AT128037B - Verfahren und Einrichtung zur Aufbereitung von Zellulosebrei für die Papierfabrikation. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Aufbereitung von Zellulosebrei für die Papierfabrikation.

Info

Publication number
AT128037B
AT128037B AT128037DA AT128037B AT 128037 B AT128037 B AT 128037B AT 128037D A AT128037D A AT 128037DA AT 128037 B AT128037 B AT 128037B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
pulp
chamber
preparation
cellulose pulp
paper manufacture
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Richard D Kehoe
Original Assignee
Richard D Kehoe
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Richard D Kehoe filed Critical Richard D Kehoe
Application granted granted Critical
Publication of AT128037B publication Critical patent/AT128037B/de

Links

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Einrichtung zur Aufbereitung von Zellulosebrei für die Papierfabrikation. 



   Holzbrei wird bis heute gewöhnlich im leuchten Zustande befördert, was viel unnötige Frachtund Lagerkosten erfordert. Das Verschiffen und Transportieren des Holzbreies im nassen Zustande besitzt auch eine Anzahl weiterer Nachteile, z. B. erfährt der Brei eine nicht unerhebliche Entfärbung und, falls die Verschiffung im Winter stattfindet, friert das Material leicht ein, so dass es notwendig ist, dasselbe in kleine Stücke zu zerschlagen, damit man das Vermischen mit Wasser bei der Verwendung vornehmen kann. Dieses Zerkleinern der gefrorenen Stücke beeinträchtigt auch das Material, weil dabei ein Faserbruch unvermeidlich ist. Dieselben Übelstände treten auf, wenn das Material in pappenartigen Rollen verschickt wird. 



   Es ist natürlich vorteilhaft, den Holzbrei in möglichst trockenem Zustand zu befördern, jedoch haben sich in der Praxis grosse Schwierigkeiten ergeben, da es bisher nicht gelungen war, den Brei ohne Beeinträchtigung der Fasern schnell zu trocknen. 



   Der Wert des Holzbreies hängt im erheblichen Masse davon ab, dass die Fasern möglichst in ihrer natürlichen Länge belassen werden. Trocknet man aber den Brei unter Verwendung grösserer Hitze, dann werden die Fasern brüchig, was namentlich dann der Fall ist, wenn man versucht, den Brei in dünnen Schichten zu trocknen. 



   Man hat auch vorgeschlagen, den Brei vor dem Trocknen auszupressen. Die hiefür verwendeten Pressapparate hatten aber die Fasern stark angegriffen, so dass auch dadurch wieder der Wert des Holzbreies verringert wurde. 



   Gemäss vorliegendem Verfahren wird nun erreicht, Rohzellulose schnell auf jeden gewünschten Grad bei äusserster Schonung der Fasern zu trocknen, um dabei keinen der erwähnten Übelstände mit in Kauf nehmen zu müssen. 



   Erreicht wird der angestrebte Zweck im wesentlichen dadurch, dass der durch Entwässern zu einer Bahn vereinigte und zu einer Schicht verdichtete Brei zu Flocken zerkleinert und die Flocken zunächst der Einwirkung eines Trockenmittels bei hoher Temperatur (etwa   120-150  C)   im Gleich-oder Gegenstrom, dann bei verminderter Temperatur (etwa   50-120  C)   ausgesetzt werden und schliesslich von neuem nochmals auf   35-70  C   erwärmt werden, um den endgültigen Feuchtigkeitsgehalt der Flocken zu regeln. 



   Die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist in den Zeichnungen in einem Ausführungbeispiel dargestellt. Es bedeutet Fig. 1 eine Seitenansicht der   Trockenanlage   nach Entfernung einiger Teile, Fig. 2 einen Grundriss nach Fig. 1. Der Holzbrei wird in fein verteiltem Zustande in den mit Wasser gefüllten Trog 13 eingeführt und durch das Rohr 12 auf die   Trockentrommel H   gesaugt, wo der Brei in bekannter Weise von einem Teil seines Wassergehaltes befreit wird. Der teilweise getrocknete Brei wird darauf durch den Filz 15 den Presswalzen 16 zugeführt, wo er weiter entwässert wird, worauf er in Form eines Bandes 17 zwischen die Presswalzen 18 weiter geleitet und der Brechvorrichtung 19 zugeführt wird. 



   Durch diese Vortrockenbehandlung verliert der Holzbrei ungefähr 40-50% seines Wassergehaltes. 



  Der Brei wird darauf in fein verteiltem Zustande in den Trichter 20 geworfen und wird durch das Transportband 21 dem Transportriemen 22 zugeführt, der das Material seinerseits der ersten Trockenkammer 23 übermittelt. Das Auslassende des Transportriemens 22 ist so angeordnet, dass der feinverteilte Brei auf das Transportband 26 fällt und dabei gewendet wird, so dass die vorher durch das Transportband bedeckt gewesene Teile frei zu liegen kommen. Die übereinander angeordneten Transportbänder laufen in entgegengesetzter Richtung. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Von hier aus nimmt der Brei weiter seinen Weg zum Transportband   27,   das ebenfalls in entgegengesetzter Richtung wie das Transportband 26 läuft. Hiebei wird das flockige Gut selbsttätig wiederholt gewendet. Das Band 27 bringt das Material aus. der Kammer 23 zur Kammer 37 und legt es auf das endlose Sieb   41. :  
Obgleich Holzbrei im trockenen Zustand durch übermässige Hitze leicht beschädigt werden kann, so wird es doch erfindungsgemäss ermöglicht, eine verhältnismässig hohe Temperatur anzuwenden, da   der Wasserinhalt   den Brei vor einer schädlichen Beeinflussung durch die Hitze schützt. 



   In der Kammer 23 herrscht eine Temperatur von ungefähr 120 bis   1500 C, wofür   die Heizschlagen 31 (Fig. 2) sorgen. 



   Der teilweise getrocknete Brei wird von dem Transportband 27 dem Metallsieb 41 zugeführt, das den Brei nach dem Auslassende der Kammer 37 hin befördert. Die Walzen 40 drehen sich verhältnismässig langsam, so dass auch der Brei sich nur mit verhältnismässig geringer Geschwindigkeit durch die Kammer 37 bewegt. 



   Falls gewünscht, kann der zerkleinerte Holzbrei durch geeignete, auf der Zeichnung nicht dargestellte Mittel gerührt und gewendet werden, damit die verschiedenen Seiten der einzelnen   Breistücke   der Einwirkung des Trockenmittels unterworfen werden. Während des Durchganges des Breies durch die Kammer 37 vom Einlassende zum Auslassende wird in der Kammer ein Gegenluftstrom durch den Ventilator 72 erzeugt, der in dem Rohr   71   arbeitet. 



   Nachdem der Brei die Kammer 37 verlassen hat, wird er durch das Sieb   41   in die mit atmosphärischer Luft gespeiste Kammer 74 geleitet, wobei diese Luft zweckmässig von Feuchtigkeit befreit ist. Die Luft gelangt durch den Einlass   75,   zirkuliert in der Kammer und wird durch den Ventilator 77 in das Rohr 76 abgeführt. Die Temperatur wird in der Kammer 74 auf ungefähr   10-30  C   gehalten. Auf diese Weise wird die Wärme des Breies wesentlich vermindert und ein beträchtlicher Teil der Feuchtigkeit aus dem Brei entfernt. Nachdem der Brei den unteren Teil der Kammer 74 auf dem Band 79 erreicht hat, wird er durch die Bänder 80 und 81 in die Verteilungskammer 82 übergeführt. 



   In dieser Verteilungskammer 82 gelangt der Brei durch die Bänder 83 und 84,   ähnlich   wie dies in bezug auf die Kammer 23 bereits beschrieben ist, nach abwärts. Bei dem Wandern des Breies durch die Verteilungskammer 82 gelangt Luft durch den Brei, indem die Ventilatoren 87 die durch die Heizschlagen 86 erwärmte Luft in Bewegung setzen. 



   In der Kammer 82 wird die Temperatur zweckmässig auf   35-70  C   gehalten. 



   Der Feuchtigkeitsgehalt der Luft in der Verteilungskammer 82 wird durch entsprechende nicht dargestellte Mittel geregelt, so dass der Brei nach dem Verlassen des Verteilungskammer 82 einen bestimmten Feuchtigkeitsgehalt besitzt. Nach dem Verlassen der Kammer 82 wird der Brei durch das Förderband 84 dem Auslassende der Einrichtung zugeführt und ist zum Transport fertig vorbereitet. 



   Sobald die Temperatur in der Kammer 82 die gewünschte Höchstgrenze erreicht, wird die erhitzte Luft von der Kammer durch Rohre 89 und Rohrleitung 92 zum Rohr 73 und von dort aus dem Auslassende der Heizkammer 37 zugeführt. Eventuell könnte die erhitzte Luft auch direkt vom Rohr 90 aus eingeführt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Aufbereitung von Zellulosebrei für die Papierfabrikation, dadurch gekennzeichnet, dass der durch Entwässern zu einer Bahn vereinigte und zu einer Schicht verdichtete Brei in an sich bekannter Weise zu Flocken zerkleinert und die Flocken zunächst der Einwirkung eines Troekenmittels bei hoher Temperatur im Gleich-oder Gegenstrom, dann bei verminderter Temperatur ausgesetzt werden und schliesslich von neuem nochmals erwärmt werden, um den endgültigen Feuchtigkeitsgehalt der Flocken zu regeln.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine kombinierte Auspress- und Entwässerungsvorrichtung (16, 18) (Gautschpresse) und einer daran angeschlossenen Zerkleinerungsvorrichtung (19), welche mit einer stufenweise arbeitenden Trocknungsanlage verbunden ist.
AT128037D 1928-06-06 1928-06-06 Verfahren und Einrichtung zur Aufbereitung von Zellulosebrei für die Papierfabrikation. AT128037B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT128037T 1928-06-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT128037B true AT128037B (de) 1932-05-10

Family

ID=3635466

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT128037D AT128037B (de) 1928-06-06 1928-06-06 Verfahren und Einrichtung zur Aufbereitung von Zellulosebrei für die Papierfabrikation.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT128037B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
WO2010029045A2 (de) Verfahren und vorrichtung zum trocknen von biomasse
DE2611853A1 (de) Verfahren zum trocknen landwirtschaftlicher futtermittel und schlammartiger materialien
AT128037B (de) Verfahren und Einrichtung zur Aufbereitung von Zellulosebrei für die Papierfabrikation.
DE1089540B (de) Verfahren zur Gewinnung einer Matte aus gegebenenfalls mit Binde-mitteln versetzten Lignozellulosefasern fuer die Herstellung von Holzfaserplatten od. dgl.
DE3305168C2 (de) Apparatur zur Konditionierung von Sojabohnenbruch vor der Flockierung
DE1492870A1 (de) Vorrichtung zum Aggregieren von sehr fein verteilten Feststoffen
EP3181664A1 (de) Verfahren und anlage zur kontinuierlichen entwässerung von wasser enthaltendem gut, insbesondere zur entwässerung von braunkohle
AT221923B (de) Maschine zur Herstellung von Faserstoffbahnen
DE2947746A1 (de) Verfahren zum trocknen von gras und anlage zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE970862C (de) Trockner fuer landwirtschaftliche Erzeugnisse
AT154148B (de) Zweistufiges Trockenverfahren.
AT110268B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Imprägnieren, Färben, Trocknen und Entstauben von stückigem oder körnigem Gut, insbesondere von Holzdraht.
DE169397C (de)
AT21130B (de) Trockenvorrichtung für Schlichtmaschinen.
AT117725B (de) Verfahren und Einrichtung zum Behandeln von Faserstoffmassen.
DE68313C (de) Trockenvorrichtung
AT135906B (de) Einrichtung zum Trocknen der Trockenfilze auf der Papiermaschine.
AT233477B (de) Verfahren zum Betrieb eines pneumatischen Trockners, der aus einer waagrecht liegenden trommelartigen Kammer besteht, und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE816941C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Getreide nach dem Waschen und Schleudern
DE732558C (de) Verfahren zum Trocknen von koernigem und stueckigem Gut
AT408576B (de) Verfahren und vorrichtung zum trocknen von materialien
AT75184B (de) Vorrichtung zum Entwässern von Papierstoff oder dgl. in Bahnenform.
CH86838A (de) Vorrichtung zur Erzeugung von Trockenprodukten aus Lösungen und Emulsionen, insbesondere von Trockenmilch.
AT139628B (de) Vorrichtung zum Auspressen der Flüssigkeit aus einem Gemisch von Flüssigkeit und Fasermaterial oder festen Bestandteilen.
AT129916B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Granulierung von pulverförmigem Material.