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Getäuschkompensator für elektrische Schwaehstromapparate.
Es ist bekannt, dass Radioempfänger und Telephonanlagen in der Nähe elektrischer Starkstromnetze oft Störgeräusche empfangen, dadurch, dass an das Netz Apparate und Maschinen angeschlossen sind, die die Störgeräusche zur Entstehung bringen. Dieses Geräusch kann teils aus drahtloser Überführung zwischen dem Starkstromnetz und dem Schwachstromapparat (Telephon, Telegraph u. a.), teils, z. B. bei Radioempfängern, aus einem direkten Anschluss, dessen Zweck es ist, das Audionrohr des Empfängers von dem Starkstromnetze zu speisen, entstehen. Bei den Radioempfängern kann hinderliches Geräusch auch aus atmosphärischen Entladungen unbekannten Ursprungs vorkommen.
Es wurden bereits Kompensationen im Apparat selbst durchgeführt, wodurch fremde Störungen, die gerade nicht kompensiert werden können, in den Empfänger gelangen. Andere Konstruktionen wirken nur den Störungen von Radiosendern entgegen und können deshalb nur einzelne Störungen ganz bestimmter Wellenlänge kompensieren. Die Erfindung bezweckt nun, die Kompensation im Antennenkreis selbst durchzuführen, so dass diese Nachteile nicht mehr auftreten können.
Der Kompensator gemäss der Erfindung arbeitet derart, dass die von einer Geräuschquelle herrührenden strom-oder Spannungsimpulse einem festen oder beweglichen Punkt, einer in den Antennenkreis eingeschalteten, regulierbaren Impedanz zugeführt werden, entweder durch eine Hilfsantenne oder durch konduktive oder kapazitive Verbindung zu den Leitungen, die die genannten Strom-und Spannungsimpulse führen, und in solcher Weise, dass die in diese Impedanz eingeführten Impulse kräftiger werden als die, die von derselben Quelle durch die zum normalen Gebrauch des Apparats dienende Hauptantenne zugeführt werden.
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein erdgeschlossener elektrischer Leiter, in den ein Fernsprecher eingeschoben ist, Fig. 2 ein Teil eines Stromschemas für einen Radioempfänger, der von einem Verteilungnetze gespeist wird, einen sogenannten Lichtnetzempfänger, Fig. 3 das Prinzip der Erfindung schematisch, Fig. 4 ein Stromschema für einen Lichtnetzempfänger mit einem Kompensator laut der Erfindung, Fig. 5 ein einfacheres Ausführungsbeispiel für dasselbe, Fig. 6 ein abgeändertes Ausführungsbeispiel, Fig. 7 ein Stromschema für eine Fernsprecheranlage mit einem Kompensator laut der Erfindung, und Fig. 8-10 andere Ausführungsbeispiele für die Erfindung.
Wenn ein Fernsprecher 15 zwischen einen über der Erde befindlichen elektrischen Leiter 1 und Erde 2, wie in Fig. 1 gezeigt, eingeschoben wird, hört man im allgemeinen in diesem einen Ton oder einen knackenden Laut, der aus nahegelegenen Starkstromleitungen, atmosphärischen Entladungen u. dgl. entsteht. Eine gewöhnliche Radioempfängeranlage enthält einen solchen Leiter, nämlich die Antenne 1, Fig. 2, die störendes Geräusch von der Umgebung auffängt. Dieses Geräusch kann dadurch kompensiert werden, dass man in den Antennenkreislauf eine Gegenspannung einführt, die von einem Hilfskreislauf genommen wird, in welchem das Geräusch kräftiger als in der Antenne induziert wird.
In Fig. 3, die das Prinzip der Erfindung illustriert, ist 18 eine Leitung, die zu einer Antenne geschlossen ist, auf welche Störungen von einem Starkstromnetze mit den Leitern 6,7, 8 und 9 einkommen. Zwischen einen oder mehreren von den Starkstromleitern 7, 8 und Erde 2 ist eine wie ein Potentiometer 3 gebildete Impedanz eingeschoben, die zu dem Leiter und Erde über Kondensatoren 4 und 21 geschlossen ist. 10, 11 und 12 sind die Druckschrauben des Potentiometers, und 14 ist der bewegliche Arm des Potentiometers. Die Leitung 18 ist zu dem Arm 14 geschlossen, indem sie mit der Druckschraube 12 verbunden ist. Der zwischen der Leitung 7 und der Erde fliessende Strom wird eine Komponente enthalten, deren Kurvenform der Kurvenform der von dem Starkstromnetze in die Antenne oder die Fernsprecherleitung
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EMI2.1