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Erfahrungen mit kurzen Wellen, beispielsweise von der Grössenordnung 15 m Länge, haben ergeben, dass Telegraphierzeichen von sehr kurzer Dauer, z. B. Grössenordnung Vmoo Sekunde, am Empfänger nicht immer scharf, sondern verbreitert eintreffen. Ferner sind andere Störwirkungen vorhanden, z. B. Bahnänderungen der zwischen Sender und Empfänger verlaufenden Welle. Hiedurch entstehen zeitliche Verschiebungen im Eintreffen des Signals, die sich z. B. bei Bildtelegraphie als Ausfransungen einer glatten Kante äussern. Die genannten Einflüsse stellen deshalb durch die entstehenden
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lichen Betrag von etwa der Breite eines Bildpunktes zu reduzieren, muss dann die Umlaufgeschwindigkeit der Bildtrommel und damit die Übertragungsleistung entsprechend herabgesetzt werden.
Die Erfindung gibt einen Weg an, um den vorstehenden Nachteil unter Anpassung an die dargestellten Eigenarten der Kurzwellenübertragung zu vermeiden, d. h. unverändert hohe Übertragungsleistungen zu erzielen. Zu diesem Zwecke werden die zu faksimilierenden Nachrichten oder Dokumente auf eine Mehrzahl entsprechend verlangsamter Sende-und Empfangstrommeln aufgeteilt und jeder einzelnen Verbindung dieser Art ein besonderer Übertragungskanal von entsprechend verminderter Frequenzbandbreite zugeordnet, derart, dass nunmehr bei unveränderter Übertragungsgesamtleistung, z. B. gemessen in Wörtern pro Minute, das totale in Anspruch genommene Frequenzband nicht breiter ist, als wenn man unter Benutzung einer einzigen Trommel mit entsprechend vergrösserter Geschwindigkeit arbeiten würde.
Als getrennte Übertragungskanäle im vorstehenden Sinne sind verschiedene, durch elektrische Filter begrenzte und trennbare Frequenzbänder anzusehen, wie sie in der Wechselstrom-Mehrfachtelegraphie (Tontelegraphie) verwendet werden. In diesem Falle würden also das oder die Seitenbänder der gewöhnlichen Trägerwellenmodulation eines Senders aus mehreren Abschnitten bestehen und jedem Abschnitt ein Übertragungskanal zugeordnet sein. Man kann aber auch im speziellen Falle an die Verwendung mehrerer Sender mit verschiedenen, ziemlich dicht beieinanderliegenden Trägerwellen, entsprechend der Anzahl der parallel arbeitenden Übertragungen, denken.
Vorteilhaft wird im erstgenannten Falle nach der Einseitenbandmethode mit unterdrückter Trägersehwingung gearbeitet. Hiebei wird die gesamte vom Sender ausgestrahlte Leistung nur auf die für die Übertragung notwendigen Frequenzen verwandt. Würde man z. B. die Übertragungsgeschwindigkeit mit Rücksicht auf die beschriebenen Störerscheinungen auf ein Drittel der jetzigen herabsetzen müssen, so müsste das übertragene Band drei Abschnitte enthalten, innerhalb deren die Bildfrequenzen für die getrennten Übertragungen liegen. Hiedurch wird zwar nur ein Drittel der Senderleistung für jeden Kanal ausgestrahlt und dadurch die Empfangslautstärke herabgesetzt.
Durch die entsprechende Verengung des Frequenzdurchlässigkeitsbereiches jedes Empfängers wird aber wiederum der an dessen Ausgang wirksame Störspiegel gleichfalls entsprechend vermindert und so eine erhöhte Verstärkung möglich, die die geringere auf jeden Kanal entfallende Senderleistung kompensiert.
Das vorstehend angegebene Verfahren kann sowohl für Faksimiletelegraphen mit Trommeln wie auch für solche mit fortlaufenden streifenförmigen Bildträgern Verwendung finden. Eine beispiels-
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obere Teil die Anordnung zum Senden, der untere Teil die Anordnung zum Empfangen darstellt. Es werden unter Verwendung der gleichen Antriebsvorrichtung drei Bildtrommeln 1, 2, 3, die mit Übertragungsdokumenten versehen sind, abgetastet. Zum Antrieb dient beispielsweise ein Elektromotor 4, auf dessen Achse in bekannter Weise ein Synchronmotor 5 sitzt, der infolge Beschickung mit einer Normalfrequenz die Drehzahl genau regelt. Diese wird für die Trommeln 1, 2,3 durch ein Getriebe 6 passend reduziert.
Von dem gleichen Antrieb aus werden über Kegelräder 7, 8 die drei Lochscheiben verschiedener Lochzahl 9, 10, 11 in Rotation gehalten. Diese dienen zur Unterbrechung des Abtastlichtes mit ver- schiedenen Frequenzen. Z. B. möge die Lochscheibe 9 eine Lichtfrequenz von 1500 in der Sekunde, Scheibe 10 eine solche von 3000 in der Sekunde, Scheibe 11 endlich eine solche von 4500 in der Sekunde
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modulierte Schwingungen von 1500,3000 und 4500 Perioden Trägerfrequenz mit Seitenbändern, deren Breite durch die Abtastgeschwindigkeit und die Hell-Dunkelverteilung in den einzelnen zu übertragenden Dokumenten gegeben ist.
Durch die Grösse der Abtastgeschwindigkeit wird dafür gesorgt, dass die Modulationsbreite in jedem Kanal den zulässigen Betrag nicht überschreitet. Hinter die Verstärker 23,24, 25 sind Siebketten oder Filterkreise 26, 27, 28 geschaltet, welche nur je ein Seitenband der Modulation der drei Trägerschwingungen durchzulassen brauchen. Z. B. kann das Filter 26 das Schwingungsband 1500-2500, Filter 27 das Band 3000-4000, Filter 28 das Band 4500-5500 durchlassen. Es ist aber in gewissen Fällen bequemer, beide Seitenbänder der Trägerschwingung zu übertragen, wobei vorausgesetzt wird, dass sie genügend begrenzt werden können, um nicht in den benachbarten Übertragungskanal hineinzugeraten. Z. B. würde man dies erreichen, wenn die Modulationsbreite der genannten Trägerschwingungen den Betrag von etwa 600 Perioden in der Sekunde nicht übersehritte.
Die Filter 26, 27, 28 würden dann z. B. die Frequenzbänder 900-2100, 2400-3600, 3900-5100 durchzulassen haben.
Die durchgelassenen Frequenzen wirken über einen gemeinschaftlichen Transformator 29 auf die Modulationseinrichtung des Kurzwellensenders 30. Die nähere Ausführung dieses Senders, der Antennen usw. interessiert hier nicht.
Die von dem Kurzwellenempfänger 31 aufgenommene Hochfrequenz wird zunächst in bekannter Weise erstmalig demoduliert und die verstärkte Niederfrequenz, die das Gemisch der drei Übertragungsfrequenzbänder enthält, durch drei Filter 33, 34, 35 sinngemäss gefiltert. Falls beide Seitenbänder jeder Trägerschwingung von den Filtern 33, 34, 35 durchgelassen werden, ist es nur nötig, in den Endverstärkern 36,37, 38 eine nochmalige Demodulation durch Gleichrichtung vorzunehmen, um die Bildschreibfrequenzen unmittelbar zu erhalten. Wird aber nur je ein Seitenband der Lochscheibenfrequenzen unter Unterdrückung der Trägersehwingung zum Empfänger übertragen, so müssen diese Lochseheibenfrequenzen dort künstlich zugesetzt werden. Hiezu dienen bekannte Frequenzgeneratoren, z.
B. die Unterbrecher 51, 52, 53, die in den Stromkreis einer Gleichstromquelle 54 eingeschaltet sind und von der Synchronantriebsvorrichtung 49, 50, die der senderseitigen 4, 5 entspricht, über das Kegelrad 48 mit konstanter Drehzahl angetrieben werden. Die Bildfrequenzen, die am Ausgang der Verstärker 36, 37, 38 erhalten werden, werden nun drei getrennten Schreibeinrichtungen zugeführt. Der Einfachheit halber ist hier an elektrochemische Niederschrift gedacht, wobei drei Schreibspitze 39, 40, 41 auf angefeuchtetem und besonders präpariertem Papier gleiten, das auf die drei Empfangstrommeln 42, 43,44 aufgelegt ist. Zu diesem Zweck muss natürlich eine Gleichrichtung der Bildfrequenzen erfolgen. Dies kann mit Hilfe der Endröhren der Verstärker 36, 37, 38 geschehen.
Die Verstärker haben dann gleichzeitig die Funktion der Rückgewinnung und der Gleichrichtung der Bildfrequenzen. Die drei Trommeln 42, 43, 44 werden entsprechend der Senderseite durch ein Reduktionsgetriebe 47 mit passender Drehzahl angetrieben und durch eine Spindel 45, 46 entsprechend der Senderseite axial verschoben.
Statt des elektrochemischen Bildempfangs kann natürlich auch der photographische verwendet werden. An die Stelle der Schreibspitze 39, 40, 41 treten dann sinngemäss drei Lichtrelais bekannter Art.
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