AT133129B - Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Schwermetallen. - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Schwermetallen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von   Schwermetallen,   
Es ist bekannt, dass jedes   elektrolytiseh   abgeschiedene Metall bei seiner Abscheidung Wasserstoff aufnimmt, nur die Mengen des aufgenommenen Wasserstoffs variieren, und es ist weiter sicher, dass der Wasserstoff teils chemisch gebunden, teils mechanisch eingeschlossen in dem abgeschiedenen Metall vorhanden ist. Je nach der Art der Bindung des Wasserstoffs und nach der Menge des aufgenommenen Wasserstoffs ändert sich die kristalline Struktur des Niederschlages, der dann wiederum verschiedene 
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 metall, der Streuung des Niederschlages, der mehr oder weniger dichten Beschaffenheit usw. 



   Bei der Abscheidung von Metallen auf elektrolytisehem Wege hat man bisher durch Einhaltung passender Säurekonzentrationen oder durch Verwendung geeigneter Reagenzien danach getrachtet, die Abscheidung von Oxyden, basischen Salzen usw. an der Kathode zu vermeiden, was auch verständlich ist, da diese oxydischen   Abscheidungen   im allgemeinen sich als Ausblühungen, Deckschichten usw. sehr nachteilig für die Eigenschaften und das Aussehen der Niederschläge erweisen.

   Man kann aber Niederschläge mit sehr wertvollen Eigenschaften erhalten, wenn man durch geeignete Badzusammensetzungen und Führung des Niederschlagsprozesses dafür Sorge trägt, dass das an der Kathode niedergeschlagene Metall Sauerstoff enthaltende Verbindungen oder Verbindungen von Metallen mit beliebigen Nichtmetallen, wie Subhalogenide, Sulfide desselben oder eines andern Metalls in homogener oder heterogener Phase, gebunden enthält. Die auf diese Weise erhaltenen Metallniederschläge zeichnen sich durch wertvolle Eigenschaften aus. Je nach der Führung des Abscheidungsprozesses hat man es in der Hand,   Niederschläge   von matter bis   hochglänzender   Oberfläche zu erhalten.

   Die matten Niederschläge lassen sich äusserst leicht auf Hochglanz polieren und besitzen dann wie auch die glänzend abgeschiedenen Niederschläge eine äusserst glatte und dichte   Oberfläche.   



   Sie sind auch gegen korrodierende Einflüsse bedeutend beständiger, was sieh z. B. bei auf diese Weise erhaltene Nickelniederschläge in der Weise bemerkbar macht, dass die hochglänzenden Niederschläge ungleich viel länger   als gewöhnliche Niekelniederschläge   ihren Glanz an der Luft beibehalten oder auch die von der   Benützung   entstehenden   Fingerabdrücke   durch leichtes Abwischen mit einem Lappen zu entfernen erlauben. 



   Zur   Illustrierung   des Vorstehenden dienen folgende Angaben. Wenn man aus einer reinen sulfosauren Nickellösung Nickel abscheidet, so bekommt man in der Regel einen schwarzen Niederschlag 
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 Oxyden nicht aufzuheben. Dasselbe trifft   zu.   wenn man beispielsweise aus reiner   phenolsulfosaurer   Bleilösung Blei abscheidet. Der Niederschlag ist infolge   beigemischter   Oxyde immer dunkel. 



   Gibt man nun zu solchen sulfosauren Lösungen anorganische Salze, so beginnen die Niederschläge sieh aufzuhellen, sie werden fester, zusammenhängender, und mit steigendem Zusatz erhält man auch bei hohen Stromdichten dichte und feste Niederschläge. Je mehr man nun das Verhältnis von sulfosaurem Salz und anorganischem Salz zugunsten des letzteren verändert, ändert sich auch die Natur des Niederschlages, und man erhält im Optimum schliesslich glänzende   Niederschläge,   die das Aussehen hochglanzpolierter Niederschläge zeigen. Dieses Verhalten hat zu der Auffassung geführt, dass der Mechanismus der elektrolytischen   Metallfällung nicht   so verläuft, wie er gemeinhin in den   Lehrbilehern   dargestellt ist. 



   Durch   röntgenographische   Untersuchungen ist festgestellt worden, dass die Erzeugung glänzender Niederschläge nicht an die Korngrösse des niedergeschlagenen Metalls allein gebunden ist, sondern dass 

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 beeinflusst werden kann, im Gegensatz zu den allgemein herrschenden Anschauungen, die lediglich die Korngrösse des Metallniederschlages für den Glanz verantwortlich machen. 



   Je nach der Menge der eingesehlossenen Verbindung ist es sogar möglich, die Natur des niedergeschlagenen Metalls hinsichtlich seiner chemischen Widerstandsfähigkeit und seines äusseren Aussehens zu beeinflussen. 



   Als Anwendungsbeispiele für die Zusammensetzung der Bäder haben sich folgende   Badzusammen-   setzungen als sehr günstig erwiesen : 
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 20   g Jodsilber,   10 g Salzsäure, Jodgehalt im Silber   0'8%.   



   Für Kupfer auf ein Liter Wasser bei einer Stromdichte von 300 Ampere :   600 g Bromammon,   40 g   Jodkupfer,   10 g Salzsäure, Jodgehalt im Kupfer 1'5%. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Sehwermetallen, dadurch   gekennzeichnet,   dass 
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Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Verbindungen von Metallen mit beliebigen Nichtmetallen wie Subhalogenide,-sulfide usw. des gleichen oder eines andern Metalls mit dem niederzuschlagenden Metall zusammen abgeschieden werden.
AT133129D 1930-06-25 1930-06-25 Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Schwermetallen. AT133129B (de)

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