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Bohnergerät mit zweiteiligem Pumpenrohr.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Bohnergerät mit zweiteiligem Pumpenrohr, dessen oberer
Teil fest am Gerätestiel sitzt und dessen unterer mit dem Bohnermittel zu füllender Teil vom Stiel abnehmbar ist. Bei diesen bekannten Bohnergeräten liegt die Trennungsstelle des Pumpenrohres oberhalb des ganz hochgezogenen Kolbens, so dass der Kolben beim Abnehmen des unteren Pumpen- rohrteiles seine Führung verliert.
Zum Wiedereinführen des Kolbens in das Pumpenrohr muss man die Ledermanschette zumeist mit den Fingern zusammendrücken. Diese Arbeit ist nicht nur zeitraubend, sondern sie führt auch zu Beschmutzungen und kann unter Umständen auch zu einer Beschädigung der Ledermanschette
Anlass geben.
Die Erfindung beseitigt diese Nachteile dadurch, dass der Kolben auch bei abgenommenem unteren Pumpenrohrteil stets eine sichere Führung beibehält und auch in ganz hochgezogener Stellung von äusseren Einflüssen zuverlässig geschützt ist. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass das
Pumpenrohr unterhalb des ganz hochgezogenen Kolbens geteilt ist, so dass dieser bei abgenommenem unteren Pumpenrohrteil im oberen gleich weitem Pumpenrohrteil vollkommen geschützt untergebracht werden kann.
Auf der Zeichnung ist ein Bohnergerät nach der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform in Fig. 1 in Ansicht dargestellt. Fig. 2 ist ein teilweiser Längsschnitt nach der Linie 2-2 ; Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie 3-3, Fig. 4 ein solcher nach der Linie 4-4 und Fig. 5 ist eine
Seitenansicht des unteren Endes des Bohnergerätes.
Auf einem entsprechend langen Stiel a ist ein Handgriff b verschiebbar, an welchem eine Stange c befestigt ist, die in einer Längsnut d des Stieles a eingebettet liegt. Am unteren Ende der Stange a ist der mit einer Dichtung, z. B. einer Ledermanschette versehene Kolben f befestigt. Der Pumpenzylinder besteht aus zwei Teilen, u. zw. aus dem oberen kurzen Rohr g und dem unteren langen Rohr h. Die Trennungslinie der beiden Pumpenrohre liegt unterhalb des ganz hochgezogenen Kolbens. Das obere Pumpenrohr g sitzt am verdickten Ende i des Stieles a und befindet sich dicht eingepasst in einem übergeschobenen Rohrstück k, das am Stielende i mit Schrauben I befestigt ist. Die Rohre g und k können z. B. auch miteinander verschweisst sein.
Das untere Ende des Überschubrohres k ist mit einem oder mehreren Längsschlitzen m versehen und von einer Bandklemme n umfasst, die mittels einer Schraube o zusammengespannt werden kann. Vor dem Ende des unteren Pumpenrohres h ist dieses durch einen Boden p abgeschlossen, über welchem sich ein Auslaufstutzen r befindet, an dem für flüssige Arbeitsmittel ein Ventil angeschraubt werden kann. Unter dem Pumpenende befindet sich das jeweils verwendete Putzgerät, z. B. eine Bürste s, eine Polierplatte usw.
Beim Arbeiten mit dem Bohnergerät sind die beiden Pumpenrohre dicht aneinandergestossen und das Überschubrohr k hält das untere Pumpenrohr durch Klemmung fest :
Zum Füllen der leeren Pumpe ist die Klemmschelle n, o zu lockern und das untere Pumpenrohr h aus dem Rohrstutzen k herauszuziehen. Damit liegt das Pumpenrohr h frei und kann einfach und rasch von oben mit dem festen oder flüssigen Bearbeitungsmittel gefüllt werden. Der Pumpenkolben befindet sich dabei innerhalb des oberen Pumpenrohres g, liegt also stets geschützt im Rohr und kann auch nichts beschmutzen. Nach dem Zusammenfügen bilden die Pumpenrohrteile g, A wieder einen einheitlichen Pumpenzylinder von gleichem Durchmesser, so dass der Kolben f hindernislos betätigt werden kann.