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Statischer Vielfach-Kondensator.
Die Vielfachkondensatoren bestehen bekanntlich aus einer Batterie einzelner Kondensatorelemente, die oft in käfigartigen Gerüsten vereinigt und in Gruppen zusammengeschaltet sind. Bis in das Gebiet von 1000 Volt kann man noch jedes Element einer solchen Batterie für die ganze Betriebsspannung bauen, und es kommen also dann nur Parallelschaltungen der Elemente zur Erreichung der gewünschten Kapazität vor.
Bei höheren Spannungen sind bei solchen Kondensatoren neben der Parallelschaltung der Elemente zu Gruppen Reihenschaltung dieser Gruppen zueinander unvermeidlich und es entstehen Schwierigkeiten in der Führung der Verbindungen, welcher Art diese auch sein mögen, insbesondere aber dann, wenn man keinerlei Lötstellen zum Zwecke der Verbindung zulassen will.
Eine Lösung dieser Schwierigkeiten bringt der elektrische Vielfachkondensator gemäss vorliegender Erfindung. Bei demselben sind zwar die Kondensatorwickel in an sieh bekannter Weise fliegend angeordnet, aber zum Unterschied vom Bekannten sind sie erfindungsgemäss in einer als Gestell dienenden Tragplatte aus Isoliermaterial gelagert. Sie sind auf diese Weise leicht zugänglich und in ihren Verbindungen rasch und mühelos nach Bedarf zusammenschaltbar.
In weiteren, vorteilhaften Ausbildungen des elektrischen Vielfaehkondensator nach der Erfindung wird die Verbindung der einzelnen Kondensatorwickel untereinander durch an jedem Element mittels Klemmdruckes befestigte Leiterstücke herbeigeführt. Die Kondensatorwickel können auf beide Seiten der Tragplatte verteilt sein. In diesem Falle ist es dann vorteilhaft, je einen Kondensatorwickel auf der einen Plattenseite mit einem Kondensatorwickel auf der andern Plattenseite in gleicher Längsflucht auf einem gemeinsamen Kern anzuordnen und ihren Sitz an der Platte und die gegenseitige Verbindung mittels einer Schraubendruckvorrichtung zu sichern.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des elektrischen Vielfachkondensators nach der Erfindung. Fig. 1 ist eine Vorderansicht und Fig. 2 eine Seitenansicht desselben ; Fig. 3 ist ein Teilquerschnitt hiezu in grösserem Massstabe.
Die batterieweise vorhandenen Kondensatorwickel a sind an einer senkrechten Tragplatte b aus Isoliermaterial, z. B. Hartpapier, dies-und jenseits derselben fliegend angeordnet, u. zw. so, dass je ein Kondensatorwickel auf der einen Plattenseite mit einem entsprechenden Kondensatorwickel auf der andern Plattenseite in gleicher Längsflucht liegt. Die Kondensatorelemente sind vom bekannten Wiekeltypus. Sie haben in der aus Fig. 3 ersichtlichen Bauart je eine ihre Seele bildende Kernhülse c aus Isoliermaterial, mittels deren sie auf zwei metallene Tragbüchsen d aufgesetzt sind. Letztere sind auf jeder Seite der Platte b paarweise auf einen Kern e aufgeschoben, der zwei dies-und jenseits der Platte b liegenden Kondensatorwickeln gemeinsam ist und durch eine Öffnung t der Tragplatte b möglichst mit Passsitz hindurchgeht.
Die Tragbüchsen d sind mit einem Absatz versehen. Zwischen diesem Absatz und dem benachbarten Ende der Kernhülse c sind zwei Klemmscheibe g eingesetzt, zwischen denen die zu den Polen der Kondensatorwickel führenden Anschlussstreifen h eingeklemmt sind. Der Kern e ist hohl ausgeführt und wird in Längsrichtung von einem Bolzen i durchsetzt, der an seinen Enden mit Gewinde und mit Klemmuttern k ausgestattet ist. Diese Muttern dienen einerseits zur Sicherung des festen Sitzes der Kondensatorelemente an der Tragplatte b, anderseits zur Sicherung der elektrischen Verbindung an den Polanschlussstreifen h sowohl als auch an Leiterstücke m, die zur Verbindung der einzelnen Kondensatorwickel bestimmt sind.
In der Tat werden durch Anziehen der Muttern k die Leiterstileke m
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die vorteilhaft aus flachen Blechstreifen bestehen,'lassen eine beliebige Verbindung der Kondensatorelemente in Reihen-oder Parallelschaltung in bezug auf die Stromzuführungen x, y zu. Diese Verbindung kann rasch und mühelos vollzogen werden.
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(Fig. 3), an, dessen Wandungen sie in senkrechten Führungen heb-und senkbar geführt ist. Eine solche Führung ist in Fig. 3 bei o angedeutet.
Ein Vorteil dieser Anordnung ist die grosse Leichtigkeit, mit welcher die einzelnen Elemente auf die Tragplatte aufgesetzt werden können ; sie spielt eine wesentliche Rolle für die Wirtschaftlichkeit des Kondensators, indem gegenüber andern bekannten Ausführungen die vorliegende zu wesentlichen Ersparnissen an Zeit und Arbeit beim Zusammenbau führt.
Der beschriebene Vielfachkondensator ist insbesondere für Hochspannung geeignet ; er ist natürlich aber auch für Niederspannung anwendbar.
Selbstverständlich können bei entsprechend hohen Spannungen zwei oder mehr Tragplatten mit Kondensatorwickeln zueinander parallel aufgestellt und ihre Batterien in passender Weise miteinander verbunden werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Vielfachkondensator mit fliegend angeordneten Wickelkondensatorelementen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensatorwickel (a) in einer als Gestell dienenden Tragplatte (b) aus Isoliermaterial mittels eines diese durchsetzenden Kerns (e) gelagert sind.