AT122644B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von reliefartig gepreßtem oder erhaben gemustertem Glas. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von reliefartig gepreßtem oder erhaben gemustertem Glas.Info
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- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Glastafeln, deren eine Fläche mit erhaben hervortretenden Bilderwerken od. dgl. oder mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Muster versehen ist, werden im allgemeinen in der Weise hergestellt, dass eine gewalzt oder gegossene Glastafel unter einer Prägewalze hinweggezogen, sodann auf einen Tisch aufgelegt und schliesslich mit ihrer erhaben gemusterten Fläche nach oben in einen Glühofen eingeführt wird. Die glatte Fläche der Glastafel verliert durch die Berührung mit dem Aufnahmetisch und dem Boden des Ofens ihren Glanz. weil Staubteilchen oder nur der körnige Baustoff des Aufnahmetisches und des Ofensbodens kleine Unebenheiten oder andere Mängel an den Glastafeln hervorrufen. Ferner sind die auf der bearbeiteten Fläche vorhandenen Muster unmittelbar der hohen Temperatur des Glühofens ausgesetzt, so dass die Muster durch Schmelzen der oberen Schichte der Glasscheibe ge- glättet werden, wodurch die Klarheit der Muster beeinträchtigt wird. Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass die Glastafeln anstatt mit ihrer gemusterten Fläche nach oben mit dieser nach unten gerichtet auf den Aufnahmetisch auf- gelegt und in dieser Lage in den Ofen eingeführt werden. Die gemusterte Fläche wird also in Berührung mit dem Aufnahmetisch und sodann mit dem Boden des Glühofens gebracht, während die glatte Fläche der Glastafel nach oben gerichtet ist. Auf diese Weise wird einerseits die glatte Fläche nicht durch eine Berührung mit dem Aufnahmetisch und dem Boden des Glühofens in Mitleidenschaft gezogen, während anderseits diese Fläche durch den Brennvorgang, dem sie in dem Glühofen ausgesetzt ist, einen sehr hohen Glanz erhält. Die erhaben gemusterte Fläche kühlt sich am Aufnahmetisch schneller ab, so dass einerseits die Klarheit des Musters gewahrt bleibt und anderseits nicht die Gefahr besteht, dass die Güte der Glastafel durch Staubteile oder kleine Unebenheiten des Aufnahmetisches oder des Ofenbodens beeinträchtigt wird. Das Verfahren kann auf zwei verschiedene Arten durchgeführt werden. Die mit einem erhabenen Muster zu versehene Glastafel kann anstatt unter der Prägewalze über diese hinweggezogen werden, so dass die untere, mit dem Aufnahmetisch und dem Boden des Ofens in Berührung kommende'Fläche der Glastafel die Prägung erhält. Die Glastafel kann aber auch in der üblichen Weise unter der Prägewalze hinweggezogen und sodann umgewendet werden, bevor die Tafel auf den Aufnahmetisch abgelegt wird, so dass die gemusterte Fläche wieder wie im ersten Fall in Berührung mit dem Aufnahmetisch gelangt. Zur Durchführung dieser beiden Verfahren werden in entsprechender Weise abgeänderte Glaswalzwerke der üblichen Art verwendet, wie sie als Ausführungsbeispiel der Erfindung in den Fig. 1 und 2 der Zeichnung dargestellt sind. EMI1.2 d, von denen die eine Walze c mit dem auf die Glastafel zu übertragenden Muster versehen ist. Die Prägewalze e ist anstatt wie bisher oberhalb der glatten Walze rl unterhalb dieser Walze angeordnet, so dass das Muster auf die untere Fläche der Glastafel e übertragen wird. Die Glastafel wird darauf mit ihrer erhaben gemusterten Fläche nach unten und ihrer glatten Fläche nach oben auf den beweglichen Aufnahmetiseh f aufgelegt, der auf Rollen g bewegbar ist und die Glastafel vor die Öffnung A des Glühofens befördert. Die Prägewalze c muss mit Rücksicht auf den Arbeitsvorgang leicht entfernbar angeordnet sein. Zu diesem Zweck ruht die Walze zweckmässig in beweglichen Lagern, mit denen die Walze von einem <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 zum Auswechseln der Prägewalze vorgesehen zu werden brauchen und dass es genügt, das Walzwerk ledigliell umgekehrt in bezug auf den Oieneinlass anzuordnen und die Bewegungsrichtung des Aufnahme- EMI2.2 angeordnet sein, um der Glastafel den Durchgang zwischen dieser Platte und der Walze zu ermöglichen, oder aber durch eine entsprechende Bogenführung ersetzt sein. EMI2.3 anwendbar, dessen Aussehen dem eines gehämmerten Bleches ähnelt. Die Walze c ist in diesem Fall an Stelle mit gestochenen Vertiefungen mit einem durch leichte Hämmerung gebildeten Muster versehen. das sich auf der mit dem Aufnahmetisch in Berührung kommenden Fläche der Glastafel abdrückt. Durch die Berührung der gemusterten Fläche der Glastafel mit dem Aufnahmetiseh erfolgt eine Abkühlung dieser Fläche, die sich dadurch ein wenig zusammenzieht. Hiedurch erhält das von der Prägewalze auf die Glastafel übertragene Muster ein natürliches Aussehen. Die Erfindung ist weder auf gewalzte Glastafeln noch auf die beschriebenen Walzvorrichtnngen EMI2.4 EMI2.5 ohne wesentlichen Einfluss sind. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von reliefartig gepresstem oder erhaben gemustertem Glas, dadurch EMI2.6 dem Aufnahmetisch und sodann mit dem Boden des Glühofens gehalten wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gewalzte oder gegossene Glastafel (e) so über eine Prägewalze (e) geführt ist, dass das an der Prägewalze vorgesehene Muster od. dgl. auf die mit dem Aufnahmetisch (f) in Berührung kommende Fläche der Glastafel übertragen wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gewalzte oder gegossene Glastafel (e) unter der Prägewalze (e) so hinweggezogen wird, dass das Muster od. dgl auf die obere Fläche der Tafel übertragen wird, worauf die Tafel gewendet wird, bevor sie mit dem Aufnahmetisch in Berührung kommt, so dass die erhaben gemusterte Fläche zur Anlage an den Aufnahmetisch gelangt.4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Prägewalze (e) unterhalb der mit ihr zusammenwirkenden glatten Walze (d) angeordnet ist, die zusammen mit ihren Stützhebel (1) entfernbar ist, so dass die Prägewalze freigelegt und nach oben zusammen mit ihren Lagern von einem Block abgehoben werden kann.5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die an ihrer oberen Fläche erhaben gemusterte Glastafel (e) um die unter der Prägewalze angeord- nete und mit dieser zusammenwirkende glatte Walze (d) herumgeführt wird und in umgekehrter Lage auf den Aufnahmetisch zur Ablage gelangt.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT122644B true AT122644B (de) | 1931-05-11 |
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| AT122644D AT122644B (de) | 1929-03-28 | 1930-03-25 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von reliefartig gepreßtem oder erhaben gemustertem Glas. |
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1930
- 1930-03-25 AT AT122644D patent/AT122644B/de active
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