AT134022B - Opak-Illuminator für das Mikroskop. - Google Patents

Opak-Illuminator für das Mikroskop.

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AT134022B
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  Opak-Illuminator für das Mikroskop. 



   Die Diagnostik der Anisotropieeffekte   doppeltbreehender.   undurchsichtiger Medien zwischen gekreuzten Nicols im Auflicht ist   ausserordentlich schwierig. Die Erscheinungen   sind auf der Grundlage der bisher bestehenden Theorie weder recht deutbar, ja oft durch verschiedene Beobachter nicht einmal reproduzierbar (vgl. hiezu H. Sehneiderhöhn und P. Ramdohr. Lehrbuch der Erzmikroskopie, Berlin 1931, Band 2, S. 7). Wie unsere näheren Untersuchungen gezeigt haben, liegt der Grund dafür in einer Unvollkommenheit der reflektierenden Bestandteile des Opak-Illuminators. In der Regel verwendet man dafür aus   Intensitätsrunden   ein totalreflektierendes Prisma.

   Sitzt der Polarisator im Strahlengang vor diesem Prisma, so ist der Polarisationszustand im Gesichtsfeld des Mikroskops nicht mehr homogen linear, sondern erfährt durch die Totalreflexion im Prisma des Opak-Illuminators Veränderungen zweierlei Art : Es resultieren aus der   ursprünglich homogenen   linearen Polarisation des Polarisators azimutale Veränderungen des Polarisationszustandes und   Umwandlungen   der linearen Polarisation in elliptische.

   Die Fig. 1 und 2 lassen diesen Effekt (berechnet für ein totalreilektierendes Prisma vom   Berechungsindex 1'6) deutlich   erkennen : während bei homogen linearer Polarisation alle Polarisationsriehtungen im Gesichtsfeld des Mikroskops, dessen Bereich in der Figur allgeitig zu 60 angenommen ist, parallel zu der mit Null bezeichneten Geraden liegen sollte, treten, wie aus der Fig. 1 ersichtlich, im   Gesichtsfeld auf beiden Seiten azimutale Abweichungen bis über-l   auf. Aber nicht das allein.   Ausserdem wird die lineare Polarisation in elliptische umgewandelt und diese Elliptizität beträgt, wie aus der Fig. 2 ersichtlich, in gewissen Teilen des Gesichtsfeldes fast   wobei   die Elliptizität so definiert ist, dass ihre trigonometrische Tangente gleich dem Achsenverhältnis der Ellipsen gesetzt ist.

   Diese Erscheinungen bewirken, dass man, abgesehen von der mit Null bezeichneten Geraden, in allen andern Teilen des Gesichtsfeldes falsche Anisotropieeffekte beobachtet. Wenn überdies der Polarisator mit seiner   Sehwingungs-   richtung nicht genau parallel oder senkrecht zur Symmetrieebene des Opak-Illuminators steht, verschiebt sich die Gerade, längs deren die Anisotropieeffekte allein richtig wiedergegeben werden, seitlich im Gesichtsfeld, so dass die Diagnostik ganz unkontrollierbar wird. 



   Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass man diese Fehler merklich mildern kann, wenn man statt eines totalreflektierenden Prismas einen Metallspiegel verwendet. Die Fig. 3 und 4 zeigen die ent-   sprechenden Verhältnisse für   einen unbelegten massiven Silberspiegel. Man erkennt durch Vergleich mit den Fig. 1 und 2, dass die azimutalen Veränderungen ganz erheblich kleiner geworden sind, die elliptischen Veränderungen dagegen nur wenig kleiner geworden sind. Wie unsere Untersuchungen gezeigt haben, sind es aber gerade die elliptischen Veränderungen des Polarisationszustandes, welche die Anisotropieeffekte ausserordentlich stark fälschen. Das Ersetzen eines totalreflektierenden Prismas durch 
 EMI1.1 
 nehr wenig oder gar nicht stören.

   Dieser Effekt wird erreicht, wenn man eine metallische Reflexion nit zwei   Lichtbrechungen   unter grossem Einfallswinkel kombiniert. Als optisches Element, welches lieser Bedingung genügt, ergibt sich theoretisch als einfachstes eine planparallele Platte, deren Rückeite metallisch verspiegelt ist (Fig. 5). Die Brechung beim Eintritt des Lichtes in die Glasplatte, hierauf 
 EMI1.2 
 

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 metalles eine sehr weitgehende Kompensation der Fehler bewirken.

   Praktisch ist aber eine solche Einrichtung unbrauchbar, da die Reflexion an der   Vorderfläche   der Glasplatte und die wiederholten inneren Reflexionen in der Glasplatte zu störenden Reflexen im Gesichtsfeld Anlass geben, namentlich dann, wenn, wie zumeist üblich, noch eine vor dem'Prisma befindliche Irisblende im Gesichtsfeld abgebildet 
 EMI2.1 
 Kombination von Brechung und Reflexion, wenn man statt der Glasplatte einen Glaskeil   J   verwendet, dessen Keilwinkel mindestens   10 beträgt,   aber höchstens so gross ist, dass die Lichtstrahlen, welche durch die Vorderfläche F in den Keil eindringen und an der metallisch   verspicgelten Hinterfläche F2 reflektiert   werden, wieder aus der   Vorderfläche   F nahezu senkrecht zur ursprünglichen Richtung austreten (Fig.

     6).   



  In den Fig. 7 und 8 sind die verbleibenden azimutalen und elliptischen Veränderungen für einen solchen Glaskeil von l Keilwinkel und für Glas von dem Breehungsindex   l'a   bei Versilberung der   RÜckfläche   dargestellt. Man sieht, dass die elliptischen Veränderungen, auf die es im wesentlichen   ankommt, ganz   erheblich gemindert sind. 



   Statt des Glaskörpers von der beschriebenen Form kann man   natürlich   ebensogut einen Keil aus irgendeinem andern durchsichtigen isotropen oder anisotropen, aber dann in passender Orientierung geschnittenen Medium nehmen. 



   Ein noch höherer Grad der Kompensation der azimutalen elliptischen Veränderungen des Polarisationszustandes ist erreichbar, wenn man die rechtwinklige Ablenkung der Lichtstrahlen nicht durch eine Reflexion, sondern durch zwei Spiegelungen erfolgen lässt, von denen die eine eine Totalreflexion, die andere eine metallische Reflexion sein muss. Fig. 9 zeigt einen solchen Glaskörper G, der bei T Total- 
 EMI2.2 
 ob die Totalreflexion oder die metallische Reflexion an erster Stelle steht, und je nachdem, aus welcher Glasart das Prisma hergestellt ist und welches Metall zur Verspiegelung benutzt ist, andere. Mit einem solchen Glaskörper ist eine vollständige Beseitigung der azimutalen und elliptischen Veränderungen möglich.

   Will man sieh die Arbeit bei der Berechnung eines solchen Prismas erleichtern, so wählt man die Bedingungen so, dass das Prisma nur eine Kompensation der elliptischen Veränderungen erzeugt, und beseitigt die noch restierenden azimutalen   Veränderungen     nachträglieh   durch   Lichtbrechungen   unter grösserem Einfallswinkel. Fig. 10 zeigt eine solche Anordnung, bei der das Prisma G 1 nur die elliptischen Veränderungen kompensiert und zur Kompensation auch der azimutalen   Veränderungen   sich vor dem Prisma eine   schräg geneigte   Glasplatte Pl befindet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Opak-Illuminator für das Mikroskop, dadurch gekennzeichnet, dass das reflektierende Element 
 EMI2.3 
 höchstens so gross ist, dass die Lichtstrahlen, welche durch die Vorderfläche   (fil)   in den Keil eindringen und an der metallisch verspiegelten   Hinterfläche   (F2) reflektiert werden, wieder aus der Vorder-   fläche   nahezu senkrecht zur ursprünglichen Richtung austreten.

Claims (1)

  1. 2. Opak-Illuminator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die rechtwinklige oder nahezu rechtwinklige Ablenkung der Lichtstrahlen durch zwei aufeinanderfolgende Spiegelungen erfolgt, von denen die eine durch Totalreflexion, die andere durch eine metallische Reflexion bewirkt wird.
    3. Opak-Illuminator nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor oder hinter den beiden Reflexionen eine oder mehrere Lichtbrechungen unter grösserem Einfallswinkel eingeschaltet sind.
AT134022D 1932-01-29 1932-08-29 Opak-Illuminator für das Mikroskop. AT134022B (de)

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