werden kann.

   Der Bügel 23 ist gleichzeitig in eine   Klemmtasche     24   eingelegt, die auf der Tischplatte 20 befestigt, mit Hilfe des Schraubenbolzens 26 und der Flügelmutter 25 den Bügel 23 in jeder Lage festklemmen kann. Da die Tischplatte nur mit den beiden Winkeln 17, 18 mit 

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   dem Rohrstück längs desselben verschiebbar verbunden ist, so gleitet auch der Bügel 23 bei dieser Verschiebung in der Klemmtasche 24, sofern dieselbe gelüftet ist. Will also der Kranke seine Tischplatte seitlich (nach rechts oder links) verschieben, so lüftet er die Flügelmutter 25 an der Klemmtasche 24, worauf sich die Tischplatte auch im belasteten Zustand leicht seitlich entlang des Rohres 12 und des Bügels 23 verschieben lässt.

   Ein Anziehen der Flügelmutter an der Klemmtasche hält die Tischplatte in richtiger Dreipunkteinspannung (17, 18, 24) ohne jedes Spiel fest. 



  Eine sehr wesentliche Verbesserung der Gebrauehsfähigkeit des Krankentisehes bringt ferner eine weitere Ausrüstung des Tisches, die durch die Einzelheiten 28-46 gegeben erscheinen. 



  Die Tischplatte 20 trägt auf der Unterseite zwei Metallwinkel 39, 40, in welchen-wie Fig. 6 und 7 deutlicher zeigt-zwei halbkugelartige Nabenstücke 28 mit Hilfe der Bremsbacke 33, des Federringes 32 und der Mutterschraube 31 mit Reibung gelagert sind. Ein im Metallwinkel 39 bzw. 40 eingeschraubter Stift 30 begrenzt die Verdrehbarkeit des Nabenstüekes 28 auf einen Winkel von 90 , da eine Rippe im Hohlraum des Nabenstüekes am Stift 30 zum Anschlag kommt. In den beiden Nabenstücken sind die Stäbe 29 eingeschraubt, auf welchen das Rohrstück 34 mit Hilfe der Bremsaugen 3. 5 beliebig einstellbar aufgeschoben ist. Die Einrichtung der beiden Bremsaugen 35 am Rohrstück 34 ist aus Fig. 4 und 5 entnehmbar. Die Druckfeder 38 drückt den Bremsklotz 36 durch eine zentrale Bohrung des Augenstückes 3. 5 gegen die Stange 29.

   Die Stange 37 vermittelt auf der andern Seite der Feder 38 den Druck auf den Bremsklotz des anderseitigen Bremsauges 35. 



  Die beiden Nabenstfieke 28 mit ihren Stäben 29-und den auf ihnen gleitenden Rohrstücken 34, 33 bilden somit einen Rahmen, der in seiner Normallage knapp unterhalb der Tischebene die Platte dreiseitig umfängt und nach Belieben so weit aufgeklappt werden kann, bis der Rahmen 28, 29, 35, 34, 35 und 29 - um 900 gedreht - auf der Tischebene senkrecht steht. In jeder Zwischenlage der Stäbe 29 kann das Rohrstück 34,35 jede beliebige Höhenstellung auf diesen Stäben 29 einnehmen und bestreicht somit die ganze Tischfläche. Diese Einrichtung wird noch durch eine je nach Bedarf zur Verfügung stehende, versehwenkbare Anschlagleiste des Tisches 41-46 ergänzt, deren Einrichtung sowohl aus Fig. 1 als auch aus den Detailfig. 8 und 9 ersichtlich ist.

   Drei kleine, auf der Tisehunterseite befestigte Lagerböcke 43 tragen die Achsen 44 von drei Kurbeln 42, die parallel gestellt, mit ihren Kurbelzapfen 45 durch eine Blechleiste 41 miteinander verbunden sind. Damit das Umlegen der Kurbeln 42 mit der sie verbindenden Leiste 41 aus der gezeichneten Höchstlage um einen rechten Winkel in die Tiefstlage der Leiste 41 möglich wird, sind an der Rückseite der Leiste drei Ausnehmungen 47, 48, 47 vorgesehen. 



  Die Kurbelzapfen 45 sind auf der Vorderseite zu Kugelgriffen ausgebildet, mit denen man die Anschlagleiste 41 über die Tischfläche hochheben oder nach abwärts unter die Tischfläche verschwinden lassen kann. 



  Diese Tischausrüstung ermöglicht eine vielseitige Verwendung der drehbaren und seitlich verschiebbaren Tischplatte 20, die in den schematischen Fig. 10-13 dargestellt ist. Fig. 10 zeigt die Verwendung des Krankentisches in horizontaler Lage beim Essen, Spielen usw. Der Rahmen 29-34-29 ist nicht erforderlich und daher heruntergeklappt ; aus gleichem Grunde ist die Anschlagleiste 41 nach abwärts verschwenkt. Die Blickrichtung des Kranken zeigt der Pfeil b. 



  Fig. 11 zeigt den Krankentisch in seiner Verwendung als Lesetiseh, wobei der Kranke im Bett oder in einem bequemen Sessel sitzend angenommen wurde. Die Anschlagleiste 41 ist hoehgezogen, um dem Buche B Halt zu bieten. 



  Fig. 12 zeigt das Lesen von Büchern und Zeitschriften im Freien, wo der Luftzug die einzelnen Blätter ständig umzulegen sucht. Der früher beschriebene Rahmen 29-34-29 dient in diesem Gebrauchsfalle als Niederhalter für die jeweils aufgeschlagenen Buehblätter. 



  Fig. 13 zeigt die Verwendung des Krankentisehes bei Schwerkranken, die nicht mehr im Bette sitzen können und in vollkommener Liegestellung BÜcher oder Zeitschriften zu lesen wünschen. In diesem Falle wird der Rahmen 29-34-29 in seine Grenzlage senkrecht zur Tischfläche verschwenkt,   
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 nur mehr einerseits auf der Anschlagleiste, anderseits auf der Rahmenstange 34 fast horizontal im Räume und die frühere Tischplatte 20 übernimmt jetzt die Rolle einer Anschlagleiste. Will der Kranke oder sein Wartepersonal das Buch umblättern, dann ist es nur nötig, das Buch zeitweilig auf den Tisch zu legen, das gewünschte Blatt umzulegen und dann das Buch wieder in die durch Fig. 13 gegebene Stellung zu bringen. 



   Aus dieser Verwendungsart des Rahmens 29-34-29 und der je nach Bedarf hoehstellbaren Anschlagleiste 41 ergibt sich zwangläufig, dass seitens des Kranken der Tisch immer nur von einer Seite   aus benutzt werden kann. (Anschlagleiste 41 zur Brust des Kranken gewendet. ) Nun besteht aber sehr   häufig die Notwendigkeit, den Rohrständer des Tisches entsprechend dem beim Bett verfügbaren Platz einmal rechtsseitig, das andere Mal linksseitig aufzustellen.

   Um in beiden Fällen die richtige Lage der Tischplatte samt Rahmen und Anschlagleiste zu ermöglichen, ist auf der Unterseite der Tischplatte 20 noch ein dritter   Tragwinkel19   vorgesehen, mit dessen Hilfe die Tischplatte 20 von der andern Tischseite 
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 was mit Hilfe der rasch aushängbaren Spannfeder 27 und des konischen Sitzes der Bügelenden leicht möglich ist. 



   Die am Ständerrohr 8 verschiebbare Kabelhaspel 53-56 dient zur Aufnahme des Lichtkabels und lässt sich mit Hilfe der Drahtklemme 50-52 in jeder beliebigen Lage am Ständerrohr 8 einstellen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Kranken-und Lesetiseh,   der aus einem Rohrständer, einem an ihm vertikal verschiebbaren und drehbaren Ausleger und einer am Ausleger verschiebbaren Tischplatte besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Verschiebbarkeit des Tisches   (20)   am Auslegerrohr   (12)   mit Hilfe zweier Drehlager   (17,   18) und eines einsteekbaren und durch Zugfedern gesicherten U-förmigen Bügels (23) erreicht wird, dessen zum Auslegerrohr parallele Seite in einer Klemmvorrichtung   (24,   25, 26) geführt und auch festgeklemmt werden kann.

Claims (1)

  1. 2. Kranken-und Lesetiseh nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Tischplatte (20) von einem U-förmigen, annähernd um die vordere Kante der Tischplatte (20) um einen rechten Winkel drehbaren und in jeder Zwischenlage einstellbaren Rahmen (28, 29, 34, 29, 28) umschlossen wird, wobei der der Drehachse parallele Rahmenteil (34) auf den beiden Seitenteilen des Rahmens (29) der Höhe nach verschiebbar und einstellbar eingerichtet ist.
    3. Kranken-und Lesetiseh nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagleiste (41) des Tisches von zwei oder mehreren auf der Tischplatte parallel zueinander gelagerten und durch Reibung abgebremsten Kurbeln (42) getragen wird, die durch Drehen derselben die Anschlagleiste (41) unter die Tischfläche bringen.
AT135630D 1932-04-27 1932-04-27 Kranken- und Lesetisch. AT135630B (de)

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