AT118228B - Katalysator für die Durchführung von in der Gas- oder Dampfphase sich abspielenden Reaktionen. - Google Patents

Katalysator für die Durchführung von in der Gas- oder Dampfphase sich abspielenden Reaktionen.

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AT118228B
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  Katalysator fiir die Durchführung von in der Gas-oder Dampfphase sich abspielenden
Reaktionen. 



   Es ist bekannt, dass man für manche katalytisehe Verfahren, welche sich in der Gas-bzw. Dampfphase abspielen, wie z. B. die katalytische Oxydation von Ammoniak, Platin als Katalysator verwenden kann. Das Platinmetall kommt dabei vorzugsweise in Form von Netzen, Geweben, Geflechten oder derartigen Gebilden zur Anwendung. 



   Es ist weiterhin bekannt, dass auch andere Metalle der Platingruppe befähigt sind, derartige Reaktionen katalytisch zu beeinflussen. So besitzt z. B. das Rhodium ausgezeichnete katalytische Eigenschaften. Da dieses Platinmetall indessen für die Überführung in die für die Durchführung der betreffenden katalytischen Vorgänge erforderlichen Formen, wie z. B. Drahtnetzform u. dgl., völlig ungeeignet ist, sind bisher Rhodiumkontakte nicht zur Anwendung gekommen. 



   Um das Rhodium in eine Form überzuführen, welche für die Weiterverarbeitung auf Kontaktkörper geeignet ist, ist man infolgedessen derart verfahren, dass man Legierungen von Platin und Rhodium hergestellt hat. Wenn diese Legierungen gut verarbeitbar sein sollen, z. B. derart, dass sie in haltbare Netze oder Gewebe aus sehr dünnem Draht übergeführt werden können, muss der Rhodiumgehalt derselben ein beschränkter sein. 



   Nach vorliegender Erfindung werden für die   Durchführung   von Prozessen der eingangs genannten Art Katalysatoren, z. B. aus Platin, verwendet, welche eine dünne Deckschicht von Rhodium aufweisen. 



  Man kann dabei z. B. derart verfahren, dass man auf galvanischem oder chemischem Wege Drähte od. dgl. aus Platin oder daraus hergestellte Gebilde mit dünnen Schichten von Rhodium überzieht, wobei die Schichtdicke gegebenenfalls so gewählt werden kann, dass nicht nur das Rhodium selbst, sondern auch das Unterlagemetall mit den Reaktionsgasen oder Dämpfen in Berührung kommt. Man kann z. B. auch derart verfahren, dass man die mit Rhodium überzogenen Gebilde einer Behandlung unterwirft, bei welcher das aufgebrachte Rhodium mehr oder weniger in die Oberfläche des Platins eindiffundiert. Diese Wirkung kann man z. B. durch besondere thermische Behandlung der Gebilde erzielen. Sie kann aber auch während der in der Regel bei relativ hohen Temperaturen sich abspielenden katalytischen Prozesse eintreten.

   Hiedurch erhält man Katalysatoren, deren Kern aus Platin besteht, während ihre Oberfläche eine Legierung von Platin darstellt. 



   Während man nach dem bekannten Verfahren immer nur eine Legierung von ganz bestimmter Zusammensetzung herstellen und diese auf den Katalysator, z. B. auf Netze, Geflechte, Gewebe od. dgl., verarbeiten kann, wobei man noch auf relativ niedrigen Rhodiumgehalt beschränkt ist, da bei Anwesenheit grösserer Rhodiummengen die Verarbeitbarkeit der Legierungen leidet, bietet vorliegende Erfindung den Vorteil, dass man als Grundlage für den Katalysator stets ein und dasselbe Metall, also z. B. Platin, in Drahtform verwenden kann und durch Aufbringen von Rhodium an der Oberfläche beliebige für den jeweiligen Anwendungszweck besonders geeignete Rhodiumkonzentrationen erzeugen kann. Man kann z. B. Katalysatoren herstellen, deren Oberfläche im wesentlichen oder weitgehend aus Rhodium besteht. 



  Man kann aber auch je nach Bedarf niedrigere Rhodiumkonzentrationen an der Oberfläche der Katalysatoren erzeugen. Beim Nachlassen der Katalysatoren, z. B. infolge von Rhodiumverbrauch bei Dauerbenutzung derselben, kann man sie in einfachster Weise wieder in hochwirksame zurückversetzen, indem man eine passende Menge neuen Rhodiums aufbringt. Man kann auch ein und denselben Katalysator in seinen Eigenschaften und Wirkungen verändern, z. B. derart, dass ein für einen bestimmten Zweck geeigneter Katalysator, welcher an seiner Oberfläche nur relativ wenig Rhodium enthält, durch Auf- 

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 bringen einer frischen dünnen Rhodiumschicht ohne weiteres für solche Verwendungszwecke hoch geeignet gemacht werden kann, für welche hohe Rhodiumkonzentrationen besonders geeignet sind. 



   Die Rhodiumauflage kann auf Drähte od. dgl. oder auf daraus hergestellte Gebilde, wie Netze, Gewebe, Geflechte aufgebracht werden. Man kann z. B. auch derart verfahren, dass man zunächst den Draht und alsdann das fertige Gebilde noch einmal mit Mitteln zum Aufbringen von Rhodium behandelt. 



  Das Aufbringen kann z. B. auf galvanischem Wege oder auf chemischem Wege erfolgen, z. B. derart, dass die Drähte oder Gebilde oberflächlich mit Lösungen (welche Salze des Rhodiums, z. B. Rhodiumchlorid enthalten) behandelt werden, worauf das Salz nach üblichen Methoden in Metallform übergeführt wird. 



   Als Grundmetall kommt vorzugsweise Platin in Betracht. Es können aber auch je nach dem Anwendungszweck andere   Grundmetalle,   z. B. Silber, Gold, Nickel, Kupfer, oder auch Legierungen, wie z. B.   Eisenniekel,     Chromniekel,   Phosphorbronze usw., Verwendung finden. 



   In manchen Fällen hat sich gezeigt, dass durch die kombinierte Anwendung von Rhodium und anderer Metalle im Sinne der Erfindung Wirkungssteigerungen (sogenannte Paarwirkungen) in Erscheinung treten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Katalysator für die Durchführung von in der Gas-bzw. Dampfphase sich abspielenden, durch Rhodium katalytisch beeinflussbaren Reaktionen, bestehend aus gut verarbeitbaren Metallen, insbesondere Platin, hergestellten Gebilden, wie Netzen, Geweben, Geflechten u. dgl., welche mit einer dünnen Rhodiumauflage versehen sind.

Claims (1)

  1. 2. Katalysator nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Rhodiumauflage derart beschaffen ist, dass die Reaktionsgase und-dämpfe auch Gelegenheit haben, mit dem Grundmetall in Berührung zu kommen.
    3. Katalysator nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der vorzugsweise aus Platin bestehende Katalysator oberflächlich mit Rhodium legiert ist.
    4. Katalysator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der vorzugsweise aus Platin bestehende Katalysator oberflächlich derart mit Rhodium legiert ist, dass die Rhodiummenge der Oberflächenschicht grösser ist als der Rhodiumgehalt gut verarbeitbarer Rhodiumlegierungen sein könnte.
AT118228D 1929-06-07 1929-06-07 Katalysator für die Durchführung von in der Gas- oder Dampfphase sich abspielenden Reaktionen. AT118228B (de)

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