AT132179B - Elektrische Entladungsröhre und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre und Verfahren zu deren Herstellung.

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AT132179B
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  Elektrische Entladungsröhre und Verfahren zu deren Herstellung. 



   Die Erfindung betrifft elektrische Entladungsröhren, wie Entladungsröhren zum Empfang oder zur Verstärkung elektrischer Schwingungen, Gleichrichter-, Glimmlichtröhren od. dgl., und bezweckt insbesondere die Abmessungen der   Entladungsröhren   zu verkleinern. 



   Die Elektroden elektrischer Entladungsröhren stehen durch Poldrähte mit der Aussenwelt in
Verbindung. Der Teil, der zur luftdichten Durchführung dieser Drähte durch die Wand dient, wird Fuss genannt. Dieser Fuss besteht gewöhnlich aus einem hohlen Glaskörper, der mittels eines Flansches an die Röhrenwand angeschmolzen ist und in das Innere der Entladungsröhre ragt. Dieser Körper ist am Ende zusammengequetscht und   zugesehmolzen   und in der so entstandenen Quetschstelle sind Poldrähte und Elektrodenstützen befestigt. 



   Die Erfindung betrifft elektrische Entladungsröhren, die nicht in der gebräuchlichen Weise durch einen einwärts ragenden   gläsernen   Fuss abgeschlossen sind. Die Entladungsröhre gemäss der Erfindung weist vielmehr einen metallenen scheibenförmigen Fuss auf, der an die Röhrenwand angeschmolzen ist und die Elektroden der Entladungsröhre trägt. Dieser Fuss besteht aus einem Material mit für diesen Zweck geeignetem Ausdehnungskoeffizienten, z. B. aus Chromeisen. Das Anschmelzen kann vorzugsweise mit Hilfe eines hochfrequenten magnetischen Wechselfeldes erfolgen. Dieses Feld induziert dabei im scheibenförmigen Fuss Ströme, die das Glas der Wand der Entladungsröhre und den metallenen Fuss auf hohe Temperatur erhitzen. 



   Am metallenen Röhrenfuss können auch   Anschlussorgane zur   Befestigung der Röhre in einer Fassung oder zur elektrischen Verbindung, wie Kontaktstifte, Schrauben, Federn usw., vorgesehen sein. 



   Bei solcher Bauart ist also der gebräuchliche, durch Kitt an der Glaswand befestigte Sockel, an dem diese Organe sonst angebracht sind, gar nicht vorhanden. 



   Wenn nun bereits dadurch eine erhebliche Raumersparnis erzielt wird, so wird die Bauart noch zweckmässiger, wenn eine oder mehrere der Elektroden der Röhre unmittelbar an den im metallenen Fuss angeordneten Anschlussorganen befestigt sind. 



   Alsdann fallen nicht nur der Sockel, sondern auch   die Zuführungsdrähte,   die sich von einer Elektrode zu dem Fuss und von letzterem zu den Anschlussorganen am Sockel erstrecken, sowie die in das Glas eingeschmolzenen   Platin-oder Manteldrähte   weg. 
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 leitender Verbindung stehen. Enthält die Röhre ein Schirmgitter, so kann dieses vorteilhaft mit dem metallenen Fuss elektrisch verbunden werden. Es wird dadurch die Herstellung der Entladungsröhre vereinfacht, während eine dauerhafte Anordnung des Schirmgitters erzielt wird und der metallene scheibenartige Fuss zugleich einen Teil des Schirmgitters bildet. 



   Eine bevorzugte   Ausführungsform   einer Entladungsröhre gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass   der metallguss   ganz oder teilweise mit Glas   iiberzogen   ist. Ein Vorteil dieses Verfahrens ist nicht nur, dass es zum Isolieren von Zuführungsleitern sehr zweckmässig ist, sondern überdies, dass 
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   Durch die Erfindung wird eine grosse Raumersparnis erzielt, denn infolge des Fehlens eines einwärts ragenden Fusses der gebräuchlichen Art, der einen grossen Teil des Röhrenvolumens beansprucht, kann die Entladungsröhre kürzer werden. Eine weitere Raumersparnis wird erzielt, wenn der Sockel, mit dem eine Entladungsröhre in der Regel versehen ist, und der Fuss dadurch zu einem einzigen Organ vereinigt sind, dass die   Anschlussorgane   am Fusse vorgesehen werden. Da dieses einzige Organ einfach dem Verlauf der Röhrenwand folgt, ohne dass dabei vorragende oder einspringende Teile erforderlich sind, können die Abmessungen der Röhre auf ein Minimum   beschränkt   werden.

   Die Gesamtgrösse der Röhre beträgt nur wenig mehr als der Umfang des Elektrodensystems, so dass es möglich wird, Ent-   ladungsröhren   mit drei oder mehr Elektroden zum Empfang oder zur Verstärkung elektrischer Schwingungen herzustellen, deren gesamte Höhe nur einige Zentimeter beträgt. 



   Die Erfindung kann auf eine Verbindung mehrerer Röhren ausgedehnt werden, die einen gemeinsamen Fuss aufweisen. Auch ist es möglich, eine Röhre mit mehreren Elektrodensystemen mit einem metallenen Fuss zu versehen, der sich als ein Teil der Wand längs der verschiedenen Elektrodensysteme erstreckt und durch den die verschiedenen   Zuführungsleiter   der Elektroden nach aussen geführt sind. 



  Eine solche Röhre erhält in diesem Fall die Gestalt einer Glasglocke mit   angeschmolzenem Metallboden.   



  Die verschiedenen Elektrodensysteme können erforderlichenfalls durch   Zwischenwände   voneinander getrennt sein. 



   Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der Fig. 1 und 2 Schnitte einer beispielsweisen Ausführungsform einer   Verstärkerröhre   mit vier Elektroden darstellen, während Fig. 3 eine solche Röhre in der bisher gebräuchlichen   Ausführung   veranschaulicht. Fig. 4 zeigt eine andere beispielsweise   Ausführungsform,   Fig. 5 ist das Schaubild einer Röhre gemäss der Erfindung mit mehreren Elektrodensystemen. 



   Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Röhre besitzt eine gläserne   Aussenwand   1, innerhalb deren sich die Elektroden, u. zw. eine Glühkathode 2, ein Steuergitter 3, ein Hilfsgitter 4 und eine letzteres um- 
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 und 8 eingesetzt sind. Die Glühkathode ist unten an Drähten, die in das   Glasstäbchen S eingesehmolzen   sind, und oben an einer Feder   9   befestigt, die am Glasstäbehen 7 befestigt ist. Die Röhre 1 ist am unteren Ende durch eine   Metallscheibe     jf     abgeschlossen,   die den Fuss der Röhre bildet. Sie ist am Rande an die Glaswand der Rühre angeschmolzen und weist Löcher zur Durchführung der Zuführlngsleiter auf.

   Am oberen Ende ist die Röhre durch eine   Metallkappe H abgeschlossen,   mit der das innere Gitter der Röhre leitend verbunden ist. 



   Die   Metallseheibe M   vertritt   nicht nur   den gebräuchlichen einwärts ragenden gläsernen Fuss, 
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Verbindung erzielt wird. Auf dein Boden der Fassung befinden sich mehrere Kontaktfedern   38,   die beim
Einbringen der Röhre in die Fassung mit den verschiedenen Stiften des Röhrenfusses in Berührung kommen. 



   Die Elektrodensysteme können auch in Form eines Dreiecks bzw. eines Vielecks angeordnet sein, so dass es möglich wird, einen   kreisförmigen   Fuss zu benutzen. Die Befestigung durch Anschmelzen der   Glasglocke   ist in diesem Fall etwas leichter. 



   Es wird auf diese Weise ein gedrungenes Ganzes erhalten, das sieh zur Herstellung sehr kleiner   Empfangs- oder Verstärkungsvorrichtungen vorziiglich   eignet, die z. B. in Hörinstrumenten für Taube 
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PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Elektrische Entladungsröhre, die mehrere Elektroden enthält, dadurch   gekennzeichnet,   dass sie mit einem metallenen, mit der Röhrenwand   verschmolzenen   scheibenförmigen Fuss versehen ist, auf dem die Elektroden der Röhre angeordnet sind.

Claims (1)

  1. 2. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Anschlussorgane der Röhre an dem metallenen Fuss vorgesehen sind.
    3. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Elektroden der Röhre unmittelbar an einem im Metallfuss isoliert angeordneten Anschlussorgan befestigt sind.
    4. Elektrische Entladungsröhre nach Anspiueh l. 3 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Schirmgitter enthält, das mit dem Metallfuss elektrisch leitend verbunden ist.
    5. Elektrische Entladungsrohre nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere Elektrodensysteme enthält, deren Zuführungsleiter durch einen metallenen Wandteil geführt sind, der sich längs der verschiedenen Elektrodensysteme erstreckt.
    6. Elektrische Entladungsröhre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Metallfuss ganz oder teilweise mit Glas überzogen ist.
    7. Verbindung von elektrischen Entladungsröhren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese Röhren einen gemeinsamen metallenen Fuss aufweisen.
    8. Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der metallene Fuss, bevor er angeschmolzen wird, auf der Röhrenseite mit einer Glasschicht überzogen EMI3.2 EMI3.3
AT132179D 1929-08-10 1930-07-07 Elektrische Entladungsröhre und Verfahren zu deren Herstellung. AT132179B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE761474C (de) * 1937-05-14 1953-02-16 Lorenz C Ag Abschlusskoerper fuer ein aus Glas oder Metall bestehendes Entladungsgefaess
DE763220C (de) * 1936-01-29 1953-07-20 Lorenz C Ag Verfahren zur Herstellung vakuumdichter Einschmelzungen von Stromzufuehrungen
DE905175C (de) * 1936-03-21 1954-02-25 Erich F Huth G M B H Dr Elektrisches Entladungsgefaess, insbesondere kleine Elektronenroehre mit Metallkolben, und Verfahren zu ihrer Herstellung

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DE905175C (de) * 1936-03-21 1954-02-25 Erich F Huth G M B H Dr Elektrisches Entladungsgefaess, insbesondere kleine Elektronenroehre mit Metallkolben, und Verfahren zu ihrer Herstellung
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