AT117693B - Verfahren und Klebepasta zum Ausbessern von Kleidungsstücken. - Google Patents
Verfahren und Klebepasta zum Ausbessern von Kleidungsstücken.Info
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Description
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Verfahren und Klebepasta zum Ausbessern von Kleidungsstileken.
Die vorliegende Erfindung hat zum Gegenstande ein Verfahren zum Ausbessern von Kleidungs- stücken, z. B. Strümpfen, durch Auf-oder Einkleben von Flicken, das sich von bekannten Klebeflickverfahren, wie sie insbesondere zur Beriesterung von Schuhwerk üblich sind, dadurch unterscheidet, dass ein zähflüssiger, geschmeidig bleibender Klebstoff in fadenähnlichen schmalen Ringen oder Streifen aufgebracht wird.
Beim Aufkleben von Riestern auf Schuhwerk erfolgt die Verbindung auf der ganzen Anlagefläche von Schuh und Riester durch Verstreichen eines dünnflüssigen, starr werdenden Klebstoffes. Geht man beim Ausbessern von Textilwaren durch Aufkleben von Flicken ebenso vor, so erzielt man kein gutes Ergebnis, weil dieser Klebstoff beim Verstreichen auf einem Gewebe od. dgl. besonders tief, unter Umständen bis zum Hervortreten auf der andern Seite in den Stoff eindringt, während anderseits das flüchtige Lösungsmittel, infolge der grossen, durch das Verstreichen erhaltenen Oberfläche bei sehr dünner Schicht, schnell verdunstet. Man ist daher genötigt, noch eine zweite Klebstoffschicht aufzutragen ; infolgedessen wird die Verbindungsstelle sehr steif und, zumal wenn der Klebstoff durchgetreten ist, unschön.
Trägt man dagegen erfindungsgemäss den zähflüssigen Klebstoff einfach durch Auspressen aus einer mit einer feinen Öffnung versehenen Tube ohne Verstreichen in fadenartigen Ringen oder Streifen auf, so findet ein Eindringen und Verdunsten nur in sehr beschränktem Masse statt, ganz abgesehen davon, dass das einfache Auflegen des aus der Tube herausgedrückten Klebstoffadens viel rascher vor sich gehen kann. Der in Ruhe auf dem Stoff liegende Klebstoffaden kann nur langsam und deshalb stockend in das Gewebe, keinesfalls durch dieses dringen, während sich durch das nur an seiner kleinen Oberfläche stattfindende Verdunsten des Lösungsmittels ein feines Häutchen bildet, das für den eingeschlossenen Klebstoff sofort einen gewissen Verdunstungsschutz bietet.
Beim leichten Aufdrücken des Flickens platzt dann dieses Häutchen und der Klebstoff dringt nun ohne nennenswerte seitliche Ausbreitung in den Flicken ein, so dass eine nahtartige, festhaftende Verbindung zustande kommt. Dabei bleibt die Verbindungsstelle vollkommen geschmeidig bei genügender Widerstandsfähigkeit gegen die normalen Beanspruchungen beim Gebrauch des Gegenstandes sowie auch beim Waschen.
Als Klebstoff kommt eine Lösung von etwa 25 Gewiehtsteilen reinster Nitro- oder Azetylzellulose bzw. glasheller Zelluloid-oder Zellonabfälle in etwa 100 Gewichtsteilen Essigäther unter Zusatz von etwa 10 Gewichtsteilen PhthalsäurediÅathylester in Betracht. Dieser Klebstoff ist vollkommen farblos, bleibt auch nach dem Eintrocknen geschmeidig und löst sich auch nicht beim Waschen und Kochen ausgebesserter Kleidungsstüeke.
Der schmale Klebstoffstreifen schafft eine nahtartige Verbindung. Durch parallele Anordnung zweier Streifen kann man eine Art Doppelnaht erhalten.
Fig. 1 erläutert die Anwendung des Verfahrens zum Verschliessen eines Loches in einem Gewebe, Fig. 2 das Einsetzen von Flicken. Um das Loch b (Fig. 1) wird dicht am Lochrand aus der fein durchlochten ohne Berührung mit dem Stoff herumgeführten Spitze der Klebstofftube ein fadenartiger Klebstoffring cl herumgelegt, und in einem Abstande von einigen Millimetern von diesem wird auf ähnliche Weise ein zweiter Klebstoffaden c2 aufgetragen. Im Anschluss hieran wird ein Flicken d aufgelegt und mit einem weichen Druckkörper, z. B. einem Wattekissen od. dgl., kurze Zeit leicht angedrückt. Dabei
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Zweckmässig wird der Flicken mit der rechten Seite auf die Rückseite des Gegenstandes geklebt, weil dabei die Flickstelle auf der Vorderseite kleiner wird.
Beim Einsetzen von Flicken wird zunächst die Kante des Loches b (Fig. 2 und 3) im Kleidungsstück a sauber beschnitten und eventuell unter Zuhilfenahme eines Abdruckes des Loches, der durch Auflegen von dünnem Papier und Reiben mit einem geeigneten Gegenstand gewonnen wird, ein genau in das Loch passender Flicken e aus dem gleichen Stoff mustergerecht ausgeschnitten. Das Kleidungsstück wird nun- mehr mit der linken Seite nach oben auf eine Unterlage gebracht, der Flicken eingelegt und auf die Fuge ein Klebstoffstreifen c aufgebracht, worauf ein dünnes Stoffstück f von hinten aufgedrückt wird.
Der
Klebstoff dringt dabei einerseits in die Fuge zwischen den Kanten von Loch und Flicken ein und ver- bindet anderseits den Hilfsstoff mit den Rändern beider Teile, wodurch eine T-stückartige Doppelver- bindung entsteht. Man kann dann schliesslich den untergelegte Hilfsstoff beliebig bis zu der Klebstelle heran beschneiden. Man erhält auf diese Weise Ausbesserungen, die bei sorgfältiger Ausführung über- ) 1aupt nicht zu sehen sind. Bei verhältnismässig dicken Stoffen wird zunächst unter stückweisem Hoch- biegen des in das Loch eingelegten Flickens auf dessen Kante Klebstoff aufgebracht, damit eine Verbin- dung mit der Lochkante über die ganze Stoffdicke zustande kommt. Sodann. wird weiter wie oben ver- fahren.
Je nach der Stoffstärke des zu flickenden Kleidungsstückes wird man Klebstoffäden verschiedener
Stärke auftragen. Man kann zu diesem Zwecke entweder die Tubenspitze mit einem entsprechend kleineren oder grösseren Loch versehen oder aber bei einer bestimmten Lochgrösse einen dünneren oder dickeren
Faden des zähen Klebstoffes durch schnelleres oder langsameres Hinwegbewegen der Tubenspitze über den Stoff erzielen,
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Ausbessern von Kleidungsstücken u. dgl. durch Auf-oder Einkleben von Flicken, dadurch gekennzeichnet, dass ein zähflüssiger Klebstoff in ohne Verstreichen aufgelegten fadenförmig schmalen Ringen zur Anwendung kommt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch parallele Klebstoffringe eine doppelte-Klebnaht gebildet wird, wobei zweckmässig die eine Naht dicht an der Lochkante, die andere dicht an der Flickenkante verläuft.3. Verfahren zum Einsetzen von Flicken, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lochrand sauber beschnitten, ein, z. B. mit Hilfe einer Papierschablone, genau passend zugesc1mit- - tener Flicken in das Loch eingesetzt, auf der Rückseite der Fuge entlang ein Klebstoff aufgebracht und ein Hilfsflicken aufgedrückt wird.4. Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes zumAusbessernvon Kleidungsstücken u. dgl. nach den Ansprüchen 1 bis 3, wobei Zelluloseester und Weichmachungsmittel in Essigäther gelöst werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsgemisch aus etwa 25 Teilen reiner Nitro- oder Azetylzellulose bzw. 25 Teilen glashellen Zelluloid- oder Zellonabfällen, etwa 10 Teilen Phthalsäurediäthylester und 100 Teilen Essigäther besteht. EMI2.2
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