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Indirekt gebeizte Kathode.
Es ist bekannt. Glühkathoden von Vakuumröhren indirekt zu heizen. Ein Beispiel bietet die bekannte Einrichtung, bei welcher zwischen einer glühenden Hilfskathode und der Hauptkathode ein
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kathode direkt auf die im Inneru des Zylinders angebrachten Heizkörper aufzulegen, so dass die Wärme auf die Kathode auch durch Wärmeleitung übergeht. In allen bekannten Fällen ist es aber die Haupt- kathode selbst, die durch die Wärmequelle erhitzt wild.
Die Erfindung besteht nun darin, die emittierende Kathode durch Wärmeleitung von einem oder mehreren Glühkörpern her zu heizen, welche ihrerseits indirekt geheizt werden. Dabei wird die Anordnung vorzugsweise so getroffen, dass zu beiden Seiten des Elektrodensystems die Glühkörper angeordnet sind.
Die Emissionskathodp stellt dann einfach die Verbindung zwischen den beiden Glühlkörpern dar. Es besteht aber auch die Möglichkeit, nun einen einzigen Glühkörper anzuordnen. Dabei kann dieser Glühkörper irgendeine geeignete Form besitzen, z. B. zylindrisch sein oder aus einer Drahtspirale bestehen.
Der Vorteil der Anmeldung gegenüber dem Gegenstand der österr. Patentschrift Nr. 102214 ist darin zu sehen, d-B die dort angegebene Brückenschaltung keine vollkommene Gewähr dafür gibt, dass der Heizstrom von der Emissionskathode ferngehalten wird. Schon für die Herstellung der Brücke ist
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gibt aber eine vollkommene Gewähr dafür, dass der Heizstrom von der Emissionskathode vollkommen ferngehalten wird.
In den Abbildungen sind beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
Eine prinzipielle Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 1 beschrieben.
Es sei 1 die Hauptkathode, beispielsweise ein massiver Wolframdraht. Durch die Spirale 2 ist
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Art mit Gitter dar, bei welchem die Aufgabe besteht, die Kathode 1 zum Glühen zu bringen. Die Heizung dieser Kathode kann nun erfindungsgemäss durch Wärmeleitung dadurch erfolgen, dass sie in gut wärmeleitender Verbindun 'mit einem Körper 4 steht, der zur Glut gebracht wird. Die Erhitzung des Körpers 4 erfolgt nun indirekt. Auch alle anderen Arten von Wärmeerzeun'ung sind verwendbar. Z. B. kann der Körper 4 ein Metallzylinder sein, welcher mittels einer übergesehobenen, von Nieder-oder Hochfrequenz- strömen durchflossenen Spule zum Glühen gebracht wird.
Ebenso kann der Körper 4 durch Elektronenbombardement zur Glut gebracht werden. In diesem Falle würde er zweckmässig als ein Hohlzylinder ausgebildet werden, mit welchem die Hauptkathode J'wärmeleitend verbunden ist. Im Innern des Hohlzylinders ist dann die Glühkathode vorzusehen und zwischen dieser und dem Blechzylinder 4 pine Gleich- oder Wechsrlspannung anzulegrn,
Es ist offensichtlich, dass bei der Anordnung nach Fig. l die Erwärmung der Hauptkathode 1 vorwiegend einseitig erfolgt, so dass ihr eines Ende wesentlich wärmer wäre als das andere. Diese kann leicht dadurch abgestellt werden, dass die Erwärmung von beiden Seiten erfolgt.
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Axial durch die Zylinder 4 sind zwei punktiert angedeutete Glühfäden, beispielsweise aus Wolframdraht, i geführt, welche durch Gleich- oder Wechselstrom zur Glut gebracht werden. Zwischen den durch die
Leitung 5 miteinander verbundenen Zylindern 4 und den in ihrem Innern befindlichen Glühdrähten wird eine Gleich- und Wechselspannung E angelegt. (In Wirklichkeit ist eine besondere Verbindung J nicht notwendig, da die Zylinder bareits durch die Kathode 1 leitend miteinander verbunden sind.) Escrfolgt
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anderen Ausführungsformen der Erfindung und ist stets möglich.
Eine praktische Ausführungsform der Anordnung nach Fig. 2 ist in Fig. 3 dargestellt. Hier sind
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Teil 1 von beiden Enden her erhitzt und lässt sich, wie Versuche gezeigt haben, leicht auf die zur Bildung der Thoriumemission erforderliche Temperatur von etwa 1700 hinreichend gleichmässig erhitzen.
Überstreicht man die Hauptkathode 1 mit Metalloxyd (Oxydkathode), so genügen natürlich bereits wesentlich geringere Temperaturen. Die Spiralen 7 werden in Wirklichkeit sehr eng und mit dicht aneinanderliegenden Windungen bewickelt. Die Benutzung des Elektronenbombardements nach Fig. 2 oder 3 hat einen besonderen Vorteil. Da man nämlich bei mit Netzanschluss an Wechselstrommetzen
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Heizung der Endstufen von mehrstufigen Verstärkeranlagen genügt nämlich der auf die erläuterte Weise erhaltene gleichgerichtete Strom vollständig, da in diesen Endstufen die Verstärkung nicht mehr sehr hoch ist. Bei einer dreistufigen, widerstandsgekoppelten Verstärkereinrichtung ist es z. B. nur notwendig.
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Glühkathode für thermionisehe Entladungsgefässe, insbesondere Elektronenröhren, dadurch gekennzeichnet, dass die emittierende Kathode durch Wärmeleitung von einem oder mehreren Glühkörpern geheizt wird, welche ihrerseits indirekt geheizt werden.