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Optisches System für Einrichtungen zum Übertragen von Lichtsignalen auf Eisenbahnzüge.
Bei den Einrichtungen zur Übertragung vom Lichtsignalen auf Eisenbahnzüge hat man im allgemeinen eine grössere Anzahl lichtelektrischer Zellen auf einem Kreis angeordnet, um eine Mehrzahl verschiedener Zeichen übertragen zu können. Die Übertragung selbst geschieht bekanntlich mit Hilfe von Raumspiegeln, die ein auf sie fallendes Lichtbüschel in zwei Teilbüschel aufspalten, die etwas gegen die Achse des einfallenden Büschels und gegeneinander geneigt aus dem Spiegel austreten, so dass man bei Anordnung mehrerer Zellen durch Drehen der Spiegel um die Achse des einfallenden Büschel das zur Zeichenübertragung dienende Licht auf die eine oder die andere der Zellen richten kann. Je zwei
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auch elektrisch miteinander verbunden.
Es entstehen auf diese Weise zwei Gruppen von Zellen, von denen die eine Gruppe stets von dem einen und die andere stets von dem andern der beiden von den Raumspiegeln zurückgeworfenen Teillichtbüschel beeinflusst wird. Man kann die Einrichtung auch so treffen, dass sich
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der Teillichtbüsehel) nur eine der Gruppen. Für diese Einrichtungen hat man vorgeschlagen, alle Zellen einer Gruppe zu einer einzigen grossen Zelle zusammenzufassen, der man dabei die Form eines Halbringes
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lösen. Die Ringzellen haben jedoch den Nachteil, dass sie einmal nicht leicht herzustellen sind und dass sie ausserdem schlecht ausgenutzt werden, da jeweils nur ein verhältnismässig kleiner Teil der Zelle belichtet wird und sich ihr Widerstand infolgedessen nur verhältnismässig wenig ändert.
Nach der Erfindung lassen sich jedoch die Ringzellen vermeiden, ohne dass man wieder zu einer grösseren Zahl von Zellen übergehen müsste, wenn man die Einrichtung mit einem aus zwei nebeneinander- liegenden Teilen bestehenden Kondensorsystem ausstattet, von dem jeder Teil eines der von den Raum- spiegeln ausgehenden Teillichtbüschel aufnimmt und so gestaltet ist, dass er dieses Büschel so nach einem
Punkt der Kondensoraehse lenkt, dass die Achsenpnnkte der beiden Systemteil, nach denen die Büschel gelenkt werden, einen verhältnismässig grossen Abstand voneinander haben.
Dann kann man in jedem dieser Achsenpunkte wieder eine normale Zelle anordnen, da die Teillichtbüschel unbeselhadet der ver- schiedenen Stellungen der Raumspiegel stets nach diesen Punkten gesammelt werden.
Zweckmässigerweise schaltet man vor jeden der beiden Teile des Kondensorsystems eine ebene
Spiegelfläche, die die Richtung des nach dem betreffenden Systemteil zielenden Strahlenbüschels quer zur Einfallsriehtung der Strahlenbüschel ablenkt. Dadurch lässt sich eine völlig symmetrische Anordnung erzielen, bei der sich eine günstige Lage der Zellen gegenüber den sie beeinflussenden Lichtbüscheln ergibt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines der Erfindung entsprechenden optischen
Systems im Schnitt wiedergegeben.
Das dargestellte System besitzt eine Sammellinse a, die vom Glühfaden b einer Lampe c über ein
Spiegelprisma d ein Bild b'entwirft. Am Ort dieses Bildes ist eine Sammellinse e angeordnet. Befindet sich dann vor der Linse e ein Raumspiegel der oben genannten Art, so wird das von der Linse e ausgehende Strahlenbüschel von dem Raul11spiegel in zwei Teilbüschel aufgespalten und z. B. in den Richtungen A und B zurückgeworfen. Dabei entstehen zwei Bilder bI" und b2" des Glühfadens b.
Eine Linse l'bildet ferner die Öffnung der Linse e auf ein zweiteiliges Kondensorsystem ab, das aus zwei halbringförmigen Glaskiirpern gl und g2 besteht, deren Ringachsen C C zusammenfallen und deren Oberflächen in den
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stark abgezogen gezeichneten Teilen versilbert sind. Jedem der Glaskörper gl und g ? ist ein total reflektierendes Prisma h vorgeschaltet. Die von der Linse f entworfenen Bilder des Glühfadens b entstehen in den Ebenen D1-D1 und D2-D2. Die Glaskörper gl und g2 sind so ausgebildet, dass die von den Bildern ausgehenden Strahlen nach den Punkten EI und der Achse 0 -C gesammelt werden, in welchen Punkten zwei normale Selenzellen ",'1 und i2 angeordnet werden.
Wie ersichtlich, kann bei dieser Einrichtung die die Büschelachsen A und B enthaltende Ebene um 1800 um die Achse des austretenden Büschels gedreht werden, ohne dass sich die Abbildung des Glühfadens b in bezug auf die Selenzellen ändert. Die Selenzelle i2 wird stets beeinflusst und dient zur Auslösung eines Kontrollzeichens. Zwischen dem Körper gl und dem zugehörigen Prisma h dagegen ist noch eine drehbare, in bekannter Weise in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Zuges gesteuerte Blende i angeordnet, die eine Belichtung der Zelle ",'1 nur dann zulässt, wenn eine der jeweiligen Stellung der Büschelebene A-B zugeordnete Höchstgeschwindigkeit des Zuges überschritten wird, wodurch dann die eigentliche Zugbeeinflussung, z. B. eine Bremsung, ausgelöst wird.
Die Anordnung lässt sich aber auch so treffen, dass die Blende i die Belichtung der Zelle ",'1 gerade dann verhindert, wenn die betreffende Höchstgeschwindigkeit überschritten wird. In diesem Fall wird ein Kontrollzeichen ausgelöst, wenn beide Zellen il und i2 belichtet werden und die eigentliche Wirkung, also z. B. wieder die Bremsung, wird ausgelöst, wenn nur die Zelle i2 belichtet wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Optisches System für Einrichtungen zum Übertragen von Lichtsignalen auf Eisenbahnzüge mit Hilfe von Raumspiegeln, die ein auf sie fallendes Lichtbüschel in zwei Büschel aufspalten, gekennzeichnet durch ein Kondensorsystem, das aus zwei nebeneinander liegenden Teilen besteht, deren jeder eines der von den Raumspiegeln ausgehenden Strahlenbüsehel aufnimmt und die Strahlen des aufgenommenen Büschels so nach einem Punkt seiner optischen Achse lenkt, dass die Achsenpunkte der beiden Systemteile, nach denen die Büschel gelenkt werden, einen verhältnismässig grossen Abstand voneinander haben.