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Hubzylinder für Wagenheber.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Hubzylinder fur Wagenheber mit in einem Zylinder gleitenden Kolben, bzw. einen Teleskopwagenheber mit Rückholfeder. bei dem die Bewegung eines oder mehrerer durch ein Druckmittel betätigter Kolben oder Teleskoprohre beim Höchsthub begrenzt ist und der durch eine nicht netzende Flüssigkeit betrieben wird. Erfindungsgemäss kennzeichnet sich der Hubzylinder durch die gemeinsame Anordnung einer selbstschmierenden Packung in dem als Kolbenführung mit langem Führungsteil ausgebildeten Kolbenendkopf, einer langen Führungsbüchse am Fuss des Heherteils, die zugleich den Anschlag für den Kolbenkopf bildet und nur einer einzigen Rückholfeder, die nahe an der Zylinderwand mil Abstand von dieser liegt.
Die Verwendung einer konstanten, nicht netzenden und die Wirkung der Rückholfeder nicht beeinträchtigenden Flüssigkeit, z. B. von Glyzerin oder Glykolderivaten, bewirkt eine reibende bzw. radierende Wirkung der Dichtungsmanschette, die durch eine ihr voraufgehende oder folgende Schmierpackung des Kolbenkopfes aufgehoben wird. Diese sanfte Schmierung des Zylinders, in dem der Kolben gleitet, kann durch eine Packung von dauernder Wirkung erzielt werden ; man kann aber auch eine mit konsistentem Fett arbeitende, an sich bekannte Federschmierung wie Stauferbüchsen u. dgl. verwenden, wobei alsdann entsprechend angeordnete Schmierkanäle in der Zylinderwand oder im Kolben vorgesehen werden und die Schmierung auch im Zylinder angeordnet sein kann.
Der Kolbenkopf ist als langer Führungsteil ausgebildet und legt sich, wenn der Kolben ganz ausgezogen ist. gegen eine in den Fuss des Zylinders eingesetzte Büchse. Hiedurch wird einerseits der Hub begrenzt, anderseits ein sicheres Stehen des ausgezogenen Hubzylinders ermöglicht.
Die Rückholfeder hat annähernd den Durchmesser der lichten Weite des Zylinders und befindet sich entweder im Innern des Kolbenrohres. wenn der Zylinder inwandig ist. oder, bei dessen doppelwandiger Ausbildung, zwischen den beiden Wänden.
Um die glatte Anlage und unter Umständen eine die gegebene Formhaltung der Manschette verhindernde Luft-oder Flüssigkeitsmenge zwischen Kolbendeckel und Manschette ungehindert ableiten zu können, kann in dem Kolbendeckel und im Zylinderrohr je eine kleine Öffnung vorgesehen werden, die der Luft oder Flüssigkeit das Entweichen ins Freie ermöglicht.
Die obere Dichtung des völlig offenen Kolbenkopfes hat eine mittlere Öffnung und wird durch einen besonderen Pressring auch dann scharf gegen die Zylinderwandung gedrückt, wenn der Kolben entlastet ist, wobei in dem Pressring vorgesehene Löclier oder Kanäle den Druck bis zur inneren Kante des Dichtungsringes leiten können.
Die Manschette kann auch direkt auf den Kolben aufvulkanisiert werden, wodurch besondere Vorrichtungen zu ihrem Festhalten entbehrlich werden.
Diese Einrichtung hat gegenüber solchen Vorrichtungen. bei denen die Hubbegrenzung durch Ablassen des Überdruckes an einer geeigneten Stelle oder durch ein nicht genau an eine feste Endstellung gebundenes Begrenzungsmittel bewirkt wird, wesentliche Vorteile. weil die Hubbegrenzung gleichzeitig den ineinandergleitenden und aneinanderliegenden Teilen und
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somit dem ganzen Heber einen festen Halt gibt, besonders wenn die Büchse oder Hülse lang genug ist. Es ist ferner möglich, den Druck für die gesamte Hubeinrichtung eines Wagenhebers wesentlich herabzusetzen, da der Kolben bei gleichem Durchmesser gegenüber den älteren Einrichtungen eine grössere Druckfläche erhält, wobei durch die sichere Dichtung keine Druckverluste entstehen.
Bei einer im Innenraum des Kolbens liegenden Feder kann man gegenüber den älteren Einrichtungen einen verhältnismässig geringen äusseren Durchmesser des Zylinders beibehalten. ohne dabei den Druckraum im Innern des Kolbens zu verringern. da er genügend gross ist. Hiezu kommt ferner, dass es möglich ist, die Rückholfeder wesentlich leichter zu machen, die Materialstärken kleiner zu wählen und somit das Gesamtgewicht der vollständigen Einrichtung erheblich herabzusetzen, so dass neben der Material-und Gewichtsersparnis (letztere beträgt für die vier erforderlichen Hubzylinder etwa 12 Zy) auch eine Herabsetzung der Arbeitszeit und Lohngelder erzielt wird.
Die nach der neuen Anordnung hergestellten Hubzylinder lassen sich mit der gleichen Sicherheit wie für kleine Lasten durch geringe Vergrösserung der Dimensionen der Einzelteile für sehr grosse Hube und grosse Lasten verwenden, ohne dass man gezwungen ist, bei grossen Lasten zu grösseren Drucken zu greifen.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch einen Hubzylinder mit Doppelmantel, äusserer Feder und voller Manschette (Kolben eingeschoben). Fig. 2 ist ein Teilschnitt der Fig. 1 (Kolben ausgeschoben). Fig. 3 ist ein Schnitt gleich Fig. 1 mit Schmierpackung im Kolben. Fig. 4 ist ein Teilschnitt nach Fig. 3 (Kolben in Zwischenstellung). Fig. 5 ist ein Schnitt gleich Fig. 1. mit Innenfeder und durchbrochener Manschette und Fig. 6 ist ein Schnitt gleich Fig. 4.
Beim Hubzylinder nach Fig. 1 und 2 gleitet das Kolbenrohr 3, dessen unteres Ende in
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ein Anschlussstück 15 trägt, welches die Zuleitung für das Druckmittel bildet. Das Ganze wird von einem Mantelrohr 1 umschlossen, das in der Ruhestellung auf dem Fuss, 3 ruht. In dem verbleibenden Ringraum zwischen dem Mantelrohr 1 und dem Zylinder 4 ist die Rückzug- feder 6 untergebracht. Der Kolben 3 des Heberteils ist oben durch eine Kappe 7 abgeschlossen. die mit ihrem auskragenden Bund 7t gegen die Innenwand des Zylinders 4 anliegt und den schmalen Ringraum 9 zwischen dem Zylinder 4 und dem Kolbenrohr 3 abschliesst.
Eine end- gültige Dichtung des Ringraumes 9 wird durch die Dichtungsmanschette 8 erzielt, deren ränder durch das Druckmittel fest gegen die Innenränder des Rohres 4 gepresst werden, so dass auf diese Weise eine unmittelbare Dichtung der gleitenden Teile des Teleskopkolbens bzw. der Teleskopkolben, wenn es sich um eine mehrfache Kolbeneinrichtung handelt, erzwungen wird. Am Fussteil des Zwischenzylinders 4 ist eine Büchse 10 vorgesehen, die aus geeignetem Material besteht und den festen Abschluss des Zylinders 4 gegen den Kolben 13 nach untenhin bildet.
Die Oberfläche 11 der Büchse 10 legt sich bei der Hochststellung des Kolbens (Fig. 2) gegen die Unterfläche 7'des auskragenden Bundes der Kappe 7. Selbstverständlich kann bei andersartiger Anordnung des Kolbens bzw. der Kolben und der zugehörigen Gleitmittel, z. B. wenn der Kolben innen in einer der Hülsen gleitet, die Anordnung der Begrenzungsbüchse 10 umgekehrt oder für die jeweilige Konstruktion zweckentsprechend getroffen werden.
Bei dem Beispiel der Fig. 3 und 4 ist das Kolbenrohr 3 unten in dem Fuss 2 eingebettet und am oberen Ende ist der Kolbendeckel 7 befestigt bzw. eingeschraubt. Oberhalb der Kolbendecke 7"befindet sich die lose aufruhende Dichtungsmanschette 8. die beim Arbeiten des Hebers unter dem Flüssigkeitsdruck auf die Kolbendecke 7"und mit den Rändern gegen die Innenwandung des Innenzylinders 4 angepresst wird.
In einer Schulter 19 des Kolbendeckels 7 ist eine ringförmige Dauerschmierpackung 18 untergebracht, die neben dem metallisch dicht gehenden Kolbenteil und der elastischen Manschette 8 weiterhin gegen die Zylinderinnenwand 4 abdichtet, wobei sie anderseits die letztere sanft einfettet, bevor die Dichtnngsmanschette 8 durch den Flüssigkeitsdruck im Zylinder abwärtsgleitet, so dass die reibende bzw. radierende Wirkung der Manschette 8 (insbesondere bei nichtgleitendem Material wie Gummi u. dgl.) aufgehoben und die Zylinderwandung geschmiert wird.
Auch die Wirkung der zwischen dem Innenzylinder 4 und dem Aussenzylinder j ! angeordneten Rückholfeder 9 wird bei Benutzung netzender oder schmierender Flüssigkeit nicht beeinträchtigt, wie dies sonst durch die starke Konsistenz der letzteren unter gewissen Umständen erheblich geschieht.
In der Decke 7" des Kolbendeckels 7 ist eine Öffnung 17 vorgesehen, durch die. wie die Fig. 4 erkennen lässt. etwaige sich zwischen der Kolbendecke 7"und der Manschette. befindliche Luft oder Flüssigkeit ins Kolbeninnere und von hier aus durch eine am Fusse des Kolbenrohres 3 angebrachte Öffnung 11'ins Freie entweichen kann, so dass ein glatter Sitz der Manschette 8 während des Arbeitens des Hebers bzw. bei der Montage gesichert ist.
Bei dem Ausführungbeispiel der Fig. 5 und 6 ist in dem Zylinderrohr 1 mit der dünnwandigen Führungshülse 10 am unteren Ende. das Kolbenrohr 9 so geführt, dass nur ein
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möglichst geringer Zwischenraum zwischen der Innenwandung des Aussenzylinders 1 und der Aussenwandung des Kolbenrohres 3 verbleibt. Letzteres ist am oberen Ende mit dem ebenfalls dünnwandigen Kolbenkopf 7 verschraubt, vernietet oder verschweisst. der statt der kleinen Öffnung 17 der Fig. 3 und 4 eine grosse Öffnung 17 besitzt, am Zylinderrohr 1 dicht anliegt, in diesem gut gleitet und dabei einen festen Halt hat.
Als Dichtung dienen die Manschette 8' und die Dauerschmierpackung 18, die die Wandung des Zylinders 1 innen fettet, wenn ein nichtfettendes flüssiges oder luftförmiges Druckmittel verwendet wird. Die Manschette 8'ist in Mitte durchbrochen und wird durch einen am Kolbenkopf 7" festen Pressring 8" in die zwischen dem oberen Kolbenkopf 7"und der Zylinderinnenwandung 1 gebildete Einsenkung gepresst, so dass sie auch bei sehr dünner Wandstärke gut dichtet und der lichte Durchmesser des hülsenförmigen Kolbenkopfes 7 sehr gross gehalten werden kann.
Öffnungen 8'in dem Pressring 8" gestatten dem Druckmittel den unmittelbaren Zutritt zu dem nach oben gedrückten inneren Rand der Dichtungsmanschette 8', so dass diese bei arbeitendem Hubzylinder noch besonders in ihr Lager gedrückt und jede Verlagerung vermieden wird. Die Löcher 8'" dienen, wenn der Pressring 8" aufgeschraubt wird, gleichzeitig als Schlüsselöffnungen. Im Zylinderdeckel 5'ist bei 20 mittels Zapfen 20' ein Federteller 19' befestigt, in den die Rückholfeder 6' für den Kolben mit mehreren Gängen in an sich bekannter Weise eingezogen und somit im Zylinder 1 festgelagert ist.
Das andere Ende der Feder 6'ist in einen weiteren Federteller 13 ebenfalls mit mehreren Gängen eingezogen, der durch eine Schraube 14 mit der unteren Kolbenkappe 12 verschraubt ist, in der der Fuss 2 sitzt. Die Einführung des Druckmittels erfolgt vom Zylinderdeckel 5'aus durch den Stutzen 15, dessen Bohrung bei 16 über dem Kolben-
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das Druckmittel in den Zylinder 1 und damit in das Innere des Kolbens 3 eintritt, wird der Kolben 3, entgegen der Wirkung der Feder 6'. in Richtung des Pfeiles 17" (Fig. 5) aus dem Zylinderrohr 1 herausgedrückt, bis der Kolbenfuss, 2 auf dem Boden aufruht (Fig.
6), worauf dann bei weiterem Druck der Zylinder 1 mit dem Wagen angehoben wird, bis der Kolbenkopf 7 an die Fläche j ! j ! der Hülse 10 anschlägt. Bei Druckentlastung senkt sich alsdann zunächst der Wagen mit dem Zylinder 1, und die Feder 6'holt den Kolben 3 wieder in seine Ruhestellung (Fig. 5) zurück.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hubzylinder für Wagenheber, der durch eine nichtneizende Flüssigkeit betätigt wird,
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kopf, der als Kolbenendführung mit langem Führungsteil ausgebildet ist, einer langen Führungsbüchse am Fuss des Heberteils, die zugleich den Anschlag für den Kolbenkopf bildet, und einer einzigen Rückholfeder, die nahe an der Zylinderwand mit Abstand von dieser liegt.