AT15462B - Verfahren und Vorrichtung zur Kälteerzeugung von konstanter, vorausbestimmbarer Temperatur. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Kälteerzeugung von konstanter, vorausbestimmbarer Temperatur.

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AT15462B
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Bernh Seiffert & Sohn
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT   Nu 15462.   
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 Verfahren und Vorrichtung zur Kälteerzeugung von konstanter, vorausbestimmbarer
Temperatur. 
 EMI1.2 
 soweit abgekühlt, bis sich Eis und Salz gleichzeitig ausscheidet und sie bei konstanter Temperatur erstarrt. 



   Wie bereits angedeutet, entspricht dem konstanten Gefrierpunkt dieser Salzlösung 
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 reichter völliger Schmolzung Wärme zu binden vermag. Auf diese Weise wird sowohl bei andauernder, das fortwährende Ausscheiden von Eis und Salz bewirkender   Kält (1zufuhr als   auch bei temporärer Unterbrechung derselben mit nachfolgender Schmelzung der aus-   geschiedonen   festen Bestandteile die Temperatur in dem zu kühlenden Raume konstant erhalten.   Der   zu kühlende   Raum   wird von der Salzlösung, deren Auswahl nach der in jenem Raum verlangten Temperatur entsprechend getroffen werden muss, umgeben und wird 
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   Um   nun   die Temperatur in dem zu kühlenden Raum während eines beliebig langen Zeitraumes konstant zu erhalten, insbesondere die Dauer, während welcher dieses Konstant-   hatten   der Temperatur durchgeführt wird, unabhängig von der Menge der zu verwendenden 
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 einem Thermoregulator in Verbindung treten und durch diesen in die freie Atmosphäre   austreten, worsuf eine sstsprechpsde Druckvermindorung   in dem die Gase aufnehmenden Raum eintritt. Infolge dieser   Druckverminderung   wird aber die Verbindung mit der äusseren Atmosphäre unterbrochen und die Bildung frischer kalter Gase insofern   ermöglicht,   als nunmehr die hiezu notwendigen Substanzen z. B.

   Kohlensäure und   Äther in den Gasent-   wicklungsraum durch ein Reduzierventil hindurch eintreten können. 

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 ventil 16 verbunden, dessen Ausgangsrohr 17 in den Expansionsraum   111   mündet. Von der tiefsten Stelle dieses Expansionsraumes, welcher auch als besonderer Behälter ausgebildet werden kann, führt ein Rohr 18 in das Rohr 20 bezw. durch dieses in den Behälter 13 zurück. Ein Manometer 19 dient zum Ablesen des in dem Apparat herrschenden Druckes. 



   Man denke sich nun, dem eingangs angenommenen Beispiel entsprechend, den Behälter 12 mit flüssiger Kohlensäure, den Behälter 13 mit Äther und den von der Rohrschlange durchzogenen Zwischenraum Il mit einer Salzlösung von konstantem Gefrierbezw. Schmelzpunkt angefüllt, ferner das Druckregulierventil 9 und den Thermoregulator 11 so eingestellt, dass erstens die Gase beim Überschreiten derjenigen Temperatur, welche dem Gefrierbezw. Schmelzpunkt der Salzlösung entspricht, in den Thermoregulator 11 und durch letzteren ins Freie abgeführt werden, dass zweitens das Reduzierventil 16 so justiert ist, dass sich dasselbe unter dem Einfluss jener Gasspannung in der Rohrschlange, welche dem Gefrierbezw. Schmelzpunkt der Salzlösung entspricht, schliesst, sich jedoch beim Sinken dieser Temperatur öffnet.

   Dann ist die Wirkungsweise des Apparates folgende :
Die flüssige   Kohlensäure   tritt aus dem Behälter 12 durch die Rohre 14 und 17 und mit ihr gleichzeitig oder unmittelbar nachfolgend Äther aus dem Behälter 13 durch die Rohre   15   und 17 in den Expansionsraum   III.   Die   Kohlensäure   vergast unter   stärkerer   Abkühlung und kristallisiert teilweise zu Schnee aus, welcher von dem   nachströmenden     Äther aufgelöst wird,   was ein weiteres Sinken der Temperatur und Spannung zur Folge hat.

   Während die flüssige Lösung den untersten Teil des   Behälters   einnimmt, tritt das aus derselben freiwerdende kalte Gas in die Rohrschlange,   durchströmt   dieselbe, um sie bei 5 zu verlassen, geht dann durch das Abscheidegefäss 7, in welchem es von etwa mit- gerissenem Äther, der durch das Rohr 20 nach 13   zurückfliesst,   befreit wird, bis zu dem   geschlossenen Druckreguliürvontil 9. liat   das Gasgemenge der   Salzlösung   soviel Wärme entzogen, dass seine Temperatur dem   Gefrier- bezw. Schmelzpunkt   der Salzlösung entspricht, so wird das Gasgemengc infolge der höheren Spannung, welche mit dieser Temperatur- erhöhung verbunden ist, das Reduzierventil 16 schliessen und bald darauf das Druckregulier- ventil 9 nach dem Thermoregulator hin öffnen.

   Letzterer entlässt die erwärmten Gase in die freie Atmosphäre und vermindert so den Druck in dem gesamten System, infolgedessen das Reduzierventil 16 sich wieder öffnet und frische Kohlensäure in den Expansionsraum In treten lässt Dieses Spiel wiederholt sich so lange, bis die in dem Arbeitsraum 1 verlangte
Temperatur erreicht ist. Bleibt diese Temperatur konstant, so erstarrt die Salzlösung, die weiter zugeführte Kälte bindend, um dann bei Wärmezufuhr von aussen Kälte abzugeben. 



   Ist letzteres in dem Masse geschehen, bis alle festen Bestandteile der Salzlösung ver- fliissigt worden sind, so steigt die Temperatur und mit ihr die Spannung des in der Rohr- leitung befindlichen Gases. Das Druckregulierventil 9 öffnet sich wieder, entlässt die er- wärmten Gase und die vorbeschriebene Funktion der Vorrichtung tritt von neuem ein. 



   Der sich im Expansionsraum III ansammelnde Äther wird durch das Rohr 18 und die Leitung 20, woselbst stets ein etwas geringerer Druck als im Expansionsraum 111 herrscht, in das   Abscheidegefäss   7 und von hier in den Behälter 13 zur nochmaligen Ver- wendung zurückgeführt. 



   Das Verfahren der   vorliegenden Erfind@   g ist für alle Fälle dasselbe, während der   Apparat   je nach dem Zwecke seiner Verwendung Abänderungen erfahren kann. 



   Eine von der vorboschriebenen Konstruktion baulich   abweichvade Ausführung   des
Apparates zur Kühlung von Räumen in Gebäuden, Schiffen, Transportwagen etc. zeigt Fig. 3 in schematischer Darstellung, worin zur besseren Übersicht die aus Fig. 1 und 2 sich wiederholenden Teile dieselben Bezugszeichen erhalten haben. 



   Die   flüssige Kohlensäure   tritt aus dem Behälter 12 durch das Steigrohr 21 aufwärts 
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   Die in den Fig. 4-6 dargestellte abgeänderte Ausführungsform des Apparates er-   möglichst   es, auch die von dem Lösungsmittel aufgenommene Kälte auf die   Salzlösung   zu    I1bertragen'uùd   gestattet zugleich, das Lösungsmittel (Äther) in möglichst gleichförmig verteiltem Zustande auf den Kohlensäureschnee einwirken zu lassen. Sie unterscheidet sich von der oben gekennzeichneten Anordnung hauptsächlich dadurch, dass das   8cblangenrohr   zur Aufnahme der durch Einwirkung des Äthers auf den Kohlensäureschnee entstehenden kalten Gase durch einen zylindrischen Behälter 24 von ringförmigem Querschnitt ersetzt ist.

   In letzterem, welcher ebenfalls von der im Raum 11 befindlichen Salzlösung vollständig umgeben ist, erfolgt sowohl die Bildung des   Kohlonsäureschnees,   als auch die Lösung desselben in Äther sowie die Entwicklung von kalten Gasen aus dieser Lösung, wodurch der Vorteil erreicht wird, dass auch die vom Lösungsmittel aufgenommene Kälte auf die Salzlösung übertragen werden kann. 



   Um ferner eine möglichst gleichmässige Verteilung des Äthers in dem Behälter 24 
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 aus dem Vorratsbehälter 13 zu ersetzende Lösungsmittel wird von den Geflochten 26 aufgesaugt und verteilt erhalten, so dass die aus dom Behälter 12 durch das   Reduziervontil16   und Rohr 17 in den Behälter 24 eintretende, sofort zu Schnee auskristallisiereude Kohlensäure in den gasförmigen Zustand   übergeführt   wird. 



   Die Entlassung verbrauchter Gase erfolgt bei 5 durch das Reduzierventil 9   bezw.   durch den Thermoregulator 11. 



   PATENT. ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Kälteerzeugung von konstanter, vorausbestimmbarer Temperatur, 
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 aufgenommen wird, deren   Gefrier-bezw. Schmelztemperatur entsprechend gewählt und   durch fortgesetzte Abkühlung der Salzlösung erhalten bleibt, wobei deren Eigenschaft, bei konstant gewordener Temperatur des   abgekühlten   Raumes weiter zugeführte Kälte bis zu ihrer völligen Erstarrung zu binden, benutzt wird, um zeitweise überschüssige Kälte aufzuspeichern, welch letztere bei erneuter Beanspruchung infolge Wärmezufuhr bis zum völligen   Wiederflüssigworden   der aus der Salzlösung ausgeschiedenen Bestandteile abgegeben worden kann, um so eine konstante, dem Gefrier-bezw. Schmelzpunkt der Salzlösung entsprechende vorher bestimmbare Temperatur in dem abzukühlenden Raum zu erzeugen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, dass ein beispielsweise durch Auflösen von Kohlensäureschnee mittels Äther gebildetes Gas durch eino, den abzukühlenden Raum umgebende Salzlösung von konstantem Gefrier- bezw. Schmelzpunkt geleitet wird, welche Salzlösung bei konstanter Temperatur die dem abzukühlenden Raum weiter zugeführte Kälte bindet und diesen Kältovorrat an den zu kühlenden Raum bei Wärmezufuhr von aussen solange abgibt, bis der Schmelzpunkt der aus der Salzlösung ausgeschiedenen festen Bestandteile erreicht ist und Temperatur sowie Spannung des Gases steigen, worauf die erwärmten Gase entlassen und neue kalte Gase zugeführt werden.
    3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen den abzukühlenden Raum begrenzenden Behälter 1 und den letzteren umgebenden, zur Aufnahme der Salzlösung dienenden Behälter 2, sowie durch einen zur Aufnahme der Kohlensäure und des Äthers geeigneten Expansionsraum III, welch letzterer durch ein Reduzierventil 16 mit einem Kohlensäurebehälter 12 und einem Ätherbehälter 13 in Verbindung steht und oben in ein zur Aufnahme der sich entwickelnden kalten Gase geeignetes Schlangenrohr 3 ausläuft, dessen ausserhalb des Behälters 2 befindliche Mündung durch ein Druckregulierventil 9 und einen Thermoregulator 11 mit der äusseren Atmosphäre in Verbindung gesetzt werden kann. <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1
AT15462D 1903-02-01 1903-02-01 Verfahren und Vorrichtung zur Kälteerzeugung von konstanter, vorausbestimmbarer Temperatur. AT15462B (de)

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