<Desc/Clms Page number 1>
Gasmesser mit zwei oder mehreren Membranen.
Die Erfindung bezieht sich auf Gasmesser mit zwei oder mehreren Membranen. Die Messräume solcher Messer werden in der Regel durch eine Membran und feste Wände begrenzt und es wirkt immer nur eine Membran einer Kammer treibend auf das Zählwerk. Um diese Gasmesser leistungsfähiger, kleiner und billiger auszubilden, wurde bereits vorgeschlagen, eine der Messkammern ausser durch feste Wände, durch mehr als eine treibende Membran zu begrenzen, um so den Rauminhalt dieser Kammer und damit die Leistung des Messers vergrössern zu können. Ausserdem gibt es aber Membrangasmesser mit zwei durch je zwei Membranen begrenzten Messkammern, von welchen jedoch nur eine treibend wirkt, während die zweite leer läuft, d. h. mit dem Zählt erksgetriebe weder mittelbar noch unmittelbar verbunden ist.
Diese Membran ist daher totes Gewicht und verhindert eine genaue Messanzeige.
Im Gegensatz zu diesen bekannten Ausführungen sind beim Gasmesser gemäss der Erfindung, der zwei oder mehrere Membranen aufweist, zwei oder mehrere Messkammern ausser durch feste Wände, je durch mindestens zwei treibende Membranen begrenzt. Dadurch wird erreicht, dass bei gleich grossen Membranoberflächen die Leistung des Messers gesteigert wird. Anderseits kann man bei gleicher Leistung die Abmessungen des Messers verkleinern.
Die Zeichnung zeigt in den Fig. 1-3 schematisch drei Ausführungsformen des Gasmessers gemäss der Erfindung. Fig. 4 dient zur Erläuterung der Wirkungsweise des Gasmessers nach Fig. 3.
Nach Fig. 1 sind zwei das Zählwerk treibende Membranen 1 und l'mit einem Rahmen 3, der aus festen Wänden besteht, durch Falze 4 verbunden. Die Versteifungsplatten 2 sind mittels um 7 drehbarer Hebel 5 und Stangen 6 gegenläufig gekoppelt, so dass die Membranen in jedem Zeitpunkt gleiche, jedoch entgegengesetzt gerichtete Wege zurücklegen. Alle diese Teile sind in dem aus dem Mantel 8 und dem Boden 9 gebildeten Gehäuseraum K1 angeordnet, in welchen der Stutzen 81 mündet.
Von den Membranen 2 und den festen Wänden 3 wird im Gehäuseraum K1 eine Kammer K2 umschlossen, die mit dem Stutzen 82 in Verbindung steht. Wird bei 81 Gas eingeleitet, so werden beide Membranen durch die Kopplung gleichmässig gegeneinander gedrückt und das Gas muss aus der Kammer K2 durch 82 entweichen. Bei Umkehrung des Gasstromes schwingen die Membranen auseinander, K2 füllt, K1 entleert sich. Die Kopplung der beiden Membranen bewirkt, dass sie in jedem Zeitpunkt den Rauminhalt der Kammern K1 und K2 in gleichem Sinn verändern. Von der Welle 7 kann die Bewegung für die Steuereinrichtung bzw. das Zählm erk abgeleitet werden. Man kann die Membranen aber auch auf andere Art mit der Steuerung und dem Zählwerk verbinden.
Die wirksame Fläche der Membranen 2,2'kann für gleichen Inhalt des Messers bei ungefähr doppelter Tiefe, d. h. in der Richtung der Membranbewegung, nur halb so gross sein, bzw. die Membranen müssen bei gleicher Fläche jede nur halb so weit ausschwingen, als bei einem Zweikammermesser mit einer Mittelmembran. Im ersten Fall kann man mit kleineren Membranen auskommen, was den Vorteil ergibt, dass sie leichter fehlerfrei aus den Fellen geschnitten werden können und weniger Abfall ergeben, im zweiten Fall wird das Membranmaterial mehr geschont.
Beide Arten können auch vereinigt werden, sie ergeben dann besonders günstige Gehäuseabmessungen bzw. Raumausnutzung.
Nach Fig. 2 sind zwei Kammern nach Art der Kammer K2 nach Fig. 1 in einem Gehäuse unter-
EMI1.1
dem Gasein-und-auslass verbunden sind. Man kann aber auch, wie punktiert angedeutet, die Stutzen 82, 83 durch einen Stutzen 84 verbinden. Dann wirken die beiden Kammern K2 und K3 als
<Desc/Clms Page number 2>
eine einzige von vier Membranen begrenzte Kammer, die sich noch mehr in die Tiefe erstreckt, als die Kammer K2 nach'Fig. 1, und die bei gleichem Rauminhalt nur etwa ein Viertel der Membrangrösse erfordert, als bei einem gewöhnlichen Zweikammermesser mit einer einzigen Mittelmembran.
Bei Weglassung des Verbindungsstutzens 84 bekommen aber die Kammern K2 und K3 verschiedene Bedeutung, und ergeben zusammen mit der Kammer Zi einen Dreikammermesser mit zwei Doppelmembranen, dessen drei Kammern durch die Stutzen S1, S2, S3 gesteuert werdem. Unter Doppelmembran ist hier die Anordnung von zwei Membranen verstanden, welche beide mindestens eine Messkammer oder ständig miteinander verbundene Messkammern begrenzen. Werden die Messkammern von drei und mehr Membranen begrenzt, so entspricht dies sinngemäss Drei-bzw. Vierfaehmembranen.
Nach Fig. 3 sind die beiden benachbarten Membranen der Kammern Zg, 7 der Fig. 2 zu einer einzigen Membran vereinigt, so dass die Anzahl der Membranen gleich ist der Anzahl der Messkammern.
EMI2.1
den Gaseinlass bzw. Gasauslass angeschlossen ist. In der zur Erläuterung der Arbeitsweise des Messers nach Fig. 3 dienenden Fig. 4 sind die Membranen so angeordnet dargestellt, dass dadurch die Kraft- übertragung auf den Kurbeltrieb übersichtlich wird.
Durch die Stutzen 81, 2, 3 werden mittels Verbindungsleitungen je eine Messkastenschale zwei benachbarter Membranen zu je einer Messkammer ri bzw. Ks und E3 vereinigt. An den Membranplattenscharnieren 10, 10', 10" sind unmittelbar die Schubstangen für den Kurbeltrieb mit dem Drehpunkt M angelenkt gedacht, welche alle im Sinne des Pfeiles auf einen gemeinsamen Kurbelzapfen wirken, u. zw. im Winkel von 120 .
Wenn man die Drehrichtung der Kurbel im Sinne des eingezeichneten Pfeiles annimmt, so wirkt
EMI2.2
treibend. Bei Einleitung von Gas in den Stutzen 82 wirkt die Membran l'auf die Kurbel von III über IV, V bis V'treibend, und bei Einleitung von Gas in den Stutzen 83 wirkt die Membran 1" auf die Kurbel von V über VI, I bis II treibend. Totlagen können somit an der Kurbel nicht auftreten.
Da jedoch das in die Stutzen 81, 82, 83 eingeleitete Gas nicht nur auf je eine oben genannte Membran einwirkt, sondern auf zwei Membranen, u. zw. in solchem Sinn, dass der Rauminhalt der jedem Stutzen zugeordneten Messkammer im gleichen Sinn verändert wird, vereinfacht sich das Steuerungsbild des Messers in folgender Weise. Der Rauminhalt der Kammer K1 wird durch die Membran 1 bei der Kurbelstellung I und durch die Membran 1" bei der Kurbelstellung II am stärksten verkleinert. Der Mindestwert liegt demgemäss symmetrisch zwischen 7 und II, also bei der Kurbelstellung a ; der Grösstwert gegenüber, d. i. bei der Kurbelstellung d. Sinngemäss übertragen auf die Wirkungsweise der Membranen der
EMI2.3
Höchstwert bei f, für die Kammer Ts der Mindestwert bei e, der Höchstwert bei b.
Daraus folgt, dass das Gas bei den Kurbelstellungen a, c und e der Reihe nach in die Stutzen 81 S2S3 bzw. in die Kammern Fizz K., einströmen muss. Der Gasauslass aus den Kammern K"K"K"muss bei den Kurbelstellungen d, b freigegeben werden. Die Resultierende der Kurbelschubkräfte verläuft bei dieser Steuerung ausserordentlich gleichmässig.
. Die in den Fig. 2 und 3 dargestellten Kammeranordnungen können beliebig vervielfacht und miteinander vereinigt werden. Die Grenze bilden hiebei nur praktische Erwägungen. Ferner können die Kammern statt mit zwei oder vier auch mit drei Membranen oder einer geraden oder ungeraden Anzahl von Membranen ausgestattet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gasmesser mit zw ei oder mehreren Membranen, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere Messkammern ausser durch feste Wände je durch mindestens zwei treibende Membranen begrenzt sind.