AT124725B - Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Wassergas aus Kohlen- oder Koksstaub und Wasserdampf. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Wassergas aus Kohlen- oder Koksstaub und Wasserdampf.

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AT124725B
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  Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen   Herstellung   von Wassergas aus
Kohlen-oder Koksstaub und Wasserdampf. 



   Bei der Herstellung von Wassergas wird Kohle und Wasserdampf bei ungefähr 1100  C zur Reaktion gebracht. Dies kann geschehen, indem man Wasserdampf durch glühende Kohle leitet. Der dabei entstehende Nachteil besteht in der   Unmöglichkeit   eines kontinuierlichen Betriebes, da sich die Kohle infolge der verbrauchten Reaktionswärme abkühlt. Bei einem solchen Betriebe ist es notwendig, z. B. durch Durchblasen von Luft, die nötige Temperatur wieder herzustellen. 



   Um ein kontinuierliches Verfahren zur Wassergaserzeugung zu erreichen, ist es notwendig, die zur Reaktion notwendige Wärme auf andere Weise zuzuführen. Man hat. z. B. vorgeschlagen, einen Teilstrom des fertigen Wassergases in Regeneratoren zu erhitzen und dieses erhitzte Wassergas einem Reaktionsraum zuzuführen, wo dem Wassergas dann die Staubkohle und der Wasserdampf zur Bildung neuen Wassergases zugesetzt werden, wie dies in der österr. Patentschrift Nr. 115242 dargelegt ist. Man. hat auch schon vorgeschlagen, das in Regeneratoren hoch erhitzte Wassergas einem festen Brennstoffbett mit Wasserdampf vermischt zuzuführen, um dadurch eine Wassergasreaktion zu erzielen. 



   Die Erfindung bezieht sich darauf, dass der Regenerator gleichzeitig als Reaktionsraum benutzt wird und dass der oder die nicht arbeitenden Regeneratoren in bekannter Weise durch einen Teilgasstrom des im arbeitenden Regenerator erzeugten Wassergases aufgeheizt werden, wobei die Abzweigung des Heizgases durch eine an der Abzweigstelle des Heizgasstromes zur Wirkung gebrachte Druckdifferenz aufrechterhalten wird. 
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 Dort wird   durch 10   Luft zugeführt, und bei12 werden die Rauchgase, nachdem sie ihre Wärme an den Regenerator 2 abgegeben haben, abgezogen. Es ist ohne weiteres möglich, dass in an sich bekannter Weise 
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 und dort durch einen Schieber einreguliert werden können. Die durch 12 abziehenden Rauchgase haben sich soweit abgekühlt, dass der Schieber durch sie nicht mehr beschädigt wird.

   Die Anordnung irgendeines weiteren Absperrorganes in den heisseren Teilen des Gasstromes ist durch diese Anordnung vermieden. 



   Die Einregulierung des abgezweigten Gasstromes lässt sich noch unterstützen durch geeignete Bemessung des Widerstandes des von dem Gasstrom durchflossenen Kanals 9 bzw. durch geeignete Bemessung der   Durchtrittsöffnung   4. 



   Eine weitere Verbesserung des Verfahrens wird dadurch erreicht, dass der durch 10 eintretenden Verbrennungsluft Verbrennungsabgase oder Wasserdampf zugesetzt werden, um die Verbrennungstemperaturen zu mässigen. Dies empfiehlt sich deshalb, weil die Verbrennung des bei 14 abgezweigten Heizgasstromes mit reiner Luft sehr hohe Temperaturen ergeben würde, die das Material im Regenerator sehr rasch zerstören könnten. 



   Während der Regeneratorraum 2 auf diese Weise aufgeheizt wird, findet im Regeneratorraum 1 die Wassergaserzeugung statt. Dies kann so geschehen, dass der von 16 abgezweigte Gasstrom, mit Kohlenoder Koksstaub gemischt, bei 6 eingeblasen und der Wasserdampf bei 7 zugesetzt wird. Selbstverständlich können die Eintrittsöffnungen 6 und 7 vertauscht werden. Es ist auch möglich, den Wasserdampf mit Kohlenstaub zu mischen und den abgezweigten Wassergasstrom allein einzublasen. Dieses Wassergas- 

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 Wasserdampf-Kohlenstaubgemiseh steigt dann in dem Raum 1 nach oben, wobei der Kohlenstaub mit dem Wasserdampf, sobald die nötige Temperatur erreicht ist, zur Reaktion kommt und sich neues Wassergas bildet. Durch die Öffnung 3 tritt das Gas dann in den Raum 5.

   Durch ein in diesem Raum eingeführtes langes Rohr wird es in seiner Strömung zu einem zweimaligen Richtungswechsel gezwungen und gibt dabei seinen Aschenstaub ab, der sich in einem   Aschensack S   ansammelt. 



   Hat sich der Raum 1 abgekühlt und ist der Raum 2 aufgeheizt, so wird die Anlage umgeschaltet und Raum 1 wird aufgeheizt, während Raum 2 zur Wassergaserzeugung herangezogen wird. Selbstverständlich können anstatt der beiden Räume 1 und 2 auch mehrere kreisförmig um den Kanal 5 herum angeordnete Regeneratoren Verwendung finden. 



   Eine Modifikation der Einrichtung nach Fig. 1 zeigt die Fig. 2. Hier ist in den Regeneratorräumen 1 und 2 eine Trennwand angebracht, so dass erst das   Wassergas-Kohlenstaubgemisch   und der Wasserdampf allein auf die nötige Reaktionstemperatur gebracht werden. Im oberen Teil findet dann eine ziemlich rasche Wassergasentwicklung statt. Durch die Anordnung der Trennwand in den Regeneratoren wird es dann auch nötig, zwei getrennte   Rauehabzugskanäle     12,   wie in Fig. 2 angedeutet, vorzusehen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Wassergas aus Kohlen-oder Koksstaub und Wasserdampf, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des fertigen Wassergases, mit Kohlen-oder Koksstaub und Wasserdampf gemischt, einem Regenerator   zugeführt   wird, der dieses Gemisch auf die Reaktionstemperatur bringt und als Wassergaserzeugungsraum dient, und dass gleichzeitig die Aufheizung des oder der nicht arbeitenden Regeneratoren in an sich bekannter Weise durch Verbrennung eines Teiles des im arbeitenden Regenerator erzeugten Wassergases erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der für die Regeneratoraufheizung erforderlichen Verbrennungsluft Abgase oder Wasserdampf behufs Mässigung der Aufheiztemperatur zugesetzt werden.
    3. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der aufzuheizende Regenerator durch keine Absperrventile oder Schieber gegen den zwischen zwei oder mehreren Regeneratorräumen (1, 2) liegenden Gasraum (5) abgeschlossen wird, von welchem die Gasableitung (9) nach aussen führt.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasraum (5) als Staubabscheider ausgebildet ist.
    5. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeneratoren durch eine Zwischenwand geteilt werden, um die zur Reaktion nötigen Gas-und Dampfströme getrennt auf die nötige Reaktionstemperatur zu bringen.
AT124725D 1927-08-24 1928-08-10 Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Wassergas aus Kohlen- oder Koksstaub und Wasserdampf. AT124725B (de)

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