AT124412B - Gasgefüllte Entladungsröhre. - Google Patents

Gasgefüllte Entladungsröhre.

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AT124412B
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Austria
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discharge
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gas
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Inventor
Rudolf G Dr Phil Berthold
Max Dr Phil Steenbeck
Original Assignee
Siemens Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    GasgefiUlte Entladhmgsröhre.   



   Die Erfindung betrifft eine   gasgefiillte   Entladungsröhre, die zwei für eine die Ionen der Hauptentladung liefernde   Hilfsentladung dienende Elektroden   besitzt, an die durch Kontaktgebung eine Spannung gelegt wird. 



   Gemäss der Erfindung ist der Steuerkreis zwischen der Hilfskathode und der Kathode angeschlossen, so dass eine Hilfsentladung entsteht, welche die   Hauptentladung zwischen   der Kathode und der Anode bewirkt, und dass die Regulierelektrode in der Nähe der Kathode derart angeordnet und auf solchem Potential gehalten wird, dass von der Kathode Elektronen nicht in zur   Aufrechterhaltung einer selbstän-   digen Entladung genügender Zahl emittiert werden, und somit die Hauptentladung nur durch die Entladung zwischen der Hilfskathode und der Kathode aufrechterhalten wird. 



   Die neue Entladungsröhre hat den Vorteil, dass bei der Verwendung als Relais mechanisch bewegte Kontaktteile, die bekanntlich oft betriebstechnische Schwierigkeiten vor allen Dingen aus dem Grunde mit sich bringen, weil der Entladungsvorgang beim Offnen der Kontakte physikalisch schlecht definiert ist, vermieden werden. Bei mehr oder weniger starkem Kleben der Kontakte der bekannten   Einrichtungen   tritt häufig eine verschieden starke Erwärmung der Elektrodenoberfläche auf, so dass auch für das Abreissen des Lichtbogens verschiedene Bedingungen vorliegen. 



   In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele sowie Beispiele zum Vergleich dargestellt. 
 EMI1.1 
 elektrode sowie des Sperrgitters ;
Fig. 3a veranschaulicht den Verlauf des Potentials für eine Anordnung ohne und
Fig. 3b den Verlauf für eine Anordnung mit Verwendung eines Sperrgitters. 



   Wie aus der in Fig. 1 dargestellten Kurve ersichtlich, ist der eingeschaltete Strom JA nicht quall- 
 EMI1.2 
 
Grenzwert überschreitet, ist der gesteuerte Strom eingeschaltet. Der Strom verläuft dabei entsprechend der gestrichelt verlängerten Kurve. 



   Die Anordnung wird beispielsweise so getroffen, dass die Hilfselektrode ziemlich nahe an der Hauptkathode liegt, so dass nur verhältnismässig geringe Spannungen notwendig sind, um eine ionisierte   selb-   ständige Entladung zwischen Hilfselektrode und Hauptkathode zu erhalten. Die Hilfselektrode kann hiebei entweder, wie in Fig. 2a dargestellt, auf der der Hauptentladung abgewandten Seite der Kathode liegen. Dann muss man die Hauptkathode netz-oder gitterförmig herstellen zweckmässig so, dass ein starkes   Durehgreifen   der Hauptentladung durch Sperrgitter und Hauptkathode auf die Hilfselektrode 
 EMI1.3 
 während Fig.   3 b   den Potentialverlauf bei Verwendung eines Sperrgitters zeigt. Durch das Sperrgitter wird, wie beispielsweise dargestellt, der Kathodenfall verringert. 



   Die Hilfsentladung liefert in die Hauptentladung Ionen eines solchen   Energiegchaltes, dass   sie ihrerseits fähig sind,   im Hauptentladungsraum Ionisierung zu bewirken.   Diese Ionisierung soll haupt- 

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   sächlich   in dem Raum stattfinden, welcher zwischen dem Sperrgitter und der Hauptkathode liegt, so dass also der Hauptkathode während des Brennens der   Hilfsentladung genügend   Energie für den Elek- tronenaustritt   zugeführt   wird. 



   Zweckmässig wird der Abstand zwischen Hilfselektrode und Kathode klein gewählt, damit keine grossen Steuerleistungen im Apparat auftreten können. Dem gleichen Zwecke dient   auch die Anordnung   dass die Hilfselektrode gegenüber der   Hauptkathode kleine Oberflächen   hat. 



   Bei dieser Anordnung fliessen beim Einsetzen der Hilfsentladung positive Ionen der   Hauptcnt-   ladung   zur   Hauptkathode. Sie sorgen durch ihre Trägheit dafür, dass der Kathodenstrom sehr bald gesättigt ist, u.   zw.. tritt   dies bei um so geringerem Werte ein, je kleiner die Oberfläche ist. 



   Tritt nun die Hilfserregung hinzu, so wird an der Kathode ein   Überschuss   an   Elektronen   frei- gemacht, die die an der Kathode liegende positive   Raumentladung # Kathodenfall # aufheben. Der  
Energiegehalt der Hauptentladung an der Hauptkathode soll so klein bleiben, dass er die   Aufhebung dz  
Kathodenfalles allein nicht bewirken kann. 



   Auch ist es wesentlich, dass die Maschenweite des Sperrgitters von derselben   Grössenordnung   ist wie die freie Weglänge der Ionen in der Hilfsentladung. 



   Ferner ist es möglich, dass die Hauptkathode gegenüber der Hilfselektrode die Anode bildet. 



   Ein solches Relais ist schematisch in Fig. 4 dargestellt. Damit die Hauptentladung zwischen der
Hauptkathode 1 und der Hauptanode 2 nur dann brennen kann, wenn die Hilfsentladung zwischen der
Kathode 1 und der Hilfselektrode 3 Elektronen in die Nähe der   Hauptkathode 1   liefert, muss, wie im vorstehenden erwähnt, die Hauptentladung unselbständig gehalten werden. Damit ist für die an die
Hauptelektroden      und 2 zu legende Potentialdifferenz (die Sperrspannung) eine obere Grenze gegeben. 



   Wird sie gesteigert, so wird die Hauptentladung selbständig, d. h. sie erlischt nicht mit dem   Aufhören   der Hilfsentladung. Die aus Leitern oder Isolatoren bestehenden Gitter   4,   die zwischen den   Elektroden   und 2 eingesetzt sind und die Aufgabe haben, der Hauptentladung in unmittelbarer Nähe der Kathode Energie zu entziehen, ermöglichen es allerdings, die Sperrspannung zu erhöhen, ohne dass die Hauptentladung selbständig wird, sie zeigen aber die unerwünschte Nebenwirkung, dass auch die Minimalspannung, bei der die Hauptentladung noch gerade brennt, heraufgesetzt wird.

   Um dem zu   begegnen, ato   die   Möglichkeit   zu schaffen, bei geringer Minimalspannung verhältnismässig hohe Sperrspannungen anwenden zu können, wird erfindungsgemäss der Abstand zwischen der Hauptkathode 1 und der Hauptanode 2 in der Grösse des kathodischen Dunkelraumes d gehalten (Fig. 5). Dann kann an die Hauptelektroden 1 und 2 des Rohres eine sehr hohe Spannung gelegt werden, ohne dass zwischen diesen beiden Elektroden eine Entladung bestehen kann.

   Die Entladung setzt aber sofort ein, sobald durch eine   Hilt,-   entladung zwischen der Hauptkathode 1 und der Hilfselektrode 3 Elektronen in die Nähe der Kathode 7 gelangen, weil durch den Hinzutritt dieser Elektronen die Dicke des Kathodendunkelraumes   wesentlich   abnimmt, und nunmehr der Abstand zwischen den Hauptelektroden 1 und 2 grösser ist als die Dunkelraumdieke. Diese Entladung, die den Charakter einer Glimmentladung oder eines   Niedervoltbo'ns   annimt, ist mehrere Grössenordnungen stärker als die Schaltentladung und hat eine   verhältnismässig   niedrige Brennspannung, dagegen eine hohe Sperrspannung. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Relaisvorrichtung mit einer Entladungsröhre mit Gasfüllung, die ausser einer Kathode und einer Anode eine Hilfskathode und eine Regulierelektrode enthält, dadurch gekennzeichnet, dass der 
 EMI2.1 
 entsteht, welche die   Hauptentladung   zwischen der Kathode und der Anode bewirkt, und   dass die R < wu-     lierelektrode   in der Nähe der Kathode derart angeordnet und auf solchem Potential gehalten   wird, dnü   von der Kathode Elektronen nicht in zur Aufrechterhaltung einer selbständigen   Entladung genügender   Zahl emittiert werden, und somit die Hauptentladung nur durch die Entladung   zwischen der Hilf. -   kathode und der Kathode aufrechterhalten wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrgitter aus Isolierstoff. z. B. Glas, besteht. EMI2.2 Hauptkathode liegt.
    5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselektrode im Vergleich zu den beiden Hauptelektroden eine kleine Oberfläche hat. EMI2.3
AT124412D 1927-08-17 1928-08-14 Gasgefüllte Entladungsröhre. AT124412B (de)

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