AT122644B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von reliefartig gepreßtem oder erhaben gemustertem Glas. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von reliefartig gepreßtem oder erhaben gemustertem Glas.

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AT122644B
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Austria
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roller
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Claude Locreille
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Claude Locreille
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  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description


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   Glastafeln, deren eine Fläche mit erhaben hervortretenden Bilderwerken od.   dgl.   oder mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Muster versehen ist, werden im allgemeinen in der Weise hergestellt, dass eine gewalzt oder gegossene Glastafel unter einer   Prägewalze     hinweggezogen,   sodann auf einen Tisch aufgelegt und   schliesslich   mit ihrer erhaben   gemusterten Fläche nach oben   in einen Glühofen eingeführt wird. Die glatte Fläche der Glastafel verliert durch die Berührung mit dem   Aufnahmetisch   und dem Boden des Ofens ihren Glanz. weil Staubteilchen oder nur der körnige Baustoff des Aufnahmetisches und des Ofensbodens kleine   Unebenheiten   oder andere Mängel an den   Glastafeln   hervorrufen. 



  Ferner sind die auf der bearbeiteten Fläche vorhandenen   Muster unmittelbar   der hohen Temperatur des   Glühofens   ausgesetzt, so dass die Muster durch Schmelzen der oberen Schichte der Glasscheibe   ge-   glättet werden, wodurch die Klarheit   der Muster beeinträchtigt   wird. 



   Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile dadurch   vermieden, dass   die Glastafeln anstatt mit ihrer gemusterten   Fläche   nach oben mit dieser nach unten gerichtet auf den   Aufnahmetisch auf-   gelegt und in dieser Lage in den Ofen eingeführt werden. Die   gemusterte Fläche   wird also in   Berührung   mit dem Aufnahmetisch und sodann mit dem Boden des Glühofens gebracht, während die glatte   Fläche   der Glastafel nach oben gerichtet ist.

   Auf diese Weise wird einerseits die glatte Fläche nicht durch eine Berührung mit dem Aufnahmetisch und dem Boden des Glühofens   in Mitleidenschaft gezogen, während     anderseits diese Fläche durch   den Brennvorgang, dem sie in dem   Glühofen   ausgesetzt ist, einen sehr hohen Glanz erhält. Die erhaben gemusterte   Fläche   kühlt sich am Aufnahmetisch schneller ab, so dass einerseits die Klarheit des Musters gewahrt bleibt und anderseits nicht die Gefahr besteht, dass die Güte der Glastafel durch Staubteile oder kleine Unebenheiten des Aufnahmetisches oder des Ofenbodens   beeinträchtigt wird.   



   Das Verfahren kann auf zwei verschiedene Arten durchgeführt werden. Die mit einem erhabenen Muster zu versehene Glastafel kann anstatt unter der Prägewalze über diese hinweggezogen werden, so dass die untere, mit dem Aufnahmetisch und dem Boden des Ofens in   Berührung     kommende'Fläche   der Glastafel die   Prägung erhält.   Die Glastafel kann aber auch in der üblichen Weise unter der Prägewalze hinweggezogen und sodann umgewendet werden, bevor die Tafel auf den   Aufnahmetisch abgelegt   wird, so dass die gemusterte Fläche wieder wie im ersten Fall in Berührung mit dem Aufnahmetisch gelangt. 



   Zur   Durchführung   dieser beiden Verfahren werden in entsprechender Weise abgeänderte Glaswalzwerke der üblichen Art verwendet, wie sie als Ausführungsbeispiel der Erfindung in den Fig. 1 und 2 der Zeichnung dargestellt sind. 
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 d, von denen die eine Walze c mit dem auf die Glastafel zu übertragenden Muster versehen ist. Die Prägewalze e ist anstatt wie bisher oberhalb der glatten Walze   rl   unterhalb dieser Walze angeordnet, so dass das Muster auf   die untere Fläche   der Glastafel e übertragen wird. Die Glastafel wird darauf mit ihrer erhaben gemusterten Fläche nach unten und ihrer glatten Fläche nach oben auf den beweglichen Aufnahmetiseh f aufgelegt, der auf Rollen g bewegbar ist und die Glastafel vor die   Öffnung     A des Glühofens   befördert. 



   Die Prägewalze c muss mit   Rücksicht   auf den Arbeitsvorgang leicht entfernbar angeordnet sein. 



  Zu diesem Zweck ruht die Walze   zweckmässig   in beweglichen Lagern, mit denen die Walze von einem 

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 zum Auswechseln der Prägewalze vorgesehen zu werden brauchen und dass es genügt, das Walzwerk ledigliell umgekehrt in bezug auf den   Oieneinlass anzuordnen   und die   Bewegungsrichtung   des   Aufnahme-   
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 angeordnet sein, um der Glastafel den   Durchgang zwischen   dieser Platte und der Walze    zu ermöglichen,   oder aber durch eine entsprechende Bogenführung ersetzt sein. 
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 anwendbar, dessen Aussehen dem eines gehämmerten Bleches ähnelt.

   Die Walze c ist in diesem Fall an Stelle mit gestochenen Vertiefungen mit einem durch leichte Hämmerung gebildeten Muster versehen. das sich auf der mit dem   Aufnahmetisch   in   Berührung kommenden Fläche   der Glastafel abdrückt. Durch die Berührung der   gemusterten Fläche   der Glastafel mit dem   Aufnahmetiseh erfolgt eine Abkühlung   dieser Fläche, die sich dadurch ein wenig zusammenzieht. Hiedurch erhält das von der Prägewalze auf die Glastafel übertragene Muster ein   natürliches   Aussehen. 



   Die Erfindung ist weder auf   gewalzte Glastafeln noch   auf die beschriebenen   Walzvorrichtnngen   
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 ohne wesentlichen Einfluss sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von reliefartig gepresstem oder erhaben gemustertem Glas, dadurch 
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 dem Aufnahmetisch und sodann mit dem Boden des   Glühofens   gehalten wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gewalzte oder gegossene Glastafel (e) so über eine Prägewalze (e) geführt ist, dass das an der Prägewalze vorgesehene Muster od. dgl. auf die mit dem Aufnahmetisch (f) in Berührung kommende Fläche der Glastafel übertragen wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gewalzte oder gegossene Glastafel (e) unter der Prägewalze (e) so hinweggezogen wird, dass das Muster od. dgl auf die obere Fläche der Tafel übertragen wird, worauf die Tafel gewendet wird, bevor sie mit dem Aufnahmetisch in Berührung kommt, so dass die erhaben gemusterte Fläche zur Anlage an den Aufnahmetisch gelangt.
    4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Prägewalze (e) unterhalb der mit ihr zusammenwirkenden glatten Walze (d) angeordnet ist, die zusammen mit ihren Stützhebel (1) entfernbar ist, so dass die Prägewalze freigelegt und nach oben zusammen mit ihren Lagern von einem Block abgehoben werden kann.
    5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die an ihrer oberen Fläche erhaben gemusterte Glastafel (e) um die unter der Prägewalze angeord- nete und mit dieser zusammenwirkende glatte Walze (d) herumgeführt wird und in umgekehrter Lage auf den Aufnahmetisch zur Ablage gelangt.
AT122644D 1929-03-28 1930-03-25 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von reliefartig gepreßtem oder erhaben gemustertem Glas. AT122644B (de)

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