AT126736B - Verfahren zum Betrieb eines Leuchtgasrohrnetzes mit Erdgas. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb eines Leuchtgasrohrnetzes mit Erdgas.

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Richard Dr Leiser
Julius Ing Kovacevic
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Richard Dr Leiser
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  Verfahren zum Betrieb eines Leuchtgasrohrnetzes mit Erdgas. 



   Es ist ohne weiteres nicht möglich, zur Beleuchtung, zum Heizen, Kochen u. dgl. dienende Gasbrenner, die für Leuchtgas gebaut sind, mit Erdgas (Methan) zu betreiben, da das letztere einen höheren Heizwert, einen grösseren Luftbedarf und viele andere abweichende Eigenschaften hat. Es sind daher beim Umstellen eines Stadtnetzes von Leuchtgas-auf Erdgasbetrieb bei allen Verbrauchern Adaptierungen vorzunehmen, was umständlich und kostspielig ist. 



   Es wird daher erfindungsgemäss vorgeschlagen, dem Erdgas andere Gase zuzumischen, um dadurch seine Eigenschaften denen des Leuchtgases insofern ähnlich zu machen, dass es in den vorhandenen Brennern und Geräten verbrannt werden kann. Um den Heizwert des Methans herabzusetzen, kann man es mit einem unbrennbaren Gas wie Stickstoff, Rauchgas, insbesondere aber auch mit Luft verdünnen. Die letztere kann ohne Bedenken zugemischt werden, da die Explosionsgrenzen zwischen zirka 87% und 94% Luft liegen. Durch Zusetzen eines der erwähnten Gase erhält man ein Gemisch, das in   Leuchtgasgeräten   verbrannt werden kann, wenn auch nicht alle Eigenschaften denen des Leuchtgases gleich sind.

   Will man alle bei der Verbrennung in Betracht kommenden Eigenschaften, also Heizwert, Luftbedarf,   Entzündungsgeschwindigkeit,   Verbrennungstemperatur, spezifisches Gewicht, Explosionsgrenzen und Entzündungstemperatur denen des Leuchtgases möglichst ähnlich machen, so muss man mehrere Gase zusetzen, zweckmässig solche, welche in Leuchtgas enthalten sind, und in solchen Mengen, dass das resultierende Gemisch angenähert die Zusammensetzung eines Leuchtgases hat. Es sollen demnach vorzugsweise Wasserstoff und Kohlenoxyd zugesetzt werden. Dies geschieht sehr vorteilhaft durch Zusatz von Wassergas, Generatorgas, Halbwassergas und ähnlicher aus Kohle billig erzeugbarer gasförmiger Produkte. 



   Es wird   erfindungsgemäss   ferner vorgeschlagen, solche Gasgemische, wie sie durch mehr oder weniger vollständige Verbrennung von Methan mit Sauerstoff oder Luft oder durch Umsetzung von Erdgas (Methan) mit Wasserdampf oder Kohlensäure bei hoher Temperatur entstehen, zur Beimischung für den vorgenannten Zweck zu verwenden. Man ist durch Kombination von zwei oder mehr Reaktionen der obengenannten Art in der Lage, innerhalb weiter Grenzen beliebige Mischungsverhältnisse von Wasserstoff, Kohlenoxyd und eventuell auch Stickstoff und Kohlensäure herzustellen, die ihrerseits wieder in beliebigem Verhältnis mit Methan und Luft gemengt werden können, um den obengenannten Zweck zu erreichen. 



   Beispiel 1 : 1 Vol. Methan wird mit 1 Vol. Wasserdampf gemischt durch einen auf 1200  erhitzten Wärmespeicher geleitet. Das abziehende Reaktionsgemisch, bestehend aus zirka 1 Vol. Kohlenoxyd und 3 Vol. Wasserstoff wird mit weiteren 2 Vol. Methan vermischt und ergibt sodann ein Gemisch ungefähr folgender Zusammensetzung :
50% Wasserstoff   33%   Methan   16%   Kohlenoxyd nebst kleinen Mengen Kohlendioxyd, Stickstoff usw. Der obere Heizwert pro   m3   Gemisch beträgt 4767 Kalorien ; Luftbedarf ist 5 Volumteile Luft auf 1 Vol. Gas. Das Gas hat also ähnliche Zusammensetzung und Eigenschaften wie ein durchschnittliches Leuchtgas. 



   Beispiel 2 : Herstellung eines Gemisches von 2 Vol. Wasserstoff und 1 Vol. Kohlenoxyd. a) Methan wird pro m3 mit   0-5 in3   Sauerstoff gemischt und bei hoher Temperatur verbrannt, wobei   l/M Kohlenoxvd   und 2 m3 Wasserstoff entstehen. 

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 durch einen auf 1300  erhitzten Wärmespeicher geleitet. Es resultieren 4 Vol. Kohlenoxyd und 8 Vol. Wasserstoff.   Hiebei werden 2207 Kalorien   pro   rn3   Methan verbraucht, müssen also vorher dem Wärmespeicher z. B. durch Verbrennen eines theoretischen Methan-Luft-Gemisches zugeführt werden. 



   Von dem so erhaltenen Gasgemisch können beispielsweise 3 Vol. mit 2 Vol. Methan vermischt werden, wodurch man ein Gas von ungefähr   40%     Wasserstoff : 200/0 Kohlenoxyd   und 40% Methan erhält. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Verfahren zum Betrieb eines Leuchtgasrohrnetzes mit Erdgas, dadurch gekennzeichnet, dass dem im Rohrnetz fortzuleitenden Erdgas andre Gase beigemischt werden, durch die es insofern dem Leuchtgas ähnliche Eigenschaften erhält, dass es in den vorhandenen Brennern und Geräten des Netzes ohne Adaptierung oder Auswechslung verbrannt werden kann.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Erdgas (Methan) unbrennbare Gase wie Stickstoff, Rauchgas oder Luft zugesetzt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Erdgas Wasserstoff und Kohlenoxyd als solche oder in Form von Generatorgas, Wassergas u. dgl. zugesetzt werden.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz von Gasen oder Gasgemischen zum Erdgas durch teilweises Verbrennen von Erdgas mit Sauerstoff oder Luft bei hoher Temperatur oder durch Umsetzen desselben mit Wasserdampf oder Kohlensäure gewonnen werden.
AT126736D 1929-06-25 1929-06-25 Verfahren zum Betrieb eines Leuchtgasrohrnetzes mit Erdgas. AT126736B (de)

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