AT128840B - Verfahren und Anlage zur Herstellung von alkoholarmen bzw. alkoholfreien Getränken. - Google Patents
Verfahren und Anlage zur Herstellung von alkoholarmen bzw. alkoholfreien Getränken.Info
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- Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Anlage zur Herstellung von alkoholarmen bzw. alkoholfreien Getränken. EMI1.1 die Erzeugung von alkoholarmen bzw. alkoholfreien Getränken in besonderer Weise eignet. Ein Verfahren zur Erzeugung derartiger Getränke und eine hiefür geeignete Vorrichtung bildet den Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Es ist wesentlich, dass bereits bei der Herstellung des Malzes und der Würze entsprechend Vorsorge für ein hochwertiges Endprodukt getroffen wird. Bei der Malzbereitung darf eine Temperatur von etwa 170 C nicht überschritten werden und die Keimdauer mit mindestens 10 Tagen bemessen werden, um ein gut gelöstes, weit abgebautes Malz zu erhalten. Dieses Malz wird in Form von Schrot mit Wasser vermischt, wobei Temperaturen von etwa 52 C und 65 C einzuhalten sind. Die Temperatur von 520 ist wichtig für einen weitgehenden Abbau von Eiweiss, während die Temperatur von 65 C für die Verzuckerung in Betracht kommt. Das erwähnte Bakterium vergärt nur Glukose, so dass im Interesse eines möglicrst geringen Alkoholgehaltes im Endprodukt ein geringer Gehalt an Glukose in der Würze von Bedeutung ist. Für einen hohen Nährwert des Endproduktes ist ein grosser Gehalt der Würze an Maltose und Dextrin von Wichtigkeit. Die erhaltene Würze wird durch Tiefkühlung und darauffolgende Filtration von Eiweiss weitgehend befreit und nach erfolgter Sterilisation bei etwa 70 C mit Sauerstoff durch Einblasen von Luft gesättigt. Es hat sich ein besondeis günstiger Sättigungsgrad ergeben, wenn das Einblasen von Luft bei einer Temperatur von 70 C begonnen und bis zur Abkühlung auf etwa 28 C fortgesetzt wird. Die Sättigung der Würze mit Sauerstoff verhindert einen unerwünschten Gehalt des Endproduktes an Alkohol. Durch den Sättigungsgrad kann auch der Alkoholgehalt im Endprodukt eingestellt werden. Für das vorliegende Verfahren ist es weiters wesentlich, dass die Gärungskohlensäure gesammelt und nach entsprechender Reinigung in Waschgefässen zum Karbonisieren des fertigen Getränkes verwendet wird. Eine beispielsweise Ausführungsform des Verfahrens soll nun an Hand der Zeichnung, welche schematisch eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens veranschaulicht, näher erläutert werden. In dem Gefäss A (Setzbottich mit Innenkühlung) tritt bei 1 Würze aus dem Sudhaus mit einer Temperatur von etwa 18 C ein ; nach Füllung von A wird die Süsswasserkühlung eingeschaltet und die Würze auf 1-2 C abgekühlt. Der ausgefallene Trub wird zum Teil durch Absetzen, zum Teil durch Filtrieren durch das Filter B unter Zuhilfenahme von Pressluft, welche bei 2 einströmt, entfernt und die blanke, enteiweisste Würze in den Sterilisator C geleitet und daselbst 30 Minuten auf 800 gehalten. Die auf diese Weise enteiweisste und sterilisierte Würze wird durch Umschaltung der Heizschlange auf Süsswasserkühlung langsam bis 28 C abgekühlt und während der Abkühlung vermittels eines Spezialdüsensystems 3 ständig mit Frischluft durehblasen. Ist die Temperatur von 28-300 C erreicht, so drückt man die Würze in das inzwischen mit Dampf sterilisierte Gärgefäss D. Nach Füllung desselben wird bei Impfhähnchen 4 die Impfflüssigktit (Reinkultur von Thermobakterium mobile) zugesetzt, mit Rührwerk 5 durchgerührt und die Warmwasserheizung 6 eingeschaltet, wobei zu beachten ist, dass die Temperatur die ersten 6 Stunden konstant bleibt, später langsam auf 35 C gesteigert und dann wieder auf 28 C rückgekühlt wird. Der Endpunkt der Gärung ist mikroskopisch genau feststellbar. Die lebhafte Bewegung der Bakterien hört nämlich nach Beendigung der Gärung vollkommen auf. Die Gärung ist in etwa 20 Stunden vollendet. Die entwickelte Kohlensäure tritt durch die Öffnung 8 in das Gassammelgefäss E und verdrängt dessen Wasserinhalt in das darüber befindliche Gefäss F, welches mit <Desc/Clms Page number 2> Pressluft gefüllt ist und mittels Sicherheitsventil nur so viel Luft abströmen lässt, um einen ständigen Gegendruck von 0'7 Atm. zu sichern. Nach beendigter Gärung wird die Kühlschlange 7 eingeschaltet und die vergorene Würze auf 1-2'C abgekühlt. Nach der Abkühlung wird die Verbindung zum Gassammelgefäss E bei 8 unterbrochen und der Inhalt des Gärgefässes durch Aufsetzen von Pressluft bei der Öffnung 9 durch das Cellulosefilter G zur Vorfiltration und das Seitz-Filter H zur Nachfiltration gepresst und dann im Lager-und Karbonisiergefäss J gesammelt. Am Ende der Filtration wird die Öffnung bei 10 geschlossen, die Kühlung 11 eingeschaltet und die Flüssigkeit auf 1-20 C abgekühlt. Gleichzeitig beginnt man aus dem Gassammelgefäss E durch die Öffnung 12 nach Passieren der Gaswaschgefässe 13 und 14 die Kohlensäure bei 15 durch Berkefeld-Tonkerzen-M in das Gefäss J umzudrücken. Die sechs notwendigen Tonkerzen sind sternförmig am Gefässboden angebracht. Das Umdrücken der Kohlensäure geschieht durch Belastung der Sperrflüssigkeit im Gefäss F mit Pressluft und ist dadurch genau einstellbar. Nach beendigter Kohlensäureüberführung kann das Fertigprodukt durch Umschalten des Dreiweghahnes 10 zu den Abfullapparaten geleitet werden durch Aufsetzen von Pressluft bei 17. Das Verfahren gemäss vorliegender Erfindung benötigt einen Zeitaufwand von 3 Tagen einschliesslich Herstellung der Würze bis zum abfüllfertigen Produkt. Dieser überaus geringe Zeitaufwand bedeutet einen grossen technischen Erfolg gegenüber anderen ähnlichen Verfahren. Ausser dem Thermobakterium mobile kommen für den Gegenstand der vorliegenden Erfindung noch andere Organismen in Betracht, welche einen ähnlichen Verlauf der Gärung bedingen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Erzeugung von alkoholarmen bzw. alkoholfreien Getränken, unter Anwendung des Thermobakterium mobile oder. anderer ähnlich wirkender Organismen als Gärmittel, dadurch gekennzeichnet, dass vorerst gut gelöstes, weit abgebautes Malz in Form von Schrot mit Wasser bei Einhaltung einer Temperatur von etwa 52 C und 650 C vermaischt wird, um bei einem weitgehenden Abbau von Eiweiss eine Würze mit einem geringen Gehalt von Eiweiss und Glukose und einem hohen Gehalt an Maltose und Dextrin zu erhalten, worauf die Vergärung und Weiterverarbeitung in an sieh bekannter Weise geschieht.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Würze durch Tiefkühlung und darauffolgende Filtration von Eiweiss weitgehend befreit wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 bzw. 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sättigung der sterilisierten Würze mit Sauerstoff durch Einblasen von Luft bei einer Temperatur von 70 C begonnen und bis zur Abkühlung auf etwa 28 C fortgesetzt wird.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gärungskohlensäure gesammelt und zum Karbonisieren des fertigen Getränkes verwendet wird.5. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Setzbottich (A) zur Abkühlung der Würze behufs Abscheidung von Eiweiss, ein Filter (B) zur EMI2.1
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