AT119953B - Verfahren zur Herstellung von Kohlensäureeis. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kohlensäureeis.

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  Verfahren zur Herstellung von   Kol1lensäureeis.   



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hertsellung von Kohlensäureeis in kompakter Form in einem Behälter unmittelbar aus flüssiger, vorgekühlter oder nicht vorgekühlter Kohlensäure 
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 Behälter mit flüssiger Kohlensäure so langsam entspannt wird, dass sich in der entspannten Kohlensäure keine festen   Kohlensäureteilehen   oder nur in ganz unerheblicher Menge in Gestalt von Schnee bilden können. Bisher ist man durchweg so verfahren, dass man durch schnelle Entspannung des Druckes der in einem Gefäss befindlichen flüssigen Kohlensäure mit Absicht den Vorgang herbeiführte, dass ein Teil der entspannten Kohlensäure unmittelbar in feste Kohlensäure, d. h. in Schnee überging.

   Dieses Verfahren ist unwirtschaftlich und bringt Schwierigkeiten insofern mit sich, als der entstandene Schnee erst gesammelt und durch Pressen in feste Blöcke übergeführt werden muss. Dabei treten naturgemäss Verluste ein, wobei noch die Gefahr besteht, dass Teile des Kohlensäureschnees in die Rückleitung für die nicht erstarrte, gasförmige Kohlensäure mitgerissen werden, so dass diese sich verstopfen, was zu Explosionen in den Rohrleitungen führen kann. 



   Es ist ferner ein Verfahren bekannt geworden, Kohlensäureschnee in der Weise zu gewinnen, dass flüssige Kohlensäure unter Aufrechterhaltung ihrer Spannung in einen geschlossenen Behälter geführt und darauf unter Reduzierung des Druckes das freiwerdende   Kohlensäuregas   aus dem Behälter abgezogen wird, um so einen Teil der flüssigen Kohlensäure in Kohlensäureschnee zu verwandeln. Durch dies bekannte Verfahren kann festes Eis in kompakter Form nicht hergestellt werden, vielmehr ist es nur möglich, feste Kohlensäure in loser Form zu gewinnen. Dabei ist der Betrieb der Vorrichtung   zur Ausführung   des Verfahrens intermittierend. Auch diesem Verfahren haften die gleichen Nachteile wie dem vorerwähnten bekannten Verfahren an, die durch die Erfindung beseitigt werden. 



   Endlich ist noch ein Verfahren bekannt geworden, bei dem aus flüssiger Kohlensäure Kohlensäureeis in kompakter Form gewonnen wird. Bei dem bekannten Verfahren   fliesst   die flüssige Kohlensäure in einen Kessel unter einem solchen Druck, dass sie im flüssigen Zustand verbleibt. Ein Teil der flüssigen Kohlensäure entweicht dabei durch eine Nebenleitung in eine Rohrschlange, die den Kessel umgibt. Durch die in der Rohrschlange expandierende Kohlensäure tritt in dieser eine solche Unterkühlung ein, dass dadurch infolge Wärmeentziehung durch Wärmeaustausch die in dem inneren Kessel enthaltene flüssige Kohlensäure zu festem Eis erstarrt.

   Dieses bekannte Verfahren wird also, mit anderen Worten ausgedrückt in der Weise ausgeführt, dass durch   tiefte ! l1peraturige   Gase mittels   Wärmeaustausches durch   die Wandungen des Behälters hindurch die flüssige Kohlensäure zur Erstarrung gebracht wird. 



   Von diesem bekannten Verfahren unterscheidet sich die   vorliegende Erfindung grundsätzlich dadurch,   dass der innere Druck der flüssigen Kohlensäure so langsam entspannt wird, dass an der Entspannungsstelle, d. h. am gedrosselten Auslassventil, Kohlensäureschneebildung vermieden wird. Dabei senkt sich der Druck und die Temperatur   allmählich   bis zur Grenze des Tripelpunktes, auf dem er eine gewisse Zeit stehen bleibt. Nach verhältnismässig kurzer Zeit ist die flüssige Kohlensäure im Behälter zu Eis erstarrt, wobei der Druck schnell auf Atmosphärendruck sinkt.

   Zweckmässigerweise wird die Erfindung in der Form ausgeführt, dass nach tunlichster Vorkühlung die verflüssigte Kohlensäure durch langsame Entspannung möglichst nahe auf die Temperatur herabgekühlt wird, bei der sich bereits in der Flüssigkeit feste Kohlensäurekristalle bilden. Wenn man dann die mit Kristallen durchsetzte   Kohlensäureflüssigkeit   im Grenzzustande weiter sich selbst überlässt, d. h. die langsame Entspannung fortsetzt, dann folgt bei konstant sich einstellendem Druck die Umwandlung der Flüssigkeit in festes Eis ohne äussere Kühlung lediglich durch innere Entspannung. Die Vorgänge können in einem Behälter oder getrennt in mehreren nacheinander vor sich gehen. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Erzeugung von Kohlensäureeis in kompakter Form aus bis nahe auf den Tripelpunkt vorgekühlter oder nicht vorgekühlter, flüssiger Kohlensäure, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck im Innern eines mit flüssiger Kohlensäure gefüllten Behälters so langsam entspannt wird, dass eine Kohlensäureschneebildung nicht vor sich gehen kann und die Flüssigkeit ohne äussere Kühlung lediglich durch innere Entspannung zu homogenem Eis erstarrt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT119953D 1929-11-08 1929-11-08 Verfahren zur Herstellung von Kohlensäureeis. AT119953B (de)

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