AT118436B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung elektrischer Hochspannungskabel. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung elektrischer Hochspannungskabel.

Info

Publication number
AT118436B
AT118436B AT118436DA AT118436B AT 118436 B AT118436 B AT 118436B AT 118436D A AT118436D A AT 118436DA AT 118436 B AT118436 B AT 118436B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
strands
conductors
caliber
stranding
voltage electrical
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Felten & Guilleaume Ag Oester
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Felten & Guilleaume Ag Oester filed Critical Felten & Guilleaume Ag Oester
Application granted granted Critical
Publication of AT118436B publication Critical patent/AT118436B/de

Links

Landscapes

  • Wire Processing (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung elektrischer Hochspannungskabel. 



   Die. Erfindung bezieht sieh auf die Herstellung von Mehrleiterkabeln für die Übertragung von hochgespannten Strömen. Bei dem üblichen Aufbau solcher Kabel ergeben sich zwischen den isolierten
Leitern und zwischen diesen und der sie umgebenden gemeinsamen Hülle Hohlräume, die durch Tiensen ausgefüllt werden. Die Ausfüllung dieser Hohlräume soll möglichst vollkommen und gleichmässig sein.
Bei der üblichen Herstellungsart wird sie gleichzeitig mit der Verseilung der Leiter vorgenommen, derart, dass mit den Leitern geeignete Trensenstränge in das Verseilkaliber eingeführt und mitverseilt werden. 



   Dabei besteht aber die Gefahr, dass sich die Trensenstränge nicht an den richtigen Platz legen, was zu einer stellenweisen   Störung   des Kabelaufbaues und zu einer Schwächung des Kabels in Beziehung auf dessen elektrische Eigenschaften führt. 



   Besondere Sorgfalt muss bei der Ausfüllung der zwischen den Leitern bleibenden zwiekelförmigen
Hohlräume bei den Kabeln mit sogenannter Gürtelisolation beobachtet werden, da infolge des Weg- fallens eines metallischen Belages auf den isolierten Leitern diese Räume von den Kraftlinien des elektrischen
Feldes durchsetzt sind. Trensen aus Papier haben sich bei diesen Kabeln als Füllmaterial am besten bewährt. Die gleichmässige und vollkommene Ausfüllung der Hohhäume macht aber bei Trensen aus
Papier grosse Schwierigkeiten, besonders die nach innen gerichteten Winkel der äusseren Zwickelräume lassen sich schwer ausfüllen.

   Auch die Unterteilung der einzelnen äusseren Trensenstränge in eine Mehr- zahl von Teilsträngen ergibt bei der bisher   üblichen   Herstellungsweise der Kabel keine befriedigenden   .   Ergebnisse, da die Trensen beim Einlauf in das Verseilkaliber in ihren äusseren Partien stärker gepresst 
 EMI1.1 
 dass trotz stärkerer Pressung in den äusseren Partien die inneren Winkel der äusseren Zwiekelräume unausgefüllt bleiben, jedenfalls wird die Ausfüllung aber nicht die erforderliche Gleichmässigkeit auf-   - weisen. Um diesen Übelstand   zu beseitigen, hat man bereits vorgeschlagen, die Trensen vor ihrer Ver- seilung vorzuformen, was aber nur schwer mit der notwendigen Genauigkeit geschehen kann. 



   Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegen der von Aussen in die Zwickelräume einzufügenden Trensen erst nach Verseilung der isolierten Leiter erfolgt. Dies bietet die Möglichkeit, alle erwähnten Nachteile zu vermeiden. Da zunächst die Verseilung der Leiter nur unter Einführung der Mitteltrense erfolgt, so kann wegen des Fehlens der äusseren Trensen in dieser Herstellungsstufe die richtige Verseilung und das richtige Einlegen der Mitteltrense mit Leichtigkeit   überwacht   werden.

   Das
Einlegen der äusseren Trensen erfolgt dann nach der Erfindung zweckmässig ebenfalls in mehreren getrennten, aufeinanderfolgenden Vorgängen, derart, dass zunächst nur je ein Teilstrang in die inneren
Winkel der äusseren   Zwickelräume   eingelegt und eingepresst wird und dass erst in einem oder mehreren weiteren Vorgängen das Ausfüllen der restlichen Räume durch Einlegen und Einpressen eines oder mehrerer weiterer Stränge geschieht. 



   Fig. 1 der Zeichnung zeigt eine zur Herstellung des Verfahrens geeignete Vorrichtung in schematischer
Darstellung. 1 bedeutet das vordere Ende der Hohlwelle des Verseilkorbes, in den die Haspel mit den isolierten Leitern und den Trensen eingesetzt werden. Auf dieser Hohlwelle ist ein Stern 2 aufgekeilt, der eine Anzahl von Schraubenbolzen 3 trägt. Auf diesen Schraubenbolzen sind mehrere Scheiben ver- schiebbar und in geeigneter Entfernung feststellbar angeordnet, die zur Führung der zu verseilenden
Elemente und als Träger für ein Verseilkaliber und für die Einformvorrichtung dienen.

   Die Löcher der
Scheiben 5 und 6, durch welche die Schraubenbolzen 3 durchgehen, werden zweckmässig als Langlöcher 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 ausgebildet, um eine Verdrehung der Scheiben um die   Verseilaehse   und eine leichtere Einstellung der Vorrichtung zu ermöglichen. Die erste Scheibe 4 dient nur als   Führungsscheibe   und enthält die notwendigen 
 EMI2.1 
 Verseilkaliber 7, in welchem die Verseilung der isolierten Leiter a um die durch die Hohlwelle zugeführte Mitteltrense b erfolgt. Ausserdem trägt die Scheibe 5 die notwendigen Löcher 52 für die Führung der Aussentrensen. Die Scheibe 6 trägt eine Einformvorrichtung   12,   mit deren Hilfe die gleichmässige und vollständige Ausfüllung der Innenwinkel in den äusseren Zwickelräumen durch die Stränge   c   durchgeführt wird.

   Ausserdem besitzt sie Löcher 62 für die Führung der   Stränge d,   die zur Ausfüllung der noch verbleibenden Hohlräume im Verseilkaliber 9 notwendig sind. 



   Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung der Einformvorrichtung 12, welche von der Scheibe 6 getragen wird. Sie besteht im wesentlichen aus drei Walzen   8,   deren Ballen in der Mitte ausgebaucht sind, um einen Druck auf die Trensen   c   auszuüben. Die Enden der Walzen sind so ausgebildet, dass sie sich an die isolierten Leiter a an schmiegen und ein Ausweichen derselben beim Einformen der Papierstränge c verhindern. Durch geeignete Bemessung der Papierstränge ist es auf diese Weise   mögliche   die vollkommene und gleichmässige Ausfüllung der inneren Winkel mit einer vorher bestimmten Dichte zu erreichen.

   Bei der bisher üblichen Herstellungsart war dies unmöglich, da der vom Verseilkaliber ausgeübte Druck vorwiegend auf die Papiermasse in den seitlichen Winkeln der äusseren Zwickelräume ausgeübt wurde, so dass infolge der grossen Reibung an diesen zur Druckrichtung fast normal stehenden Flächen die Trensenstränge im Momente des Einformens nicht mehr genügend beweglich waren, um sich bis zur vollkommenen Ausfüllung in die inneren Winkel einzuschieben. 



   Fig. 3 und 4 zeigen eine abgeänderte Form der Einformvorrichtung in Schnitt und Kreuzriss. Sie besteht aus einem besonders geformten Verseilkaliber   10,   welches in die Scheibe 6 eingesetzt wird und dessen Querschnitt nur am Anfang kreisförmig ist und durch im Innern des Kalibers angeordnete Rippen 11 gegen das Ende zu allmählich in eine sternartige Form, im gegenständlichen Fall von drei Leitern in die Form eines Kleeblattes, übergeht. Die Rippen haben ähnlich wie die Walzen   8   in Fig. 2 den Zweck, die langsame und sichere Einformung der   Stränge.   zu bewerkstelligen, während ein Ausweichen der isolierten Leiter durch das Kaliber verhindert wird. Die Anzahl der Rippen richtet sich nach der Anzahl der Leiter. 



   Das Verfahren und die Vorrichtung können im Rahmen des Erfindungsgedankens in verschiedener Weise abgeändert werden. Es ist z. B. möglich, die Stränge d beliebig weiter zu unterteilen und sie gegebenenfalls auch wieder in getrennten, aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten einzulegen. Die Vorrichtung wird in diesem Fall durch Anordnung der notwendigen weiteren Scheiben und Einformvorrichtungen zu vergrössern sein. Ebenso ist es möglich, wenn nur auf die korrekte Verseilung der Leiter, nicht aber auf die vollständige und gleichmässige Ausfüllung der Zwickelräume Wert gelegt wird, die Seheibe 6 wegzulassen und die gegebenenfalls vorgeformten Trensen in dem Kaliber 9 einzulegen. 



   Die Anwendung des Verfahrens ist auch nicht auf Papiertrensen beschränkt, sondern lässt sich für jedes beliebige Füllmaterial durchführen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung elektrischer Hochspannungskabel, bei welchen die Hohlräume zwischen den isolierten, miteinander verseilten Leitern durch Trensen ausgefüllt sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegen der von aussen in die Zwickelräume einzufügenden Trensen erst nach Verseilung der isolierten Leiter erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1 unter Verwendung mehrerer Trensenstränge für die Ausfüllung jedes einzelnen Zwickelraumes, dadurch gekennzeichnet, dass die Trensenstränge in verschiedenen aufeinanderfolgenden Arbeitsvorgängen in den Zwickelraum gedruckt werden.
    3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie in die Zwickelräume eintretende Druckflächen aufweist, an die sich an die Leiter anschmiegende Flächen anschliessen.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie für jeden Zwiekelraum eine entsprechend geformte drehbare Rolle aufweist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch -3, gekennzeichnet durch ein Kaliber, dessen Querschnitt sich von der Kreisgestalt allmählich zu einer sternartigen Form verengt.
AT118436D 1929-07-25 1929-07-25 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung elektrischer Hochspannungskabel. AT118436B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT118436T 1929-07-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT118436B true AT118436B (de) 1930-07-10

Family

ID=3630993

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT118436D AT118436B (de) 1929-07-25 1929-07-25 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung elektrischer Hochspannungskabel.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT118436B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE662806C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines elektrischen Leiters
DE3521485C2 (de) Vorrichtung zur Herstellung eines verseilten, mehrdrähtigen, verdichteten Rundleiters
DE615040C (de) Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Leiters unrunden Querschnittes
DE2303603A1 (de) Litzendrahtkabel
DE664935C (de) Verfahren zur Herstellung von isolierten elektrischen Leitungen oder Kabeln
DE2813966A1 (de) Verfahren zum herstellen von metallschnueren, die insbesondere als verstaerkungselemente in elastomeres material enthaltenden gebilden verwendet werden sollen, sowie eine vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
AT118436B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung elektrischer Hochspannungskabel.
DE2213653A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abschirmen von Verseilelementen elektrischer Kabel
DE554965C (de) Verfahren zur Herstellung elektrischer Hochspannungskabel
DE1175768B (de) Vorrichtung zum Herstellen von runden, hoch-verdichteten, verseilten Leitern fuer elektrische Kabel sowie durch sie hergestellte Leiter
DE1165701B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von lagenweise aufgebauten Litzenleitern mit mehrfacher Verdrillung
DE1964320A1 (de) Kabel mit nichtmetallischer Seele
DE441758C (de) Verfahren zur Herstellung von verseilten Nutenleitern aus Einzelleitern von eckigem Querschnitt
DE632116C (de) Verfahren zur Herstellung von Sektorkabeln
AT107497B (de) Hohlleiter aus profilierten Drähten oder Bändern und Verfahren zur Herstellung derselben.
DE414899C (de) Fernsprech-Luftraumkabel
DE2514033A1 (de) Strangfoermiges gut aus massiven oder aus einzeldraehten bestehenden formstraengen groesseren querschnittes
DE726788C (de) Luftraumisolierter Leiter
DE515123C (de) Verfahren zur Veraenderung der Groesse des mittleren Betriebskapazitaetswertes von Luftraumkabeln
DE535454C (de) Verfahren zum Umpressen von Kabeln mit einem unrunden Mantel aus Blei oder zum Strangpressen von unrunden Rohren aus Blei o. dgl.
AT109327B (de) Elektrisches Drei- oder Mehrleiter-Starkstromkabel und Verfahren zu dessen Herstellung.
DE2056027A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstel lung von Schwachstromkabeln
AT120198B (de) Verfahren zur Herstellung von elektrischen Mehrleiterkabeln mit Leitern unrunden Querschnitts.
DE698227C (de) Verfahren zur Herstellung elektrischer Mehrleiterkabel
AT149182B (de) Verfahren zur Herstellung von Widerständen, Leitern oder Kabeln.