AT134229B - Verfahren zum Auswalzen von Bändern, Blechen u. dgl. auf geringste Dicken in kontinuierlich angeordneten Walzgerüsten mit dazwischen liegenden Öfen. - Google Patents

Verfahren zum Auswalzen von Bändern, Blechen u. dgl. auf geringste Dicken in kontinuierlich angeordneten Walzgerüsten mit dazwischen liegenden Öfen.

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AT134229B AT134229DA AT134229B AT 134229 B AT134229 B AT 134229B AT 134229D A AT134229D A AT 134229DA AT 134229 B AT134229 B AT 134229B
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Louis Emil Broemel
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Louis Emil Broemel
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  Verfahren zum Auswalzen von Bändern, Blechen u. dgl. auf geringste Dicken in kontinuierlich angeordneten Walzgerüsten mit dazwischen liegenden Ofen. 



   Die Herstellung von Streifen bzw. Bändern aus Eisen, Stahl und anderen Legierungen ist heute auf warmem Wege nur bis zu einer   minimalen   Dicke von etwa dem hundertsten Teil der Breite des zu walzenden Streifens   möglich, u.   zw. bis zu einer Breite von 500 nUll. Breitere Bänder auf den   sogenannten   Bandwarmwalzwerken zu walzen, ist schon mit erheblichen Schwierigkeiten   verknüpft, überhaupt'st   die kleinste erreichbare Dicke abhängig von der Härte des   Metalles und seinen Abkühlungseigensehaften.   



   In diesen herstellbaren Dicken bietet das Band aus Eisen und Stahl und anderen Legierungen in seiner Hauptmenge kein Absatzprodukt für die weiterverarbeitende Industrie. Man schaltet daher heute den kostspieligen Walzprozess auf kaltem Wege ein, welcher darin besteht, dass die warm gewalzten Bänder nach vorausgegangenem Entzundern, Beizen, Neutralisieren und   Trocknen auf   besonderen Walzwerken in kaltem Zustande auf die   gewünschte   Dicke herabgewalzt werden. Die bei diesem Verfahren 
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 so dass derartige Walzwerke im Vergleich zu dem zu walzenden Querschnitt und der Leistung sehr schwer werden. 



   Ferner ist der Kraftverbrauch pro Tonne Erzeugung sehr hoch, da das gleiche Material im kalten Zustande eine durchschnittlich 8mal höhere Festigkeit als im warmen Zustande hat. Das Verfahren erfordert ein oftmaliges Durchwalzen und   Zwischenglühen im   besonderen kostspieligen   Blankglühofen   und nötigenfalls nach jeder Glühung ein nochmaliges Beizen. So erfordern beispielsweise legierte, harte Stahlqualitäten von 5 bis 6 Mm Ausgangsdicke ein bis   lOOmaliges   Durchwalzen mit vielen Zwischenglühungen. Diese Arbeitsweise übt einen nachteiligen Einfluss auf die Qualität des Materials aus. 



   Die Herstellung von Feinbleche und ähnlichen Erzeugnissen auf den bisherigen Walzwerken erfolgt zwar im allgemeinen bis herab auf eine Dicke von 0'25 mm, aber nur in Längen von sehr bescheidenem 
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 fähiger Ware von den Platinen ist sehr gering. Die Herstellung dieses Produktes erfolgt aus Platinen von geringem Gewicht, die durch Vorwalze und darauffolgendes, wiederholtes   Naehwärmen   und Doppeln auf die verlangte Dicke gebracht werden. Die Oberfläche der gedoppelten Bleche ist nicht immer sauber und erfordert Nachbehandlung. Wegen der geringen Dicke werden die Bleche beim Walzen sehr kalt und müssen geglüht werden. Da die Herstellung nur in kleinen Tafeln erfolgt, ist das Dekapieren der Bleche   umständlich   und kostspielig. 



   Diese Nachteile werden durch das nachstehend beschriebene Verfahren beseitigt, wobei das   K'lt-   
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 gemässe Verfahren zum Auswalzen von Bändern, Blechen,   ähnlichen   Querschnitten und Profilen auf geringste Dicken in kontinuierlich angeordneten   Walzgerüsten   mit zwischen denselben angeordneten Öfen, in denen das Walzgut während des Walzens auf-und abgerollt wird, ist dadurch gekennzeichnet, dass durch Umkehrung der Drehrichtung beim Abwickeln und durch Abziehen des Gutes auf der anderen 

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 Trommelseite eine Wendung des Gutes hervorgebracht wird, so dass die untere Seite vom vorhergehenden Walzvorgang beim folgenden Durchgang nach oben zu liegen kommt, so dass also das Walzgut   um   1800 gewendet in das nächste Gerüst eintritt.

   Wird während des Durehwalzens der Streifen gleichzeitig zu einem dichten Ring aufgerollt, so findet ein   Wärmeausgleich   statt, wodurch beim letzten Stich ein un- 
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   peratur   die Walze verlässt. 



   Beispielsweise Ausführungsformen von zur   Durchführung   des Verfahrens erforderlichen Ofen sind aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich. 



   Der Ofen nach Fig. 1 besteht aus einer sich drehenden, offenen Trommel, die aus den beiden Köpfen 0-0 und den Verbindungsstücken D besteht, durch welche die Köpfe starr miteinander ver-   bunden sind. Der Ofen hat an der Vorder- und Rückseite je eine Öffnung, von denen die mit A bezeichnete   als Ein- und Austrittsöffnung verwendet wird. Die Öffnung G soll nur als Austrittsöffnung verwendet werden. Im Innern des Ofens befinden sich die Klappen B und F, mit denen es möglich ist, die Öffnung je nach Bedarf zu   schliessen.   Die Beheizung erfolgt durch die Brenner E. Der Ofen kann je nach Bedarf ortsfest oder fahrbar ausgeführt werden. 



   Der aus der Walze kommende Streifen tritt durch die Öffnung   A   in den Ofen und nimmt seinen Weg zwischen zwei benachbarten Verbindungsstücken D der Trommel hindurch in das Innere des Ofens, wobei die Trommel in Drehung versetzt wird. Bei diesem Vorgang ist die Klappe B in horizontaler Lage und die Klappe F schliesst die Öffnung G. Nachdem das Aufwickeln des Streifens beendet, wird die Drehrichtung umgekehrt und der Streifen tritt dadurch aus dem Ofen wieder aus, u. zw. je nach Bedarf durch die Öffnung A oder G, wobei die Lage der Klappen entsprechend verändert wird.

   Beim Austritt durch die Öffnung   A   bleibt die Klappe B in horizontaler Lage und die Klappe F   schliesst   die Öffnung Gab. 
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Der Ofen nach Fig. 2 besteht aus zwei Vorherden R und H von beliebiger Länge, die den jeweiligen Verhältnissen angepasst werden muss und der eigentlichen Aufrollvorriehtung. In den beiden Vorherden sind die Brenner J untergebracht. Der Abzug der Wärme erfolgt durch die Aufrollvorrichtung hindurch nach dem Abzug K, der sowohl unter als auch über der Aufrollvorrichtung angeordnet sein kann.

   Die Aufrollvorrichtung besteht aus der   durchbrochenen   Trommel B, den beiden Druckrollen   0   und Ci und mehreren beiderseits angeordneten Leitrollen   E-E und D-D,   die von verschiedenen Durchmessern sein können und je nach Bedarf angetrieben werden oder lose mitlaufen können, dem GleitstÜck F und dem Abstreifer G. Der Abstreifer G ist so ausgeführt, dass er die beiden ersten Windungen ohne Auflage frei   durchlässt.   



   Der aus dem Walzwerk austretende Streifen tritt in der Pfeilrichtung durch die Öffnung über den Vorherd Bin die Aufrollvorrichtung ein und wird von der sich drehenden Trommel B und der Druckrolle 0 erfasst, über das   Gleitstück   F gebogen und mit Hilfe der beiderseits angeordneten Leitrollen   E-B   und D-D und der Druckrolle   Ci   zu einem dichten Ring aufgerollt, wobei sieh die Leit-und Druekrollen und das   Gleitstück   entsprechend der Dicke des aufgerollten Ringes abheben. Durch Umkehren der Drehrichtung nach beendetem Aufrollen kann der Streifen entweder durch die Öffnung bei A oder H austreten, je nachdem es die Arbeitsweise erfordert. Bei Austritt aus der Öffnung über den Herd A kann der Abstreifer G fortfallen. 



   Die Heizung der beschriebenen Ofentypen kann durch Öl, Gas, Kohle oder elektrischen Strom erfolgen. Die Anordnung der Brenner ist so gewählt, dass eine gleichmässige Temperatur gewährleistet wird. Der Abzug der Heizgase erfolgt bei ortsfester Ausführung durch einen Kamin und bei fahrbaren Öfen durch Hauben. 



   Durch vorliegende Erfindung ergeben sich folgende Vorteile : Eine Temperaturabnahme kann nicht mehr stattfinden, da das Walzgut während der Dauer des Walzprozesses sich nur zirka 3% der Walzdauer ausserhalb des Einflusses einer Wärmequelle befindet. Das Material bleibt weich und bildsam bis zum Schluss, wodurch jede gewünschte Dicke erreicht werden kann. Die   Durchführung   des Walzprozesses ist nicht mehr an eine bestimmte Walzlänge gebunden, die von der Dicke und der Temperatur abhängig ist. Dadurch betragen die Durchwalzkosten bei gleich dünnen Abmessungen nur einen Bruchteil derjenigen der bisherigen Verfahren. Es wird eine bessere Qualität des Erzeugnisses erzielt. 



  Durch das Aufrollen des Streifens zu einem dichten Ring gleichzeitig während des Walzens findet ein Wärmeausgleich statt, so dass die kälteren Partien des Streifens wärmer und die wärmeren kälter werden und gegen Ende des Prozesses, ganz gleich wie lang der Streifen ist, beim letzten Stich ein durchaus gleich- 
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 ist qualitativ von gleichmässiger Beschaffenheit und braucht bei weichem Material nicht geglüht zu werden. Die Oberfläche der Streifen ist glatt und von sauberer Beschaffenheit, weil nach jedem Durchgang der Streifen gewendet wird, wodurch das Dekapieren erleichtert und billiger wird. Bei ganz harten Stählen ist die Herstellung von dünnen Streifen beliebiger Länge, gegenüber den heutigen Verfahren, äusserst einfach und billig, und das Fertigprodukt qualitativ von guter Beschaffenheit.

   Was hier mit wenigen   Stichen erreicht wird, ist bei den bisherigen Verfahren nur unter Anwendung von vielen bis 100 Stichen erst möglich.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Auswalzen von Bändern, Blechen u. dgl. auf geringe Dicken in kontinuierlich angeordneten Walzgerüste mit zwischen denselben angeordneten Öfen, in denen das Walzgut während des Walzens auf-und abgerollt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das aufgewickelte Walzgut unter Umkehrung der Drehrichtung beim Abwickeln aus dem Ofen um 1800 gewendet wird und so in das nächste Gerüst eintritt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch gleichzeitiges Aufrollen des Streifens während des Durchwalzens zu einem dichten Ring ein Wärmeausgleich stattfindet, so dass beim letzten Stich ein unabhängig von der Länge des Streifens gleichmässig warmes Walzgut mit einer genau einstellbaren Temperatur die Walze verlässt.
    3. Ofen zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ofen eine offene Trommel (0), bestehend aus den beiden mit feuerfester Masse ausgekleideten Köpfen und den Armen bzw. Verbindungsstücken (D), welche die beiden Köpfe zusammenhalten und ein starres System bilden, und zwei durch Klappen (B, F) verschliessbare Öffnungen (A, G) besitzt, so dass das aus der Walze durch die Öffnung (A) zwischen zwei benachbarten Verbindungsstücken (D) hindurchgehende Band oder Blech durch Drehen der Trommel aufgerollt wird, währenddessen die andere EMI3.1 bogen und mit Hilfe der seitlichen Leitrollen (E, D) zu einem Ring dicht aufgerollt und unter Umkehren der Drehvorrichtung über den Abstreifer (G) und den Herd (H)
    zwecks Weiterwalzen aus dem Ofen herausbefördert wird. EMI3.2
AT134229D 1929-11-27 1930-08-29 Verfahren zum Auswalzen von Bändern, Blechen u. dgl. auf geringste Dicken in kontinuierlich angeordneten Walzgerüsten mit dazwischen liegenden Öfen. AT134229B (de)

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