AT125689B - Verfahren zur Herstellung photographischer Emulsionen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung photographischer Emulsionen.

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Georg Schwarz
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Georg Schwarz
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung photographischer Emulsionen. 



   Den bisher üblichen Verfahren zur Herstellung photographischer Emulsionen liegt prinzipiell folgende Reaktion zugrunde : 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 und gewaschen, um das bei dieser Reaktion nicht vermeidbare Kaliumnitrat zu entfernen. 



   Es ist bekannt, mit Hilfe von Membranedialyse photographisehe Emulsionen herzustellen. Bei diesem Verfahren bleibt das gemäss obenstehender Reaktion sich bildende Kaliumnitrat in der Emulsion. Es ist ferner ein Verfahren zur Erzeugung von unlöslichen Niederschlägen auf Folien bzw. Gebilden aus Zellulose, Nitrozellulose, Gelatine od. dgl. bekannt, bei welchem die zu imprägnierende Folie zur Mittelwand eines Gefässes gemacht wird und in die so geschaffenen Räumen Lösungen gegeben werden, die bei ihrem Zusammentreffen in der Folie unlösliche Verbindungen bilden, wobei ausserdem noch zur Beschleunigung des Wanderns der den Niederschlag bildenden Komponenten allenfalls ein elektrisches Potentialgefälle zur Anwendung kommt. Diese bekannten Verfahren haben den Nachteil, dass das Endprodukt mit unerwünschten Reaktionsprodukten verunreinigt ist. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun ein neues Verfahren zur Herstellung von photographischen Emulsionen, dessen besonderer Vorteil darin besteht, dass das Endprodukt von unerwünschten Reaktionsnebenprodukten vollkommen frei ist und dessen wesentliches Kennzeichen darin besteht, dass das Schutzkolloid in die durch zwei Menbranen abgegrenzte Mittelzelle eines Dreizellenapparates gebracht wird, in welche die Silberionen aus dem Anodenraum und die Halogenionen aus dem Kathodenraum unter in an sich   bekanntem Einfluss   des elektrischen Stromes wandern und sich im Mittelraum zur Halogensilberemulsion vereinigen, wobei das Anion des verwendeten Silbersalzes und das Kation des verwendeten Halogensalzes vom Schutzkolloid durch die Membranwände und den elektrischen Strom ferngehalten wird, so dass es möglich wird,

   die so entstehende Emulsion ohne den üblichen   Waschprozess   direkt auszugiessen. 



   Der gemäss dem neuen Verfahren verwendete Dreizellenapparat bietet den grossen Vorteil, dass man den Mittelraum, der durch die Dialysiennembran von den beiden Seitenräumen getrennt ist, mit zusätzlichen technischen Einrichtungen, wie z. B. mit einem Heizkörper oder mit   Kühlschlangen,   mit einem Rührwerk od. dgl. versehen kann. Ferner kann man in diesen Mittelraum des Dreizellenapparates zusätzliche, von den Nebenräumen unabhängige chemische Reaktionen vornehmen. 



   Die vorliegende Erfindung bezweckt ferner in erster Linie ein Verfahren, bei welchem die Silberhalogenidgelatineemulsion gleich in reinem Zustande entsteht, so dass ein Pressen in Nudeln, sowie ein Waschen nicht notwendig ist, die Fabrikation also vereinfacht und verbilligt wird. 



   In zweiter Linie bezweckt das neue Verfahren   kolloidchemiseh   wohldefinierte Arbeitsbedingungen zu schaffen, um dadurch ein wohldefiniertes und jederzeit sicher reproduzierbares Fabrikationsprodukt zu erhalten, was bei keinem der bisher ausgeübten Verfahren möglich war. 



   Die prinzipielle Ausführung des Verfahrens ist demnach folgende :
Die Mittelzelle obgenannten Dreizellenapparates, welche als Thermostat ausgebildet und von dem Anoden-und Kathodenraum beiderseits durch Membranen getrennt ist, wird mit der Lösung eines Schutzkolloides, z. B.   10%   Gelatine gefüllt. 



   Der Kathodenraum enthält das Halogensalz, z. B.   lösliches   Cl, Br und Jodsalze, oder eine ihrer Kombinationen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der Anodenraum enthält das Silbersalz, z. B.   Agog.   



   Wenn man nun unter strenger Beachtung der Pole einen Gleichstrom einschaltet, so wandern aus dem Anodenraum Silberionen, aus dem Kathodenraum Halogenionen, d. h. aus beiden nur diese in die Mittelzelle, wo sie sich zu dem Silberhalogenid vereinigen. 



   Zum Schluss enthält der Anodenraum das Anion und der Kathodenraum das Kation der in den betreffenden Zellen verwendeten Salze, da diese dem Strom entgegen nicht wandern können. Es findet selbstverständlich auch eine Wanderung der H-und OH-ionen statt, wodurch im Kathodenraum eine Alkalische und im Anodenraum eine sauere Reaktion auftritt. Die Mittelzelle enthält die reine Silberhalogenid-Gelatineemulsion schon bei ihrer Bildung in reinem Zustand und diese bedarf keiner weiteren Reinigung, z. B. vom Kaliumnitrat, was bei den bekannten anderen Verfahren der Fall ist. 
 EMI2.1 
 angegeben werden :
In die Mittelzelle wird eine   10% ige   Gelatine gefüllt. In den Anodenraum wird eine Lösung von 30 g Silbernitrat in Wasser und in den Kathodenraum eine Lösung von 25 g Kaliumchlorid eingefüllt.

   Hierauf 
 EMI2.2 
 raum eine Chlorsilbergelatinebildung stattgefunden hat.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung photographischer Silberhaloidemulsionen, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzkoloid in die durch zwei Membranen abgegrenzte Mittelzelle eines Dreizellenapparates gebracht wird, in welche die Silberionen aus dem Anodenraum und die Halogenionen aus dem Kathodenraum unter in an sich bekanntem Einfluss des elektrischen Stromes wandern und sich im Mittelraum zur Halogensilberemulsion vereinigen, wobei das Anion des verwendeten Silbersalzes und das Kation des verwendeten Halogensalzes vom Schutzkolloid durch die Membranwände und den elektrischen Strom EMI2.3
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