AT135077B - Verfahren zur Steuerung und Überwachung elektrischer Verteilungsnetze. - Google Patents

Verfahren zur Steuerung und Überwachung elektrischer Verteilungsnetze.

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AT135077B
AT135077B AT135077DA AT135077B AT 135077 B AT135077 B AT 135077B AT 135077D A AT135077D A AT 135077DA AT 135077 B AT135077 B AT 135077B
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lines
line
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switches
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Inventor
Manfred Dr Ing Schleicher
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Siemens Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Steuerung und Überwachung elektrischer   Verteihmgsnetze.   



   Es sind zwei Verfahren zur Bildfernübertragung bekannt. Das eine Verfahren arbeitet etwa so dass die zu übertragende Schrift oder Zeichnung mit elektrisch leitender Tinte auf ein Blatt geschrieben oder gezeichnet wird. Mittels eines Kontaktstiftes wird dieses Bild elektrisch abgetastet. Auf der Empfangsseite wird ein entsprechender Kontaktstift über ein auf eine Trommel aufgespanntes Blatt   Papier geführt,   das so imprägniert ist, dass ein Stromdurehgang durch das Papier eine Farbveränderung hervorruft. 



  Das zweite Verfahren arbeitet grundsätzlich in der gleichen Weise. Der Unterschied besteht nur darin. dass das Bild oder die Zeichnung von einer Selenzelle abgetastet wird und an der Empfangsstelle   lieht-   empfindliches Papier entsprechend den von der Selenzelle ausgehenden Stromstössen bzw. Stromschwankungen belichtet wird. 



   Gemäss der Erfindung lassen sich diese bekannten Verfahren zur Steuerung und   Überwachung   elektrischer Verteilungsnetze verwenden, indem von den jeweils vorzunehmenden oder vorgenommenen Schaltungen im Verteilungsnetz Bilder an einer Stelle hergestellt werden und dass diese Bilder mit den Mitteln der Bildübertragung an eine andere Stelle übermittelt werden, wo die   gewünschte   Schaltung bzw. eine der vorgenommenen Schaltung entsprechende Schaltung durchgeführt oder angezeigt werden kann. 



   Da es sich stets um dasselbe Verteilungsnetz handelt, in dem Schaltungen vorgenommen werden sollen, ist es nicht erforderlich, immer wieder dasselbe   Schaltungsbild   aufzuzeichnen, welches zum Zwecke von Schaltmassnahmen jedesmal nur anders kombiniert wird. Man kann daher Blätter, auf denen die Linienführungen des Netzes aufgezeichnet sind, von Fall zu Fall derart ergänzen, dass die Teile der Linienführungen, welche jeweils zu schaltende oder geschaltete Leitungsstrecken darstellen, gegenüber den übrigen Teilen der Linienführungen verändert werden und die so entstandenen Schaltbilder auf ähnliche Blätter der Empfangsstelle übertragen, auf denen die Linienführungen ebenfalls vorgezeichnet sind. 



  Auf diese Weise kann man sowohl Kommandos von der einen Stelle zur andern als auch umgekehrt   Rückmeldungen   über ausgeführte Kommandos oder selbsttätige Verstellungen übertragen. 



   Ein Beispiel für ein solches Schaltbild zeigt Fig. 1. Mit einfach ausgezogenen Strichen sind die Linienführungen des Netzes aufgezeichnet, z. B. zwei Sammelschienen 2 und 3, an die über die Leitungen 4 oder   5   die zu einem Stromerzeuger führende Leitung 6 angeschlossen werden kann. Das gleiche gilt für die Leitungen 7-12. Angenommen, der an die Leitung 6 angeschlossene Stromerzeuger soll auf die Sammelschiene 3 arbeiten, die an die Leitungen 9 und 12 angeschlossenen Stromerzeuger auf die Sammelschiene 2, so werden die in der Figur durch Doppellinien angedeuteten Teile mit einem elektrisch leitenden Aufstrich versehen. Beim Abtasten erscheint dann an der Empfangsstelle ein entsprechendes Bild, und die Schaltungen können dort vorgenommen werden.

   Die gleichen Bilder werden zur   Rückmeldung   der Schaltvorgänge hergestellt und übermittelt. 



   Man kann die Anordnung aber auch so treffen, dass entsprechend der Linienführung und Unter- 
 EMI1.1 
 hängende   Strichstücke   angeordnet werden. Diese werden entsprechend der   vorzunehmenden   Schaltung über je einen Schalter mit dem einen Pol einer Stromquelle verbunden. Tastet man nun. wie üblich. 

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 EMI2.1 
 handelt, werden die   Striehstüeke durch handbetätigte Schalter, Kommandoschalter,   an Spannung gelegt.

   Sollen Rückmeldungen von den   Schaltvorgängen   in einer Nebenstelle nach einer Hauptstelle übermittelt werden, werden die   Strichstücke   in Abhängigkeit von dem Schaltzustand der entsprechenden   Leitungsstrecke   an Spannung gelegt, so dass ohne besondere Massnahmen von Hand der Schaltzustand der Nebenstelle nach der Hauptstelle übermittelt werden kann. Entweder kann man das Anschliessen der   Striehstücke an   die Stromquelle davon   abhängig machen,   ob die den Strichstücken entsprechenden Netzteile unter Spannung stehen, oder die Schalter, welche die   Strichstüeke   an Spannung legen, werden über Hilfskontakt der zu überwachenden Netzschalter betätigt. In Fig. 2 ist ein Beispiel für diese Anordnung dargestellt.

   Das Schaltbild entspricht dem in Fig. 1 gezeichneten.   li   und 14 sind die die Sammelschienen darstellenden Strichstücke. Die   Bezugszeiehen   15-23 bezeichnen die den Leitungen 4 
 EMI2.2 
 einer Spannungsquelle gelegt werden. In der gezeichneten Stellung der Schalter wird dasselbe Schaltbild übermittelt wie in Fig. 1. Der an die Leitung 17 angeschlossene Stromerzeuger arbeitet auf die Sammelsehiene 14, die beiden andern auf die Sammelschiene 13. Wenn es sich um die Übermittlung von Kommandos handelt, stellen die Schalter   24-32   die Kommandosehalter dar und müssen von Hand betätigt werden.

   Handelt es sich um eine Einrichtung zur Übermittlung von Rückmeldungen, so werden die Schalter in Abhängigkeit von dem Schaltzustand des zu   überwachenden   Netzes selbsttätig   betätigt.   



   In der Nebenstelle, in der sich die zu steuernden Organe, Schalter, Netzschalter usw. befinden, können in gleicher Weise wie an der Kommando-oder Hauptstelle elektrisch leitende   Strichstüeke   angeordnet werden, an welche die   Betätigungsspulen   für die zu verstellenden Organe usw. angeschlossen sind, u. zw. in ähnlicher Weise wie in Fig. 2 die   Kommandoschalter.   Beim Abtasten der   Strichstärke   in der Kommandostelle werden dann die zugehörigen Betätigungsspulen an Spannung gelegt, so dass die von ihnen gesteuerten Organe betätigt werden.

   Auf dieselbe Weise können auch die   Rückmeldungen   über die   Schaltvorgänge   in der Nebenstelle in der Hauptstelle kenntlich gemacht, werden, indem dort ebenfalls elektrisch leitende Strichstücke angeordnet werden, an welche die   Betätigungsspulen   für Leuchtsehaltbilder steuernde Schalter, Signallampen od. dgl. angeschlossen sind, so dass beim Abtasten der   Strichstücke   das   Leuchtsehaltbild   bzw. die Signallampen entsprechend dem Schaltzustand des Netzes verstellt werden. 
 EMI2.3 
 

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   bedienungs-und Fernüberwachungsapparat machen,   der in Bildform oder in Gestalt von   Leueht-oder   Blindschaltbildern seine Meldungen wiedergibt.

   Da man nicht nur die Schalterstellungen rückmeldet, 
 EMI3.1 
 im Arbeiten des Apparates sofort erkennbar. Unter Umständen kann man auch den Apparat schneller laufen lassen als bei der normalen Bildübertragung, da nur grobe Zeichnungen oder Bilder zu übermitteln sind und auf diese Weise die Übermittlung von Kommandos,   Rückmeldungen,   Fernmessungen beschleunigen. Da nicht nur bestimmte Punkte darzustellen sind, sondern diese an der Empfangsstelle an einer ganz bestimmten Stelle im Bilde erscheinen müssen, werden Fehler in der Übertragung sowohl der Kommandos als auch der Rückmeldungen vermieden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :  
1. Verfahren zur Steuerung und Überwachung elektrischer Verteilungsnetze, dadurch gekennzeichnet, dass von den jeweils vorzunehmenden oder vorgenommenen Schaltungen im Verteilungsnetz Bilder an einer Stelle hergestellt werden und dass diese Bilder mit den Mitteln der Bildübertragung an eine andere Stelle übermittelt werden, wo die gewünschte Schaltung bzw. eine der vorgenommenen Schaltung entsprechende Schaltung durchgeführt oder angezeigt werden kann.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass Blätter, auf denen die Linienführungen des Netzes vorgezeiehnet sind, von Fall zu Fall derart ergänzt werden, dass die Teile der Linienführungen, welche jeweils zu schaltende oder geschaltete Leitungsstrecken darstellen, gegenüber den übrigen Teilen der Linienführungen verändert werden und dass die so entstandenen Schaltbilder auf ähnliche Blätter in der Empfangsstelle übertragen werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass entsprechend der Linienführung und Unterteilung des Netzes auf einer isolierenden Unterlage angeordnete, elektrisch leitende, untereinander nicht zusammenhängende Strichstücke entsprechend der vorzunehmenden Schaltung an Spannung gelegt werden.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Strichstücke durch handbetätigte Schalter bzw. in Abhängigkeit von dem Schaltzustand der entsprechenden Leitungsstrecke an Spannung gelegt werden, zu dem Zwecke, Kommandos von einer Hauptstelle nach einer Nebenstelle bzw. Rückmeldungen von den Schaltvorgängen in der Nebenstelle nach der Hauptstelle zu übermitteln.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Empfangsstelle befindliche, in gleicher Weise wie in der Sendestelle angeordnete, elektrisch leitende Strichstücke, an welche die zu verstellenden Organe (Betätigungsspulen für Netzsehalter oder für Leuchtschaltbilder steuernde Schalter, Signallampen od. dgl.) angeschlossen sind, beim Abtasten der Strichstücke in der Sendestelle entsprechend an Spannung gelegt werden, so dass die an sie angeschlossenen Organe betätigt werden.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an geeigneten Stellen der zu übertragenden Schaltbilder Strichstücke vorgesehen werden, die den Angaben von Messinstrumenten entsprechen und beim Abtasten eine entsprechende Aufzeichnung in der Empfangsstelle bewirken.
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Speicher entsprechend der Instrumentenangabe aufgeladen wird und dass ein auf den Blättern vorgesehenes Strich stück so oft, wie der Aufladung des Speichers entspricht, an Spannung gelegt wird, so dass an der Empfangsstelle eine Punktreihe erscheint, deren Länge ein Mass für die Grösse des Messwertes ist.
    8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Punktreihe in eine Messinstrumenten- angabe umgewandelt wird, indem an der Empfangsstelle über ein leitendes Striehstüek, welches dem in der Sendestelle entsprechend angeordnet ist, die ankommenden Stromstoss einem Messinstrument zugeführt werden.
AT135077D 1929-11-06 1930-10-17 Verfahren zur Steuerung und Überwachung elektrischer Verteilungsnetze. AT135077B (de)

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