AT134496B - Einrichtung zur Erzielung stereoskopischer Wirkungen bei binokularen und Projektionsmikroskopen. - Google Patents

Einrichtung zur Erzielung stereoskopischer Wirkungen bei binokularen und Projektionsmikroskopen.

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AT134496B
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AT
Austria
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filter
binocular
microscopes
microscope
projection
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Oskar Heimstaedt
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Oskar Heimstaedt
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Description


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   Die Erfindung bezieht sich auf Mikroskope, sowohl auf monokulare, die Projektionszwecken dienen, als auch auf binokulare mit physikalischer Strahlenteilung. Sie bezweckt, mit Hilfe der bereits vielfach angewendeten Anaglyphenmethode unmittelbare stereoskopische Wirkungen zu erreichen. Nach der Anaglyphenmethode werden den beiden Augen des Beobachters zwei Bilder dargeboten, welche parallaktische Verschiedenheiten aufweisen, die für das Zustandekommen eines stereoskopischen Effektes charakteristisch sind. Beide Teilbilder werden in zwei einander komplementären Farben übereinander gedruckt oder projiziert. Durch zwei vor die Augen des Beobachters gesetzte Farbenfilter wird für jedes Auge eines der beiden Teilbilder unterdrückt. 



   Nach der Erfindung werden durch ein Doppelfilter, das in der Eintrittspupille des Mikroskopkondensors angeordnet wird, zwei mikroskopische Bilder verschiedener Färbung erzeugt. Diese beiden Bilder zeigen dieselben parallaktischen Verschiedenheiten, wie sie bei der geometrischen Strahlenteilung auftreten, welche allen stereoskopischen Mikroskopen mit nur einem Objektiv als Grundlage dient. In der üblichen Weise wird eines der beiden Teilbilder durch Filter, welche dieselbe Färbung aufweisen wie die Teilungsfilter, für je ein Auge   unterdrückt.   Das Verfahren ist sowohl auf monokulare Mikroskope, sofern diese ein Projektionsbild des mikroskopischen Objektes entwerfen, als auch auf binokulare Mikroskope, die mit einer Einrichtung zur physikalischen Strahlenteilung versehen sind, anwendbar. 



   Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt schematisch eine Einrichtung unter Anwendung des geschilderten Verfahrens zur mikroskopischen stereoskopischen Projektion, die Fig. 2 eine solche an binokularen Mikroskopen mit physikalischer Strahlenteilung. In beiden Fällen ist der Verlauf und die Zweiteilung eines Strahlenbündels gezeichnet, welches einen auf der optischen Achse gelegenen Punkt des Objekts beleuchtet und abbildet. 



   In der Fig. 1 bedeutet   l   einen leuchtenden Punkt der Lichtquelle. Das von diesem Punkt ausgehende   Lichtbündel   wird durch die Kollektorlinse k parallel gemacht und durch den Abbe-Kondensor, bestehend aus den Linsen   k1     und 7c2, wieder zu   einem Punkt vereinigt. Diese Beleuehtungsanordnung stellt einen Fall dar, in welchem die Lichtquelle in der Objektebene o des Mikroskops abgebildet wird. Der durch das Strahlenbündel beleuchtete Objektpunkt in der Ebene o wird durch das Mikroskopobjektiv t und das Okular c auf dem Projektionsschirm s abgebildet. 



   Auf seinem Weg zum Abbeschen Kondensor durchsetzt das Strahlenbündel das Doppelfilter bestehend aus zwei einander berührenden halbkreisförmigen Glasplatten verschiedener Färbung. Die rechtsseitige Glasplatte r zeigt in dem dargestellten Fall in der Durchsicht ein sattes Rot, die andere g ein zu dieser Farbe komplementäres Grün. Die Zerlegung des Strahlenbündels nach dem Passieren des Doppelfilters f in zwei verschiedenfarbige Teilbündel ist durch die Art der Schraffierung angedeutet. Auf dem Schirm s entstehen daher zwei Bilder, ein rotes und ein grünes, die beide beträchtliche parallaktische Verschiedenheiten aufweisen. 



   Vor die beiden Augen   a,   und a2 des Beobachters werden zwei einfarbige aber verschiedene Filter r und g gesetzt, deren Farbtöne mit denen des Doppelfilters f übereinstimmen. Vor das linke Auge al muss ein grünes g, vor das rechte Auge ein rotes Filter r gebracht werden, wenn bei der gezeichneten Stellung des Doppelfilters f (der rote Filterteil bedeckt die linke Seite der Eintrittsöffnung des AbbeKondensors) eine orthoskopisehe Wirkung zustande kommen soll. Im entgegengesetzten Fall entsteht ein pseudoskopischer Effekt. 

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   Zwar ist es in bezug auf die räumliche Wirkung des projizierten Bildes gleichgültig, ob das Doppelfilter in der Eintrittsöffnung des Kondensors oder in den ihr optisch zugeordneten Austrittspupillen des Mikroskopobjektivs bzw. in dem Ramsdenschen Kreis angeordnet ist. Allein die Anbringung des 
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 andern vorzuziehen, sondern sie hat auch einen ins Gewicht fallenden optischen Vorteil, der darin besteht, dass die im Objekt abgebeugten Nebenspektren ihre Wirksamkeit beim Zustandekommen des
Bildes ungehemmt entfalten können. Die   Auflösungsfähigkeit   der Objektive wird durch eine Strahlenteilung, die in der Eintrittsöffnung des Abbe-Kondensors erfolgt, nicht beeinträchtigt, im Gegensatz zu andern Methoden der geometrischen Strahlenteilung, bei welchen die Teilung der Lichtbündel hinter dem Objektiv vorgenommen wird.

   Sie ergibt dieselben Wirkungen wie ein vielfach angewandtes Verfahren zur Herstellung von Mikrostereogrammen, bei dem die beiden Teilbilder des Stereograms so gewonnen werden, dass einmal die rechte, das andere Mal die linke Seite des Abbe-Kondensors abgedeckt wird. 



  Dieses Verfahren konnte aber nur in der Stereomikrophotographie nutzbar gemacht werden. 



   Die Anwendung der Anaglyphenmethode bei binokularen   Mikroskopen   mit physikalischer
Strahlenteilung stellt die Fig. 2 der Zeichnung dar. Das Doppelfilter f wird wie beim monokularen Projektionsmikroskop ebenfalls in der Eintrittsöffnung des Abbeschen Kondensors angebracht. Die von dem Mikroskopspiegel p reflektierten Strahlen einer fernen Lichtquelle (Himmel, weisse Wolken) durchsetzen das Doppelfilter, gelangen dann in den Mikroskopkondensor, werden von diesem in der Objektebene o gesammelt und treten in das Mikroskopobjektiv t ein. Über dem Objektiv befindet sich die Einrichtung zur physikalischen Strahlenteilung, bestehend aus dem würfelförmigen Prisma pi, dessen verkittete   Hypotenusenflächen   eine   halbdurelilässige   Silberschicht einschliessen.

   Die aus dem Objektiv t tretenden Strahlen werden zur Hälfte an der durchlässigen Silberschicht gespiegelt und gelangen über das Ablenkprisma P2 in das linke Okular   Ci.   Der andere die Silberschicht durchsetzende Teil der Lichtstrahlen passiert das auf pi gekittete rechtwinkelige Prisma Pa und das Ablenkprisma   P4, worauf   es von dem rechten Okular   C2   aufgenommen wird. In der Blendenebene der Okulare   e,   und   C2   entstehen zwei Bilder verschiedener Färbung, rot und grün, die infolge der Wirkung des   Doppelfilters f parallaktische   Verschiedenheiten aufweisen. Für jedes Okular wird eines der beiden Bilder durch darüber gesetzte   Filter i und unterdrückt.   



   Die Zweiteilung der abbildenden Strahlenbündel ist wieder durch verschiedenartige   Schraffierung   des Verlaufs eines Strahlenbündels gekennzeichnet, das einen Achsenpunkt in der Objektebene o beleuchtet und abbildet. Bei der gezeichneten Lage des Doppelfilters f (Rot links, Grün rechts) muss das 
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 Einem in deutlicher Sehweite über den beiden Okularen   lh   und   C2   befindlichen Auge bieten sich die Austrittsöffnungen der beiden Okulare als zwei Halbkreise dar, von welchen der rechts liegende eine grüne, der andere eine rote Färbung aufweist.

   Beide Halbkreise liegen mit ihren Krümmungen nach aussen (für den Beobachter   schläfenwärts).   Die Entstehung und Lage der beiden Halbkreise, die aus der Darstellung des Strahlenverlaufs zu entnehmen ist, ist charakteristisch für eine durch die Filteranordnung erfolgte geometrische Strahlenteilung und zugleich für die Entstehung einer orthoskopischen Wirkung. 



   Bei Einrichtungen nach der Erfindung an binokularen Mikroskopen ist es   zweckmässig,   die Filter, welche eines der beiden Teilbilder abzudecken bestimmt sind, nicht unmittelbar vor die Augen (etwa unter Verwendung   brillenähnlicher   Behelfe) zu setzen. Die Abdeekfilter werden direkt auf die Fassungsteile der Augenlinsen der Okulare gelegt, wobei die Verwendung einer Klemmvorrichtung angebracht ist, 
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 stärkerer Okulare mit kleinem Abstand des Ramsdenschen Kreises kann es sich als vorteilhaft erweisen, die Abdeekfilter innerhalb des   Mikroskoptubus   anzuordnen, beispielsweise unmittelbar hinter den Prismen pi und   ps. Die   Filter werden dann in   schlittenähnliche   Führungsteile gefasst, die sich in Schlitzen bewegen, die in dem Doppeltubus des Mikroskops angebracht sind.

   Der Übergang von zweiäugiger Beobachtung (ohne stereoskopische Wirkung) zur beidäugigen (mit stereoskopischer Wirkung) kann leicht bewerkstelligt werden, wenn die die Abdeckfilter tragenden Schieber aus dem   Tubuskörper   
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 befindet, beiseite geschlagen wird. 



   Die Verwendung von Filterfarben, die einander komplementär sind, wie beispielsweise eines Rots, dessen Spektralbereieh bei 600 mp. endet und eines Grüns, dessen Bereich bei der angeführten Wellenlänge beginnt, gewährleistet wohl die höchste stereoskopische Wirkung, bringt aber mit sich, dass die Lichtstärke einer nach diesem Verfahren arbeitenden Einrichtung ziemlich gering ist. Die starke stereoskopische Wirkung erklärt sich dadurch, dass infolge der fast vollständigen   Unterdrückung   des einen Farbteils durch den andern, die Austrittspupillen eines binokularen Mikroskops mit physikalischer Strahlenteilung zu Halbkreisen werden. Diese Form der Austrittspupillen bedingt eine sehr starke stereoskopische Wirkung bei Doppelmikroskopen.

   Es hat sich aber gezeigt, dass bei binokularen Mikroskopen eine genügende stereoskopisehe Wirkung erzielt wird, wenn unter Beibehaltung der Kreisform der Austrittspupillen die Lichtdicht in den Pupillen ungleichmässig verteilt wird, was durch ent- 

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 sprechend Abstufung der Durchlässigkeit der strahlenteilenden Silberschicht erreicht worden ist. Bei Anwendung des Verfahrens gemäss der Erfindung treten ähnliche Wirkungen ein, wenn an Stelle komplementärer oder fast komplementärer Filterfarben solche verwendet werden, deren Mischung eine Zwischenfarbe ergibt. Man kann ein Filterfarbenpaar wählen, dessen Zusammenlegung ein lichtes Braun oder Gelb hervorbringt. Vorteilhaft ist die Verwendung eines Farbenpaares, dessen Mischfarbe eine helles Grün ist.

   Bei einer solchen Wahl der Filterfarben gelangt der physiologisch wirksamste Teil des Spektrums zur vollen Geltung. Die beiden Austrittspupillen eines binokularen Mikroskopes behalten bei Verwendung nicht vollständig komplementärer Filterfarben ihre Kreisform. Eine Hälfte der Pupille erscheint in einer der beiden Filterfarben, während die andere Hälfte die naturgemäss dunklere   Mischfarbe   zeigt. 



  Auf diese Weise wird eine Verschiebung der optischen   Schwerpunkte"der   abbildenden Strahlenbündel hervorgerufen, die genügend starke stereoskopische Wirkungen erzeugt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Erzielung   stereoskopischer   Wirkungen bei Projektionsmikroskopen und binokularen Mikroskopen mit Vorrichtung zur physikalischen Strahlenteilung durch Verbindung der Anaglyphenmethode mit einer Einrichtung, welche für sich die Wirkungen einer geometrischen Strahlenteilung hervorruft und die durch ein Doppelfilter bekannter Art gegeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Doppelfilter, bestehend aus zwei halbkreisförmigen Filtern von komplementärer Farbe, vor dem Kondensor des Mikroskops angeordnet ist.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Farben des Doppelfilters und der Abdeckfilter so gewählt sind, dass eine Mischung der beiden Filterfarben nur ein lichtes Braun, Gelb oder Grün ergibt. EMI3.1
AT134496D 1930-03-18 1930-03-18 Einrichtung zur Erzielung stereoskopischer Wirkungen bei binokularen und Projektionsmikroskopen. AT134496B (de)

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AT134496D AT134496B (de) 1930-03-18 1930-03-18 Einrichtung zur Erzielung stereoskopischer Wirkungen bei binokularen und Projektionsmikroskopen.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116911B (de) * 1960-04-02 1961-11-09 Zeiss Carl Fa Vorrichtung zur kontinuierlichen AEnderung der Stereobasis bei Stereomikroskopen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116911B (de) * 1960-04-02 1961-11-09 Zeiss Carl Fa Vorrichtung zur kontinuierlichen AEnderung der Stereobasis bei Stereomikroskopen

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