DE638086C - Indirekt geheizte Gluehkathode fuer gas- oder dampfgefuellte Entladungsgefaesse - Google Patents
Indirekt geheizte Gluehkathode fuer gas- oder dampfgefuellte EntladungsgefaesseInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
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- H01J17/063—Indirectly heated cathodes, e.g. by the discharge itself
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Description
Bei Gas- oder Dampfentladungsgefäßen muß bei Bemessung und Konstruktion der Glühkathode
darauf geachtet werden, daß nicht innerhalb der Kathode Bogenbildtmgen auftreten,
die auf den sogenannten Edison-Effekt zurückzuführen sind. Ist nämlich der Spannungsabfall
längs der Glühkathode oder bei indirekt geheizten Kathoden der Abfall längs glühender Teile so groß, daß die Spannung
zur Ionisation bzw. Anregung einer der Komponenten der Gas- oder Dampffüllung ausreicht, so besteht die Gefahr, daß eine
Bogenentladung einsetzt, die zur schnellen Zerstörung der Kathode führt. Um diesem.
Mangel abzuhelfen, hat man den Abstand spannungführender Teile in solchen Kathoden
kleiner gemacht als die freie Weglänge der Moleküle des betreffenden Füllgases oder Fülldampfes.
Dabei stößt man jedoch in der praktischen Durchführung auf große Schwierigkeiten,
so daß sich solche Kathoden bisher in der Praxis nicht haben einführen können. Man
hat weiter diese Gefahr dadurch zu verhindern gesucht, daß man die glühenden Teile mit
einer feuerfesten Isolierschicht bezog bzw. durch feuerfeste Isolierrohre o. dgl. umhüllte. Auch
diese Maßnahmen bieten jedoch in fabrikatorischer Hinsicht gewisse Schwierigkeiten und
geben außerdem keine absolute Betriebssicherheit, da es vielfach vorkommt, daß die Isolierteile
abplatzen und so trotzdem Bogenbildungen entstehen können.
Gemäß der Erfindung werden indirekt geheizte Glühkathoden für gas- oder dampfgefüllte
Entladungsgefäße, bei denen ein Hohlkörper mit elektronenaktiver Oberfläche (Emissionszylinder)
durch Strahlung von einem sich in dem mit dem. Entladungsraum in Verbindung
stehenden Hohlkörperinnern in der Längsrichtung erstreckenden Heizkörper geheizt wird,
an dessen Enden eine Heizspannung liegt, die zur Bogenbildung zwischen Teilen des Heizkörpers
ausreicht, dadurch verbessert, daß man zwischen dem Heizkörper und der Innenwandung
des Hohlkörpers verlaufende, den Heizkörper in Abschnitte unterteilende Trennwände
vorsieht, die in solchem Abstand voneinander angeordnet sind, daß der jeweils an
den Enden eines zwischen zwei Trennwänden liegenden Heizkörperabschnittes auftretende
Spannungsabfall kleiner ist als die zur Zündung und Bogenbildung notwendige Mindestspannung.
Die Trennwände können aus Isolierwerkstoff, z. B. gesintertem Aluminiumoxyd, bestehen
und als Scheiben mit einer zentralen Öffnung für die Durchführung des Heizkörpers
ausgebildet sein oder aber durch Scheiben aus leitendem Werkstoff gebildet werden, zwischen
denen sich zugleich als Abstandhalter dienende Isolierrohre 18, 19, 20, 21 befinden. Man kann
*) Von dem Patentsiicher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Heinrich Kniepkamp in Berlin-Pankow.
auch mehrere Kathoden der beschriebenen Art nebeneinander in einem gemeinsamen Wärmeschutzzylinder
anordnen.
In der Zeichnung sind einige AusfuhnmgsV;.
beispiele dargestellt. ''■·>?!''
In der Fig. ι ist schematisch eine Kathö%fe!
gemäß der Erfindung dargestellt. Ein beispiels-' . weise aus Nickel bestehender Zylinder ι ist an
seiner Oberfläche mit einer elektronenaktiven Substanz 2 überzogen, beispielsweise mit Erdalkalioxyd
oder metallischem Erdalkali. In seinem Innern befindet sich eine Heizwendel 3, welche durch Strahlung den Zylinder 1 heizt.
Beträgt beispielsweise der Spannungsabfall zwisehen dem Punkt 4 und dem Punkt 5 20 Volt,
so werden diese 20 Volt bei den üblichen Gasdrücken ausreichen, um zwischen den Punkten 4
und den Punkten 5 bzw. den mit diesen Punkten in Verbindung stehenden glühenden Enden eine
Bogenentladung zu erzeugen, die zur Zerstörung der Heizwendel führt. Erfindungsgemäß wird
nun die Gesamtlänge der Wendel 3 zwischen den Punkten 4 und 5 in eine Anzahl Unterabschnitte
6, 7, 8 und 9 unterteilt, und zwar bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel mit Hufe von Isulierscheiben Xo. Als
Isoliermaterial kann man jeden feuerfesten Isolator verwenden. Als besonders zweckmäßig
hat sich gesintertes Aluminiumoxyd erwiesen. Der Spannungsabfall eines jeden solchen Abschnittes
würde bei dem gegebenen Beispiel • nur noch 5 Volt betragen, eine Spannung, die
keinesfalls ausreicht, eine Bogenbildung einsetzen zu lassen. Die Unterteilung in entsprechende
Abschnitte muß selbstverständlich den jeweiligen Bedingungen angepaßt sein, d. h.
bei Gasen, die eine niedrige Anregungs- bzw. Ionisierungsspannung haben, muß eine ziemlich
weitgehende Unterteilung vorgenommen werden, während bei Gasen mit höherer Anregungsoder Ionisierungsspannung eine gröbere Unterteilung
möglich ist. Ferner ist selbstverständlich die gesamte an den Enden der Heizwendel
liegende Spannung zu berücksichtigen. Eine andere konstruktive Möglichkeit ist in
der Fig. 2 dargestellt. Die Wendel 11 befindet sich konzentrisch in dem beispielsweise aus
Nickel bestehenden Zylinder 12, der mit einer elektronenaktiven Oberfläche 13 bedeckt ist.
Im Innern des Zylinders 12 befindet sich ein Isolierrohr 14. Auf die Wendel sind zur Unterteilung
in die Abschnitte Metallscheiben 15, 16 und 17 aufgepaßt, deren Distanz beispielsweise
durch Isolierringe 18, 19, 20 und 21 gehalten
sein kann.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Kathode ist es nun ohne weiteres möglich,
verhältnismäßig hohe Heizspannungen anzuwenden, also beispielsweise Heizspannungen,
■;w;elche gleich der vorhandenen Netzspannung 6u
3&d. In einem solchen Falle empfiehlt es sich,
ijäer Kathode eine Form zu geben, wie sie in der
: Fig. 3 dargestellt ist. Hier ist nicht ein Emissionszylinder,
sondern es sind mehrere Emissionszylinder 22 und 23 vorgesehen, deren innerer Aufbau im übrigen dem Aufbau nach Fig. 1
und 2 entspricht. Dieses System von Emissionszylindern kann von einem oder mehreren
Wärmeschutzzylindern 24 umgeben sein, wodurch die Wärmeökonomie der Kathode sich
erheblich steigert.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Indirekt geheizte Glühkathode für gas- oder dampfgefüllte Entladungsgefäße, bei der ein Hohlkörper mit elektronenaktiver Oberfläche (Emissionszylinder) durch Strahlung von einem sich in dem mit dem Entladungsraum in Verbindung stehenden Hohlkörperinnern in der Längsrichtung erstreckenden Heizkörper geheizt ist, an dessen Enden eine Heizspannung liegt, die zur Bogenbildung zwischen Teilen des Heizkörpers ausreicht, gekennzeichnet durch zwischen dem Heizkörper und der Innenwandung des Hohlkörpers verlaufende, den Heizkörper in Abschnitte unterteilende Trennwände, die in solchem Abstand voneinander vorgesehen sind, daß der jeweils an den Enden eines zwischen zwei Trennwänden liegenden Heizkörperabschnittes auftretende Spannungsabfall kleiner ist als die zur Zündung und Bogenbildung notwendige Mindestspannung.
- 2. Glühkathode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwände aus Isolierwerkstoff, z.B. gesintertem Aluminiumoxyd, bestehen und als Scheiben mit einer zentralen Öffnung für die Durchführung des Heizkörpers ausgebildet sind.
- 3. Glühkathode nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Trennwände Scheiben aus leitendem Werkstoff vorgesehen sind, zwischen denen sich zugleich als Abstandhalter dienende Isolierrohre (18, 19, 20, 21) befinden.
- 4. Gas- oder dampfgefülltes Entladungsrohr, gekennzeichnet durch die Verwendung mehrerer nebeneinander in einem gemein- no samen Wärmeschutzzylinder liegender Kathoden nach Anspruch 1.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES109745D DE638086C (de) | 1933-06-16 | 1933-06-16 | Indirekt geheizte Gluehkathode fuer gas- oder dampfgefuellte Entladungsgefaesse |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE638086C true DE638086C (de) | 1936-11-09 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES109745D Expired DE638086C (de) | 1933-06-16 | 1933-06-16 | Indirekt geheizte Gluehkathode fuer gas- oder dampfgefuellte Entladungsgefaesse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE638086C (de) |
-
1933
- 1933-06-16 DE DES109745D patent/DE638086C/de not_active Expired
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