AT119927B - Verfahren zur Trennung solcher in der Natur vorkommenden Produkte, welche in wässeriger Suspension kolloidale Verteilung annehmen, z. B. Ton, Kaolin, Phosphat usw., von ihren Verunreinigungen. - Google Patents
Verfahren zur Trennung solcher in der Natur vorkommenden Produkte, welche in wässeriger Suspension kolloidale Verteilung annehmen, z. B. Ton, Kaolin, Phosphat usw., von ihren Verunreinigungen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Trennung solcher in der Natur vorkommenden Produkte, welche in wässeriger Suspension kolloidale Verteilung annehmen, z. B. Ton, Kaolin, Phosphat usw., von ihren Verunreinigungen. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> entstehende Aufschlämmung die für die betreffende Substanz jeweils optimale und charakteristische Wasserstoffionenkonzentration annimmt, ohne jede Schwierigkeit eine ausserordentlich stabile Suspension herzustellen, deren Bodensatz sich schnell ausbildet und praktisch ausschliesslich aus den in dem zu gewinnenden Produkt enthaltenen Verunreinigungen besteht. Das neue Verfahren ist insbesondere anwendbar für natürlich vorkommende Tone und Kaoline, für Erze mit toniger Gangart, für Schwerspat, für Bauxite, Phosphate oder ähnliche Produkte, welche in wässeriger Suspension kolloidale Verteilung annehmen. Dabei bestand bisher besonders insofern eine Schwierigkeit, als die wertvollen Substanzen häufig sehr grosse Mengen (bis zu 90%) Verunreinigungen enthalten. Dadurch, dass man gemäss der Erfindung der Suspension eine bestimmte Wasserstoffionenkonzentration erteilt, die im wesentlichen nur von der Natur des zu gewinnenden Produktes abhängig ist und z. B. durch Probeversuche ein für allen-al festgelegt werden kann, kann man die Unsicherheit ausschalten, die darin besteht, dass man niemals von vornherein weiss, welche Verunreinigungen in den zu gewinnenden Substanzen enthalten sind, die unter Umständen die Trennung durch Bildung löslicher Salze od. dgl. verhindern. Bei einembestimmten Rohkaolin wurde z. B. das Optimum der Trennfähigkeitbei einer Wasserstoff- ionenkonzentration von 8'56 gefunden. Bei einem Kaolin anderer Provenienz wurde in gleicher Weise durch Probeversuche als optimaler Wert eine Wasserstoffionenkonzentration von 8'74 ermittelt. Es EMI2.1 Kaolinsubstanz und 10% fremde Substanzen, jedoch kaum Sand, enthält. Um die für die günstigste Ausbeute an Kaolin optimale Wasserstoffionenkonzentration zu ermitteln, wurden 235 g Rohkaolin (Trockensubstanz) mit 531 g Wasser aufgeschlämmt unter Zufügung von 7'9 c} EMI2.2 dann mehrere Stunden geschüttelt, bis Konstanz der PH-Ionenkonzentration bei maximaler Ausbeute des Kaolins erreicht wurde. Die folgenden Versuchsergebnisse, erhalten bei Kaoline und Tone verschiedener Provenienz (Kaolin aus dem Karlsbader Revier, Kaolin aus dem Halle'schen Becken, Ton aus Wildstein), zeigen sowohl bezüglich des mengenmässigen Ausbringens als auch bezüglich des Reinheitsgrades der geschlämmten Produkte, dass die optimale Trennung innerhalb eines ganz bestimmten pH-Wertes liegen, nämlich zwischen 8 und 9. Die Schlämmung von Kaolin aus dem Karlsbader Revier, 1 Teil Kaolin, 3 Teile Wasser bei verschiedenen Wasserstoffionenkonzentrationen, ergab die in folgender Zusammenstellung genannten Werte. EMI2.3 <tb> <tb> Prozent <SEP> Ausbeute <SEP> an <SEP> Prozentreine <tb> pH-Werte <SEP> gesehliimmtem <SEP> Kaolin <SEP> Tonsubstanz <tb> 6-5 <SEP> 16-8 <SEP> 92 <tb> 8'5 <SEP> 22'4 <SEP> 97'5 <tb> 10-2 <SEP> 18 <SEP> 94-7 & <tb> In vollkommen analoger Weise durchgeführte Versuche mit Kaolin aus dem Halleschen Becken ergaben : EMI2.4 <tb> <tb> Prozent <SEP> Ausbeute <SEP> an <SEP> Prozent <SEP> reine <tb> pH-Werte <SEP> geschlämmtem <SEP> Kaolin <SEP> Tonsubstanz <tb> 6'5 <SEP> 38 <SEP> 90'35 <tb> 8-5 <SEP> 41-6 <SEP> 96 <tb> 10-2 <SEP> 38-4 <SEP> 94-27 <tb> In ähnlicher Weise durchgeführte Schlämmversuche mit Wildsteiner Ton verliefen vollkommen analog und führten zu. folgenden Resultaten : EMI2.5 <tb> <tb> pH-Werte <SEP> Gewichts-Prozente <SEP> reinen <SEP> Tons <tb> 6-3 <SEP> 0 <tb> 6-5 <SEP> 45 <tb> 8-5 <SEP> 56 <tb> 10*2 <SEP> 51 <tb> EMI2.6 <Desc/Clms Page number 3> Man kann auch in manchen Fällen in der Weise verfahren, dass man als Ausgangspunkt nicht die natürlich vorkommenden Stoffe als solche verwendet, sondern zunächst aus diesen Konzentrate herstellt und erst für diese dann das neue Verfahren anwendet. Bei den Versuchen hat sich gezeigt, dass im Falle der Über-oder Unterschreitung der jeweils charakteristischen Wasserstoffionenkonzentration die Trennung der kolloidisierbaren Substanzen von den Kolloiden unvollkommen ist, also mit geringer Ausbeute an den zu gewinnenden Stoffen erfolgt. Wird beispielsweise bei der Aufschlämmung von Kaolin die Wasserstoffionenkonzentration über-oder unterschritten, so tritt entweder eine Ausfällung der kolloidalen gelösten Kaolinteilchen ein und die Ausbeute an gereinigter Substanz vermindert sich, oder es bildet sieh nicht das Suspensionskolloid in der Form, dass der Dispersitätsgrad der kolloidalen Lösung so gross ist, dass eine vollkommene Trennung der einzelnen Teilchen und eine Freigabe der umhüllten Verunreinigungen eintritt.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Trennung solcher in der Natur vorkommender Produkte, welche in wässeriger Suspension kolloidale Verteilung annehmen, z. B. Ton, Kaolin, Phosphat usw., von ihren Verunreinigungen, wobei die zu gewinnenden Substanzen je nach ihrer Beschaffenheit durch Zusatz geringer Mengen von Basen oder Säuren in Schwebe erhalten b : e ;len, während die Verunreinigungen zum Absetzen gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Aufschlämmung verwendete Flüssigkeit in ihrer Wasserstoffionenkonzentration so eingestellt wird, dass unter Berücksichtigung der Wasserstoffionenkonzentration des zu reinigenden Produktes die erfolgte Aufschlämmung eine für die aus dem aufzuschlämmenden Urprodukt zu gewinnende Substanz charakteristische, optimale, im allgemeinen zwischen 8 und 9 liegende Wasserstoffionenkonzentration aufweist, wodurch die bestmögliche Erfassung der zu gewinnenden Substanz aus dem Urprodukt einerseits, die bestmögliche Abscheidung aller Verunreinigungen anderseits gewährleistet ist.
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