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Verfahren zur Prüfung von Gegenständen, insbesondere von Grammophonnadeln u. dgl., auf richtige Form, Lage oder Beschaffenheit mit Hilfe strahlungsempfindlicher Zellen.
Die Erfindung bezieht sich auf die Prüfung von Gegenständen hinsichtlich der Richtigkeit ihrer Form, Beschaffenheit oder Lage-und sie macht sich zu diesem Zwecke die bekannte Eigenschaft strahlungsempfindlicher Zellen, wie Photozellen oder Selenzellen, zunutze, um nach Massgabe der auf sie einwirkenden Strahlungsintensität bzw.-menge die Stromstärke in einem elektrischen Stromkreis, dem sie angehören, entsprechend zu verändern, so dass durch diese Änderungen eine Anzeige-, Ausschalt- oder Sortiereinrichtung betätigt werden kann.
Gemäss der Erfindung werden die zu prüfenden Gegenstände, in erster Linie Grammophonnadeln od. dgl., auf einem laufenden Band oder einer anderen Fördervorrichtung an eine bestimmte Stelle des von einer Strahlungsquelle auf eine strahlungsempfindliche Zelle geworfenen Strahlenbüschels gebracht, wo ihr zweckmässig mittels einer Projektionsvorrichtung entworfenes Schattenbild auf eine der richtigen Form oder Lage des Gegenstandes, z. B. der Nadel bzw. ihrer Spitze entsprechende Öffnung in einem Schirm, der im Strahlengang zwischen den Nadeln und der Zelle angeordnet ist, fällt und bei nicht richtiger Form, Lage oder Beschaffenheit Anzeige-, Ausschalt-oder Sortiervorrichtungen betätigt.
In der Zeichnung sind schematisch zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens veranschaulich.
Fig. 1 zeigt schematisch, wie die fertigen Nadeln N stehend auf einem laufenden Band B in den Bereich eines von einer Strahlungsquelle L ausgehenden Strahlenbündels geführt werden, das zweckmässig immer erst dann eingeschaltet wird, wenn eine Nadel in eine ganz bestimmte Stellung gebracht ist, in der ihr Schatten bzw. ihr mittels einer Projektionsvorrichtung entworfenes Schattenbild auf einem hinter ihr angebrachten, zweckmässig schwarzen Schirm S, z. B. aus Metall, auf jene Stelle fällt, an der eine der richtigen Form der Nadel bzw. ihrer Spitze entsprechende Öffnung s ausgenommen ist.
Fehlt nun die Spitze oder ist sie nicht richtig geformt, so ist der Schatten bzw. das Bild kleiner als die Öffnung s, und da zu grosse Nadeln bereits ausgeschieden wurden (siehe unten), fallen Strahlen auf die hinter dem Schirm S aufgestellte strahlungsempfindliche Zelle, vorzugsweise eine Photozelle Ph. Die etwa mit einer Verstärkereinrichtung cl bekannter Art verbundene Zelle spricht nun an und betätigt eine Anzeigevorrichtung oder sie bewirkt gleich, etwa mit Hilfe eines Relais, das Entfernen der fehlerhaften Nadel aus dem Bande. Zweckmässig können hiebei für die Zelle auch die bekannten Kompensationssehaltungen verwendet werden. Auch wird mit der Prüfung zweckmässig gleichzeitig eine Stüekzählung verbunden.
Um zu grosse Nadeln auszuschalten, empfiehlt es sich, die Nadeln in stehender Anordnung durch eine Passform zu ziehen. Da hiebei nur die Projektion der Nadel auf die Fläche der Form zur Wirkung gelangt, wäre es immerhin noch möglich, dass bei einer Nadel mit gequetschter Spitze, bei der es sich also eigentlich um eine Schneide handelt, die Nadel doch so durchgeführt wird, dass die Zelle nicht anspricht und die fehlerhafte Nadel infolgedessen nicht ausgeschieden wird. Um dies zu vermeiden, ist der eben beschriebene Vorgang mit um ihre Längsachse um 90 verdrehten Nadeln zu wiederholen.
Die Anordnung kann auch so getroffen werden, dass in einem Arbeitsgang sowohl die zu kleinen als auch die zu grossen Stücke lichtelektrisch ausgeschieden werden, indem die Öffnung s im Schirm S etwas grösser gemacht wird, als der richtigen Schattenbildgrosse entspricht, und die Anzeigevorrichtung oder das Relais nach Massgabe der zwischen dem Rand des Schattenbildes und dem der Öffnung s durchgehenden und auf die Zelle auffallenden Lichtmenge betätigt wird. Die ganze Einrichtung wird nun so eingestellt, dass sie bei richtiger Bildgrösse sich in Ruhestellung befndet, bei zu grossem oder zu kleinem
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Bilde und infolgedessen zu geringer bzw. zu grosser auffallender Lichtmenge aber entsprechend anzeigt oder auslöst.
In gleicher oder ähnlicher Weise können auch andere Formstücke, wie Kugeln und Bestandteile von Kugellagern, rasch und verlässlich geprüft werden ; ebenso die richtige Lage solcher Gegenstände, z. B. in ihren Lagern oder Fassungen.
Nach Fig. 2 werden die Nadeln N an einem Förderband befestigt, wieder an einen Schirm S gebracht, in die Passform s dieses Schirmes eingesteckt und gedreht. Eine starke Lichtquelle L, die ausserdem mit einer Sammellinse 0 versehen ist, wirft den grössten Teil ihres Lichtes auf die Nadelspitze. Ist nun die Spitze ungleichmässig, so geht in einer Stellung während des Drehens um 3600 Licht zwischen Schirm und Nadel durch und trifft auf die Zelle, und die belichtete Zelle betätigt wieder, wie oben, die Anzeigevorrichtung bzw. bewirkt die Entfernung der Nadel.
Bei der Prüfung von Gegenständen mit scharf ausgeprägten Teilen, wie z. B. glatten Kanten oder Schneiden, kann auf diese Weise auch eine Abweichung von der richtigen Beschaffenheit derselben nachgewiesen werden, indem die Reflexion bzw. Beugung der Strahlen an der Schneide od. dgl. und daher auch die auf die Zelle fallende Strahlenmenge bis zu einem gewissen. Grade von der Beschaffenheit der Schneide od. dgl. abhängt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Prüfung der richtigen Form, Lage oder Beschaffenheit von Gegenständen, insbe- sondere von Grammophonnadeln bzw. deren Spitzen, dadurch gekennzeichnet, dass die zu prüfenden Gegenstände (N) auf einem laufenden Band (B) od. dgl. an eine bestimmte Stelle des von einer Strahlungquelle (L) auf eine strahlungsempfindliche Zelle (PA) geworfenen Strahlenbüschels gebracht werden, wo ihr zweckmässig mittels einer Projektionsvorrichtung entworfenes Schattenbild auf eine der richtigen Form oder Lage des Gegenstandes entsprechende Öffnung (s) in einem Schirm (S), der im Strahlengang zwischen den Nadeln (N) od. dgl.
und der Zelle (Ph) angeordnet ist, fällt und bei nicht richtiger Form, Lage oder Beschaffenheit des Gegenstandes Anzeige-Aussehalt-oder Sortiervorriehtungen betätigt.