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Tür.
Die Erfindung betrifft eine Tür für schräge Fussboden. Die Tür kommt insbesondere in Frage für Theater, Konzert-und Hörsäle u. dgl., ferner für Rampen, die z. B. zu mehrstöckigen Autogaragen führen, und für beliebige andere Zwecke, bei denen der Fussboden vor der Türöffnung geneigt ist. Die Tür einfach der Neigung des Fussbodens entsprechend schräg zu schneiden, ist nicht möglich, weil sie sich dann nicht öffnen lässt, sondern sofort festklemmt. Man hat sich auch damit geholfen, dass der Fussboden vor der Tür waagrecht gehalten und erst zwischen den Türen geneigt angeordnet wurde. Dies ist selbstverständlich nur ein Notbehelf, da gleichmässig geneigte Fussböden anzustreben sind.
Gemäss der Erfindung wird es ermöglicht, die Fussböden gleichmässig zu neigen und trotzdem Flügeltüren anzuordnen. die in jeder Stellung einwandfrei gegen den Fussboden abschliessen. Die Aufgabe ist dadurch gelöst, dass am unteren Türrand ein um das an der Türangel liegende Ende schwenkbarer besonderer Abschlussteil angeordnet ist. der sich beim Öffnen und Schliessen der Tür hebt oder senkt. Fällt der Fussboden ab, von der Türangel aus gesehen, so befindet sich das freie Ende des Abschlussteiles bei geschlossener Tür in der tiefsten Stellung, beim Öffnen der Tür wird es allmählich gehoben. Steigt der Fussboden, von der Türangel aus gesehen, so liegt das freie Ende bei geschlossener Tür höher als der Schwenkpunkt. Beim Öffnen wird der Abschlussteil gesenkt, so dass das freie Ende allmählich tiefer zu liegen kommt als der Schwenkpunkt.
Bei der einfachsten Ausführung der Tür ist der bewegliche Abschlussteil nur an der einen Türseite angeordnet. Das Heben und Senken wird durch den Gegendruck des Fussbodens beim Öffnen und Schliessen der Tür bewirkt. Um die Konstruktion und das Aussehen der Tür zu verbessern, kann der Abschlussteil so angeordnet werden, dass er die Tür von beiden Seiten umfasst, so dass er einen U-förmigen Querschnitt erhält, oder er kann auch in der Tür versenkbar ausgebildet sein. Um die Reibung zu vermindern, können am Abschlussteil unten Rollen. Kugeln od. dgl. oder sonstige die Reibung vermindernde Mittel vorgesehen werden. Schliesslich sind gemäss der Erfindung Seilzüge angeordnet, die am freien Ende des Abschlussteiles angreifen.
Das Seil wird zu einem an der Angelseite des Türflügels liegenden Punkt geführt und am Rahmen befestigt, so dass es beim Öffnen der Tür gezogen wird, wodurch der Abschlussteil angehoben wird. Diese Ausführung ist für Türen bestimmt, bei denen der Fussboden von der Türangel aus gesehen, fällt.
Bei steigendem Fussboden wird am freien Ende der Tür ein Führungsstab angeordnet, an dem das Seil angreift. Das Seil wird um eine Rolle und von dort nach oben zur Angel geführt. Je mehr die Tür geöffnet wird, um so mehr senkt sich der Stab und damit auch der Abschlussteil. Hiedurch kann erreicht werden, dass der Abschlussteil stets dicht über dem Fussboden gleitet, ohne ihn zu berühren.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer zweiflügeligen Tür dargestellt.
Fig. 1 zeigt die geschlossene Tür in Ansicht, Fig. 2 in Ansicht den linken Flügel geöffnet, Fig. 3 in Ansicht den rechten Flügel geöffnet. In Fig. 4 ist im Grundriss der linke Flügel geöffnet und in Fig. 5 im Grundriss der rechte Flügel geöffnet dargestellt. Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch den Abschlussteil nach Linie A-B der Fig. 1.
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Die Tür besteht aus den Flügeln (6 und b. Flügel a ist um die Achse J ? schwenkbar, Flügel b um die Achse Y. Der Fussboden c neigt sich von links nach rechts. Der Flügel a ist mit einem beweglichen Abschlussteil d, der Flügel b mit einem beweglichen Abschlussteil e versehen. Am freien Ende des Flügels a ist das Seil r an dem Abschlussteil befestigt. Es wird bei g um einen Stift an dem Flügel geführt und bei 7b an dem Türrahmen befestigt (Fig. 1 und 4). Wird der Flügel a geöffnet, so entfernt sich der Punkt g vom Punkt . Da das Seil bei li befestigt ist, wird es um einen Betrag x (Fig. 4) heraufgezogen. Entsprechend wird nur der Abschlussteil ( um den Betrag x gehoben (Fig. 1).
Die Grössenverhältnisse sind so aufeinander abgestimmt, dass der Abschlussteil d beim Öffnen der Tür jeweils so viel gehoben wird, dass seine untere Kante stets dicht über dem Fussboden gleitet. Ist der Flügel a voll geöffnet, so dass er an der abgeschrägten Wand i bzw. einem Puffer le (Fig. 4) anliegt, so hat das Seil f den Abschlussteil d so weit gehoben, dass das freie Ende des Teiles d höher liegt als das an der Angel liegende Ende und die untere Kante des Abschlussteiles von der Angel aus ansteigt.
Am Flügel b der Tür ist ein Stab I angeordnet, der in einer Hülse t in senkrechter Richtung beweglich ist. Am Stab l greift eine Feder m an, deren anderes Ende an der Hülse befestigt ist. Der Stab l trägt, gehalten durch die Feder m, den unteren beweglichen Abschlussteil e.
Am Stab ist ein Ring n angeordnet, der in einem Schlitz der Hülse läuft. An diesem Ring n greift ein Zugseil o an. Es ist um einen Bolzen p an der Angelseite des Flügels geführt und bei q am Türrahmen befestigt. Das Seil o läuft um eine an der Tür befestigte Rolle r. Wird die Tür geöffnet, so wird das Seil o um den Betrag x angezogen. Hiebei zieht das Seil den Ring n um den Betrag x herab, wobei die Feder m gespannt wird. Entsprechend senkt sich der Stab l und mit ihm. der Abschlussteil e. Die Grössenverhältnisse sind wiederum so abgestimmt, dass der Abschlussteil beim Öffnen der Tür stets dicht über dem Fussboden gleitet. Ist die Tür bis in ihre äusserste Stellung geöffnet, so dass sie an der Wand i bzw. am Puffer s anliegt (Fig. 5), so ist der Abschlussteil e in seine tiefste Lage gesenkt.
Die Öse n hat sich der Rolle r um den grössten Betrag genähert. Die untere Kante des Abschlussteiles e ist jetzt von der Angel aus geneigt. Wird nun die Tür wieder geschlossen, so wird das Zugseil gelockert, so dass die Feder m den Stab l und mit ihm den Abschlussteil e anheben kann.
Zweckmässig sind an der Unterseite des Abschlussteiles Rollen, Kugeln oder sonstige, die Reibung vermindernde Mittel angeordnet. Die Rollen treten in Tätigkeit, wenn aus irgendeinem Grunde das Seil abgerissen sein sollte.
EMI2.1
1. Tür für schräg ansteigende Fussboden in Theatern oder ähnlichen Anlagen, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Türrand ein besonderer, um das an der Türangel befindliche Ende schwenkbarer Abschlussteil (e, d) angeordnet ist, der beim Öffnen und Schliessen der Tür der Neigung des Fussbodens entsprechend gehoben bzw. gesenkt wird.