<Desc/Clms Page number 1>
Geschwindigkeitsregler fiir bpdienuagslose Wasserkraftaulagen.
Beim Anlassen von bedienungslosen Wasserkraftmasehinen soll ein zu raschem Anfahren vermieden werden, um ein sicheres und störungsfreies Parallelschalten und ein allmähliches Aufnehmen der Last zu ermöglichen. Das Abstellen und Anlassen wird gewöhnlich durch einen Hubmagnet eingeleitet, der nach dem Anlaufen der Reglerölpumpe und dem Öffnen des Hauptabsperrorgans unter Spannung gesetzt wird und durch Anziehen seines Kernes das Steuerorgan der Hilfsmaschine freigibt, das dann unter Einwirkung irgendeiner Kraft die Steuerung auf Öffnen der Turbine verstellt.
Um ein plötzliches Hoehgehen des Steuerorgans und Öffnen der Turbine zu verhindern, ist nach der vorliegenden Erfindung im Rückführgestänge des Geschwindigkeitsreglers ein diese Bewegung verzögerndes. einstellbares Glied angeordnet.
Die Fig. 1 zeigt schematisch ein Beispiel eines solchen Geschwindigkeilsreglers. Im Rückführ- gestänge ist ein Ölkatarakt 4 eingeschaltet, dessen Relativbewegungen unter dem Einfluss der Feder 7 und der einstellbaren Drosselöffnung 8 vor sich gehen. Das Steuerorgan 2 der Hilfsmaschine. 3, das beim Abstellen samt dem Hebel 18 und dem Kolben 5 unter seine Mittellage gedruckt wurde, kann daher beim Anlassen, nachdem der Hubmagnet 10 angehoben ist, nur so langsam in die Mittellage zurückgehen, wie der Kolben 5 der Ölbremse durch die Kraft der Feder 7 unter Verdrängung des Öles von der oberen nach der unteren Seite des Bremskolbens 5 angehoben wird.
Nach unten kann der Kolben ohne Drosselung
EMI1.1
Hat das Steuerorgan 2 seine Mittellage erreicht, so beginnt es den unteren Kanal der Hilfsmaschine 3 zu öffnen, so dass der Öldruck deren Kolben nach oben schieben und den Leitapparat der Turbine, der in der Figur nicht gezeichnet ist, öffnen kann. Durch den Rückführhebel 9 wird nunmehr bewirkt, dass sich die Turbine mit gleicher Geschwindigkeit, wie der Ölbremskolben nach oben geht, also sehr langsam, öffnet und schliesslich anläuft. Vor Erreichung der normalen Drehzahl beginnt sich die Muffe des Fliehkraftpendels 1 zu heben und verstellt durch den Hebel 18 das Steuerorgan 2 nach unten, worauf der Servomotor J den Leitapparat so weit zu schliessen bestrebt wäre, dass die Drehzahl vorerst nicht mehr steigen würde.
Da aber der Ölbremskolben 5 gleichzeitig noch weiter nach oben gedrückt wird, will der Regler die Turbine weiter öffnen, wobei die Muffe des Pendels mit der gleichen Geschwindigkeit in die Höhe geht wie der Ölbremskolben und die Drehzahl damit proportional steigt. Durch Einstellen der Drosselschraube 8 kann man es erreichen, dass die Normaldrehzahl beliebig langsam durchlaufen wird, so dass das automatische Parallelschalten des Aggregates oder das selbsttätige Einrücken von Kupplungen sicher und stossfrei vor sich gehen kann.
Nach dem Parallelschalten öffnet die Ölbremse 4, weil ihre Aufwärtsbewegung noch fortdauert, während das Pendel 1 unverändert bleibt, das Regulierventil langsam weiter, bis die Turbine voll belastet ist. Mit der Einstellung der vollen Belastung gelangt der Ölbremskolben an seinen oberen Anschlag, an dem er während des ganzen Betriebes verharrt ; die Rückführung wird also starr. Wenn die Belastung aus irgendeinem Grund verschwindet, so schliesst das Fliehkraftpendel in bekannter Weise den Regler, wobei sich eine Drehzahl entsprechend dem Ungleichförmigkeitsgrade des Pendels einstellt.
Zwe ; kmässig wird man die Bremswirkung der Ölbremse 4 auf einen dem eigentlichen Anlaufvorgang entsprechenden Teil ihres Hubes beschränken, indem man z. B. nach einer bestimmten Wegstrecke des Bremskolbens einen zweiten ungedrosselten Kanal für den Ölumlauf öffnet.
Beim Abstellen wird der Hubmagnet 10 stromlos. Sein Kern 11 fällt nach unten und schliesst den Regler. Der Ölbremskolben 5 kommt in seine unterste Lage.
<Desc/Clms Page number 2>
Die Ölbremse kann auch durch ein verstellbares Glied in der Rückführung ersetzt werden, das in bekannter Ausführungsform zu Drehzahlverstellungen verwendet wird. Die vorliegende Erfindung, wie sie in Fig. 2 beispielsweise dargestellt ist, unterscheidet sich von den bekannten Ausführungen jedoch dadurch, dass der Umschalter 12 des Motors 13 von dem Anlasshubmagneten 10 betätigt wird. Beim Anlassen wird also die verstellbare Stange 14 allmählich verlängert und beim Abstellen verkürzt, so dass dieselbe Wirkung erzielt wird wie bei der oben geschilderten Ölbremse. Durch geeignete Wahl der Übersetzungsverhältnisse im Schneckengetriebe j ? J, im Zahnradgetriebe 16 und der Schraubenspindel 17 kann die Geschwindigkeit des Anlaufes beliebig klein gehalten werden.
Erfindungsgemäss steuert also ein einziges Organ, entgegen bisher bekanntgewordenen Anordnungen, nicht nur in der ersten Phase die Öffnung der Leitvorrichtung für den Anlauf, sondern auch in der zweiten Phase vor dem Parallelschalten die Drehzahl und bewirkt nach erfolgtem Parallelschalten in der dritten Phase die Lastaufnahme der Maschine.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Geschwindigkeitsregler für bedienungslose Wasserkraftanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass im Rückführgestänge des Reglers ein verstellbares Glied (4) angeordnet ist, das beim Anlassen mit einstellbarer Geschwindigkeit aus der dem Stillstand entsprechenden einen Endlage in die dem Betriebe entsprechende andere Endlage verstellt und beim Abstellen der Turbine wieder in die Ausgangsstellung zurückgestellt wird.