AT119901B - Vorrichtung zum Prüfen von Untergrundschichten. - Google Patents

Vorrichtung zum Prüfen von Untergrundschichten.

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AT119901B
AT119901B AT119901DA AT119901B AT 119901 B AT119901 B AT 119901B AT 119901D A AT119901D A AT 119901DA AT 119901 B AT119901 B AT 119901B
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Austria
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pressure
cylinder
piston
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Inventor
August Dr Ing Wolfsholz
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August Dr Ing Wolfsholz
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Publication of AT119901B publication Critical patent/AT119901B/de

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Description


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   Es ist bekannt, in den Boden Rohre zu versenken und in diese Rohre von einem Gestänge getragene unabhängig von den Rohren belastete Druckplatten einzuführen, wobei man aus der Tiefe der Einsenkungen auf die Tragfähigkeit der Bodenschicht   schliessen   kann. Die Belastung der Druckplatten geschah bisher durch Aufsetzen von Gewichten. Gemäss der Erfindung wird dagegen das Gestänge der Druekplatte mit dem beweglichen Teile (Kolben oder Zylinder) eines Flüssigkeitsdruckerzeugers belastet, wobei zweckmässig der feste Teil des Druckerzeugers (Zylinder oder Kolben) auf einem fahrbaren Portalgestell angeordnet ist. Dies hat den Vorteil, dass die einzelnen Messungen in den verschiedenen Tiefenlagen sehr schnell vorgenommen werden können, ohne dass jeweils bei jeder einzelnen Messung die gesamten Gewichte aufgebaut und wieder abgebaut werden müssen.

   Insbesondere aber ist es möglich, durch die Anordnung 
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 des   Druckgestänge   u. dgl. genau zu messen. Diese sekundären Erscheinungen können oft die wirkliehen Bodenmessungen vollständig verschieben. Ferner ist es bei der Vorrichtung nach der Erfindung   möglich,   die verschiedenen Einsenkungen der Druckplatte in dem Boden in Abhängigkeit von ihrer Belastung aufzuzeichnen. 



   Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt. Fig. 1 und 2 zeigen in Seitenansicht, teilweise im Schnitt bzw. im Grundriss eine Ausführungsform, Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt durch eine zweite   Ausführungsform.   



   Nach Fig. 1 und 2 ist die Druckplatte a an dem unteren Ende eines Hohlgestänges b angeordnet, welches sich frei in das Bohrrohr c versenken lässt. Am oberen Ende des Gestänges b ist eine Kolbenstange d mit einem Kolben e angeordnet. Der Kolben spielt in einem Zylinder t ; welcher an einem Träger g befestigt ist. Man kann auch das Gestänge b mit dem Zylinder f verbinden und den Kolben e an dem 
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 die mit Streben i versehen sind. Die   Stützen lu   und die Streben   i sind   auf Wagen k angeordnet, die auf Feldbahngleisen fahrbar sind. Der   Zylinder f steht durch   eine Leitung   l   mit einem Druekwasserakkumulator m in Verbindung.

   Die zur Erzeugung des Druckes nötige Druckluft wird einer   Druekluftflasche   entnommen und mit Hilfe eines einstellbaren Druckminderventils o dem Akkumulator m zugeführt. 



  Um ein Abheben der Wagen k von den Gleisen durch den Gegendruck des   Zylinders f zu verhüten, werden   die   Wagen k entsprechend   belastet, u. zw. werden, um Transportkosten zu ersparen, Wassergefässe von etwa 3 bis 4 m3 Inhalt auf den Wagen aufgestellt, die beim Aufbau der Vorrichtung mit Wasser gefüllt werden. 



   In einiger Entfernung vom Bohrrohr ist auf einem kleinen Tisch eine Schreibvorriehtung angeordnet. Sie besteht aus einer durch ein Uhrwerk angetriebenen Trommel p zur Aufnahme eines Papierstreifens, auf welchen zwei   Sehreibstifte   q und r einwirken. Der untere Stift q wird von einem Manometerrohr s beeinflusst, welches an die zu dem Zylinder führende Leitung   J'mittels   einer Zweigleitung   t   angeschlossen ist, und zeichnet daher den aufgewendeten Druck auf. Der Stift r sitzt an einem   Hebel u,   der durch eine Übertragungsvorrichtung v mit der Kolbenstange d verbunden ist ; er zeichnet daher die Bewegung der Kolbenstange d und damit die Bewegung der Platte a auf. 



   Zur Durchführung einer Untersuchung wird ein Bohrrohr von etwa 300 mm Innendurchmesser   zunächst   2-3 m und dann in Abstufungen von etwa 1 m bis auf etwa 10-12 m Tiefe abgeteuft. Wenn 
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 mit der Kolbenstange d verbunden wird. Mit Hilfe des Druckminderventils wird nun zunächst ein Druck von etwa 5   kg/cm2   im Akkumulator m erzeugt. Das Druckwasser wird dem Zylinder f zugeführt und wirkt dort etwa 10 Minuten lang. Ist alsdann keine merkbare Einsenkung der Platte a wahrzunehmen, 
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 wirken. So fährt man mit der Erhöhung der Belastung fort, bis man die gewünschte Höchstbelastung von z. B. 20 oder 30   kgleno   erreicht hat.

   Wenn der Querschnitt des Zylinders f halb so gross ist wie der Querschnitt der Platte   a,   so übt diese einen Druck von 10 bis 15   kg/cm2   auf den Boden aus. Die Schreibstifte q   und l'zeichnen   den ganzen Prüfvorgang auf. Nachdem man sämtliche an einer Stelle des Bauplatzes vorzunehmenden Bodenprüfungen in den verschiedenen Tiefenlagen erledigt hat, wird die Kolbenstange d von dem Gestänge b gelöst und die Wagen k werden einige Meter weiter fortgeschoben. Man kann dann das Gestänge b ungehindert aus dem Bohrrohr entfernen und das Rohr selbst aus dem Erdreiche herausholen, um es an einer andern Stelle wieder abzuteufen und hier die Bodenprüfungen zu wiederholen. 



   Man kann auch den Zylinder f am unteren Ende des Gestänges b anordnen und das obere Ende des Gestänges an dem Träger g befestigen. In diesem Fall muss eine Leitung durch das hohle Gestänge b bis zum   Zylinder/* geführt werden, während   der Kolben e mit einer aufwärts ragenden Stange versehen ist, welche an den Lenker v, der zur Schreibvorrichtung führt, angreift. 



   Nach Fig. 3 ist der Zylinder f an einem Querstück w befestigt, das mit dem Bohrrohr c durch Säulen   x   verbunden ist. Die Platte a ist durch eine Stange b'mit dem Kolben e des Zylinders f verbunden, man kann aber auch ein hohles Gestänge verwenden. Die Bewegung der Platte a unter dem Druck des Kolbens e kann mittels der Teilung y und des Zeigers   z   abgelesen werden ; man kann auch wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 eine Schreibvorrichtung zur Aufzeichnung des Druckes des Druckmittels und der Bewegung der Platte a verwenden. Das Hohlgestänge wird zweckmässig aus einzelnen Flanschenrohren zusammengesetzt.

   Die Flanschendurchmesser der Rohre sind um etwa 10-20mm geringer als die Lichtweite des Bohrrohres, so dass also die Flanschen, wenn die Gestängerohre sich unter sehr hoher Belastung biegen und ausweichen sollten, gegen das Bohrrohr abstützen. Diesem Vorteil steht aber der Nachteil gegenüber, dass die Flanschen in den Vertiefungen der Verbindungsstellen des Bohrrohres sieh festsetzen und die ungehinderte Bewegung des Rohrgestänges unmöglich machen können. 



  Um diesen Nachteil zu beseitigen, werden einzelne Druckfedern oder auch Federringe über die Flanschen geschoben, welche die Flanschen selbst   überdecken   und so das Gleiten der Flanschen über die vertieften Stossstellen   herbeiführen.   



   In leichtbeweglichen Bodenschichten, z. B. Triebsand usw., tritt beim Belasten der Platte ein seitliches   Hochquellen   der gepressten Bodenmassen ein, welches zu falschen Ergebnissen der Bodenprüfungen führen kann. Um diesem Übelstand abzuhelfen, erhält die Platte einen zylindrischen Aufsatz von beispielsweise 1-0 m Länge, dessen Durchmesser aussen nur wenig geringer als der Innendurchmesser des Bohrrohres ist, so dass in dem zwischen dem zylindrischen Aufsatz und dem Bohrrohr verbleibenden Ringschlitz, der nur eine geringe Breite aufweist, ein Durchtreten der Bodenteilchen auch im Grundwasser so gut wie gänzlich vermieden wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Prüfen von Untergrundschichten mittels einer in einem Bohrrohr in die Tiefe zu versenkenden Druckplatte, die unabhängig von dem Bohrrohr über der Erdoberfläche belastet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das die Druckplatte (a) tragende Gestänge (b) mit dem beweglichen Kolben (e) oder Zylinder (f) eines Flüssigkeitsdruckerzeugers verbunden ist.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der unbewegliche Teil des Druckmittelerzeugers (Zylinder (f) oder Kolben (e)) auf einem fahrbaren Portalgestell (g, li) angeordnet ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welchem das die Druckplatte tragende Gestänge aus mehreren Rohren zusammengesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stossstellen des Gestänges mit Führungfedern überdeckt sind, die das Hinweggleiten der Stossstellen über die Verbindungsstellen des Bohrrohres erleichtern.
AT119901D 1928-06-18 1928-06-18 Vorrichtung zum Prüfen von Untergrundschichten. AT119901B (de)

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AT119901D AT119901B (de) 1928-06-18 1928-06-18 Vorrichtung zum Prüfen von Untergrundschichten.

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