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Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheitsrasiervorrichtung und eine Rasierklinge und bezweckt. die Vorrichtung und die Klinge so auszubilden, dass die Klinge, wie immer sie auch auf die Vorrichtung aufgelegt wird, richtig in bezug auf die Schutzzähne u. dgl. eingestellt wird, obwohl die Klinge zweischneidig ist und symmetrische Ausbildung hat.
Erfindungsgemäss ist die Rasierklinge, welche zentrale und seitliche Ausnehmungen hat, die mit an Teilen der Rasiervorrichtung angeordneten Anschlägen zusammenwirken, derart ausgebildet, dass die zentrale Ausnehmung näher an die Schneidkante oder die Sehneidkanten heranragt als die Widerlagersehultern der seitlichen Ausnehmung, so dass das mit dem Anschlag am Klingenhalter zusammenwirkende, der Schneidkante zunäehstliegende Ende der zentralen Ausnehmung verhindert, dass die Klinge anfänglich zu weit nach rückwärts auf den Halter aufgelegt wird.
Besonders vorteilhaft werden bei der Rasiervorrichtung die mit den Ausnehmungen der Klingen zusammenwirkenden Anschläge durch ein Element des Klingenhalters, beispielsweise des Deckels getragen. welches so angeordnet ist, dass die Widerlagerteile der Klingenausnehmungen durch die Halteranschläge erfasst werden und die Klinge vorwärtsbewegt wird, wenn beim Eingriff der Ansätze in die Ausnehmungen die Klinge nicht in ihrer durch die Einstellanschläge bestimmten Endlage ist.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt. Fig. 1 ist eine Seitenansicht, Fig. 2 eine teilweise Draufsicht, Fig. 3 ist ein Schnitt längs 3-3 der Fig. 2, Fig. 4 ist eine Untersicht der Fig. 1, Fig. 5 und 6 zeigen zwei Ausführungsformen von Klingen.
Die Klinge 20 (Fig. 5) hat eine Schneidkante 20'und an ihrer Rückkante eine Schutzdecke 22.
In der Klinge sind Ausschnitte 25, 26 vorgesehen, die an den Seitenkanten und nahe der hinteren Kante angeordnet sind und mit den Anschlägen des Rasiergerätes zusammenwirken. Diese Ausschnitte bilden Anschläge 23, 24, die mit dem Klingenhalter zusammenwirken und die Schneidkante der Klinge gegen die Halteranschläge drücken. In der Mitte der Klinge, zwischen den Ausschnitten 25 und 26, ist eine Öffnung 27 angeordnet, die senkrecht zur Schneidkante verläuft und parallele Seitenkanten 278 aufweist.
Die zentrale Öffnung nimmt ebenfalls einen Anschlag des Klingenhalters auf und dient zur Begrenzung der Klingenbewegung. Die vordere Endkante 273 der Öffnung 27 begrenzt die Rückwärtsbewegung der Klinge, die Seitenwände 278 begrenzen die Seitwärtsbewegung der Klinge und führen dieselbe.
Der Klingenhalter gemäss Fig. 1--4 weist einen Handgriff 10 auf, der einen Klingensitz oder -sattel 11 trägt. Dieser ist an der Vorderkante mit Sicherheitszähnen 12 und festen Anschlägen 13 versehen, welche die Schneidkante 20'der Klinge erfassen und ihre Lage festlegen. An einem Zapfen 16 ist eine Abdeckung 15 gelagert, so dass sie aus der Stellung des Klingeneingriffes (volle Lage) in jene Lage gebracht werden kann (punktiert), in der die Klinge ausser Eingriff ist. Diese Abdeckung 15 wird in einer dieser Endlagen durch eine Feder 17 festgestellt (Fig. 4). Diese Feder ist an dem Sattel befestigt und ihre freien Enden 18 erfassen die Vorsprünge 19 der gegenüberliegenden Seiten der Abdeckung.
Die Federenden 18 und die Vorsprünge 19 sind derart ausgebildet, dass die Feder, einerlei in welcher Lage sich die Abdeckung befindet, eine Druckwirkung ausübt.
Um die Klinge bzw. deren Schneidkante in bezug auf die Sieherheitszähne richtig einzustellen, sind an der Abdeckung Bügel 30 vorgesehen, welche V-förmige Gestalt aufweisen und deren eines Ende 31 mit der Abdeckung verbunden, während das andere Ende 32 frei ist. Dieser gewissermassen elastische Bügelteil dient zum Verschieben und Einstellen der Klinge. An der Abdeckung sind zwei solche Bügel
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vorgesehen, u. zw. im Bereiche der Ausnehmungen 25 bei aufgelegter Klinge. Um nun genügend Spielraum für die Bügel 30 zu schaffen, sind an den Seitenkanten des Sattels Ausschnitte 29 vorgesehen.
Der Abstand zwischen den Schultern 23,24 und der Schneidkante 20'ist derart gewählt, dass.
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der Bügel 30 erfasst werden, wenn der Deckel in die Schliesslage gebracht wird. Infolge der besonderen
Ausbildung der Bügel 30 und der Bemessung der Anschläge an der Klinge und dem Halter, wird die
Klinge längs ihres Sitzes vorgeschoben, bis die Schneidkante 20'die Anschläge 13 berührt, und in dieser
Lage erhalten. Der Sattel 11 des Rasiergerätes hat einen nach oben ragenden Vorsprung 40, u. zw. liegt dieser Vorsprung etwas hinter der Verbindungslinie der vorderen Anschläge 13. Der Vorsprung weist längliche Form auf und tritt in die zentrale Ausnehmung 2Y der Klinge ein, welche sich an dem Vorsprung führt.
Die Länge des Ausschnittes 27 ist grösser als die Länge des Vorsprunges 40, so dass trotz Führung der Klinge an dem Vorsprung das Auflegen der Klinge auf den Sattel durch den Vorsprung nicht beein- trächtigt wird. Die Grösse der Öffnung 27 und des Vorsprunges 70 sind derart bemessen, dass, wenn die
Klinge eingesetzt und der Vorsprung durch die Öffnung 27 aufgenommen wird, die Klingenkante 20'in der Nähe der Verbindungslinie der vorderen Anschläge 13 und daher nahe der Endlage ist, die die Sehneid- kante einnehmen soll.
Der Abstand der hinteren Wand 27'der Öffnung 27 in der Klinge von der Schneid- kante 20'ist grösser als der Abstand der hinteren Wand 40'des Vorsprunges 40 von der Verbindungs- linie der vorderen Anschläge 13, so dass der Vorsprung 40 niemals die Klingenkante an ihrem Vorschub zum Eingriff mit den vorderen Anschlägen hindert. So ist ferner der Abstand der vorderen Wand 273 von der Schneidkante 20'zwar kleiner als der Abstand der vorderen Wand 43'von der vorerwähnten
Linie, aber doch so, dass bei der hinteren Lage der Klinge, während 40 und 27 in Eingriff sind, das hintere
Ende der Klinge nicht gegen den hinteren Teil des Deckels schlagen kann. Die vordere Wand 273 der Öffnung liegt der Kante der Klinge näher als die Ansehlagschultern 23 und 24, die durch die Ausschnitte 25 und 26 gebildet werden.
Infolge dieser Anordnung dient die Schulter 273 nicht nur dazu, die Anfangslage der Klinge zu begrenzen, sondern auch dazu, die Anschläge 23 und 24 in eine solche Lage mit Bezug auf die federnden Glieder 30 des Deckels zu bringen, dass ein richtiges Zusammenarbeiten zwischen dem
Deekel und den Anschlägen 23 und 24 ermöglicht wird. Die Seitenwände 402 des Vorsprungs 40 dienen zur Führung der Klinge bei ihrer Vor-und Rückbewegung an den Seitenkanten 272 der Öffnung 27.
Die Erfindung ist auch anwendbar auf Rasiergeräte der oben beschriebenen Art mit einer doppel- sehneidigen Klinge, ohne dass irgendwelche Änderungen ausser in den Abmessungen der Teile, beispiels- weise gemäss der Darstellung der Fig. 6, erforderlich sind. Die Klinge 221 besitzt Schneidkanten 220 und 222 an gegenüberliegenden Seiten. An den Seitenkanten sind wieder Ausschnitte 225, 226 vorgesehen, welche Anschlagsehultern 223, 224 bilden. Die gegenüberliegenden Kanten dieser Ansehläge wirken je nach Lage der Klinge abwechselnd mit den federnden Schenkeln 32 der Bügel 30 des Klingenhalters zusammen.
Diese Ausbildung der Klinge weist auch eine solche Bemessung des zentralen Vorsprunges 40 auf, dass ein Anschlagen der hinteren Sehneidkante an den Deckel oder den Klingenhalter unter allen
Umständen verhindert ist, um ein Stumpfwerden der Klingen zu vermeiden. Gegen zufällige Berührung ist die hintere Schneidkante der Klinge durch eine Einfassung 15'gesichert, die an der rückwärtigen
Kante des Deckels angeordnet ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rasierklinge für Sicherheitsrasiervorrichtungen mit zentralen und seitlichen Ausnehmungen, welche mit an Teilen der Rasiervorriehtung angeordneten Anschlägen zusammenwirken, dadurch gekenn- zeichnet, dass die zentrale Ausnehmung näher an die Schneidkante oder die Schneidkanten heranragt als die
Widerlagerschulter der seitlichen Ausnehmungen, so dass das mit dem Anschlag am Klingenhalter zusammen- wirkende, der Schneidkante zunäehstliegende Ende der zentralen Ausnehmung verhindert, dass die
Klinge anfänglich zu weit nach rückwärts auf den Halter aufgelegt wird.