AT120316B - Stromquelle für Nebensprechmessungen an Fernmeldeleitungen u. dgl. - Google Patents
Stromquelle für Nebensprechmessungen an Fernmeldeleitungen u. dgl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Stromquelle für Nebensprechmessuugen an Fernmeldeleitungen u. dgl. EMI1.1 von reinen Einzelfrequenzen (Sinusschwingungen) nicht befriedigend gemessen werden kann. Das Messergebnis erlaubt entweder keine ausreichende Beurteilung des wirklichen Nehenspiechens bei Sprache oder muss erst aus einer unerwünscht grossen Zahl von Einzelmessungen mit verschiedenen Frequenzen gewonnen werden, was immer umständlich ist, selbst wenn die Frequenz des Generators rasch verstellt werden kann. Messungen bei Sprache sind umständlich, ausserdem sind die Messbedingungen und Ergebnisse wegen der wechselnden Dämpfungsverzerrung durch Mikrophon und Feinhörer und auch wegen anderer Zufallserseheinungen nicht reproduzierbar. Messungen mit einem Mischton (Sehnarrsummer) sind zwar bequemer auszuführen, aber ebensowenig eindeutig wiederholbar wie Messungen bei Sprache. Abgesehen von der Schwierigkeit, eine Normalform des Summers festzulegen und vollkommen gleichartig, im praktischen Gebrauch unveränderlich wiederherzustellen, liefern diese Schnarrsummer und ähnliche Mischtonerzeuger nur eine begrenzte Anzahl von Frequenzen in einem nachträglich schwer abzuändernden Abstand. Deren gegenseitiges Stärkeverhältnis kann schwer dauernd konstant gehalten werden und ausserdem können bestimmte Frequenzbereiche wegen der Lücken des Frequenzbandes übergangen werden. Die im folgenden beschriebene erfindungsgemässe Stromquelle für Nebensprechmessungen u. dgl. überstreicht den vollen Frequenzbereich der Sprache oder anderer gleichwertig wiederzugebender Frequel1Zgemische mit konstanter Leistung und dennoch den "Frequenzgang" der Sprache wiedergebender Energieverteilung. Sie hat den Vorzug streng einl-altbaren Aufbaues und vollkommener Konstanz im Betrieb und ist daher als einheitliche Stromquelle für Nebensprechdämpfungsmessungen usw. geeignet. Erfindungsgemäss werden die Komponenten des elektrisch nachzubildenden Frequenzgemisches nicht gleichzeitig nebeneinander, sondern zeitlich hintereinander in so rascher Folge nachgebildet, dass sie in der Messeinrichtung oder im Beobachter einen wesentlich einheitlichen Eindruck hervorrufen. Vorzugsweise erzeugt die Stromquelle einen wesentlich einwelligen aber in seiner Frequenz periodisch über den ganzen nachzubildenden Frequenzbereich schwankenden Strom. Vorteilhaft schwankt ihre Frequenz zwischen zwei konstant eingehaltenen Frequenzgrenzen. Die erforderlichen Frequenzschwankungen werden in an sich bekannter Weise durch Schwebungen zwischen zwei oder mehreren Schwingungskreisen von veränderlichem Frec, uenzunterschied gewonnen. Die Einrichtung kann daher kurz als., Schwebungsheuler" bezeichnet werden. Die frequenzbestimmenden Teile der Einrichtung sind hier als Bestandteile der Stromquelle aufgefasst. Die Energieverteilung des nachzubildenden Frequenzgemisches kann, wie im folgenden beschrieben, in einfachster Weise durch verschieden langes Verweilen in den nacheinander durchlaufenden Frequenzbändern wiedergegeben werden. Beispielsweise soll eine stetige Frequenzverteilung zwischen einem unteren und einem oberen Grenzwert, zur Nachbildung der Sprache etwa zwischen 300 und 2400 Hertz, erreicht werden. Hiezu wählt man etwa die Frequenz des einen Schwingung skreises unveränderlich mit 10. 00 : : Hertz, die des andern zwischen 7600 und 9700 Hertz mit einer niedrigen Heulfrequenz periodisch schwankend. Dieser zweite Schwingungskreis enthält eine unveränderliche Grundkapazität, die für sieh allein mit der vorhandenen Induktivität, z. B. ebenfalls die Frequenz 10.000 Hertz ergeben kann, und ausserdem eine ver- änderliehe Zusatzkapazität, die die Frequenzsehwankungen hervorruft. Es ist also z. B. einem festen <Desc/Clms Page number 2> Kondensator ein Drehkondensator parallel geschaltet, dessen passend geformter Rotor gleichförmig angetrieben wird. Der Überlagerungssummer (Röhrensummer) hat an sich eine von der Frequenz unabhängige konstante Energieabgabe. Für den Erfindungszweck wird aber eine der wirklichen Sprache entsprechende gesetzmässige Frequenzabhängigkeit der Leistung gefordert. Der Drehkondensator ist daher erfindungsgemäss so geformt, dass vorzugsweise bei gleichförmigem Umlauf die zeitliche Verteilung der verschiedenen Frequenzen dem gewünschten Frequenzgang der Leistungsverteilung entspricht. Das so entstehende Amplitudenspektrum kann nach irgendeiner bekannten Methode der objektiven Klanganalyse geprüft und verbessert werden. Die Bauvorschrift für eine reproduzierbare Einheitsform der Stromquelle hat also ausser den Konstanten der-Grundschwingungskieise lediglich die genaue Plattenform und den Plattenabstand des Drehkondensators sowie die Drehzahl seines Rotors zu enthalten. Für subjektive Messungen (Lautstärkevergleich mittels Fernhörer) ist die Zeitfreql. enzkurve des Schwebungsheulers dem mittleren Frequenzgang des Schalldruckes der Sprache anzugleichen, für objektive Messungen (quadra, tiseh anzeigendes SpulenmessgerätoderHitzdrahtgerät) hingegendemmittIerenFrequenz- gang des Produktes aus Schalldruck und Gehörempfindlichkeit. Man wird also zweckmässig das bewegte Abstimmittel (den Drehkondensator) in zwei oder mehr umschaltbare Teile zerlegen, die man, etwa durch einfaches Umlegen eines Kippers, wahlweise abwechselnd oder gemeinsam so schaltet, dass man für das gerade benutzte Messverfahren die passende Zeitfrequenzverteilung der konstant bleibenden Sendespannung erhält : Die Heulfrequenz ist für subjektive Messungen so hoch anzusetzen, dass ein einheitlicher Lauteindruck empfunden wird, also mindestens mit 50 Hertz. Für objektive Messungen kann sie bei passendem Entwurf des Dämpfungsmessers bedeutend tiefer gewählt werden. Bei axial symmetrischer Aus- führung des Drehkondensators, die wegen der Ausbalanzierung der Rotorwelle vorteilhaft ist, erhält man bei einer sekundlicl1en Umdrehung die Heulfrequenz 2, die erwähnte Heulfreqmnz 50 erfordert mithin 1500 Umdrehungen in der Minute. Die beschriebene Stromquelle ist überall anwendbar, wo Frequenzgemische ähnlich der Sprache durch eine ihnen gleichwertige eindeutig wiederholbare Frequenzfolge für Messzwecke od. dgl. ersetzt werden sollen. Die Schwebungen müssen nicht auf elektrischem Wege hervorgebracht werden, wenngleich dies in der Regel der einfachste Weg ist. Der Antrieb der bewegten Abstimmittel muss nicht gleichförmig sein, sondern kann einen bestimmten, z. B. dem Messzweck entsprechenden Gesetz folgen, beispielsweise kann die erwähnte elektrische Umschaltung der Abstimmittel auch durch eine Änderung des Antriebsgesetztes ersetzt werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zur elektrischen Nachbildung von Frequenzgemisehen, insbesondere für Nebenspreehmessungen an Fernmeldeleitungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten des Frequenzgemisches zeitlich hintereinander in so rascher Folge nachgebildet werden, dass sie in der Messeinrichtung oder im Beobachter einen wesentlich einheitlichen Eindruck hervorufen.
Claims (1)
- 2. Stromquelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen-wesentlich einwelligen aber in seiner Frequenz periodisch, vorzugsweise zwischen festen Frequenzgrenzen schwankenden Strom abgibt.3. Stromquelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Periodenzahl ihrer Frequenzschwankungen so hoch ist, dass sie in der Messeinrichtung oder im Beobachter einen einheitlichen Lauteindruck hervorruft, indem sie z. B. im Bereich der hörbaren Tonfrequenzen, vorzugsweise über 50 Hertz, liegt.4. Stromquelle nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3, deren Frequenzen durch Schwebungen zwischen elektrischen Schwingungskreisen erzeugt werden, gekennzeichnet durch dauernd bewegte stetig ver- änderliche Abstimmittel in einem oder mehreren Sehwingungskreisen.5. Stromquelle nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch dauernd umlaufende Drehkondensatoren in den frequenzveränderlichen Schwingungskreisen.6. Stromquelle nach Anspruch 1 oder einem der Unteranspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie die Energieverteilung des nachzubildenden Frequenzgemisehes durch verschieden langes Verweilen in den nacheinander durchlaufenen Frequenzbändern wiedergibt.7. Stromquelle nach den Ansprüchen 4,5 oder 6, gekennzeichnet durch eine solche Gestaltung der bewegten Abstimmittel (Plattenform des Drehkondensators), dass bei gegebenem Antriebsgesetz, vorzugsweise bei gleichförmigem Antrieb, die Energieverteilung auf die einzelnen Frequenzen wesentlich dieselbe ist wie bei dem gleichwertig wiederzugebenden Frequenzgemisch (Sprache).8. Stromquelle nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch mehrere wahlweise einschaltbare bewegte EMI2.1
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT120316T | 1929-06-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT120316B true AT120316B (de) | 1930-12-10 |
Family
ID=3631913
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT120316D AT120316B (de) | 1929-06-20 | 1929-06-20 | Stromquelle für Nebensprechmessungen an Fernmeldeleitungen u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT120316B (de) |
-
1929
- 1929-06-20 AT AT120316D patent/AT120316B/de active
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