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Kombinierte Werkzeugmaschine.
Die Erfindung bezieht sich auf kombinierte Werkzeugmaschinen jener Art, bei welcher an der
Spindelstockseite einer Drehbank weitere Zusatzmaschinen, unter anderm auch eine Bohrmaschine, angeordnet sind. Zweck der Erfindung ist es, derartige Maschinen in ihrem Leistungsbereiehe wesentlich zu verbessern und die Innenbearbeitung von Werkstücken zu ermöglichen, ohne Innensehleifeinrichtungen benutzten zu müssen. Um diesen Zweck zu erreichen, ist gemäss der Erfindung an der Spindelstoekseite der Maschine ausser einer Bohrmaschine für den allgemeinen Werkstattgebrauch eine weitere Bohrein- richtung, u. zw. eine sogenannte Feinbohreinrichtung (vagi. z. B.
Die Werkzeugmaschine", Jg.] 932,
S. 339, und Maschinenbau", Jg. 1932, S. 341), für die Innenbearbeitung von Werkstücken angeordnet.
Vorzugsweise ist diese besondere Bohreinrichtung abnehmbar an der Stirnseite des Masehinengestelles oberhalb des Frästisches angeordnet, wie dies an sich für die üblichen Bohrmaschinen bei kombinierten
Werkzeugmaschinen bekannt ist. Schwierige Bohrarbeiten, wie sie z. B. bei Zylindern von Verbrennungs- kraftmaschinen zwecks Wiederinstandsetzung der ausgeschlagenen Kolbenlautbaln vorkommen, wurden bisher durch Innenschleifen unter grossen Schwierigkeiten durchgeführt. Hiezu bedient man sich bei kombinierten Werkzeugmaschinen meist einer von der Drehbankspindel angetriebenen Innenschleifvorrichtung, welche auf dem Drehbankett befestigt wird. Das Arbeitsstück, z.
B. ein Zylinderblock, wird hiebei auf den Sclittenführungen des Drehbankbettes gelagert, wobei die Hin-und Herbewegung für die erforderliche Schleiftiefe von der Schlossplatte der Drehbank bewirkt wird. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil der Erzielung ungenauer Bohrungen. Weiters ergibt sich infolge der geringen
Spanabnahmen ein grosser Zeit-und Lohnaufwand, welcher durch das Aufspannen der an sich sehr um- stündlichen Schleifvorriehtung noch erhöht wird. Auch gestaltet sich der Schleifseheibenverbrauch sehr
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einer besonderen Polierbearbeitung od. dgl. zu unterziehen sind, unter Zuhilfenahme eines besonderen Teiles der kombinierten Werkzeugmaschine nochmals aufgespannt werden müssen.
Es hat sich daher im Laufe der Zeit gezeigt, dass es einem dringenden Bedürfnis entspricht, für kombinierte Werkzeugmaschinen eine Einrichtung zu schaffen, die unter Vermeidung teurer Reib-, Sehab-und Sehleifarbeiten in kurzer Zeit und bei einfacher Bedienungsweise besonders genaue Bohrungen bezüglich Rundheit, Fluchtung und Zylindrizität herzustellen gestattet, wozu die übliche Bohrmaschine nicht mehr ausreicht, weshalb eben der Erfindung gemäss noch die zweite Bohreinrichtung vorgesehen wird. Das verhältnismässig wuchtige und zufolge seiner Längsabmessungen stabile Gestell der kombinierten Werkzeugmaschine verhindert hiebei unerwünschte Schwingungen. Wenn der Antrieb der zweiten Bohreinrichtung
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den zur Verfügung stehenden Frässpindeldrehzahlen gewählt werden.
Zweckmässig findet die Feinbohr- einrichtung Verwendung zum Nacharbeiten von Bohrungen durch Bohrstangen mit Hartmetallwerk- zeugen, wobei zwecks Erhaltung der besonderen Lagerung der Feinbohrspindel nur geringe Verspannungen zur Anwendung gelangen sollen.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, u. zw. in
Fig. 1 die Spindelstockseite einer kombinierten Werkzeugmaschine in Vorderansicht mit an der Stirn- seite angeordneter Feinbohreinrichtung, während Fig. 2 die Frinbohreinrichtung allein in gleicher Ansicht, jedoch teilweise im Schnitt veranschaulicht.
Die Feinbohreinrichtung ist an der linken Stirnwand des Spindelstockes 1 der Fräsmaschine oberhalb
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Hülsenrad in einer im Gehäuse 4 befestigten Lagerbüchse 9 drehbar gelagert und mit der Bohrspindel undrehbar, aber verschiebbar verbunden. Der Antrieb des selbsttätigen Vorschubes wird vom Bolzen 3 und dem mit ihm fest verbundenen Stirnrad 10 abgeleitet.
Das Halten der Feinbohrspindel 8 samt der Bohrhülse M in der Gleichgewichtslage geschieht
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auf der das in eine Verzahnung der Hülse 21 eingreifende Vorschubzahnrad sitzt.
Statt lotrecht kann die Feinbohrspindel auch waagrecht angeordnet und auch von der Drehbankspindel aus angetrieben werden.