AT123909B - Hydraulische Bremseinrichtung, insbesondere für Motorwagen. - Google Patents
Hydraulische Bremseinrichtung, insbesondere für Motorwagen.Info
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Description
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Hydraulische JJremseinrichtung, insbesondere t'iir Motorwagell.
Die Erfindung betrifft den Hauptzylinder für hydraulische Bremseinrichtungen und wird hier am Bremssystem eines Motorwagens erläutert.
Es soll ein Hauptzylinder nebst Flüssigkeitszufuhr für hydraulische Bremsanlagen geschaffen
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führt wird, als tatsächlich für den Betrieb gebraucht wird, worauf die überschüssige Flüssigkeit in den Behälter entladen wird, bis die richtige Flüssigkeitsmenge in der Säule verbleibt. Die hier betrachtete Flüssigkeitssäule umschliesst die Flüssigkeit im Hauptzylinder vor dem Kolben.
Ferner soll eine Flüssigkeitsdichtung stets um die Kolbenpackung und die Durchlasskanäle aufrechterhalten werden, um das Eindringen von Luft in die Flüssigkeitssäule zu verhindern.
Weiterhin soll die FlÜssigkeitszufuhr vom vor dem Kolben liegenden Teil des Hauptzylinders beim Vorschub des Kolbens ganz abgeschnitten, aber beim Beginn des Rüekhubes des Kolbens wieder angestellt werden.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt.
Fig. 1 ist ein Schema einer ganzen hydraulischen Bremsanlage, Fig. 2 eine Seitenansicht des Hauptzylinders und Flüssigkeitsbehälters, zum Teil im Schnitt, Fig. 3 ein Längsschnitt des Hauptzylinders mit dem Kolben beim Rückhube. Fig. 4 eine Stirnansicht der Fig. 3.
Die Anlage besteht im allgemeinen aus einem Behälter A, einem darunter befindlichen Zylinder B, einem durch Personenkraft bewegten Kolben C im Zylinder, Flüssigkeitsdruckleitungen D in Verbindung mit den hydraulischen Radbremsen E und einem System von Kanälen und Aussparungen im Zylinder und Kolben zum Nachführen von Flüssigkeit in den Zylinder und zum Abführen von Luftblasen im Zylinder.
Der lange Kolben C hat einen Packungsstulp 5, der lose gegen seine innerste Fläche 6 passt und gewöhnlich dort durch eine Druckfeder 7 in Stellung gehalten wird, die auch beim Bewegen des Kolbens in seine zurückgezogene Lage hilft. Das äusserste Ende des Kolbens hat einen Packungsring 8, um ein Entweichen von Flüssigkeit um den Kolben herum zu verhindern. Da die Flüssigkeit an diesem Punkte des Kolbens nicht unter Druck ist, so genügt ein Packungsring der gezeichneten Type reichlich.
Der Kolben C ist an eine Kolbenstange 9 angeschlossen, die in eine tiefe Tasche 10 in seiner Mitte eingreift. Das andere Ende der Stange 9 ist gelenkig bei 12 mit einem Pedal 13 verbunden, das gelenkig
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etn Stellglied 18 veränderlich
Zwecks Fernhaltung von Staub u. dgl. von den Wänden des Zylinders B dient ein biegsamer zylindrischer Stulp 19, dessen eines Ende durch einen Ring 20 an der Stütze 15 befestigt ist, während das andere Ende an einer konzentrisch an der Stange 9 sitzenden Scheibe befestigt ist.
Ein doppelt wirkendes Rückschlagventil 23 am innertsen Ende des Zylinders B hält einen kleinen Überdruck im Flüssigkeitssystem einschliesslich der Bremszylinder und der Rohre D aufrecht und verringert so die Möglichkeit des Eindringens von Luft in den Hauptzylinder tunlichst weitgehend.
Dieses doppeltwirkende Rückschlagventil besteht zweckmässig aus einem Einlass-und einem Auslassventilkorper. Die Feder ?'liegt gegen den Einlassventilkorper an und druckt diesen gegen das Ende
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ordneten Metallscheibe besteht, die eine ringflanschartige Kante besitzt, welche mit einem entsprechenden ringförmigen Lederstreifen zusammenwirkt. Dieser Ventilkörper, der durch die schwache Feder 7 gegen seinen Sitz gedrückt wird, bildet also ein belastendes Einlassventil.
Der Einlassventilkörper enthält seinerseits einen zentral angeordneten Ventilsitz, der mit einem Auslassventilteil zweckmässig aus Gummi zusammenwirkt, das seinerseits gegen seinen Sitz durch eine pilzförmige Gestalt besitzende Stange
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besonders schwachen Feder in Verbindung steht. In der Wand des Einlassventilkörpers sind geeignete Bohrungen bzw. Kanäle vorgesehen, die den Auslassventilsitz mit dem Innern des Zylinders B verbinden. Der Auslassventilkörper gestattet den freien Ausfluss der Flüssigkeit aus dem Zylinderinnern. Durch diese beiden Rückschlagventilkörper steht der Zylinder B mit den Hochdruckleitungen D in Verbindung. die von dem Zylinder B zu den verschiedenen Radzylindern fuhren, die die Bremsen betätigen.
Die wirksame Fläche des Einlassventilkörpers ist natürlich die von seinem Ventilsitz eingesehlos- sene Fläche. Die wirksame Fläche dieses Ventils ist kleiner bemessen als die Fläche des Kolbens C, um einen Überdruck in den Druckleitungen D aufrechterhalten zu können. Je grösser die Spannung der Feder 7 ist, desto grösser wird der Differentialdruck zwischen den Druckleitungen D und dem Zylinder Bond zwischen dem Behälter A und dem Zylinder B.
Da der Kolben eine grössere wirksame Fläche als das Ventil besitzt, bewirkt der Atmosphärendruck auf das rückwärtige Ende des Kolbens einen, den Atmosphärendruck übersteigenden Druck auf den Einlassventilkörper. Der Druck in den Druckleitungen wird deshalb immer wesentlich über dem Atmosphärendruek liegen und lediglich vos dem Verhältnis zwischen den wirksamen Flächen des Einlassventilkörpers und des Kolbens abhängen.
Als Flüssigkeit dient ein Spezialöl, das in der Kälte nicht dick wird. Eine Zufuhr dieses Öls wird im Behälter A vorrätig gehalten und kann von da durch Schwerkraft durch ein Rohr 24. durent
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des Hauptzylinders fliessen.
Ein enger Kanal 27 durch die Zylinderwand steht mit dem innern Räume des Zylinders unmittelbar vor dem innern Ende der Packungsmanschette J in Verbindung, wenn der Kolben ganz zurückgezogen ist. Ein weiterer Kanal"38 verbindet die Kammer 26 mit dem Zylinder an einem Zwischenpunkte der Länge des Kolbens. Der Kolben C hat eine ziemlich tiefe äussere Ringaussparung 29 über den grösseren Teil seiner Länge, so dass eine relativ grosse Flüssigkeitsmenge um den Kolben herum gehalten und durch den Kanal 28 zugeführt werden kann. Die Länge der Aussparung 29 ist so bemessen, dass die Verbindung zwischen dem Kanal 28 und der Aussparung während des ganzen Kolbenhubes aufrechterhalten bleibt.
Ein paar Übertrittskanäle 35 führen durch den vorderen Teil des Kolbens und verbinden die Aussparung 29 mit dem unmittelbar vor dem Kolben liegenden Raume ; sie werden verschlossen, wenn die Manschette sieh gegen das innere Ende des Kolbens legt.
Bei jeder Rückwärtsbewegung des Kolbens C in Richtung des Pfeiles 40 (Fig. 3) löst sieh die Manschette J von der Gegenfläche des Kolbens, und der dadurch gebildte Zwisehenraum empfängt
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Auf diese Weise ist am Ende der Rückzugsbewegung des Kolbens C im Zylinder B. den Rohren D und den Bremszylindern mehr Flüssigkeit vorhanden, als für den Betrieb des Systems nötig ist. Dem- gemäss lässt die fortgesetzte Bewegung der Flüssigkeit beim Zurückgehen der Radbremskolben alle überschüssige Flüssigkeit im Zylinder B zusammen mit irgendwelchen Luftblasen, die sieh ansammeln könnten. durch den kleinen Kanal 27 in die Kammer 28 und von da nach dem Behälter 1 übertreten.
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PATENT-ANSPRÜCHE :.
1. Hydraulisches Bremssystem mit Flüssigkeitszufuhr für den Druckzylinder, in welchem ein Kolben, dessen Hinterende der Aussenluft ausgesetzt ist, hin und her beweglich ist, um hydraulischen Druck zur Betätigung der Bremsen zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben zwischen seinen Enden eine Aussparung (29) aufweist, welche mit der Flüssigkeitszufuhr in Verbindung stehen. derart, dass eine den Kolben umgebende Flüssigkeitsdichtung gebildet wird.
Claims (1)
- 2. Hydraulisches Bremssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass die Flüssigkeits- EMI2.6 <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 gestattet, wenn der Kolben seine Riickbewegung ausführt, so dass eine Flüssigkeitsmenge während dieser Rückbewegung in das System gefördert wird, die die zur Betätigung des Systems erforderliche FlÜssigkeitsmenge übersteigt.4. Bremssystem nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (C) beiderseits der Aussparung (29) vorzugsweise an seinen Enden Packungen (5 und 8) aufweist. EMI3.2 der Vorwärtsbewegung des Kolbens mit der Flüssigkeitszufuhr auch durch die Verbindung (27) verbunden ist, welche die Flüssigkeitszufuhr und den vor dem Kolben gelegenen Zylinderteil verbindet, solange der Kolben in einer vorgeschobenen Lage ist.6. Bremssystem nach den Ansprüchen 1, 2,3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Eintritt von Luft in das System längs des Kolbenumfangs dadurch verhindert ist, dass ein den Atmosphärendruck übersteigender Druck in der in der Aussparung (29) befindlichen Flüssigkeit aufrechterhalten wird, beispielsweise durch Leitungen (26, 28), die die Flüssigkeitssäule im Behälter (A) mit der Aussparung (29) verbinden.7. Bremssystem nach den Ansprüchen 2,5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung (27) derart im obersten Teil des Zylinders angeordnet ist. dass die in den Zylinder (B) eintretenden und darin aufsteigenden Luftblasen automatisch durch diese Verbindung (27) abgeführt werden, u. zw. nebst EMI3.38. Bremssystem nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen des den Kolben umgebenden Flüssigkeitsabschlusses mit der Flüssigkeitszufuhr einen Kanal (28) aufweist, der gleichfalls in der oberen Wand des Zylinders vorgesehen ist, so dass auch die Luft aus dem Raum (29) abgeführt werden kann.9. Bremssystem nach Anspruch 1 od. folg., dadurch gekennzeichnet, dass die Packung (5) des Kolbens (C) die Rückkehr der Überschussflüssigkeit aus dem vor dem Kolben gelegenen Zylinderteil in die Aussparung (29) verhindert und auch die Rückkehr zur Flüssigkeitszufuhr durch den Kolben so lange verhindert wird, bis der Kolben in seine im wesentlichen ganz zurückgezogene Lage zurückgekehrt ist.10. Bremssystem nach Anspruch 1 od. folg. mit einer vom Kolbenende gesonderten Packungsmanschette, dadurch gekennzeichnet, dass die Packungsmanschette (5) durch eine nahe des Umfanges EMI3.4 11. Bremssystem nach Anspruch 10 mit einem ein oder mehrere Durchströmkanäle in der Stirnwand aufweisenden Kolben, dadurch gekennzeichnet, dass diese Durchströmkanäle (35) die Aussparung (29) mit dem vor dem Kolben liegenden Zylinderteil verbinden, wenn der Umfangsflansch der Packungsmanschette ( ; 5) von der Kolbenfläche abgebogen ist, wie dies bei der Rüekkehrbewegung des Kolbens eintritt.
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