AT121236B - Verfahren zur Herstellung und Fortbewegung von kolloidalen Lösungen für Gewinnung von Fasern, Bändchen, Filmen u. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung und Fortbewegung von kolloidalen Lösungen für Gewinnung von Fasern, Bändchen, Filmen u. dgl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Es ist bekannt, dass die Herstellung einer in allen wesentlichen Eigenschaften gleichmässigen Kunstseide, ebenso wie die von Bändehen, Filmen u. dgl. aus Celluloselösungen noch immer beträcht- lichen Schwierigkeiten begegnet. Soweit hiefür nicht Schwankungen in den Eigenschaften der zur Lösung verwendeten Cellulose oder Celluloseverbindung die Ursache sind, kann eine solche Ungleichmässigkeit des Endproduktes in färberischer oder sonstiger Hinsicht auf die verschiedensten Gründe zurückzuführen EMI1.2 Temperatur und steigendem Druck zu. Es ist nun in der Kunstseide-und der ihr verwandten Technik allgemein üblich, die Celluloselösungen - worunter Lösungen aller Celluloseverbindungen in irgendwelchen Lösungsmitteln verstanden EMI1.3 von Gefäss zu Gefäss befördert oder vom Spinnkessel zu den Spinnpumpen oder auch unmittelbar zu den Spinndüsen fortbewegt werden sollen. Stets ist es hiebei unvermeidlich, dass sich gewisse, oft recht bedeutende Luftmengen in der Spinnlösung auflösen. Die Menge der gelösten Gase kann nicht nur ver- EMI1.4 in der Oberflächenschicht der Spinnlösung. die mit dem Pressgas in Berührung ist, als am Boden des betreffenden Gefässes, ein anderer in der Nähe der gekühlten Kesselwände als in der Mitte der Spinnmasse. Hat man die Spinnlösung, wie z. B. bei Viskose, durch die Wirkung der Luftleere entlüftet, so ist es bei nachfolgender Anwendung von Pressluft unvermeidlich, dass dieselbe Lösung wieder mit Luft, u. zw. in verschiedenem Masse gesättigt wird. Tritt eine solche Lösung aus der Spinndüse aus, so gerät sie in völlig andere Bedingungen in physikalischer oder auch-wie beim Spinnen von Viskose-chemischer Hinsieht. In jedem Fall wird die gelöste Luft gezwungen, sich aus der erstarrenden Lösung abzuscheiden. Es bedarf keiner Erwähnung. dass ausserdem die gelöste Luft chemisch, z. B. bei Viskose, wirksam sein kann. So müssen beim Verspinnen von aufeinanderfolgenden Füllungen eines und desselben Spinnkessels periodische Verschiedenheiten in der Spinnlösung entstehen, deren Vermeidung unumgänglich EMI1.5 Nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung werden also Spinnlösungen irgendwelcher Art unter Vermeidung von Pressluft, also lediglich unter Verwendung mechanischer Mittel, zur Fortbewegung der Lösung (wie Pumpen, eigenes Gefälle u. dgl. ) hergestellt. Soll die Sptnnflüssigkeit. wie z. B. auf dem Weg zum Filter oder zur Spinnpumpe, gegen gleichmässigen Druck gefordert werden, so genügt es. die Förderpumpe (Zahnradpumpe) mit einer Rüeklaufleitung mit regelbarem Sicherheitsventil zwischen Druck-und Saugseite zu versehen, um den gewollten Druck einzustellen. Stellt man hiebei die Förderpumpe so unter dem Vorratsbehälter auf, dass die Flüssigkeit mit ihrem Eigengewicht der Pumpe bequem zuläuft, so gelingt es ohne Schwierigkeit, eine in der Luftleere entlüftete Flüssigkeit, z. B. Viskose, aus einem teilweisen Vakuum weiterzufördern. Die Entfernung oder Fernhaltung von Lufteinsehluss in einer EMI1.6 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 gedankens besehrieben. Es wird ausdrücklich bemerkt. dass diese Beschreibung nur eine der vielen Aus- fÜhrungsfo11Ilen darstellt, die für den Erfindungsgedanken möglich sind. Die in Fig. 1 der Zeichnung dargestellte Ausführungsform bezieht sich z. B. auf die Herstellung EMI2.2 Bis zu diesem Stadium der Viskosebereitung erfolgt die Weiterbewegung der Fabrikationsstoffe im wesentlichen durch die Schwerkraft, indem das Halbfabrikat durch freien Fall von einem Apparat zum nächsten gelangt. Vom Lösekessel 6 ab darf nun die Viskose gemäss der Erfindung nicht mehr mit Pressluft, sondern nur noch mit Pumpen weiterbefördert werden, z. B. zur Filterpresse 10. Zu diesem Zweck ist ganz nahe am Auslauf des Lösekessels 6 die Pumpe (2. B. Zahnradpumpe) 7 EMI2.3 Verschmutzung eine Verminderung ihrer Durchlässigkeit ; um hiebei den Druck nicht übermässig ansteigen zu lassen, muss also die Pumpe 7 mit einer Vorrichtung versehen werden, die den Druck der Pumpe auf gleicher Höhe erhält. Dies ist erreicht durch die von der Druckseite nach der Saugseite zurückführende Umlaufleitung 8. in welche das Druckregelventil 9 eingebaut ist. Das Rücklauf ventii 9 muss so gebaut sein. dass es gegebenenfalls auch sämtliche, von der Pumpe 7 geförderte Viskose von der Druck- zur Saugseite hindurchpressen kann. EMI2.4 Aggregat von vielen gleichartigen Ventilkörpern ausgebildet. In Fig. 2 ist ein solches Register von Ventilen, wie es sich z. B. für die Förderung von Viskose eignet, schematisch abgebildet. Die viskose Spinnflüssigkeit durchfliesst auf dem Wege durch Rohr 14 das Ventilregister 17 in der Weise, dass sie von unten her die Ventile 18 in Fig. 2 betätigt, nach Massgabe des Druckes durch die Ventile hindurehgeht und nachher wieder in die Umleitung 14 einmündet. Die Einzelventile 18 können so einreguliert werden, dass sie sich im Bereich von geringen Druckschwankungen betätigen. Die Grenzen des Druckes, innerhalb deren dieses Ventilregister die Spinnflüssigkeit durchlassen soll. können durch Einstellung des Druckwiderstandes an den einzelnen Ventilen bestimmt werden. Das Ventilregister kann zur Anwärmung bzw. Kühlung von einem Mantel umgeben sein. EMI2.5 an keiner Stelle der Apparatur Teile der Spinnflüssigkeit stehenbleiben und dadurch verderben. Um z. B. den toten Winkel an der in Fig. 2 mit 19 bezeichneten Stelle zu vermeiden, ist eine kleine Öffnung zwischen Zufluss-und Abflussseite der Ventile angebracht ; durch diese kleine Öffnung strömt dauernd ein Teil der Viskose von der Druck-zur Saugseite der Pumpe-M und sorgt auf diese Weise dafür, dass über den Ventilen sich keine alternde Viskose ansammeln kann. Diese Öffnung ist nur so gross bemessen, dass sie den in der Leitung 15 benötigten Förderdruek nicht beeinträchtigen kann. In sinngemässer Weise kann das Ventilregister 17 aueh an anderer Stelle des gesamten Systems. z. B. bei der Förderpumpe 7 vor der Filterpresse, angewendet werden. Von besonderer Wichtigkeit ist das beschriebene Verfahren, wenn der Druck. welcher nötig ist, um die Spinnflüssigkeit durch die Spinndüsen zu drüeken.besonders hoch ist ; denn wollte man einen solch <Desc/Clms Page number 3> hohen Druck durch Pressluft erzengen. so würde sich eine ausserordentlich störende Menge Luft in der Spinnflüssigkeit auflösen, ganz besonders bei Verarbeitung von ungereifter Viskose, deren Bereitung unter Temperaturerniedrigung erfolgen muss. Wird der hohe Spinndruelk für jede einzelne Spinndüse durch eine besondere Spinnpumpe erzeugt, so hat es sich gemäss vorliegender Erfindung als besonders zweckmässig erwiesen, wenn man den durch EMI3.1 Spinnpumpen ? 6 zu rechnen, je nachdem diese schon mehr oder weniger abgenutzt sind. Dagegen wird gute Gleichmässigkeit in den Fördermengen der Spinnpumpen erzielt, wenn die Drücke vor und hinter den Spinnpumpen auf ungefähr derselben Höhe gehalten werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung und Fortbewegung von kolloidalen Lösungen für Gewinnung von Fasern, Bändehen, Filmen u. dgl.. dadurch gekennzeichnet, dass unter Vermeidung jeglicher Pressluft EMI3.2
Claims (1)
- schaften dies zulassen, in warmem Zustande fördert.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Lösungen aus einer teilweisen Luftleere fördert.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei weel ; sell1der Ent- nahme von Spinnlösung Druckschwankungen in der Förderleitung durch einen oder mehrere Druckregulatoren ausgeschaltet werden.5. Verfahren nach den Ansprüchen l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spinnlösung von der oder den Zubringerpumpen unter einem Druck zu den Spinnpumpen gefördert wird, der praktisch dem von der Spinngruppe (Dosierpumpe) gegenüber der Spinndüse erzeugten Druck gleich ist.6. Druckregulator zur Ausführung des Verfahrens gemäss Anspruch 4. gekennzeichnet durch eine Reihe verschieden einstellbarer Einzelventile (18) (Fig. 2) und einen stets offenen Durchlass (19) zur Vermeidung eines schädlichen Alterns der Spinnlösung in toten Ecken der Vorrichtung.7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen Mantel zur Regulierung-der Temperatur.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE121236X | 1928-03-12 |
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| AT121236D AT121236B (de) | 1928-03-12 | 1929-02-26 | Verfahren zur Herstellung und Fortbewegung von kolloidalen Lösungen für Gewinnung von Fasern, Bändchen, Filmen u. dgl. |
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| AT (1) | AT121236B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1109829B (de) * | 1954-10-30 | 1961-06-29 | Bemberg Ag | Verfahren zur Herstellung von Kupferoxydammoniakcellulose-Spinnloesung |
-
1929
- 1929-02-26 AT AT121236D patent/AT121236B/de active
Cited By (1)
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