AT131013B - Unverwechselbarkeitssystem von Dose und Stecker. - Google Patents

Unverwechselbarkeitssystem von Dose und Stecker.

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AT131013B
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Inventor
Wilhelm Klement
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Siemens Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Unverweehselbarkeitssystem   von Dose und Stecker. 



     Mehrpolige Steckvorrichtungen   für grössere Stromstärken werden für verschiedenartige Anwendungszwecke benutzt und haben unter Umständen voneinander verschiedene Sonderbedingungen zu erfüllen. So werden z. B. die Vorrichtungen mit drei, vier oder noch mehr Polen ausgeführt, von denen einer ein Nulleiter oder Erdleiter sein kann. Ferner wird mitunter verlangt, dass die Steckvorrichtungen polunverwechselbar sind, während oft anderseits eine beliebige Verwechselbarkeit notwendig ist. Es gibt auch mehrpolige Steckvorrichtungen mit zusätzlichen Kontaktorganen, die zum Erden, Nullen oder   Schutzsehalten   dienen. 



   Die Konstruktion der vielpoligen Steckvorrichtungen war bisher stets dem zu erfüllenden Sonderzweck besonders angepasst. Die einzelnen Vorrichtungen unterschieden sich daher beträchtlich voneinander. Z. B. erfolgte die Übertragung einer Erdung oder Nullung entweder durch einen Steckerstift, der den stromführenden Stiften ähnlich ausgebildet war, oder es wurden dazu zusätzliche Kontaktorgane von anderer Ausbildung als die Steckerstifte benutzt. Bei polunverwechselbaren Steckvorrichtungen erreichte man die Unverwechselbarkeit entweder dadurch, dass man die Stecker gegeneinander versetzte oder indem man die Abstände zwischen den einzelnen Steckerstifte voneinander verschieden machte. 



  Mitunter wurden auch Sperrvorsprünge an dem einen und entsprechende Aussparungen an dem andern Kupplungsteil angewendet. Im allgemeinen waren ferner die Anordnung und der gegenseitige Abstand der Steckerstifte von Dreistift-Steckern anders als bei Steckern mit vier oder mit fünf Steckerstifte. 



  Ferner verwendete man sowohl Stifte mit flachem als auch mit rundem Querschnitt. 



   Durch die Erfindung wird ein System von   Steckvorrichtungen   geschaffen, das es ermöglicht, vielpolige Steckvorrichtungen so auszubilden, dass die für die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten bestimmten Vorrichtungen untereinander im wesentlichen gleich aufgebaut sind, so dass man die verschiedenen Sonderzwecke, eine   Polunverweehselbarkeit,   die Anwendung eines Schutzkontaktes u. dgL lediglich durch geringe Änderungen   durchführen   kann, die den Grundaufbau des Systems nicht berühren. 



   Nach der Erfindung sind sämtliche als messerförmige Flachstifte ausgebildeten Steckerstifte, also sowohl die zur Stromführung dienenden als auch diejenigen, die etwa zur Erdung, Nullung oder Schutzschaltung dienen, mit gleichem Querschnitt ausgebildet und in einer Geraden hintereinander in gleichem Abstand angeordnet. Dabei ist die Anordnung so getroffen, dass die Kontaktfläche sämtlicher Stecker und die Kontaktfläche der federnden Kontaktorgane der Dose senkrecht zur Verbindungslinie der Steckerstifte verlaufen. Sämtliche bei den bekannten Steekvorrichtungen angewandten Schutzkontaktorgane mit anderer Ausbildung als die Steckerstifte fallen demnach fort. Eine   Polunverweehsel-   barkeit oder eine Sperrung einer Steckdose gegen einen nur für Schutzkontaktdosen bestimmten Stecker wird durch von den Stiften gesonderte Organe erzielt, die z.

   B. in dem zur Aufnahme des Steckers bestimmten Kragen der Dose angeordnet sind. 



   Man kann in der Dose irgendeine Kontakthülse durch einen Steg mit einer andern Kontakthülse verbinden, die an die geerdete oder genullte Leitungsader angeschlossen wird. Wenn man diesen Steg fortlässt, so kann man sämtliche Stifte und Kontakthülsen zur Stromübertragung oder zum Anschluss an ein System mit besonderer Schutzleitung verwenden. In den verschiedenen Fällen ist die Ausbildung und Anordnung der Steckerstifte völlig gleich. Es ist lediglich das Unverwechselbarkeitsorgan des Dosenkragens anders ausgebildet oder angeordnet. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



    Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, die untereinander einheitlich zu einem System ausgebildet sind. Die Fig. 1 bis 3 zeigen eine Steckvorrichtung mit drei Stiften, die Fig. 4 bis 6 eine Vorrichtung mit vier und die übrigen eine Vorrichtung mit fünf Steckerstifte. 



  In sämtlichen Figuren ist 1 der Isolierkörper des Steckers, 2 sind die Steckerstifte, welche in die unter Spannung stehenden Steckerhülse eingreifen, und 3 ist ein Stift zur Übertragung des Schutzkontaktes, der den übrigen Stiften völlig gleicht. Die Steckerkörper 1 sind an jeder Seite mit einer Nut 4 versehen, in die das als Vorsprung ausgebildete Unverwechselbarkeitsorgan der Dose eingreift. 



  Die Steckdosen 5 sind in einem Schutzkragen 6 fortgesetzt, der die Steckeröffnungen überragt und den Stecker beim Einführen so aufnimmt, dass ein Berühren der Stifte unmöglich ist, wenn sie unter   
 EMI2.1 
 Vorsprünge 9 zur Erzielung der Unverwechselbarkeit. 



   Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen sind sämtliche Steckerstifte eines Steckers einander parallel so angeordnet, dass ihre   Kontaktflächen   senkrecht zu ihrer Verbindungslinie verlaufen. Die zugehörigen zweckmässig gabelförmig ausgebildeten und untereinander gleichen Kontakthülsen der Steckdose werden so angeordnet, dass ihre   Kontaktflächen   ebenfalls   senkrecht   zu ihrer Verbindungslinie liegen. Im Zusammenhang damit ist ferner der Schutzkragen 6 so ausgebildet, dass er den Stecker in Richtung seiner kleinen Achse mit so viel Spiel umgibt, dass man den Stecker in dieser Richtung hinund herkippen kann. 



   Diese Ausbildung erleichtert das Herausziehen des Steckers, das bei derartigen mehrpoligen Steckern 
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 machte. 



   Der Schutzkragen 6 begrenzt die Kippbewegungen des Steckers. Er stützt dabei den Stecker ab. 



  Infolgedessen kann der Kragen verhältnismässig niedriggehalten werden. 



   Man kann Steckvorrichtungen nach der Erfindung in besonders einfacher Weise zu einem System verschiedenpoliger Vorrichtungen ausbilden, das eine Verwechslung der. Stecker in bekannter Weise   ermöglicht,   aber die Verwechslungen dort ausschliesst, wo sie schädlich sein können. 



   So sind z. B. die in den Abbildungen dargestellten Stecker so eingerichtet, dass die wenigerpoligen Stecker ohne weiteres in den mehrpoligen Dosen verwendet werden können. Will man den vierpoligen Stecker nach den Fig. 4 bis 6 in der fünfpoligen Dose nach Fig. 9 verwenden, so ist das ohne weiteres möglich, da die Unverwechselbarkeitseinrichtungen   4   und 9 von Stecker und Dose bei   sämtlichen   Vorrichtungen der Zeichnung an einer entsprechenden Stelle sitzen. Der vierpolige Stecker erhält auch in der fünfpoligen Dose vorschriftsmässig seine Erdung, da bei sämtlichen dargestellten Steckdosen sich der Erdungssteeker an der dritten Stelle von rechts befindet. 



   Bei den dargestellten Steckvorrichtungen sind die Erdungsorgane in der Weise angeordnet, dass   die Steckerpole unverwechselbar   sind. Man kann sie jedoch nach Belieben auch so anbringen, dass die Stecker um   1800 gedreht.   in die Dose eingeführt werden können. Bei Vorrichtungen mit Schutzkontakt muss dann jedoch dafür gesorgt werden, dass der an die bewegliche Schutzleitung angeschlossene Steckerstift in jedem Falle in die geerdete oder genullte Steckerhülse der Dose eingreift. Das ist   gewöhnlich   nur bei-Vorrichtungen mit ungerader Anzahl der Stifte   möglich.   



   Die vielseitige   Anwendungsmöglichkeit   von Steckern nach der Erfindung sei z. B. an dem Stecker nach Fig. 4 bis 6 weiter erläutert. Man kann den Stecker mit vier Stiften nach Belieben für vierpolige Stecker, für dreipolige Stecker mit Schutzkontakt oder für zweipolige Stecker für besonders hohe Stromstärken verwenden, bei denen dann ja zwei Steckerstifte parallel geschaltet sind. In den verschiedenen Fällen ist es nur notwendig, ein anderes   Unverwechselbarkeitsorgan   vorzusehen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :-   l. Unverweohselbarkeitssystem   von Dose und Stecker, bei welchem Stecker mit geringerer Stiftzahl auch in Dosen grösserer   Büchsenzahl   nur in richtiger Stellung   eingeführt werden können, gekenn-   zeichnet durch die Kombination folgender an sich bekannter.

   Merkmale : sämtliche Steckerstifte und   Steckerhülsen,   u. zw. sowohl diejenigen, die zur   Stromführung,   als auch diejenigen, die etwa zur Erdung, Nullung und Schutzschaltung dienen, haben gleichen Querschnitt, sind in einer Geraden hintereinander   : m gleichen   Abstand in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet, dia Kontaktflächen sämtlicher Steckerstifte und die der federnden   Stecker hülsen   verlaufen senkrecht zur Verbindungslinie der Steckerstifte und die Unverwechselbarkeit der Stecker ist lediglich durch bestimmten Kontakten zugeordnete Organe bewirkt, die in dem zur Aufnahme des Steckers bestimmten Schutzkragen der Dose angeordnet sind.

Claims (1)

  1. 2. Steckvorriehtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzkragen der Dose Sen Stecker mit so viel Spiel umgibt, dass ein Hin-und Herkippen des Steckers senkrecht zur Ver- bindungslinie der Flachstifte möglich ist.
AT131013D 1931-03-12 1931-03-12 Unverwechselbarkeitssystem von Dose und Stecker. AT131013B (de)

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